MS ALBATROS: Mediterrane Spitzenziele & Schwarzes Meer

20-Tage-Hochseekreuzfahrt: Triest - Venedig - Instanbul - Sotschi - Odessa - Konstanza - Giardini-Naxos - Monaco

Monaco © Monaco Pressezentrum MS Albatros © phoenixreisen Istanbul © Fotoalem Kotor © SandyS

Von der Adria durch die Ägäis geht es bis ins Schwarze Meer. Auf Ihrem Weg queren Sie die Dardanellen- und die Bosporus-Meerenge.

Die türkische Metropole Instanbul mit all ihren Facetten erleben Sie sowohl bei Tag, als auch bei Nacht. Eindrücke der berühmten georgischen Lebenslust vermittelt ein Aufenthalt in Batumi.

Sotschi besticht mit der Schönheit der kaukasischen Landschaft.Die Hafenstadt Odessa und das 2000-jährige Konstanza sind weitere Höhepunkte Ihrer Reise. Schlusspunkte setzen das griechische Santorin und die vom rauchenden Ätna majestätisch überragte Insel Sizilien.

  • sz-Reisen Plus: 50 € p. P. Ausflugsguthaben an Bord
  • 2 Tage Istanbul
  • Sotschi im Schwarzen Meer

Programm

Reiseverlauf Ort Ankunft Abfahrt Geplante Landausflüge (fak.)

1. Tag:

Triest 20:00 Einschiffung

2. Tag:

Venedig 08:00 13:00 Laguneninseln Murano und Burano, Markusplatz und Dogenpalast

3. Tag:

Kotor 14:00 20:00 Historischer Stadtrundgang, Montenegro Rundfahrt

4. Tag:

Urlaub auf See

5. Tag:

Nauplia (Peloponnes) 09:00 18:00 Alt-Korinth & Kanal von Korinth, Mykene & Alt-Korinth

6. Tag:

Skiathos 10:00 17:00 Spaziergänge

7. Tag:

Istanbul 13:00 Blaue Moschee, Hagia Sophia und Basar, Topkapi-Palast

8. Tag:

Istanbul 17:00 Galataturm, Die Stadt auf zwei Kontinenten, Istanbul intensiv

9. Tag:

Kreuzen im Schwarzen Meer

10. Tag:

Batumi 08:00 18:00 Batumi und Umgebung

11. Tag:

Sotschi 07:00 18:00 Sotschi und Teeplantage, Sotschi und Stalins Datscha

12. Tag:

Urlaub auf See

13. Tag:

Odessa 08:00 18:00 Odessa Panoramafahrt, Die Katakomben von Odessa

14. Tag:

Konstanza 08:00 18:00 Konstanza mit Folklore, Bukarest, Donaudelta

15. Tag:

Passage Istanbul

16. Tag:

Santorin 08:00 17:00 Inselfahrt, Antikes Santorin

17. Tag:

Urlaub auf See

18. Tag:

Giardini-Naxos / Taormina 08:00 18:00 Vulkan Ätna, Taormina, Vulkan Ätna und Weingut, Catania

19. Tag:

Urlaub auf See

20. Tag:

Monaco 09:00 Ausschiffung
geringfügige Fahrplanänderungen vorbehalten
ab 2159 

MS ALBATROS

Ein ungezwungener, klassischer Ozeanliner

MS Albatros bietet eine gekonnte Mischung aus liebenswerter Geborgenheit und heiterer Gelassenheit. Man spürt sofort die Vorzüge der Bauweise eines klassischen Kreuzfahrtliners. Auf eine gemütliche und ungezwungene Atmosphäre wird an Bord mehr Wert gelegt als auf Etikette. Die frische Seeluft lädt zu Sport und Spiel ein, oder Sie entspannen im Liegestuhl auf dem Sonnendeck. Besuchen Sie eine der zahlreichen gemütlichen Bars und genießen Sie Ihren Lieblingsdrink – und das alles zu erfreulich günstigen Preisen! Lassen Sie sich verwöhnen und setzen Sie sich an den gedeckten Tisch oder genießen Sie ein leckeres Mittagessen am Lidobuffet. Freuen Sie sich auf eine schöne Reise und erleben Sie jeden Tag neue Highlights an Bord von MS ALBATROS. 

Genießen Sie schon jetzt einen Blick auf Ihr Schiff!

Kabinenausstattung:
Gerade die Unterbringung ist besonders wichtig für das Wohlbefinden. Die Kabinen sind gut ausgestattet und freundlich eingerichtet. Sie werden sich wie zu Hause fühlen. Alle Kabinen sind mit Bad/WC bzw. Dusche/WC, Bordradio, TV mit Satellitenprogramm und eigenem Bordfernsehen, Privat-Safe, Telefon und individuell regulierbarer Klimaanlage ausgestattet. Sitzgelegenheit mit Beistelltisch, Frisierkommode und viel Schrankraum für Ihre Urlaubsgarderobe sorgen für Bequemlichkeit während Ihres Urlaubs. Die Bäder sind zweckmäßig ausgestattet, oft wahlweise mit Dusche oder Badewanne, WC, Waschbecken, Spiegelschrank, Fön. Auch ein Bademantel steht Ihnen für den Aufenthalt zur Verfügung. Unser Kabinen-Service bringt auf Wunsch Getränke und Frühstück. Für besondere Ansprüche gibt es den Gold/Silber-Service für die größeren und besser ausgestatteten Suiten, Komfortkabinen, Juniorsuiten oder Penthousesuiten mit privatem Balkon. WLAN ist vorhanden, jedoch nicht inklusive und die Nutzung ist abhängig vom Fahrgebiet.

Eine Übersicht aller vorhandenen Kabinenkategorien finden Sie hier.

Ausstattung:
Entspannen Sie in gemütlicher, ungezwungener Atmosphäre bei Spaß und Unterhaltung – auf MS ALBATROS wichtiger als Etikette. Schließen Sie neue Freundschaften, entdecken Sie außergewöhnliche Orte und fühlen Sie sich in aller Welt zu Hause. Auf den weitläufigen Außen- und Promenadendecks spürt man noch die großzügige Bauweise klassischer Kreuzfahrer. MS ALBATROS ist vollklimatisiert und komfortabel ausgestattet. Sie wurde regelmäßig renoviert, zuletzt im Dezember 2015 und entspricht den aktuellen internationalen Sicherheitsstandards. In Ihrem Zuhause an Bord, Ihre Kabine, brauchen Sie auf keine Annehmlichkeit zu verzichten. Auch sonst ist für alles gesorgt. Mit dem abwechslungsreichen Bordprogramm macht unser erfahrenes Reiseleiterteam jeden Ihrer Tage auf See zu einem fröhlichen Erlebnis. Nach spannenden Turnieren oder sportlichen Aktivitäten ist vielleicht ein erfrischendes Bad im Pool genau das Richtige, oder liegt Ihnen ein Saunagang mit einer entspannenden Massage im neu gestalteten Wellnessbereich mehr? Wer es ganz ruhig liebt, der faulenzt einfach im Liegestuhl in einer stillen Ecke des Sonnendecks mit einem guten Buch aus der Bordbibliothek oder hängt beim Beobachten der Wellen seinen Träumen nach. Auf jeden Fall ist Langeweile ein Fremdwort an Bord.

Freizeit und Unterhaltung:
In lockerer Atmosphäre ist das Leben bei Tag und Nacht das reinste Vergnügen. Lassen Sie sich z.B. einfach in einem Liegestuhl am Pool die frische Seeluft um die Nase wehen. Wer’s sportlich mag, kann einige Runden auf dem Promenadendeck drehen, schwimmen oder das Fitness-Center mit Sauna und Dampfbad besuchen. Außerdem gibt es einen Sportgarten mit Boccia- Spielfläche, Shuffleboard und Golfgreen. Die Weitläufigkeit Ihres Schiffes lädt zum Entspannen und Flanieren ein. Bummeln Sie durch die Boutiquen auf dem Oriondeck, kehren in eine der gemütlichen Bars ein und genießen einen Drink. Damit alle wissen wie gut es Ihnen geht, schicken Sie kurz eine E-Mail an die Lieben zu Hause, bevor Sie am vielfältigen Bordprogramm teilnehmen; kreative Angebote wie Malerei oder z.B. wissenswerte Vorträge sind routenabhängig. Von Fitness bis Faulenzen ist alles erlaubt – entscheiden Sie selbst! Wenn die Sonne im Meer versinkt und MS Albatros im Glanz zahlreicher Lichter erstrahlt, ist Show-Time angesagt. In der Atlantik-Lounge werden Sie zu Shows und Veranstaltungen erwartet. Im Kino heißt es Film ab, und in den Bars und Salons erwarten Sie mitreißendes Entertainment und Live- Musik. In Harry’s Bar können Sie bei beschwingten Rhythmen in die Nacht hinein tanzen. Wer es romantisch mag, lehnt sich ganz entspannt an die Reling und bewundert die Sterne am Firmament.

Technische Daten:
Baujahr: 1973, zuletzt renoviert: 2015
Passagiere: 850
Besatzung: 340
Länge: 205 m
Breite: 25 m
Reisegeschwindigkeit: 15 bis 18 Knoten

Ausflüge:  
Die Buchungen der Landausflüge können vorab oder an Bord (nach Verfügbarkeit)vorgenommen werden.

Bordsprache:   
Deutsch

Zusatzkosten/ Nebenkosten:  
Landausflüge, Getränke außerhalb der Mahlzeiten, Telefongespräche, Verzehr in den Bars, persönliche Serviceleistungen an Bord, wie zum Beispiel Schönheitsbehandlungen im Spa, Wäscheservice, ärztliche Behandlungen. Treibstoff-Zuschläge, die ggf. nachträglich von der Reederei erhoben werden.

Trinkgeld:  
Trinkgelder sind auf der MS ALBATROS nicht obligatorisch, werden aber gerne entgegengenommen. Wenn Sie mit dem Service zufrieden sind, mag als Richtlinie ca. 3-5 € pro Tag/Person gelten. In den Bars werden die Barrechnungen abgezeichnet und gesamt am Ende der Reise beglichen. Der Barrechnung wird ein Trinkgeld von 7 % hinzugefügt.

Kleidung:  
An Bord der MS ALBATROS herrscht legere Urlaubsatmosphäre. Aber zu besonderen Anlässen, wie z.B. beim Captain´s Dinner, wird gerne schicke Freizeitkleidung, ein Jackett oder Cocktail-Kleidung getragen. Abendgarderobe ist nicht vorgeschrieben. In den Gesellschaftsräumen des Schiffes ist das Tragen von Bade- und Sportkleidung nicht gestattet. In Ihrer Kabine finden Sie für den Gebrauch an Bord einen Bademantel vor, und auch für das Badetuch für den Aufenthalt an Deck ist gesorgt.
Für die Landausflüge empfehlen wir gutes Schuhwerk und bequeme Freizeitkleidung. An Bord gibt es eine Wäscherei und für den persönlichen Bedarf Waschmaschine und Bügelzimmer.

Zahlungsmittel an Bord:   
Die offizielle Bordwährung ist EURO. Visa-, Master- und deutsche EC-Karten werden akzeptiert, Abrechnung in Euro. Unsere besonders günstigen Barpreise und die niedrigen Nebenkosten an Bord sind ein weiterer Pluspunkt für eine unvergessliche Reise mit MS ALBATROS.

Beförderung

  • inklusive Haustürtransfer in ausgewählten Regionen
  • Bustransfer nach Triest/von Monaco bzw. Flug nach Triest und zurück von Nizza in Economy Class (Umsteigeverbindung)
  • Transfer Flughafen – Hafen – Flughafen
  • Einschiffung in Triest
  • Ausschiffung in Monaco

sz-Reisen Plus

  • 50 € p. P. Ausflugsguthaben an Bord

Kabine & Verpflegung

  • 19 Ü in gebuchter Kabinenkategorie
  • Vollpension inkl. Tischwein und Säfte des Tages zu den Hauptmahlzeiten
  • Willkommensdrink
  • Festliches Galadinner im Rahmen der VP
  • 2 Ü/HP auf Hin- und Rückfahrt bei Busan-/ Abreise

Zusätzlich inklusive

  • Gepäckbeförderung vom Anlegeplatz in die Kabine und zurück
  • Nutzung der Bordeinrichtungen
  • Teilnahme Bordveranstaltungen
  • Bademantel
  • Ein- & Ausschiffungsgebühren
  • Deutsch sprech. Bordreiseleitung

Zielland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2019:

1. Januar (Neujahr)

19. April (Karfreitag)

22. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

30. Mai (Christi Himmelfahrt)

10. Juni (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

20. Juni 2019 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

20. November 2019 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (4. und 5. März 2019) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Italien

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Landesdaten

Lage

Die Republik Italien grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich, im Osten an Slowenien und wird im Südwesten, Süden und Südosten vom Mittelmeer eingerahmt.

Zu Italien gehören auch die beiden großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien.

Fläche: 301.302 km².

Verwaltungsstruktur: 20 Regionen; Sonderstatus für die 5 Regionen Aostatal, Friaul-Julisch-Venetien, Sardinien, Sizilien, Trentino-Südtirol.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 60,8 Millionen

Städte:

Rom (Hauptstadt) ca. 2,7 Millionen (mit Vororten ca. 4,4 Millionen)

Mailand ca. 1,25 Millionen

Neapel ca. 947.800

Turin ca. 872.800

Palermo ca. 653.200

Genua ca. 591.800

Bologna ca. 375.900

Florenz ca. 355.300

Bari ca. 316.700

Catania ca. 293.500

Venedig ca. 264.000

Verona ca. 254.600

Messina ca. 240.100

Triest ca. 202.500

Sprache

Die Landessprache ist Italienisch. In einigen Gebieten wird Deutsch bzw. Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220/230 Volt. Schukostecker können oft nicht verwendet werden. Deswegen empfiehlt es sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien ist 0039. Beim Telefonieren nach Italien vom Ausland aus muss die 0 der Ortsnetzziffer des entsprechenden Ortes mitgewählt werden, z.B. nach Rom lautet die Vorwahl 0039 06. Bei Ortsgesprächen innerhalb Italiens muss ebenfalls die Vorwahl mitgewählt werden.

Von Italien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Die Direktwahl nach Deutschland ist nur aus Telefonzellen mit orangerotem Telefonhörer-Symbol möglich. Die meisten Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten, die an Tankstellen, in Bars und Restaurants oder an Zeitungskiosken gekauft werden können.

NOTRUFNUMMERN: Notruf (Carabinieri) 112 oder Polizei 113, Unfallrettung 118, Feuerwehr 115, Waldbrände 15 15, Seenotrettungsdienst 15 30.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Italien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .it

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

2. April (Ostermontag)

25. April (Tag der Befreiung)

1. Mai (Tag der Arbeit)

2. Juni (Nationalfeiertag)

29. Juni (St. Peter und Paul; Feiertag nur in Rom)

15. August (Mariä Himmelfahrt; Ferragosto)

1. November (Allerheiligen)

7. Dezember (St. Ambrosius; Feiertag nur in Mailand)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

26. Dezember (Stephanstag)

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Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

22. April (Ostermontag)

25. April (Tag der Befreiung)

1. Mai (Tag der Arbeit)

2. Juni (Nationalfeiertag)

29. Juni (St. Peter und Paul; Feiertag nur in Rom)

15. August (Mariä Himmelfahrt; Ferragosto)

1. November (Allerheiligen)

7. Dezember (St. Ambrosius; Feiertag nur in Mailand)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

26. Dezember (Stephanstag)

Die Hauptferienzeit ist von Mitte Juli bis Ende August (einige Betriebe schließen im August), zwischen Weihnachten und Neujahr sowie rund um Ostern. Brückentage werden auch gern für ein verlängertes Wochenende genutzt.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8.30-13.30, 15-16 Uhr, Fr 8.30-13.30, 14.45-15.45 Uhr, oft auch Sa Vormittag.

Büros: Mo bis Fr 8.30-12.30, 13.30-17.30 Uhr.

Geschäfte: werktags 8.30-12.30 Uhr (Süditalien 9-13 Uhr), 15.30-19.30 Uhr (Süditalien 16-20 Uhr). In den Städten Norditaliens gibt es einen Trend zu durchgehenden Öffnungszeiten. In Süditalien sind die Lebensmittelgeschäfte in der Sommerperiode geöffnet von 7.30-13.30, 17.30-20 Uhr. Die Läden sind meistens montags einen halben Tag geschlossen.

Kleidung

Während der Sommermonate braucht man leichte Sommerkleidung. Im Herbst und Frühjahr sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Im Winter benötigt man Wollsachen, warme Mäntel und gutes Schuhwerk. Auch einen Regenmantel oder eine Regenjacke sollte man unbedingt dabeihaben.

Geschichte/Politik

Mit den Etruskern kam im neunten Jahrhundert v. Chr. eine erste Hochkultur nach Italien. Um 470 v. Chr. begann der Aufstieg Roms, das um 100 n. Chr. seine größte Ausdehnung hatte. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches entstanden auf italienischen Boden germanische Nachfolgereiche. 381 wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben und seit dem fünften Jahrhundert ist der Bischof von Rom Oberhirte über alle Katholiken. Die darauf folgenden Machtkämpfe zwischen Kaisern und Päpsten erreichten ihren Höhepunkt mit dem Investiturstreit. Im Wormser Konkordat von 1122 mussten die Kaiser das Recht, den Papst zu wählen, an ein Kollegium von Kardinälen abgeben.

In der Folgezeit erlebten die Stadtstaaten wie etwa Venedig, Genua, Pisa, Mailand und Florenz einen erheblichen Aufschwung. Sie hatten durch die Kreuzzüge und durch rege Handelstätigkeiten ihren Einfluss bis in den östlichen Mittelmeerraum ausgedehnt. Zwischen Genua und Venedig entwickelte sich bald ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft, den die Venezianer gegen Ende des 14. Jahrhunderts für sich entscheiden konnten.

Mitte des 15. Jahrhunderts hatte sich Italien einen großen Reichtum angeeignet. Als Pionier des Wiederauflebens der Gelehrsamkeit und der Künste, bekannt als "Renaissance", stand Italien in kultureller Hinsicht den anderen europäischen Nationen weit voran. Am überragendsten war diesbezüglich die Toskana, aus welcher der große Dichter Dante Alighieri und der Maler Giotto hervorgingen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde Italien das Ziel mehrerer aggressiver Kriege durch Frankreich, Spanien und Österreich. Nur wenige Stadtstaaten, z.B. Genua und Venedig, konnten sich behaupten.

Während des 18. Jahrhunderts blieb Italien gespalten und unter ausländischer Herrschaft. 1796 marschierte Napoleon Bonaparte in Italien ein und gliederte bis 1810 sogar Rom ins Französische Großreich ein. Nach Bonapartes Niederlage gegen Österreich wurde im Wiener Kongress (1814-1815) die Restauration der österreichischen Herrschaft über die Halbinsel garantiert. Der italienische Widerstand gegen die Vorherrschaft Österreichs kennzeichnet sich durch eine wachsende Bewegung für nationale Einheit und Unabhängigkeit, die "Risorgimento" genannt wird. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen. Während des Ersten Weltkrieges blieb Italien zunächst neutral, schlug sich dann auf die Seite von Frankreich und Großbritannien.

1922 wurde Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten ernannt. In der Folgezeit begründete er seine faschistische Diktatur und verbündete sich mit Hitler. Durch die Besetzung Albaniens und Äthiopiens versuchte er, eine Großmachtstellung für Italien aufzubauen. 1940, nach der Niederlage Frankreichs, griff Italien in den Zweiten Weltkrieg ein. 1943 landeten die Alliierten auf Sizilien, ein Jahr später konnten sie Rom erobern. 1946 wurde durch ein Memorandum die Monarchie in Italien beendet. Innenpolitische Unruhen mit Regierungskrisen und Korruptionsskandalen erschüttern seitdem immer wieder das Land. Italien ist Mitglied der EU.

Wirtschaft

Der Tourismus trägt in Italien erheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden als Ernte- und Weideland genutzt. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international ganz vorn. Weitere wichtige Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten, Zuckerrüben, Mais und Reis sowie Artischocken, Pfefferschoten und Wassermelonen. Am bedeutendsten für die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau (Oliven, Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln). Auch die Milchwirtschaft hat einen hohen Stellenwert. Bekannte Käsesorten des Landes sind Gorgonzola, Pecorino und Parmesan. Italiens wichtigste Bodenschätze sind Erdgas, Petroleum und Pyrit.

Ein anhaltendes Problem der italienischen Wirtschaft stellt das enorme Nord-Süd-Gefälle dar. Viele Süditaliener arbeiten in Norditalien oder im benachbarten Ausland.

Religion

In Italien herrscht die römisch-katholische Religion vor, der über 80 Prozent der Bevölkerung angehören. Ein 1984 verabschiedetes Gesetz schuf die römisch-katholische Religion als Staatsreligion ab und beendete den obligatorischen Religionsunterricht an Staatsschulen. Die wichtigsten Minderheitenreligionen sind Protestantismus, Islam und Judentum.

Vegetation

Zu der für die zentralen und südlichen Flachländer Italiens charakteristischen mediterranen Pflanzenwelt zählen z. B. Oliven-, Orangen-, Limonen- und Zitronenbäume und Palmen. Im Süden findet man häufig Feigen-, Dattel-, Granatapfel- und Mandelbäume, Zuckerrohr und Baumwolle. An den niedrigeren Hängen der Apenninen sind Kastanien-, Zypressen- und Eichenbäume, in höheren Lagen ausgedehnte Pinien- und Tannenwälder vorherrschend.

Tierwelt

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern findet man in Italien weniger Tierarten. In den Alpen leben noch wenige Murmeltiere, Steinböcke und Gemsen. An Vögeln herrschen Geier, Bussard, Falke und Milan in den Bergen vor. Wachtel, Waldschnepfe, Rebhuhn und verschiedene andere Zugvogelarten findet man in vielen Teilen Italiens. Zahlreiche Eidechsen- und Schlangenarten, u.a. drei Spezies der giftigen Vipernfamilie, und Skorpione sind noch anzutreffen.

Kulinarisches

Zusammen mit der französischen Küche ist die italienische Gastronomie führend in Europa. Nach den Nudelgerichten sind die Fischgerichte empfehlenswert. Die Pizza (ursprünglich ein gewürztes Brot) hat sich erst im Laufe des Wohlstands und mit Einfluss des Tourismus entwickelt. Standardgetränk zu allen Essen sind Wein (regionales Angebot z.B. Chianti in der Toscana, Lambrusco in der Emilia-Romagna, Orvieto in Umbrien und Marsala auf Sizilien) und Mineralwasser. Aber auch italienisches und ausländisches Bier wird angeboten.

Souvenirs

Einige Artikel, wie z.B. Terrakottatöpfe oder Espessomaschinen sind in Italien preisgünstig. Für ihre Antiquitätenmärkte sind Lucca, Mailand, Ravenna und Turin bekannt. Noch heute findet man in Italien viele Erzeugnisse des traditionellen Kunsthandwerks, die sich gut als Mitbringsel eignen, z.B. in Südtirol Trachten, in Ligurien Klöppelspitzen und Gegenstände aus Olivenholz, in Venetien Glas- und Kristallwaren sowie Spitzen und in der Toscana Alabastergegenstände, farbige Keramik und Goldschmiedearbeiten. Der Süden ist bekannt für Teppiche, Korallenschmuck und Kleinmöbel.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Änderung der Zollbestimmungen - seit dem 1. Januar 2014 gilt folgende Ausnahmeregelung:

In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn oder Rumänien gekaufte Zigaretten dürfen nur noch bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei nach Italien eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländer) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf dem Landweg 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Italien erstreckt sich vom Brenner-Pass bis zur Südspitze Siziliens. Während Oberitalien noch im mitteleuropäischen Klimabereich liegt (kalte Winter), beginnt in der Po-Ebene das gemäßigte-subtropische Übergangsklima. Die Mitte und der Süden des Landes sind durch mild-feuchte Winter und trocken-heiße Sommer gekennzeichnet.

Beste Reisezeit

Italien hat das ganze Jahr über Saison.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Italien ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

Reisende müssen beachten, dass in Italien generell Beträge über 3.000 Euro (auch Hotelrechnungen etc.) nicht in bar, sondern per Überweisung, mit GiroCard oder Kreditkarte bezahlt werden müssen.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von zusammen über 10.000 Euro beim italienischen Grenzzollamt.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von Banken, größeren Hotels, Restaurants der gehobenen Kategorie und bei Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Auskunftstellen

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
Barckhausstraße 10, 5. Stock
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 23 28 94
(0 69) 23 74 34
frankfurt@enit.it
ENIT-Büro in Berlin:
c/o Botschaft der Italienischen Republik
Hiroshimastraße 1
10785 Berlin
Tel. (0 30) 24 31 04 13
E-Mail: berlin@enit.it

A.P.T. (Agenzia Nazionale del Turismo)
Via Marghera 2/6
00185
Rom /Italien
(0039) 06 446 33 79, 446 99 07
(0039) 06 497 11
sedecentrale@enit.it

Camera di Commercio Italo-Germanica
(Deutsch-Italienische Handelskammer)
Via Gustavo Fara, 26
20124
Mailand /Italien
(0039) 02 66 98 09 64
(0039) 02 67 91 31
info@ahk-italien.it

Camere di Commercio d´Italia - Unioncamere
Piazza Sallustio 21
00187
Rom /Italien
(0039) 06 470 42 40
(0039) 06 470 41
unioncamere@cert.legalmail.it

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Italien

Hiroshimastraße 1
Konsularabteilung (keine Visa-Abteilung):
Hildebrandstraße 1
10785
Berlin
(0 30) 25 44 01 89
(0 30) 25 44 00
www.botschaft-italien.de
segreteria.berlino@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Di 8.30-10.30 Uhr, Mi und Do 13-17 Uhr
Bitte beachten: Visa-Anfragen sind an das Generalkonsulat Frankfurt/M. zu richten!
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorarkonsulat der Republik Italien
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 8
28359
Bremen
(04 21) 42 12 02 07 00
(04 21) 421 20 20 97 39, 421 20 20 72 22
www.consolati-italiani.de/colonia
brema.consolato@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr und nachmittags nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Konsulat der Republik Italien
Goebenstraße 14
44135
Dortmund
(02 31) 55 13 79
(02 31) 57 79 60
segreteria.dortmund@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, Mi 14.30-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirke Detmold, Münster und Arnsberg mit Ausnahme der Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Augsburger Straße 3
01309
Dresden
(03 51) 444 45 84 88
(03 51) 444 44 88
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato@consonordresda.de
Mo bis Fr 9.30-12 Uhr
keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Direktionsbezirk Dresden)

Generalkonsulat der Republik Italien
Kettenhofweg 1
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 753 11 04
(0 69) 753 10
www.consolati-italiani.de/francoforte
segreteria.francoforte@esteri.it
Visa-Abteilung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi auch 14.30-17 Uhr - nur nach telefonischer Vereinbarung
bundesweit zuständig für Visa-Angelegenheiten

Konsulat der Republik Italien
Augustinerplatz 2
79098
Freiburg/Breigau
(07 61) 386 61 61
(07 61) 38 66 10
www.consolati-italiani.de/friburgo
consolato.friburgo@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr

(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirk Freiburg)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lokstedter Weg 24
20251
Hamburg
(0 40) 44 40 50 46
(0 40) 44 40 50 44
www.italia-hannover.de
anton.roessner@gmx.de
Mo und Mi 9.30-13.30 Uhr, Di 15-19 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Generalkonsulat der Republik Italien
Freundallee 27
30173
Hannover
(05 11) 283 79 30
(05 11) 28 37 90
www.italia-hannover.de
segreteria.hannover@esteri.it
Di bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
- mit Ausnahme der Kreise Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt

Honorarkonsulat der Republik Italien
Brunswiker Straße 40
24105
Kiel
(04 31) 570 00 81
(04 31) 570 00 80
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato_onorario_kiel@yahoo.it
Mo und Fr 10-12 Uhr und Mi 15-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Rosengartenplatz 2
68161
Mannheim
(06 21) 33 84 01 10
(06 21) 33 84 02 24
www.consolati-italiani.de/colonia
mannheim-onorario@esteri.it
Mi 14-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur für die Stadt Mannheim)

Generalkonsulat der Republik Italien
Universitätsstraße 81
50931
Köln
(02 21) 406 03 50
(02 21) 40 08 70
www.consolati-italiani.de/colonia
info.colonia@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur die Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Arnsberg - ohne die Städte Arnsberg und Sundern im Hochsauerlandkreis und die Städte Iserlohn, Menden, Hemer und Balve im Märkischen Kreis - sowie die Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Messe-Allee 1
04356
Leipzig
(04 31) 678 81 02
(04 31) 678 90 00
www.consolati-italiani.de/colonia
ufficio@conslipsia.de
Mo, Di, Do 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)
Sachsen, jedoch nur die Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz

Generalkonsulat der Republik Italien
Möhlstraße 3
81675
München
(0 89) 47 31 34
(0 89) 41 80 03 62
www.consolati-italiani.de/monaco
segreteria.monacobaviera@esteri.it
Mo bis Mi 9-12.30 Uhr, Di auch 14-17.30 Uhr, Fr 8.30-12.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lorenzer Platz 3a
90402
Nürnberg
(09 11) 202 21 07
(09 11) 202 20
www.consolati-italiani.de/colonia
guenther.kreuzer@kreuzer.de
Freitag 14-19 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Am Ludwigsplatz 7
66117
Saarbrücken
(0681) 92 56 66 66
www.consolati-italiani.de/colonia
saarbrücken.onorario@esteri.it
Am ersten und dritten Donnerstag des Monats 15-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Italien
Lenzhalde 46
70192
Stuttgart
(07 11) 256 31 36
(07 11) 256 30
www.consolati-italiani.de/stoccarda
consolato.stoccarda@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di und Do auch 14.30-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur der Regierungsbezirk Freiburg i. Breisgau und die Kreise Heidelberg, Mannheim und Rhein-Neckar)

Konsularagentur der Italienischen Republik
Goethestraße 52
38440
Wolfsburg
(0 53 61) 213 58
(0 53 61) 230 77/78
info.wolfsburg@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di, Do 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Hannover zu richten)
(nur die Stadt Wolfsburg sowie die Landkreise Helmstedt und Gifhorn im Regierungsbezirk Braunschweig)

Ambasciata della Repubblica Federale di Germania
Via San Martino della Battaglia 4
00185
Rom /Italien
(0039) 06 445 26 72
(0039) 06 49 21 32 08
www.deutschebotschaft-rom.it
Amtsbezirk: Provinzen Ancona, Ascoli Piceno, Avellino, Bari, Benevento, Brindisi, Campobasso, Caserta, Catanzaro, Chieti, Cosenza, Crotone, Foggia, Frosinone, Isernia, Latina, L'Aquila, Lecce, Macerata, Matera, Neapel, Perugia, Pesaro-Urbino, Pescara, Potenza, Reggio-Calabria, Rieti, Rom, Salerno, Tarent, Teramo, Terni, Vibo Valentia und Viterbo sowie die Inseln Sardinien und Sizilien

Consolato Onorario della Repubblica
Federale di Germania
Bari Via Argiro 7
70122
Bari
(0039) 080 52 275 37
(0039) 080 52 275 37
bari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: alle Provinzen der Region Apulien
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Rom

Consolato Onorario della Repubblica
Federale di Germania
Dr.-Streiter-Gasse 12
39100
Bozen
(0039) 0471 97 57 79
(0039) 0471 97 21 18
bozen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Bozen und Trient/Trento
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via R. Garzia 9
09126
Cagliari /Italien
(0039) 070 30 72 29
(0039) 070 30 72 29
cagliari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Sardinien (Provinzen Cagliari, Nuoro, Oristano, Sassari)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Corso dei Tintori 3
50122
Florenz /Italien
(0039) 055 247 32 08
(0039) 055 234 35 43
florenz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Arrezo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Massa-Carrara, Pisa, Pistoia, Prato, Siena
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Malta 2/1
16121
Genua /Italien
(0039) 010 576 54 44
(0039) 010 576 53 42
genua@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Genua, Imperia, La Spezia und Savona
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Generalkonsulat Mailand

Consolato Generale della Repubblica Federale di Germania
Via Solferino 40
20121
Mailand /Italien
(0039) 02 655 42 13
(0039) 02 623 11 01, 62 31 10 27
www.deutschesgeneralkonsulat-mailand.it
info@mailand.diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Aostatal, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Lombardei, Piemont, Südtirol, Toskana, Venetien und die Republik San Marino

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via San Sebastiano 13
98122
Messina /Italien
(0039) 090 67 17 80
(0039) 090 67 17 80
messina@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Messina, Catania, Ragusa und Syrakus
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Medina, 40
80133
Neapel /Italien
(0039) 081 761 46 87
(0039) 081 248 85 11
www.deutschesgeneralkonsulat-neapel.it
neapel@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Basilicata, Kalabrien, Kampanien und Molise
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Principe di Villafranca 33
90141
Palermo /Italien
(0039) 091 982 08 08
(0039) 091 982 08 08
palermo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Palermo, Trapani, Agrigento, Caltanissetta und Enna
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Santo Croce 251, Palazzo Condulmer
30135
Venedig /Italien
(0039) 041 244 84 69
(0039) 041 523 76 75
venedig@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Belluno, Görz/Gorizia, Padua, Pordenone, Rovigo, Treviso, Tiest, Udine, Venedig, Vicenza
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Sehenswertes

Rom

Rom, die Hauptstadt der Republik Italien und der Region Latium, etwa 20 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer landeinwärts gelegen, ist die klassische Städtereise-Metropole. Die römische Lebensart und das Interesse an Kunst, Geschichte und Religion sind wohl die wichtigsten Gründe für einen Besuch der "Ewigen Stadt". Eine Münze in die Fontana di Trevi werfen, das Kolosseum und das Kapitol besichtigen, die Rast auf der Spanischen Treppe, die Vatikanstadt mit Petersplatz, Petersdom, Vatikanischen Museen und Sixtinischer Kapelle besuchen, die Katakomben an der Via Appia Antica ansehen - all das gehört seit Generationen zu einem Rombesuch wie das abendliche Essen im Restaurant oder der Einkaufsbummel in den Boutiquen und auf den Straßenmärkten.

Rom war Jahrtausende lang der kulturelle Mittelpunkt Europas und Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit einer Vestalin. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Die historisch nachweisbare Besiedlung der römischen Hügel lässt sich aber bis in das 14. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen.

Die Entwicklung Roms zur Hauptstadt der größten und perfektesten politischen Organisation der Antike erreichte ihren Höhepunkt unter Kaiser Augustus (27 v.Chr. bis 14 n.Chr.). Die wechselvolle Geschichte, die in einer Verheerung der Stadt zur Zeit der Völkerwanderung und späterer Ereignisse endete (im 14. Jahrhundert hatte die Stadt noch 20.000 Einwohner), ist heute noch in den zahllosen Bauwerken der Stadt sichtbar. Rom gleicht einem einzigen Freilichtmuseum. Das historische Zentrum der Stadt, die Vatikanstadt und die Kirche "San Paolo fuori le Mura" wurden in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der UNESCO aufgenommen. In den kleinen Gassen und Straßen der Innenstadt kann man tagelang untertauchen und das römische Leben abseits der Touristenströme studieren.

Der Tiber (Tevere) ist mit 405 Kilometern Länge nach dem Po der zweitlängste Fluss des Landes und durchzieht von Norden nach Süden in drei Windungen die Stadt. Am linken Ufer erheben sich die sieben Hügel, auf denen das alte Rom erbaut wurde. Am Stadtrand liegt der mit 0,44 Quadratkilometern kleinste eigenständige Staat der Welt, die Vatikanstadt, die der Sitz des Papstes und der Kurie ist.

Heute ist Rom ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum mit regem politisch-administrativem, kulturellem und künstlerischem Leben. Die zahllosen sehenswerten Museen und Sammlungen spiegeln die Geschichte der "Ewigen Stadt" und Italiens eindrucksvoll wider. Das Nachtleben spielt sich weitgehend im Freien ab. Nur in den Wintermonaten sind Kneipen und Musikclubs begehrte Anziehungspunkte. Im Sommer finden zahlreiche Festivals und Open-Air-Veranstaltungen statt.

Venedig

Venedig gilt als eine der faszinierendsten Städte der Welt. Trotz der Touristenmassen von zwölf bis 15 Millionen Menschen jährlich, der horrenden Preise, der Umweltprobleme und der Abwanderung der Bevölkerung hat die Stadt in der Lagune noch immer nichts von ihrem Zauber verloren.

Die märchenhafte Wasserstadt, die von 177 Kanälen durchzogen wird, ist ein einzigartiges Kunst- und Freilichtmuseum. Die prächtigen Palazzi, prunkvollen Baudenkmäler, Kirchen und Klöster hinterlassen bei jedem Besucher einen prägenden Eindruck. Zentraler Hauptplatz und touristischer Anziehungspunkt ist die Piazza di San Marco mit der berühmten Basilica di San Marco und dem majestätischen Palazzo Ducale. Vernetzt sind die Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätze und Stadtteile durch ungefähr 3.000 Fußwege und fast 400 Brücken. Die Ponte di Rialto, die Ponte dell' Accademia und die Ponte Scalzi überspannen den berühmtesten Wasserboulevard der Stadt, den Canal Grande. Doch trotz aller Romantik sind die Stadt und die Lagune stark gefährdet. Die Millionen Holzpfähle, auf denen die Gebäude und Paläste erbaut sind, werden von den hochgiftigen Abwässern der Industrie zernagt. Dazu verschärfen eine Klimaänderung sowie ein steigender Meeresspiegel die Situation. Die tiefsten Stellen der Lagunenstadt, wie zum Beispiel die Piazza di San Marco, werden mehrmals im Jahr überschwemmt und die Stadt wird kontinuierlich im Wasser versinken, falls keine geeignete Lösung zu ihrer Rettung gefunden wird.

Die Geschichte von Venedig begann, als sich im fünften Jahrhundert Veneter auf der Flucht vor germanischen Stämmen in der Lagune niederließen. Im Mittelalter nahm die Stadt einen gigantischen Aufschwung und war Jahrhunderte lang die mächtigste Seerepublik der europäischen Welt. In gewaltigen Expansionszügen wurde die jugoslawische Adria bis tief ins östliche Mittelmeer und das Festland bis zu den Alpen unterworfen. Der Venezianer Marco Polo fand den Weg ins ferne China. Damit konnte Handel mit den fernöstlichen Gewürzen und Genussmitteln betrieben werden. Ein ungeheurer Reichtum breitete sich in Venedig aus, der bis heute in den prunkvollen Palästen und Bauwerken der Stadt zu erahnen ist. Berühmtheit erlangte Venedig auch durch seine Gondeln, die Glasereien von Murano, den Belcanto (italienischen Operngesang), den Karneval und das jährliche Internationale Filmfestival.

Besucher, die etwas mehr Zeit mitbringen und das Stadtgefüge aus allen Perspektiven erlebt haben, sollten unbedingt die Inseln in der Lagune von Venedig besuchen. Die bekanntesten sind Murano, Burano und Torcello sowie der Lido di Venezia.

Ligurien

Ligurien ist ein schmaler Landstreifen, der den Golf von Genua am westlichen Mittelmeer umfasst. Das Gebiet, das wegen seines milden sonnenreichen Klimas sehr beliebt ist, gilt seit jeher als Ort für einen angenehmen Winteraufenthalt. In den Fremdenverkehrsorten wurden viele Pflanzen eingeführt, wie Palmen oder Magnolien. In dem milden Klima wird die Blumenzucht betrieben. Der Blumenmarkt von San Remo zählt zu den bekanntesten Europas.

Das Wahrzeichen von Genua, der wichtigsten Hafenstadt Italiens, ist der Leuchtturm. Die noch vorhandenen Adelspaläste geben ein Bild vom Reichtum der Stadt im 16. und 17. Jahrhundert. Sehenswert sind u.a. der Palazzo Ducale (Dogenpalast), die Kathedrale San Lorenzo, die romanische Kirche Santa Maria di Castello sowie das Museum für ostasiatische Kunst (Museo Chiossone) mit Werken aus Japan, China und Thailand. Bordighera, eleganter Bade- und Luftkurort, hat eine malerische Altstadt. Auch der 1,5 Kilometer entfernte Botanische Garten (Giardino Esotico Pallanco) in Madonna della Ruota ist einen Besuch wert.

Portofino erfreut sich bei Reisenden wegen seiner landschaftlich schönen Lage und seiner mediterranen Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Da der Ort von Touristen überlaufen ist, sollte man ihn in den frühen Morgenstunden besuchen.

Rapallo ist der größte Badeort der Region, in dem Wassersportler voll auf ihre Kosten kommen.

Auch in San Remo, dem bekanntesten Urlaubsort an der Riviera, herrscht im Sommer reger Badebetrieb. Charakteristisch für die Altstadt ist das Gewirr von Gassen. Interessant ist auch die Villa Nobel, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Sizilien

Die größte Insel im Mittelmeer ist mit ihrer Hauptstadt Palermo eine autonome Region. Die Insel ist gebirgig und von Vulkanismus geprägt. Der Ätna an der Ostküste ist mit seinen 3.300 m Höhe der größte noch tätige Vulkan in Europa. Schöne Landschaften und gute Strände (besonders an der Nord- und Ostküste) sowie viele antike Denkmäler haben den Tourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig werden lassen. Die Insel lässt sich auf einer Rundfahrt (etwa 930 Kilometer) erkunden. Die Hauptstadt Palermo, eine eher moderne Stadt, hat besonders schöne Gärten und Anlagen (z.B. der Park Villa Bonanno) zu bieten. Außerdem sehenswert ist die Kathedrale mit den Königs- und Königinnengräbern, die Capella Palatina, die Piazza Pretoria mit dem Rathaus und der Kirche La Martorana sowie das Teatro Massimo aus römischer Zeit. Auch ein Bummel durch den Hafenbereich lohnt sich.

Die Ostküste ist die reichste und am häufigsten besuchte Region der Insel. Der meistbesuchte Urlaubsort Siziliens ist Taormina. Glanzpunkt der Ostküste ist zweifelsohne der Ätna, den man mit einer Schmalspurbahn in ca. vier Stunden umrunden kann. Auch mit dem Auto ist eine Rundfahrt möglich.

Der Südosten Siziliens allein wäre wegen seiner wunderschönen Landschaft und den reizvollen Städten schon eine Reise wert. In Siracusa mit seinen bedeutenden Altertümern lassen sich schon zwei bis drei Tage verbringen. Die Hauptsehenswürdigkeiten verteilen sich auf Ortigia (Piazze Pancali, Archimede und Duomo sowie Castello Maniace), den Archäologischen Park in Neapolis (Teatro Greco, Latomie und Anfiteatro) und Tyche (Basilica e Catacombe di San Giovanni, Museo Archeologico). Im Hinterland von Siracusa ist die Totenstadt Pantàlica mit ihren Grabhöhlen interessant. Die Schlucht von Anapo bietet gute Wandermöglichkeiten.

Der Westen Siziliens, der von Touristen seltener besucht wird, hat durchaus Attraktionen zu bieten wie beispielsweise die Ruinen von Selinute, die in Nachbarschaft zum Badeort Marinella liegen, oder die schöne Stadt Erice, deren Ortsbild sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat.

An der Nordküste mit ihren steil ins Meer abfallenden Bergen und den schönen Sand- und Kiesstränden (zwischen Cefalú und Milazzo) kommen Badefreunde auf ihre Kosten. Highlights sind die Lagunenstrände unterhalb des Heiligtums Tindari.

Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres und liegt ungefähr 190 km vom Festland entfernt, von der französischen Nachbarinsel Korsika trennen sie nur 12 km.

Ein beliebtes Reiseziel ist Sardinien vor allem wegen ihrer kontrastreichen Küste. Neben langen weißen Sandstränden findet man kleine Buchten, Steilküsten und bizarre Felsformationen. Zu den bekanntesten Küstenabschnitten zählt die Costa Smeralda bei Olbia im Norden der Insel.

Das gebirgige Inselinnere lädt zu Ausflügen oder Wanderungen ein. Hochplateaus, Tafelberge, Vulkankegel und tiefe Schluchten bilden das Rückzuggebiet vieler seltener Tierarten. Die größten Höhen werden im Gennargentu-Massiv erreicht.

Unter den Bergen und entlang der Küsten gibt es unzählige Höhlen und Grotten, die zum Teil auch besichtigt werden können. Die Grotta di Nettuno an der Steilküste des Capo Caccia und die Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali sind aufgrund ihrer Tropfsteingebilde besonders sehenswert.

Auch historisch und kulturell hat Sardinien viel zu bieten. Beeindruckend sind die sogenannten Nuraghen, kegelförmige Turmbauten, die aus der Bronzezeit stammen und vermutlich als Wehr- und Festungstürme dienten.

Phönizier gründen um 900 bis 700 v.Chr. erste Städte, darunter auch die heutige Hauptstadt Cagliari, damals Karali genannt. Unter den Römern erlebte sie eine Blütezeit. Das römische Amphitheater lohnt auf jeden Fall ein Besuch, aber auch das mittelalterliche Castello-Viertel sowie die Museen und Kirchen ziehen viele Touristen an.

Überhaupt überrascht auf Sardinien die große Zahl von Kirchen. Besonders ins Auge fallen die gestreiften Außenwände einiger romanischer Kirchen, die nach dem Pisaner Stil mit verschiedenfarbigen Steinquadern errichtet wurden wie z.B. die zwischen Sassari und Olbia gelegene Kirche Santissima Trinità di Saccargia.

Auch Sportler kommen auf Sardinien auf ihre Kosten; neben diversen Wassersportarten sind Radfahren, Reiten, Wandern, Klettern und Golfen sehr beliebt.

Liparische Inseln

Milazzo ist der Hauptfährhafen auf die Äolischen (Liparischen) Inseln Lipari, Vulcano, Salina, Panarea, Stromboli, Filicudi und Alicudi. Sie sind auch deshalb besonders reizvoll, weil sie bislang vom Massentourismus verschont blieben.

Ein besonderes Naturschauspiel bietet Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan, der noch heute die Erde erbeben lässt, und den man in etwa vier Stunden besteigen kann.

Toscana - Das Landschaftsbild

Für die Landschaft in Mittelitalien, zu der auch die Insel Elba und andere kleine Inseln gehören, sind Weinberge, Pinien und Zypressen charakteristisch. Die Toscana ist die Heimat des berühmten Chianti-Weines. Daneben werden Oliven, Getreide und Blumen angebaut. Besonders in den Kunststädten der Toscana Florenz, Siena und Pisa, in den Thermalbädern und den Badeorten entlang der Küste ist der Tourismus heute ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor.

Neben der einzigartigen Landschaft sind die Sehenswürdigkeiten weltbekannt. Ihre Sammlungen, Galerien, Museen und Akademien machen die Toscana, insbesondere Florenz, zu einem Eldorado für Kulturinteressierte. Weitere interessante Orte der Toscana sind Prato mit seinen historischen Bauten im Zentrum und Arezzo mit seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken. Auf der Piazza von Arezzo findet einmal im Monat ein bekannter Antiquitätenmarkt (Mercato dell´Antiquariato) statt. Neben einem Kultururlaub kommen Wasser- und Wintersportfreunde und Wanderer in der Toscana auf ihre Kosten. Die Inseln des Toscanischen Archipels sind ein Paradies für Unterwassersportler. An den meisten Stränden ist Windsurfing möglich. Wintersportmöglichkeiten bietet Abetone im Appenin, der bekannteste Wintersportort der Toscana, während die sanften Hügelketten der Toscana zu Wanderungen einladen.

Florenz

Florenz, die Stadt im Arnotal, gilt zurecht als eine der großen italienischen Kunst- und Kulturstädte. Mit Michelangelo, Giotto, Brunelleschi, Donatello und Botticelli hinterließen einige der berühmtesten italienischen Künstler ihre Spuren in der Stadt.

Florenz wurde im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern als "Municipio Florentina" (d.h. die blühende Gemeinde), am Fuße des Hügels, auf dem sich noch heute die etruskische Stadt Fiesole befindet, gegründet.

Als Stadtstaat aus dem Mittelalter hervorgegangen, gewann Florenz im 15. und 16. Jahrhundert eine führende Stellung innerhalb Italiens. Viele wichtige kulturelle Strömungen in Italien gingen von "Firenze" aus. Unter der Herrschaft der Medici, einer reichen Kaufsmannsfamilie, die Kunst und Wissenschaft förderte, entwickelte sich Florenz zum Zentrum der Renaissance und des Humanismus. Von 1865 bis 1871 war Florenz die Hauptstadt des italienischen Königreichs.

Die Stadt zeigt sich heute nüchtern - die Paläste wirken von außen eher schlicht und schroff. Innen sind sie dafür umso prunkvoller ausgestattet. Die erstaunliche Fülle von Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, die bedeutsame Geschichte, die zahlreichen kulturellen Festivals und Veranstaltungen und die reizvolle Umgebung der Toskana machen Florenz zu einem äußerst beliebten touristischen Ziel. 6,5 Millionen Touristen pro Jahr treiben allerdings auch die Preise in den Hotels, Restaurants und Museen in die Höhe.

Siena

Auch in Siena, 70 Kilometer südlich von Florenz, begegnet dem Besucher Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders sehenswert sind u.a. die Piazza del Campo, der muschelförmige Vorplatz des Rathauses, der Dom als herrliches Denkmal gotischer Architektur mit seinem berühmten marmornen Fußboden sowie der Palazzo Piccolomini, einer der schönsten Frührenaissance-Paläste der Stadt. In der Umgebung der südlich von Siena gelegenen Stadt Grosseto liegt der Kurort Saturnia, eine der ältesten Siedlungen der Gegend. Hier sprudelt aus dem Swimmingpool des Hotels Terme di Saturnia, das von Besuchern gratis genutzt werden kann, eine Schwefelquelle mit 37,5 Grad warmen Wasser.

Pisa

Pisa, die einstige Seestadt, befindet sich durch Sediment-Ablagerungen des Arno heute zehn Kilometer landeinwärts. Sehenswert sind u.a. der Domplatz mit dem Dom, dem Schiefen Turm, dem Baptisterium und dem Camposanto. Auch einige Museen wie das Dom-Museum (Museo dell Opera del Duomo) oder das Museo Nazionale di San Matteo mit seiner Sammlung Pisaner Skulpturen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert sind einen Besuch wert.

Reisehinweise

Mehrere Erdbeben ereigneten sich in der Provinz Catania auf Sizilien. Es kam zu Verletzten und Sachschäden. Bereits zuvor hatte der Vulkan Ätna erhöhte Aktivitäten gezeigt. Am Flughafen von Catania kann es zu Verzögerungen und Flugausfällen kommen.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, besonders vorsichtig zu sein und die Hinweise der örtlichen Behörden zu beachten.

Sicherheitsvorkehrungen:

Die italienische Regierung geht nach wie vor mit einer erhöhten terroristischen Gefährdung des Landes aus. Es ist mit mehr Polizeipräsenz sowie Sicherheitskontrollen auch an religiösen Stätten zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, wachsam zu sein, insbesondere bei Menschenansammlungen.

Waldbrände:

Während der Sommermonate kommt es aufgrund des Klimas in Italien immer wieder zu Waldbränden. Es muss auch in den touristischen Regionen mit Beeinträchtigungen der Infrastruktur gerechnet werden. Reisende sollten sich an entsprechenden Hinweisen in den Medien orientieren.

Erdbeben:

Italien zählt zu den Ländern weltweit, in denen es häufig zu Erdbeben kommt. Am 21. August 2017 hat sich vor der Küste der Insel Ischia ein Erdbeben ereignet. In den zentralitalienischen Regionen Latium, Marken und Umbrien kam es 2016 und im Januar 2017 zu mehreren schweren Erdbeben.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

- Sardinien: Touristen können an Flughäfen kontrolliert werden, ob sie Sand, Kiesel, Muscheln oder auch Steine von den sardinischen Stränden, auch in kleinsten Mengen, in ihrem Reisegepäck haben. Es können Strafgebühren wegen des Verstoßes gegen den Naturschutz zwischen 500 und 3.000 Euro verhängt werden.

- Kleinkriminalität: Reisende sollten sich insbesondere in Tourismuszentren, in den Bahnhöfen Italiens und auf Buslinien, die von Touristen oft benutzt werden, auf Taschen- und Autodiebe einstellen. Solche Delikte häufen sich z.B. in Rom auf der Bahnstrecke zwischen Flughafen Leonardo da Vinci und der Innenstadt sowie auf Busfahrten der Linien 40, 62 und 64.

- Gefälschte Markenartikel: Sie zu kaufen oder zu verkaufen ist verboten.

- Anhalter: Reisende, die Anhalter mitnehmen, sollten bedenken, dass es strafbar ist (Haft, Geldstrafe), wenn sie einen Anhalter mitnehmen, der in Italien auf diesem Wege illegal einreisen will (wird als Beihilfe gewertet).

- Rauchverbot: In allen Regional- und Fernzügen ist das Rauchen untersagt. In öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants gilt ein Rauchverbot. Geraucht werden darf nur in ummauerten Raucherzonen mit eigener Lüftung. Auch in Geschäften und Büros ist das Rauchen verboten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Montenegro

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu maximal 90 Tagen. Notwendig sind:

- der mindestens für die Dauer des Aufenthaltes gültige Reisepass

- Ticket (ausgenommen bei Anreise mit Kfz) und Dokumente für die Rück- und Weiterreise

- ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt

Bei einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen in Montenegro wird auch der mindestens für die Dauer des Aufenthaltes gültige Personalausweis akzeptiert.

Landesdaten

Lage

Die Republik Montenegro (montenegrinisch "Crna Gora") grenzt im Westen an Kroatien, im Nordwesten an Bosnien-Herzegowina, im Nordosten und Osten an Serbien, im Südosten an Kosovo, im Süden an Albanien und Südwesten an das Adriatische Meer. Montenegro ist überwiegend Bergland mit steil abfallenden Küstenbereichen. Im Norden und Osten befinden sich Hochgebirgsmassive mit dem höchsten Berg Montenegros, dem Bobotov Kuk (2.522 Meter).

Fläche: ca. 13.812 km².

Verwaltungsstruktur: 21 Gemeinden (Andrijevica, Bar, Berane, Bijelo Polje, Budva, Cetinje, Danilovgrad, Herceg Novi, Kolasin, Kotor, Mojkovac, Niksic, Plav, Pljevlja, Podgorica, Rozaje, Savnik, Tivat, Ulcinj und Zabljak).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 620.000

Städte:

Podgorica (Titograd - Hauptstadt und Regierungssitz) ca. 151.000

Niksic ca. 57.000

Pljevlja ca. 19.100

Cetinje (Amtssitz des Präsidenten) ca. 13.900

Bar ca. 13.500

Bijelo Polje ca. 12.900

Herceg Novi ca. 11.100

Tivat ca. 9.400

Sprache

Die offizielle Landessprache (laut Verfassung von 2007) ist die montenegrinische Sprache. Anerkannte Amtssprachen sind noch Serbisch, Albanisch, Bosnisch und Kroatisch.

Englisch wird vielerorts verstanden, zum Teil auch Italienisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ). In Montenegro gilt ebenfalls die europäische Sommerzeit, daher besteht auch im Sommer kein Zeitunterschied.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

In Montenegro sind zweipolige Rundstecker in Gebrauch. Es empfiehlt sich deshalb, einen Adapter mitzunehmen. Stromausfälle sind möglich.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa benötigt etwa ein bis zwei Wochen.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Montenegro ist die 00382, danach folgt die Ortsvorwahl ohne die Null und dann die Teilnehmernummer.

Die Vorwahl von Montenegro nach Deutschland ist die 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041.

Telefonkarten (Monte-Card) bekommt man in Tabakgeschäften und Postämtern. Von Postämtern aus kann man auch telefonieren.

NOTRUFNUMMERN: 112 oder Polizei 122, Feuer, 123, Unfallrettung 124.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Montenegro von Telekom Deutschland, E-Plus, O2 und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .me

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

1. Mai (Tag der Arbeit)

21. Mai (Tag der Unabhängigkeit)

16. Juli (Nationalfeiertag)

Ein staatlicher Feiertag wird an zwei Tagen gefeiert: am Feiertag an sich sowie am nachfolgenden Tag.

Weiterhin gilt Folgendes:

- Ist der erste staatliche Feiertag ein Sonntag, sind die nachfolgenden 2 Tage frei.

- Fällt der zweite Feiertag auf einen Sonntag, ist nur der nächste Werktag ein Feiertag.

Betriebe und Geschäfte können zusätzlich wegen konfessioneller Feiertage wahlweise geschlossen sein, je nachdem, welche Konfession innerhalb der Belegschaft überwiegt:

Christliche Feiertage:

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. November (Allerheiligen)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

6. bis 9. Januar (Weihnachten)

6. April (Karfreitag)

9. April (Ostermontag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

15. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

22. August (Opferfest)

----------------------------------------------

Im Jahr 2019:

1./2. Januar (Neujahr)

1./2. Mai (Tag der Arbeit)

21./22. Mai (Tag der Unabhängigkeit)

13. und 15. Juli (Nationalfeiertag)

Ein staatlicher Feiertag wird an zwei Tagen gefeiert: am Feiertag an sich sowie am nachfolgenden Tag.

Weiterhin gilt Folgendes:

- Ist der erste staatliche Feiertag ein Sonntag, sind die nachfolgenden 2 Tage frei.

- Fällt der zweite Feiertag auf einen Sonntag, ist nur der nächste Werktag ein Feiertag.

Betriebe und Geschäfte können zusätzlich wegen konfessioneller Feiertage wahlweise geschlossen sein, je nachdem, welche Konfession innerhalb der Belegschaft überwiegt:

Christliche Feiertage:

19. April (Karfreitag)

22. April (Ostermontag)

1. November (Allerheiligen)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

7. bis 9. Januar (Weihnachten)

26. April (Karfreitag)

29. April (Ostermontag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

4. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

11. August (Opferfest)

Im Jahr 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Die Hauptferienmonate sind Juli und August.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo bis Fr 8.30-19 Uhr, Sa 8-16 Uhr; Lebensmittelgeschäfte: Mo bis Sa 7-19 Uhr, in den touristischen Ortschaften bis 24 Uhr;

Banken: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-15 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-14 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8.30-16 Uhr.

Kleidung

Während des Sommers reicht in den Küstenbereichen leichte Sommerkleidung. Eine gute Sonnenbrille ist empfehlenswert. Für Ausflüge und Wanderungen im Landesinneren sind leichte Wollsachen, Regenschutz und festes Schuhwerk erforderlich. Reist man in die Berge, sollte man auf jeden Fall zu jeder Jahreszeit zusätzlich warme Kleidung mitführen.

Geschichte/Politik

Ab ca. 5.000 v.Chr. weist Montenegro erste Besiedlungsspuren auf. Städte und Handelsstützpunkte lassen sich ab ca. 500 v.Chr. bei Kotor erkennen, die von Illyrern angelegt wurden. Ihrer Herrschaft verdankt das Gebiet an der Küste seinen bis in die Neuzeit benutzten Namen Illyrien. Abgelöst wurde die Herrschaft der Illyrer von den Römern, die ab dem 3. Jh. v.Chr. von Illyrien, nun Teil der Provinz Dalmatien, aus regen Handel betrieben. Erobert wurde die Region etwa 395 n.Chr. von den Hunnen und Goten, bis die Region später dem oströmischen Reich einverleibt wurde und zunehmend christianisiert wurde. Um das 6./7. Jahrhundert besiedelten mehr und mehr Angehörige slawischer Stämme, Serben und Kroaten, das heutige Montenegro, die die dort lebenden Bewohner auf sprachlicher Ebene fortan nachhaltig prägten. Um 1000 bildete sich auf dem Gebiet des heutigen Montenegro, damals Zeta genannt, das Herrschaftsgebiet der Königshauses der Vojislavljevic. Das Fürstentum hielt sich bis ins 14. Jahrhundert als Teil des altserbischen Reiches; circa im 13. Jahrhundert taucht in zeitgenössischen Schriften erstmals der montenegrinische Name "Crna Gora" für das Gebiet Montenegro auf. Im Jahr 1355 wird Montenegro unabhängig, bis es 1528 offiziell ins Osmanische Reich eingegliedert wurde.

Auf die Osmanen folgte die Herrschaft durch die Fürstbischöfe (vladika) von Centinje ab 1697, die über die nächsten Jahrhunderte die entscheidende politische Kraft entwickelten. Wichtige Etappenziele wurden erreicht, als Peter I. Petrovic Njegos (1782-1830) 1798 ein neues Staatsrecht in Kraft setzte und wenig später sein Nachfolger Peter II. Petrovic Njegos (1830-1851) die Unabhängigkeit für Montenegro mit Ceninje als Residenzstadt erreichte. Er gilt in Montenegro nicht nur wegen vieler staatlichen Neuerungen u.a. im Schulsystem als wichtiger Herrscher, sondern wird bis heute wegen seines literarischen Erbes als Nationaldichter gefeiert.

1878 wurde das Königreich Montenegro auf dem Berliner Kongress (1878) unter Nikolaus I. Petrovic Njegos (1860-1918) als unabhängiger Staat von den Großmächten anerkannt. Aufgrund seines politischen Geschicks erhielt Montenegro bedeutende Gebiete wie Bar und Ulcinj. 1905 bekam Montenegro eine Verfassung, 1910 wurde es zum Königreich ernannt. Während der Balkankriegen und des Ersten Weltkrieges kämpfte es auf der Seite Serbiens, bis Montenegro 1916 von den Österreichern eingenommen wurde.

1918 verlor Montenegro seine Unabhängigkeit, indem es an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen geriet, König Nikola ging ins Exil. 1941 bis 1944 gehörte es zum italienischen Protektorat und ab 1945 zu Jugoslawien. Die neue Bundesverfassung der "Föderativen Volksrepublik Jugoslawien" von 1946 gliedert das Land in sechs Republiken ein (Serbien mit den Provinzen Wojwodina und Kosovo, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Montenegro. 1990 errangen die Kommunisten nach freien und demokratischen Wahlen die Mehrheit, Präsident wurde Momir Bulatovic (* 1928). 1992 riefen Serbien und Montenegro zusammen die neue Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ) aus, nachdem sich bei einem Referendum die Bevölkerungsmehrheit dafür ausgesprochen hatte. An der Spitze des Staates stand S. Milosevics, der Nachfolger Bulatovics. Seit 1996/97 entwickelte Montenegro zunehmend Emanzipationsbestrebungen , die von Milo Djukanovic (*1963) geleitet wurden, der seit 1989 das Amt des Ministerpräsidenten innehatte. Probleme mit Serbien entstanden auch im Kosovo-Konklikt, als Montenegro vertriebene Kosovaren aufnahm.

November 2000 wurde die D-Mark und 2002 der Euro als alleinige Währung in Montenegro eingeführt.

Am 21. Mai 2006 stimmten 55,5 Prozent der Montenegriner, die bei der Wahl teilgenommen hatten, für die Unabhängigkeit von Serbien - der letzte Staatenbunden des ehemaligen Jugoslawiens löst sich damit auf. Am 3. Juni 2006 erklärte das Parlament von Montenegro die staatliche Unabhängigkeit.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Montenegros ist noch vor allem von der Viehzucht und Landwirtschaft geprägt. Während in Becken (Poljen) im Karsthochland und in den Niederungen Mais, Weizen, Wein und Tabak gepflanzt wird, werden im Herbst an der Küste Zitrusfrüchte und Oliven geerntet.

Daneben werden in geringem Maß Bodenschätze wie Bauxit, Eisen-, Zink-, Chrom-, Bleierzen und Pyrit abgebaut. Hauptindustriestandorte sind Podgorica und Niksic mit Metallurgie, Maschinenbau, Nahrungsmittel- und Textilindustrie.

Die Fremdenverkehrswirtschaft an der Küste wurde durch den Krieg geschädigt. Sie unternimmt seit der Unabhängigkeitserklärung von Montenegro und mit zunehmender Öffnung Richtung Westen große Anstrengungen, um den Bereich Tourismus wiederzubeleben - Hotels wurden privatisiert und werden derzeit modernisiert. Mittlerweise können deutliche Zuwachsraten bei den Besucherzahlen registriert werden.

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung ist mit ca. 75 Prozent orthodox. Außerdem gibt es Muslime und Katholiken.

Vegetation

Die Vegetation Montenegros mit seinen dunklen Berghängen insbesondere im Norden und Osten des Landes prägte vermutlich den Landesnamen: "Schwarze Berge" - "Crna Gora". Von den Höhen der Gebirgsmassive bildet weiter abwärts immergrüne Hautlaubvegetation den Übergang, bevor es in die Küstenbereiche übergeht.

Montenegro wartet mit einer überaus reichen Pflanzenwelt auf. Während in den Bergregionen Exemplare des Edelweiß bewundert werden können, punktet das Küstengebiet mit mediterranen Gewächsen wie Oliven und Zitrusfrüchten. Eine Besonderheit in der Pflanzenwelt lässt sich im Nationalpark Biogradska Gora bei Kolasin bewundern, der noch zu den letzten Urwaldgebieten Europas zählt und Bäume beherbergt, die tausend Jahre alt sind.

Tierwelt

Montenegro beeindruckt wegen seiner noch vielfältigen Tierwelt. In den Bergen sind Hirsche, Steinböcke, Luchse, Marder und viele Wölfe zuhause. Selbst Braunbären sind noch vereinzelt im gebirgigen Nordosten Montenegros anzutreffen.

Der Skadar-See bietet ideale Bedingungen für mehr als 270 Vögel, darunter Pelikane, Ibisse und Fischreiher, die von dem artenreichen Fischreichtum mit bis zu 40 verschiedenen Arten in dem großen Süßwasserbecken leben. Zu bewundern gilt es am Ufer des Sees Reptilien und Amphibien, zu denen Eidechsen und Schildkröten zählen (letztere stehen unter Naturschutz und dürfen nicht ausgeführt werden!).

Nicht weniger abwechslungsreich ist das Wasserleben im Salzwasser an der Küste Montenegros, zu dem - zum Leidwesen mancher Badesucher - auch Seeigel und Petermännchen gehören.

In Acht nehmen sollten sich Besucher vor einigen Schlangen in den höheren felsigen Regionen des Landes, die auch die gefährlichste Schlangenart Europas beherbergen. Wird man von den menschenscheuen Tieren gebissen, ist der sofortige Gang ins Krankenhaus unausweichlich. Daneben gelten Schlangen im Süßwasser jedoch eher als ungefährlich.

Kulinarisches

Die vielfältigen Erträge der montenegrinischen Landschaft und die kulturellen Eigenheiten verwöhnen die Bewohner Montenegros und ihre Besucher mit einer großen Auswahl an Zutaten für die Küche. In den warmen Küstenbereichen mit seinen katholischen Bewohnern wird gern mediterran mit italienischem Einschlag gekocht, im südlichen Teil des Landes ist das Küchenangebot eher türkisch geprägt, während man im Landesinneren deftige und herzhafte Gerichte bevorzugt.

Besucher bekommen reichhaltige Kost serviert zu relativ geringen Preisen. Sehr anspruchsvolle Gourmets, die in erlesenen Restaurants speisen möchten, werden aber wohl eher nicht auf ihre Kosten kommen.

Beim Gastronomieangebot kann man wählen zwischen Restoran (Restaurant) Pizzerija, Kafana (Kaffeehaus, in dem man in Montenegro auch essen kann), Konoba (Weinkeller, in dem ebenfalls auch warme Mahlzeiten angeboten werden), Pivnica (kleine Bierkneipe mit dem Angebot von Snacks), Poslasticarnica (Schlemmertempel für süße Backwaren, Eis und vieles mehr) und Buregdinica (Imbissstände).

Die Speisekarte hält abwechslungsreiche Speisen bereit. Wer typisch montenegrinisch frühstücken will (dorucak), verleibt sich die popara ein, einen Käse-Brot-Auflauf, der auch noch unter Umständen das Mittagessen ersetzt. Als Vorspeise für die Hauptmahlzeit stehen Schinken, Käse von Njegusi oder Oliven auf der Speisekarte. Während man im Küstengebiet eher gern am Abend die Mahlzeit zu sich nimmt (die übliche Zeit ist ab circa 20.30 Uhr), weil es zu Mittag sehr heiß sein kann, essen vor allem im Landesinneren die Bewohner des Landes die Hauptmahlzeit (rucak) zu Mittag.

In den montenegrinischen Küchen werden gerne Fleischgerichte wie Fleischspieße (raznici), Schnitzel (snicla) und cevapcici (gegrillte Hackfleischröllchen) gezaubert. Eine Spezialität des Berglandes, die sich auch in den Küstenbereichen ausgebreitet hat, sind Lammfleischgerichte, die unter einer Metallglocke oder im Feuer gegart werden. Dazu werden Brot und Kartoffeln serviert.

Nicht entgehen lassen sollte man sich auch Schalen- oder Fischgerichte, wie Zahnbrasse oder Zackenbars (zubatac), Seewolf (brancin) oder Seezunge (list), die oft am Grill zubereitet werden. Preiswerter fallen Fische wie Tintenfisch (lignje) aus.

Süßwasserfischgerichte mit Forelle (pastrmka) oder Karpfen (saran) sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

Als Beilagen, die extra bestellt werden müssen, werden Kartoffeln (krompir) in diversen Variationen und Gemüsesorten wie Mangold (blitva), Paprika oder Pilze (pecurka) serviert.

Die Getränkeauswahl ist reichlich. Als Aperitif wird gern Traubenschnaps gereicht. Neben antialkoholischen Getränken hat man bei der alkoholischen Palette die Auswahl von Rotwein (vranac) und Weißwein (Krstac) über in Montenegro gebrautes Bier (pivo) neben Importbier bis hin zu diversen Schnäpsen (rakija - Obstschnaps).

Sitten und Gebräuche

In Montenegro sind vielfältige Kultureinflüsse präsent. Die Gastfreundlichkeit und Kontaktfreudigkeit der Menschen dort ist beinahe schon sprichwörtlich, und oft wird man zu einem türkischen Kaffee eingeladen. Die beste Gelegenheit, etwas über die unterschiedlichen Bräuche des Landes zu erfahren, sind die zahllosen Feste, die über das ganze Jahr verteilt in allen Regionen gefeiert werden. Traditionelle Tänze und Trachten, volkstümliche Musik und kulinarische Köstlichkeiten gehören immer dazu.

Souvenirs

In Montenegro ist das Kunsthandwerk noch wenig verbreitet. Gelegentlich lassen sich volkstümliche Gegenstände wie Schnitz- und Töpfereiarbeiten, Teppiche und Kelims sowie Kupfer- und Messinghandwerk erwerben. Anklang finden auch kulinarische Mitbringsel wie Schinken, Schnaps und Honig.

Klimainformationen

Montenegro weist drei Klimazonen auf.

In den Küstenbereichen herrscht mediterranes Klima mit trockenen Sommern und heißen Temperaturen von bis zu 28°C. Der Winter ist an der Küste mild, der Frühlingsanfang setzt früh ein.

Die Tiefebenen entlang des Flusses Zeta und bei Podgorica weisen südosteuropäisches Kontinentalklima auf, geprägt von heißen, trockenen Sommern und milden, regenreichen Wintern, in denen es üblicherweise nicht kälter als 4°C ist. Die Hauptstadt von Montenegro, Podgorica, gehört zu den Städten, bedingt auch durch ihre Kessellage, die im Sommer mit den heißesten Temperaturen (über 40°C) des einstigen Jugoslawiens aufwartet.

Die alpinen Berge bilden das Kontrastprogramm zu den übrigen Regionen des Landes, da hier im Sommer die Temperaturen von 22°C kaum überschritten werden. Ab September ist dort mit den ersten Schneefällen zu rechnen. Lange und kalte Winter beherrschen die Region von Oktober bis März mit Temperaturen bis zu -7°C.

Beste Reisezeit

Die angenehmsten Monate für Reisen in der Küstenregion sind Juni bis September, in denen auch noch gut Wanderungen in die Berge unternommen werden können. Dagegen sind die Monate von Oktober bis Ende April/Mai weniger für Ferienaufenthalte an der Küste geeignet, weil auch die Hotel- und Gastronomiebetriebe noch weitgehend geschlossen sind.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Für Individualreisende Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Montenegro ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

In Montenegro ist der Euro alleiniges offizielles Zahlungsmittel (Ein- und Zwei-Cent-Stücke sind nicht im Gebrauch).

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- und Landeswährung (einschließlich Kreditkarten, Schecks etc.) im Wert von mehr als 10.000 Euro

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja (EuroCard/MasterCard, Diners Club, Visa) - werden in Montenegro akzeptiert. Bei Reisen in die Provinz sollte man sich jedoch ausreichend mit Bargeld versorgen.

Geldautomat: Ja - Bankomaten gibt es landesweit. Abgehoben werden kann mit Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten. Nicht alle Banken füllen jedoch regelmäßig ihre Geldautomaten nach. Deshalb müssen gegebenenfalls Automaten verschiedener Banken zum Geldabheben aufgesucht werden.

Reiseschecks: Nein

Auskunftstellen

Im Reiseland

TOURISTEN-HOTLINE: Ansprechpartner der Nationalen Tourismusorganisation Montenegro ("Montenegro Customer Care" - MCC) informieren rund um die Uhr über Unterkünfte und Ausgehmöglichkeiten, Restaurants etc. und nehmen Beschwerden entgegen unter der Telefonnummer 13 00 (innerhalb von Montenegro; rund um die Uhr); weitere Infos gibt es im Internet unter www.montenegro.travel.

National Tourism Organisation of Montenegro (NTO)
Marka Miljanova 17
81000
Podgorica /Montenegro
(00382) 77 10 00 09
(00382) 77 10 00 01
info@montenegro.travel

Botschaften und Konsulate

Botschaft von Montenegro
(mit Konsularabteilung)
Charlottenstraße 35/36
10117
Berlin
(0 30) 516 51 07 12/19
(0 30) 51 65 10 70
germany@mfa.gov.me
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Konsularabteilung: Mo, Mi, Fr 10-13 Uhr

Generalkonsulat von Montenegro
Zeil 5
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 297 23 86 20
(0 69) 29 72 38 60
info@gk-montenegro.de
Mo bis Fr 10-13, 14-16 Uhr

Honorarkonsulat von Montenegro
Rothenbaumchaussee 40
20148
Hamburg
(0 40) 41 17 23 25
(0 40) 41 17 23 28
witten@bvl.de
Mo 9-12 Uhr, Do 9-12 Uhr

(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Montenegro
Fürstenstraße 6, 1. OG
80333
München
(0 89) 20 06 10 56
(0 89) 20 06 10 55
gk-minhen@mfa.gov.me

Embassy of Germany
Hercegovacka 10
81000
Podgorica /Montenegro
(00382 20) 44 10 18
(00382 20) 44 10 00
info@podgorica.diplo.de

Sehenswertes

Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor, Boka Kotorska, am Adriatischen Meer gilt als eine der Hauptattraktionen Montenegros. Umgeben von 1.900 Meter hohen Bergen, besteht die ca. 30 Kilometer lange Küste aus zwei Gebietsabschnitten: die äußere Bucht mit den Städten Herceg Novi und Tivat sowie die innere Bucht, in der sich die Hauptattraktion Kotor befindet. Schon in der Antike wurde der Naturhafen mit dem milden Klima entdeckt und besiedelt. Nicht nur die überaus schönen landschaftlichen Reize des fjordähnlichen Küstenabschnitts und reizvolle Badestrände ziehen zur Hauptreisezeit Besucher an, sondern auch kulturell bietet er Interessantes. So nimmt es nicht wunder, dass die gesamte Bucht und die Stadt Kotor zum Unesco-Welterbe zählen.

Nicht versäumen sollte man einen Besuch von HERCEG NOVI, der größten Stadt der Bucht, die eingesäumt von trutzigen Mauern eine kleine sehenswerte Altstadt beherbergt. Wer mit Charterflügen anreist, wird als Erstes TIVAT mit seinem internationalen Flughafen kennen lernen. Tivat weist die meisten Sonnenstunden pro Jahr in Montenegro auf. Bleibender Eindruck für viele Touristen ist die üppige Pflanzenwelt Tivats, die deswegen landesweit als "Gartenstadt" bekannt ist. Die älteste Siedlung der Bucht von Kotor ist das Städtchen RISAN, in der sehr gut erhaltene herrliche römische Mosaike zu einem Besuch einladen. Weiteres Highlight der Region ist PERAST, das mit seinen alten Palazzi, Kapitänshäusern und Kirchen zu Besichtigungen lockt.

Besucht man die Region, kommt man am Unesco-Weltkulturerbe der Stadt KOTOR, Namensgeber dieser Küstenzone, nicht vorbei: Die Altstadt ist im Sommer zwar sehr vom Tourismus geprägt, aber wegen der beeindruckenden Schönheit des Ortes mit seiner den Steilhang hinaufragenden stolzen Stadtmauer ein lohnender Besuch. Die Stadt wurde 1979 von einem schweren Erdbeben heimgesucht, das schwere Zerstörungen anrichtete. Mit internationaler Hilfe konnten jedoch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bis 1983 nun erdbebensicher wieder aufgebaut werden. Wer sich bis nach oben zur Festung Sveta Ivan aus dem 19./20. Jahrhundert begibt, wird mit schönen Ausblicken belohnt. Das bedeutendste Bauwerk der Stadt Kotor ist die romanische Kathedrale Sveta Trifun aus dem 12. Jahrhundert. Wertvoll ist ebenso die Ausstattung und Bemalung, darunter auch schöne Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Darüber hinaus sollte auch der dreistöckige Uhrturm aus dem 17. Jahrhundert gewürdigt werden, dessen Uhrwerk jedoch erst im 19. Jahrhundert eingebaut wurde.

Bar

Wer mit der Fähre von der italienischen Stadt Bari (ca. 220 km entfernt) aus nach Montenegro reist, betritt in der Hafenstadt Bar am Adriatischen Meer erstmals montenegrinischen Boden. Bar ist mit seinem großen Handels- und Fährhafen ein wichtiger wirtschaftlicher Standort Montenegros, deutlich sichtbar in dem modernen Stadtteil Novi Bar (Neu-Bar).

Nichtsdestoweniger ist die Stadt wegen ihrer historischen Wurzeln attraktiv, die bis zur Zeitenwende reichen und deren steinerne Zeugen in Stari Bar (Alt-Bar) dokumentiert sind. Vorhanden sind allerdings nur noch Überreste von der einstmals festungsartigen gebauten Altstadt, die nicht mehr bewohnt wird, seit sie 1878 von den Türken zerstört wurde. Sehenswert sind dennoch neben der schönen Anlage unter anderem der Uhrturm, Pulverturm oder das Aquädukt. Einen herrlichen Blick erhält man von den obersten Zinnnen der Zitadelle.

Foto-Tipp: Bar hat nicht nur steinerne Zeugen, sondern kann auch mit einem lebendigen uralten Zeugen aufwarten: Unweit von der Stadt gibt es den ältesten Olivenbaum Europas mit sage und schreibe 2.000 Jahren zu sehen.

Skadar-See

Unweit der Hauptstadt Montenegros, Podgorica, befindet sich der Skadar-See (Skadarsko Jezero), der je zu Hälfte Montenegro und Albanien gehört. Es ist der größte See des Balkan und weist mit über 500 km² in etwa die Größe des Bodensee mitten in einer fruchtbaren Tiefebene auf. Außergewöhnlich ist das intakte Ökosystem des seit 1983 als "Nationalpark" unter Naturschutz gestellten Sees mit über 250 verschiedenen gefiederten Spezies und 40 Fischarten. Auch wenn man auf Sportangebote wie Surfen und Segeln verzichten muss, lässt es sich hier idyllisch baden oder die Natur genießen.

Unweit vom See lädt die Hauptstadt Montenegros, Podgorica, von 1946 bis 1992 Titograd, zu einem Besuch ein. Podgorica, die seit 1946 den administrativen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Landes bildet (bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt des Landes), hält allerdings relativ wenig Kultursehenswürdigkeiten bereit. Dennoch lässt sich in der "Stadt an den fünf Flüssen" mit etwa 150.000 Einwohner gut shoppen und gemütliche Ecken in der auch muslimisch geprägten Stadt entdecken.

Rund um den See befinden sich weiterhin historische Sehenswürdigkeiten, die man auf einer 60 Kilometer langen Strecke entlang der genannten Klosterroute, die sich zwischen Ulcinj bis Virpazar erstreckt, besichtigen kann.

Durmitor-Gebirge

Eine Entdeckungsreise wert ist in Montenegro das Durmitor-Gebirge, Teil der großen Waldflächen des gebirgigen Landes, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch den Landesnamen prägten - Crna Gora, was auf Serbisch "Schwarzer Berg" bedeutet (venezianisch "Monte nero"). Das Durmitor-Massiv mit den höchsten Gebirgsregionen der Dinarischen Alpen im Norden Montenegros bietet außergewöhnliche Schönheiten, die sich lohnen, die Mühsal des Bergsteigens auf sich zu nehmen. Dort befindet sich auch Montenegros höchstet Berg, der Bobotov Kuk mit 2.522 Metern.

Neben floralen Natursehenswürdigkeiten und einer artenreiche Fauna kann man hier die zweittiefste Schlucht, der Tara-Canyon, weltweit entdecken. Entstanden ist er durch den Flusslauf der Tara, die sich 1.300 Meter tief in das Gebirge eingegraben hat und südöstlich von Zabljak in Richtung Mojkovac verläuft. Die Natursehenswürdigkeit zählt zum größten Nationalpark des Landes und ist Unesco-Weltnaturerbe. Wem Wandern und Bergsteigen noch nicht sportlich genug ist und wer Spektakuläres wünscht, kann dort über der Tara raften und mehrtägige abenteuerliche Floßfahrten unternehmen, bevor ab Herbst - insbesondere von den serbischen Nachbarn - die winterlichen Berge wegen des Wintersports aufgesucht werden.

Nationalpark Biogradska Gora

Wandern im Waldgebiet Biogradska Gora steht unter besonderen Vorzeichen: Die 5650 Hektar große Waldfläche rund um den See Biogradska Jezero, circa 60 km nördlich von Podgorica gelegen, wurde 1952 zum Nationalpark erklärt und gilt als einer der letzten Urwälder Europas. Erleben kann man circa 2.000 Pflanzenarten, 86 Baumarten mit mehr als 1.000 Jahre alten Baumriesen und an die 200 Vogelarten, unter anderem auch den Steinadler.

Neben dem Biogradska-Gora-Nationalpark verfügt Montenegro über drei weitere national geschützte Gebiete: Skadar-See, Durmitor und Lovcen.

Reisehinweise

Keine Anhalter mitnehmen: Personen, die Montenegro bereisen, sollten keine unbekannten Anhalter mitnehmen. Im Hinblick auf Flüchtlingen könnte dies bei Grenzübertritt nach montengrinischem Recht als Schleusung ausgelegt werden.

Bitte beachten Sie den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Drogen ein- und auszuführen, damit zu handeln und zu konsumieren ist verboten.

* Fotografierverbot besteht für militärische Gebäude und Anlagen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Griechenland

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass oder Personalausweis.

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Republik Griechenland liegt zwischen dem Ägäischen Meer im Osten und dem Ionischen Meer im Westen, grenzt im Nordwesten an Albanien, im Norden an Mazedonien, im Nordosten an Bulgarien und die Türkei.

Zu Griechenland gehören zahlreiche Inseln:

Ionische Inseln im Westen, Kreta im Süden, im Osten und Südosten die nördlichen und südlichen Sporaden, die Kykladen und die Kleinasiatischen Küsteninseln.

Fläche: insgesamt 131.957 km², davon 106.915 km² Festland und 25.042 km² Inseln.

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen, Mönchsrepublik Athos mit autonomem Status.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 10,8 Millionen

Städte:

Metropolregion Athen: ca. 3,16 Millionen

Athen (Hauptstadt) ca. 665.800

Thessaloniki ca. 807.700

Patras ca. 197.600

Piräus ca. 163.900

Heraklion (Kreta) ca. 158.500

Larissa ca. 146.700

Volos ca. 129.200

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch. In größeren Hotels und Geschäften wird meist auch Englisch, Französisch oder Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Griechenland Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Zwischenstecker sind in der Regel nicht erforderlich.

Telefon/Post

Telefon

Die Landesvorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Griechenland ist 0030, von Griechenland nach Deutschland gilt die Vorwahl 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041. Die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten, die man in den Büros der Telefongesellschaft O.T.E. oder an Kiosken kaufen kann. Auch bei Ortsgesprächen muss die jeweilige Vorwahl mitgewählt werden.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 100, Unfallrettung 166, Feuerwehr 199; Touristenpolizei 1571.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Griechenland von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .gr

Feiertage

Feiertage 2018

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

19. Februar (Rosenmontag, orthodox)

25. März (Unabhängigkeitstag)

6. April (Karfreitag, orthodox)

8. April (Ostern, orthodox)

9. April (Ostermontag, orthodox)

1. Mai (Tag der Arbeit)

27. Mai (Pfingstsonntag, orthodox)

28. Mai (Pfingstmontag, orthodox))

15. August (Mariä Himmelfahrt)

28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Feiertage 2019

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

11. März (Rosenmontag, orthodox)

25. März (Unabhängigkeitstag)

26. April (Karfreitag, orthodox)

28. April (Ostern, orthodox)

29. April (Ostermontag, orthodox)

1. Mai (Tag der Arbeit)

16. Juni (Pfingstsonntag, orthodox)

17. Juni (Pfingstmontag, orthodox)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Feiertage, die nur regionale Bedeutung haben.

Die Hauptferienzeit der Griechen geht von Mitte Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8-14.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr, einige Wechselstuben im Zentrum Athens und an den Grenzübergängen haben auch nachmittags und abends geöffnet;

Post: Mo bis Fr 7.30-14 Uhr, die Hauptpostämter in großen Städten haben nachmittags verlängerte Öffnungszeiten;

Geschäfte: Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängen von der Jahreszeit und der Region ab und sind sehr unterschiedlich. Warenhäuser und große Supermärkte haben in der Regel von Mo bis Fr 8.30-21 Uhr und Sa 9-20 Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Kleidung mitnehmen. Abends sind teilweise auch leichte Wollsachen angebracht, da es dann üblicherweise etwas kühler wird.

Für die übrige Zeit empfiehlt sich Übergangskleidung und wärmere Wollsachen.

Geschichte/Politik

Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Bereits in der Jungsteinzeit bestanden zwischen der griechischen Halbinsel, den Ägäischen Inseln und der Westküste Kleinasiens enge Verbindungen. Ab 1900 v. Chr. dominierte die mykenische Kultur im Süden Griechenlands. 700 Jahre später wurde Troja von den mykenischen Heeren zerstört. Von 800 v. Chr. bis zum Einmarsch der Römer dauerte die klassische demokratische Epoche, geprägt von der Staatsform der Polis (Stadtstaaten). Zwischen dem achten und sechsten Jahrhundert v. Chr. stiegen Athen und Sparta zu den vorherrschenden Stadtstaaten Griechenlands auf. Im Jahr 776 v. Chr. fanden die ersten Olympischen Spiele statt, an denen alle freien griechischen Männer teilnehmen durften. Unter Alexander dem Großen erfolgte eine über zehn Jahre dauernde Eroberungsphase, in der es zu einer großen Ausdehnung der griechischen Macht, Kultur und Sprache durch das makedonische Reich kam, das im Osten bis Nordindien und im Süden und Westen bis Ägypten reichte. Nach Alexanders Tod wurde Griechenland von den Römern unterworfen und 27 v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert. Bei der Römischen Teilung im Jahr 395 kam Griechenland unter die Herrschaft von Byzanz. Neben Konstantinopel wurde Thessaloniki Zentrum dieses Reiches, das geprägt war durch die klassische griechische Bildung und die christliche Glaubenslehre. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) begann die 400jährige Fremdherrschaft Griechenlands. Erst 1833 wurde das Land nach langem Freiheitskampf zum selbständigen Königreich und Athen zur Hauptstadt erklärt. 1843 erfolgt die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. 1936 wurde Griechenland zur Diktatur. 1944 brach der Bürgerkrieg aus, der 1949 mit der Niederlage der Kommunisten endete. Die im Aufbau befindliche Demokratie wurde 1967 durch einen Militärputsch rechter Obristen beendet. Die Diktatur hielt sich bis 1974 an der Macht, danach wurde Griechenland präsidiale Republik. Seit 1981 ist das Land Mitglied der EU.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle in der griechischen Wirtschaft. Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten. Daneben werden Weizen, Tomaten, Orangen, Mais, Weintrauben, Oliven und Baumwolle angebaut. Zu den führenden Industrie-Erzeugnissen gehören Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Zement und Wein. Die beiden Haupteinnahmequellen Griechenlands sind aber die Schifffahrt und der Fremdenverkehr. Anfang der 80er Jahre begannen die Einnahmen aus der Erdölförderung die Wirtschaft des Landes zu unterstützen.

Religion

Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die übrigen sind Muslime, Katholiken, Protestanten und Monophysiten (armenische Christen).

Vegetation

In Griechenland werden auf Meeresniveau zahlreiche Kulturpflanzen wie Orangen, Oliven, Datteln, Granatäpfel, Feigen, Baumwolle und Tabak angebaut. In Lagen zwischen 100 und 500 Metern gibt es sommergrüne und immergrüne Wälder mit Eichen, Kastanien und Sumach. Charakteristisch sind auch Tulpen, Hyazinthen und Lorbeergewächse. In Lagen über 1.200 Metern wachsen Tannen und Wildblumen wie Anemonen und Zyklamen. Moose und Flechten herrschen ab einer Höhe von 1.500 Metern vor.

Tierwelt

An Tierarten findet man Wildschweine, Braunbären, Luchse, Schakale, Gämsen, Dachse und Wiesel. Vögel wie Falken, Pelikane, Reiher, Fasane, Rebhühner, Nachtigallen, Turteltauben und Störche sind in Griechenland verbreitet.

Kulinarisches

Die griechische Landesküche mit Knoblauch, Olivenöl und Kräutern zeigt orientalischen Einfluss. Obst wie Melonen, Pfirsiche und Apfelsinen sowie Gemüse wie Artischocken, Auberginen und Paprikaschoten werden reichlich geboten. Fleisch und Fisch werden fast immer gegrillt. Bevorzugt werden Lamm- und Hammelfleisch. Typisch sind Fleischspieße wie Suvlaki oder Gyros. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der griechischen Küche. Neben Seezunge und Thunfisch finden sich Hummer, Muscheln und Tintenfisch. Griechischer Käse ist meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Das am meisten verbreitete Getränk ist Wein, der als Rot- und Weißwein angebaut wird. Einige Landweine sind geharzt (Retsina). Das griechische Bier geht in seiner Tradition auf den ersten aus Bayern stammenden griechischen König Otto zurück. Kaffee wird in mehreren Variationen angeboten.

Souvenirs

Beliebte und preiswerte Mitbringsel sind z.B. handgewebte Flokati-Teppiche, Stoffe und Leinen, Holzschnitzereien, Keramik, Nachbildungen alter Funde in allen Größen und Farben, Lederwaren sowie Gold- und Silberschmuck.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak (wenn nicht per Flugzeug eingereist wird, nur: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Rauchtabak);

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Griechenland besitzt ausgesprochenes Mittelmeerklima mit vielen charakteristischen Variationen in den nördlichen und westlichen Landesteilen. Die Sommer sind lang und warm: Sie erstrecken sich üblicherweise über den Zeitraum von März bis Anfang November, und es werden Temperaturen zwischen 28 und 35°C im Schatten gemessen. Es regnet zu dieser Zeit eher wenig.

Die Winter in Zentral- und Südgriechenland sind entsprechend kurz und sehr regnerisch. In den nördlichen und östlichen Gebieten sinken die Temperaturen im Winter teilweise auf -20°C ab.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit ist von April bis Ende Juni und September bis Anfang November.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Griechenland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt; Ausnahme: Staatsangehörige von Griechenland dürfen maximal 2.000 Euro in bar ausführen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und größeren Autovermietern akzeptiert. In ländlichen Gebieten ist Barzahlung üblich.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen) und mit Kreditkarten möglich. (Zu möglichen Schwierigkeiten siehe Reisehinweis!)

Auskunftstellen

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Holzgraben 31
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 25 78 27 29
(0 69) 257 82 70
www.gnto.gr
info@visitgreece.com.de

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Ellinikos Organismos Tourismou -EOT
Tsocha 7
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 331 06 40
(0030 210) 870 70 00
www.gnto.gr
info@gnto.gr
Informationsbüro: Dionysiou Areopagitou 18-20, Athen

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
Dorileou 10-12
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 644 51 75
(0030 210) 641 90 00
www.german-chamber.gr
ahkathen@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-15 Uhr

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
Geschäftsstelle Nordgriechenland
Voulgari 50
54249
Thessaloniki /Griechenland
(0030 2310) 32 77 37
(0030 2310) 32 77 33
ahkthess@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-14.30 Uhr

Botschaften und Konsulate

Griechische Botschaft
Kurfürstendamm 185
10707
Berlin
(0 30) 20 62 64 44
(0 30) 20 62 60
www.griechenland-botschaft.de
gremb.ber@mfa.gr
(keine Visumerteilung)

Griechische Botschaft, Konsularabteilung
Mohrenstr. 17
10117
Berlin
(0 30) 218 26 63
(0 30) 213 70 33
grcon.ber@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9:30-13:30 Uhr, Di 9:30-13:30 und 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Willi Becker Allee 11
40227
Düsseldorf
(02 11) 687 85 03 34
(02 11) 687 85 00
grgencon.ddf@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 10-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 43
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 97 99 12 33
(0 69) 979 91 20, 97 99 12 11 15
www.griechisches-konsulat-frankfurt.de
grgencon.fra@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Di auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Neue ABC-Straße 10
20354
Hamburg
(0 40) 44 96 48
(0 40) 413 24 30
grgencon.ham@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Do auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Möhlstraße 22
81675
München
(0 89) 40 96 26
(0 89) 998 86 72 22
grgencon.mun@mfa.gr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Do auch 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Hauptstätter Straße 54
70178
Stuttgart
(07 11) 22 29 87 40
(07 11) 222 98 70
grgencon.stu@mfa.gr
Mo, Mi, Do und Fr 9-14 Uhr, Di 9-13.30 und 15-18 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
Karoli Dimitriou 3
106 75
Athen -Kolonaki
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1175
101 10 Athen/Griechenland
(0030 210) 728 53 35
(0030 210) 728 51 11
www.athen.diplo.de
info@athen.diplo.de
Amtsbezirk: Griechenland
Konsularischer Amtsbezirk: Attika, Ionische Inseln, Kreta, Mittelgriechenland, Nördliche Ägäis, Peloponnes, Südliche Ägäis, Westgriechenland.

preHonorary Consul of the Federal Republic of Germany
Digeni Akrita 1
731 00
Chania -Agia Marina/Kreta/Griechenland
(0030 28210) 688 76
(0030 28210) 688 76
chania@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Chania und Rethymnon
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Agion Apostolon 7-9, erste Etage
461 00
Igoumenitsa /Griechenland
(0030 26650) 248 47
(0030 26650) 253 35
igoumenitsa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Epirus
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Dikeossinis 7
712 02
Iraklion
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1083
711 10 Iraklion/Kreta/Griechenland
(0030 2810) 22 21 41
(0030 2810) 22 62 88
iraklion@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Iraklion und Lasithii
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
4. km Komotini-Xanthi
691 00
Komotini /Griechenland
(0030 25310) 310 02
(0030 25310) 250 35
komotini@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Westmakedonien, Verwaltungsbezirke Xanthi, Rodopi und Evros
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Thessaloniki

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Kapodistriou 23
491 00
Korfu /Griechenland
(0030 26610) 368 94
(0030 26610) 368 16
korfu@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Korfu (Region Ionische Inseln)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Trion Navarchon 65
262 22
Patras /Griechenland
(0030 2610) 32 58 03
(0030 2610) 21 02 10
patras@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Peloponnes und Ionische Inseln außer Korfu
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Amerikis 55
851 00
Rhodos /Griechenland
(0030 224 10) 364 32
(0030 224 10) 371 25
rhodos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Rhodos
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Themistokli Sofouli Grammou 2
831 00
Samos /Griechenland
(0030 227 30) 236 57
(0030 227 30) 236 57
samos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Nördliche Ägäis
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Heroon Polytechniou 21
841 00
Syros /Griechenland
(0030 228 10) 791 76
(0030 228 10) 791 76
syros@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Kykladen
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Leoforos Megalou Alexandrou 33
546 41
Thessaloniki
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 50793
540 14 Thessaloniki/Griechenland
(0030 2310) 24 03 93
(0030 2310) 25 11 20, 25 11 30
info@thessaloniki.diplo.de
Amtsbezirk: Epirus, Ostmakedonien und Thrakien, Thessalien, Westmakedonien, Zentralmakedonien (für Visa-Angelegenheiten ist die Botschaft in Athen zuständig)

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Antonopoulou 172
382 21
Volos /Griechenland
(0030 24210) 359 89
(0030 24210) 359 88
volos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Thessalien
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Generalkonsulat Thessaloniki

Sehenswertes

Athen

Die Hauptstadt Athen ist das wirtschaftliche und kulturelle Herz Griechenlands sowie der zentrale Verkehrsknotenpunkt für die Verbindung in die Regionen des Festlandes und zu den griechischen Inseln. Die sich auf der attischen Ebene ausbreitende Stadt ist mit der Hafenstadt Piräus, dem Knotenpunkt aller Schifffahrtslinien, zusammengewachsen.

Athen ist auch der Sitz des Oberhaupts der griechisch-orthodoxen Staatskirche, bedeutender Bildungseinrichtungen wie der Universität und Standort weltberühmter Museen.

Die Geschichte Athens lässt sich jahrtausendelang zurückverfolgen - seit der Jungsteinzeit ist das Stadtgebiet ständig besiedelt - und heute noch überall präsent. Viele Sehenswürdigkeiten geben Zeugnis vom ersten demokratischen Staat in der Geschichte. Kaum ein Besucher wird Athen verlassen, ohne der Akropolis, was so viel bedeutet wie "Hohe Stadt", einen Besuch abzustatten. Sie repräsentiert einen bedeutenden, aber nur kurzen Zeitraum der Geschichte der Stadt. Am bekanntesten ist wohl der Parthenon, ein Tempel, der der Göttin Athena geweiht ist. Nahe der Akropolis erstreckt sich die Agora, Marktplatz und Mittelpunkt des antiken Athens. Hier finden sich die am besten erhaltenen Tempel Griechenlands.

Auch die Altstadt Plaka ist eine Besichtigung wert. Hier liegen die Flohmarkt-Hauptstraße Ivestou, die Geschäftsstraße Ermou und der City Platz mit dem ehemaligen Schloss des Königs (heute das Parlament) sowie der Friedhof Kerameikos. Die Straße Athinas, die auf den Omonia Platz führt, ist eine Mischung aus dem traditionellen und dem europäischen Athen. Drumherum ist Athen eine brodelnde Stadt mit allen Vor-, aber auch Nachteilen der Zivilisation, wie Luftverschmutzung, Betonwüsten und chaotischen Verkehrsverhältnissen. Etwa 60 Prozent der griechischen Industriebetriebe sind in Athen angesiedelt und die Stadt ist im europäischen Vergleich die Großstadt mit den wenigsten Grünanlagen.

Peloponnes

Die Halbinsel Peloponnes ist der südlichste Teil des griechischen Festlandes. Denkmale aus allen Phasen der griechischen Geschichte von mykenischen Burgen über griechische Stätten bis hin zu Burgen der Kreuzritter sind hier zu finden. Lange Strände haben die Peloponnes in Verbindung mit dem Kulturangebot zu einem beliebten Urlaubsziel werden lassen. Darüber hinaus gibt es für Naturfreunde eine interessante Naturlandschaft mit Dünen- und Felsküste. Die Bergwelt des Landesinneren steht im Kontrast zu den fruchtbaren Landschaften von Lakonien, Messinien und der Argolis. Patras, im Westen der Halbinsel gelegen, ist Griechenlands viertgrößte Stadt.

Makedonien

Makedonien, das sich vom Néstos im Westen bis zur albanischen Grenze erstreckt und im Süden vom Olymp begrenzt wird, weist sehr vielfältige Landschaftsformen auf: bis zu 3.000 Meter hohe Berge, Ebenen mit Obstplantagen, Hügellandschaften und kilometerlange Strände. Zentrum von Industrie und Handel ist Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Bedeutend sind hier die antiken Zeugnisse in Pélla, dem Geburtsort Alexanders des Großen und Vergina, wo sich das Grab Philipps des zweiten befindet. Auch die Bauten aus der christlichen Zeit (Klöster, Basiliken und Kirchen) sind sehenswert. Auf der Halbinsel Chalkidike stehen beispielsweise in schwindelerregender Höhe die Athos-Klöster. Der Westen Makedoniens bietet sich für Individualtouristen an, die in Ruhe entspannen möchten.

Thrakien

Thrakien ist vom Tourismus weniger erschlossen als viele andere griechische Regionen, aber gerade darin liegt sein Reiz. Die nordöstliche Region ist, ähnlich wie Makedonien, reich an fruchtbaren Ebenen mit Plantagenwirtschaft. Getreide, Wein, Reis und Tabak werden hier angebaut. Charakteristisch in der unberührten Landschaft sind die Feuchtgebiete, die die beiden Flüsse Néstos und Évros auf ihrem Weg zum Meer geschaffen haben und die neben dem Vistonis-See die Hauptattraktionen der Region sind. Auf der zugehörigen Insel Samothrake gibt es neben einladenden Stränden und Badebuchten eine schöne Naturlandschaft mit dichten Wäldern, Quellen und einer vielfältigen Flora.

Zentralgriechenland

Die Region wird begrenzt vom Golf von Pátras, vom Golf von Korinth und vom Golf von Evia. Im Osten grenzt sie an Attika. Historisch interessante Stätten sind das Kloster Ossios, das eines der bedeutendsten Denkmale der byzantinischen Mosaikkunst des elften Jahrhunderts ist, die Stadt Theben, das Orakelheiligtum von Delphi und die Thermopylen. Das heutige Thìva (Theben) ist bekannt durch seinen historischen Vorgänger, das "Siebentorige Theben". Antike Mauerreste, Gräber und zahlreiche Funde wurden hier entdeckt und können zum Teil auch im angeschlossenen Archäologischen Museum besichtigt werden. Delphi ist eine der bedeutendsten Kultstätten und wichtigsten Ausgrabungsstätten der klassischen Zeit in Griechenland. Die einzigartige Lage in den Bergen und der Reichtum an antiken Resten macht Delphi zu einem der Höhepunkte einer Griechenland-Reise für Kulturinteressierte. Zu besichtigen sind das Apollo-Heiligtum, das Heiligtum der Athena Pronaia sowie ein angeschlossenes Museum, wo die Sphinx der Naxier zu bewundern ist.

Attika

Attika ist vom Saronischen Golf umgeben und grenzt im Nordosten an Zentralgriechenland. Charakteristisch für die Region, in der die Hauptstadt Athen liegt, ist der Gegensatz zwischen Bergen wie der Parnitha, der Pendeli und Hymettos und dem weiten Meer. Die Attische Riviera, auch Apollonküste genannt, zwischen Piräus und Kap Súnion, ist seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer stark frequentierten Touristenregion geworden. In den Badeorten wie Glyfada, Vula, Vuliagmeni, Varkiza und Legrena mit ihren Bars, Discotheken und ihrem Unterhaltungsprogramm fühlen sich insbesondere junge, unternehmungslustige Urlauber wohl. Auch Aigina ist wegen seiner schönen Strände und wegen des klaren Wassers bei Urlaubern sehr beliebt. Besonders schöne Landschaften und Strände findet man u.a. in Agía Marína, Faros und Marathónas.

Kreta

Kreta, die größte griechische Insel, liegt etwa 100 Kilometer südöstlich der Peloponnes. Die Insel ist wegen ihrer schönen, abwechslungsreichen Natur, wegen ihres Klimas und wegen ihren Stränden sowie den minoischen Kulturdenkmälern ein beliebtes Urlaubsziel geworden. Chaniá ist ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu entdecken. Zentrum der Stadt ist der venezianische Hafen mit vielen einladenden Restaurants und Cafés. In der Kirche San Francesco ist das Archäologische Museum untergebracht, das herausragende Exponate von der neolithischen bis zur römischen Zeit zeigt. Sehenswert ist auch das Historische Museum der Stadt, das interessante Ausstellungsstücke zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Widerstand und deutsche Besatzungszeit hat. Ausflüge von Chaniá kann man beispielsweise in die Klöster Agia Triáda und Guvernéto, auf die Halbinsel Rhodópu, wo es neben archäologischen Stätten auch eine schöne Badebucht gibt, sowie in die Samariá-Schlucht (Nationalpark) unternehmen, die in circa sechs Stunden durchwandert werden kann. In jedem Fall sollten geschichtsinteressierte Kreta-Urlauber der Ausgrabungsstätte von Knossós einen Besuch abstatten. Die minoische Palastanlage wurde freigelegt und zum Teil rekonstruiert. Wegen seiner schönen Strände und guten Ausflugsmöglichkeiten ist das am Golf von Nikólaos gelegene Städtchen Agios Nikólaos bei Badeurlaubern besonders beliebt. Ausflüge bieten sich beispielsweise in das Kunsthandwerkerdorf Kritsá, auf die Lassíthi-Ebene mit ihrer Tropfsteinhöhle sowie zum Ruinenfeld von Gurniá an.

Dodekanes-Inseln

Der Dodekanes, die Gruppe der zwölf Inseln, gehören zu den Südlichen Sporaden. Er umfasst die größeren Inseln Pátmos, Kos und Rhodos, die zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands gehören, sowie etwa 40 kleinere Inseln und Riffe. Der Reiz der Dodekanes-Inseln liegt in ihren unterschiedlichen Landschaften und ihren Sehenswürdigkeiten aus antiker Zeit. Für Urlauber, die Unterhaltung suchen, ist Rhodos mit seiner gleichnamigen Hauptstadt und der vorzüglichen touristischen Infrastruktur genau das Richtige. Besucher, die Ruhe wollen, können sich für eine der kleineren Dodekanes-Inseln entscheiden.

Nationalparks in Griechenland

Griechenland hat die natürliche Flora und Fauna in "Ethniki Drymi", d.h. Nationalparks, unter Schutz gestellt. Die insgesamt zehn geschützten Landschaftsgebiete liegen vor allem auf dem Festland und auf Kreta und bieten Naturfreunden und Aktivurlaubern ein reges Betätigungsfeld. Folgende Landschaften wurden unter Schutz gestellt: die grünen Landschaften des Ainos auf Kefalonia, die Bergregion Vikos-Aoos in Epirus, das Parnass-Gebirge und der Berg Iti in Zentralgriechenland, das Pindos-Gebirge und die Préspa Seen in Makedonien, das Massiv des Olymp an der makedonisch-thessalischen Grenze, das Kap Súnion an der Südspitze Attikas, der Berg Parnitha und die 18 Kilometer lange Samariá-Schlucht auf Kreta.

Reisehinweise

Es kann vereinzelt zu Behinderungen durch Streiks und Demonstrationen kommen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage informieren und Demonstrationen meiden.

Weitere Informationen über die Sicherheitssituation in Griechenland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Reisende sollten sich aufgrund der angespannten politischen Lage von Demonstrationen fernhalten.

Vor allem in den Großstädten Griechenlands sind Taschendiebstahlsdelikte weit verbreitet.

Der Rauschgifthandel und der Besitz von Rauschgift in jeglicher Form und Menge ist in Griechenland strikt verboten und wird hart bestraft.

Unter Strafe steht auch der Besitz und die Verwendung von Tränengas- und anderen Verteidigungssprays.

Waffenbesitz, egal welcher Art, ist ebenfalls verboten. Unter dieses Verbot fallen auch große Messer und Schwerter.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist in allen öffentlichen Gebäuden verboten. Dies gilt unter anderem für alle Arbeitsplätze, Cafés, Bars und Restaurants, mit Ausnahme von Kneipen, die kleiner als 70 Quadratmeter groß sind. Sofern Kinder unter 12 Jahren mit an Bord sind, darf auch in öffentlichen und privaten Kraftfahrzeugen nicht geraucht werden. Bei Zuwiderhandlungen können hohe Geldbußen verhängt werden.

Griechenland ist ein Land mit vielen kulturellen und archäologischen Fundstätten. Diebstahl von Ausgrabungsfunden oder auch nur die Mitnahme von Steinen, die von solchen Orten stammen, stehen unter Strafe und werden mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet.

Im Hinblick auf illegale Einwanderung wird Reisenden geraten, keine unbekannten Personen per Anhalter im Fahrzeug über die Grenze mitzunehmen.

Aufmerksam sollten Reisende auch auf dem Weg zu den Fährhäfen Griechenlands und während der Einschiffung ihres Fahrzeugs auf die Fähre sein.

Illegale Einwanderer versuchen vermehrt, über diese Fahrzeuge unbemerkt in andere Schengenländer zu gelangen. Vor allem die Fährhäfen Patras und Igoumenitsa sind betroffen.

Zur Vorsicht sollte noch mal ein Blick in und unter das Fahrzeug geworfen werden.

Die Beihilfe zur illegalen Einwanderung kann zu einem Strafverfahren wegen Menschenschmuggel führen und zieht hohe Geldstrafen oder sogar eine Inhaftierung nach sich.

In den Sommermonaten muss aufgrund der klimatischen Bedingungen Griechenlands mit Busch- und Waldbränden gerechnet werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Türkei

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Notwendig sind: mindestens noch für die Aufenthaltsdauer gültiger Reisepass oder vorläufiger Reisepass (bei Flug auch gültiger Personalausweis), Rück- oder Weiterreisetickets (oder Kfz) sowie ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Türkei liegt mit etwa drei Prozent ihres Staatsgebietes in Europa und mit etwa 97 Prozent in Kleinasien. Sie grenzt im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien und an das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und Griechenland und im Nordwesten an Bulgarien.

Fläche: 779.452 km².

Verwaltungsstruktur: 81 Provinzen (iller).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 76 Millionen

Städte:

Ankara (Hauptstadt) ca. 4,4 Millionen

Istanbul ca. 13,1 Millionen

Izmir ca. 3,3 Millionen

Bursa ca. 1,9 Millionen

Adana ca. 1,6 Millionen

Gaziantep ca. 1,3 Millionen

Konya ca. 1 Million

Antalya ca. 1 Million

Kayseri ca. 950.000

(obige Zahlen gelten nur für die Städte, nicht für die gleichnamige Provinz)

Sprache

Die Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten des Landes wird teilweise kurdisch gesprochen, außerdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben auch Englisch und Französisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde.

Telefon/Post

Post

Die Postämter haben ein gelbes Schild mit der Aufschrift PTT. Luftpostsendungen nach Mittel- und Nordeuropa benötigen in der Regel drei Tage. Postlagernde Sendungen händigt das jeweilige Hauptpostamt gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses aus.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Türkei ist 0090, von der Türkei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, danach entfällt jeweils die 0 der Ortsvorwahl.

Telefonate können im Selbstwählferndienst von öffentlichen Telefonen oder von einer Kabine im Postamt aus geführt werden. Kartentelefone sind weit verbreitet, Telefonkarten sind in allen Postämtern sowie den meisten Zeitungskiosken erhältlich, daneben gibt es auch Telefonmünzen, sogenannte "Jetons".

Fast alle Postämter und viele Hotels bieten einen Fax-Dienst an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 155, Unfallrettung 112, Feuerwehr 110.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 oder GSM 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Türkei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .tr

Internetcafés sind allen größeren Städten vorhanden, ihre Zahl wächst ständig.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag)

30. August (Siegesfest)

28. und 29. Oktober (Republikfest)

Islamische Feiertage 2018 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

15. bis 17. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

21. bis 24. August (Opferfest)

Feiertage 2019:

1. Januar (Neujahr)

23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag)

30. August (Siegesfest)

28. und 29. Oktober (Republikfest)

Islamische Feiertage 2019 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

5. bis 7. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

11. bis 14. August (Opferfest)

Der Ramadan dauert im Jahr 2019 vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Anfang September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30/9-18 Uhr (geöffnet für Kunden bis 16.30/17/17.30 Uhr), Mittagspause 12/12.30-13.30 Uhr, einige Filialen haben durchgehend geöffnet;

Behörden: Mo bis Fr 8.30/9-17 Uhr (persönliche Sprechzeiten bis 15.30/16 Uhr), Mittagspause 12.30-13 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-12, 13-17 Uhr;

Geschäfte: Kleine Geschäfte sieben Tage durchgehend 8/9 Uhr bis 21/22 Uhr; Einkaufszentren und Shopping Malls sieben Tage durchgehend 10-22 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-12, 13-17 Uhr. In den größeren Städten und in manchen Touristenzentren sind Postämter für Teilbereiche (z.B. Telefon) auch bis 24 Uhr und So 9-19 Uhr geöffnet.

Kleidung

Im Sommer ist leichte Sommerkleidung ausreichend. Für die Abendstunden sollte man aber auch wärmere Sachen dabeihaben. Im Winter werden warme Kleidung, ein Wintermantel sowie festes Schuhwerk und Gummistiefel benötigt. Wichtig sind außerdem eine gute Sonnenbrille sowie ein Regenschutz für das ganze Jahr mit Ausnahme der Monate Juni bis September.

Legere Kleidung wird überall akzeptiert. Badekleidung und ähnliches gehört jedoch in die Ferienanlagen und an den Strand.

Geschichte/Politik

Bereits von 1900 bis 1200 v. Chr. entwickelte sich in Anatolien die erste Hochkultur des Landes. Im neunten und achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phryger ein Königreich, das in Anatolien zu einer Vormachtstellung gelangte. Von der Mitte des sechsten Jahrhundert bis zum Jahr 333 v. Chr. gehörte der Großteil Kleinasiens, einschließlich Anatoliens, zum Perserreich. Dann wurde es vom Reich Alexanders des Großen abgelöst. Im zweiten und ersten Jahrhundert v. Chr. drangen die Römer nach Kleinasien ein. Nach der Teilung des Römischen Reiches im vierten Jahrhundert n. Chr. wurde Kleinasien Teil des Oströmischen Reiches (Byzantinisches Reich). Im elften Jahrhundert siegten die türkischen Seldschuken über die Byzantiner. Das Osmanische Reich, das im 14. Jahrhundert entstand, griff rasch auf Europa über. Stationen waren 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld gegen die vereinigten Balkanfürsten, 1453 die Eroberung Konstantinopels, 1529 die vergebliche Belagerung Wiens und dann der allmähliche Rückzug, der bis ins 20. Jahrhundert dauerte. Seit 1883 wurde die türkische Armee von deutschen Offizieren ausgebildet. 1908 fand die Verschwörung der Jungtürken statt, die Sultan Abd ül Hamid II zur Anerkennung der 1876 erlassenen Verfassung zwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte die Türkei auf deutsch/österreichischer Seite. Als Folge des Krieges wurde das ehemalige Weltreich auf Kleinasien und Istanbul reduziert.

Nach Abschaffung des Sultanats proklamierte Mustafa Kemal (Atatürk) 1923 die Republik. Ankara wurde zur Hauptstadt ernannt. Kemal nahm grundlegende Reformen in Angriff, wie die Trennung von Staat und Religion, das westeuropäische Rechtssystem oder die rechtliche Gleichstellung der Frau. Nach dem Tod Atatürks 1939 setzte ein Demokratisierungsprozess ein. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Türkei neutral. Nach dem Krieg schloss sich die Türkei dem westlichen Bündnissystem an und trat der NATO bei. Durch mehrere Phasen von Militärdiktaturen unterbrochen (1960/61, 1971-1973, 1980-1982) setzte sich der Demokratisierungsprozess in der Türkei fort.

Wirtschaft

Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Exportiert werden in erster Linie Tabak und Baumwolle, aber auch Weizen, Zitrusfrüchte, Oliven. Die Türkei verfügt über viele Bodenschätze, auch die Erdölförderung mit einer eigenen Raffinerie spielt eine große Rolle.

Der Hauptdevisenbringer ist der Tourismus, der enorme Zuwachsraten zu verzeichnen hat.

Religion

99 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Die Mehrzahl sind Sunniten. Im Südosten des Landes lebt eine große Anzahl von Schiiten. Sehr geringe Anteile haben das Christen- und Judentum.

Vegetation

In Ostthrakien und Westanatolien ist Mittelmeervegetation charakteristisch. Landeinwärts geht sie in einen lichten Kiefern- und Eichenwald über. In Inneranatolien dominiert eine karge Steppenvegetation. Die Gebirge sind weitgehend bewaldet, im Taurus z.B. mit Schwarzkiefern, Zedern, Eichen und Wacholder, im Pontischen Gebirge mit Buchen und Eichen sowie Wacholder.

Tierwelt

Wölfe, Füchse, Wildkatzen, Hyänen, Schakale, Rotwild, Bären, Marder und Bergziegen kommen in entlegeneren Gegenden vor. Neben zahlreichen einheimischen Vogelarten wie Wildgänsen, Rebhühnern und Wachteln gibt es am Bosporus Raubvögel, u. a. Adler, Bussarde und verschiedene Falkenarten. Im Meer werden Bonitos (eine Thunfischart), Makrelen und Barsche, im Schwarzen Meer vor allem Anchovis gefangen.

Kulinarisches

In der Türkei gibt es eine reiche Auswahl an Suppen, Vorspeisen, Gemüse und Fleischgerichten, nicht zu vergessen die Mehlspeisen, Salate und Süßspeisen. Die Restaurants sind meist rund um die Uhr geöffnet.

Die türkischen Vorspeisen ("mezeler") sind ein Gedicht. Auswahl und Präsentation laden zu immer wieder neuem Probieren ein. Angenehm, dass es nicht verpönt ist, nach ausgiebigem Vorspeisengenuss direkt zum Nachtisch ("tathlar") überzugehen.

Vor oder auch nach dem Essen wird "raki" serviert, ein Anisschnaps, der meist mit eiskaltem Wasser verdünnt getrunken wird (und der später auf dem Markt erstanden ein für Türkei-Liebhaber ideales Mitbringsel darstellt).

Sitten und Gebräuche

Türkische Bäder ("hamam") können ohne weiteres auch von Touristen besucht werden. Die notwendigen Ausstattungen (Badeschuhe, Shampoo, Rubbelhandschuh) können in jedem Bad auch geliehen werden. In türkischen Bädern baden Frauen und Männer zu getrennten Zeiten oder in getrennten Abteilungen. Fast völlig entkleidet, mit Badeschuhen ausgestattet, kann auch der Tourist die wohlige Atmosphäre im "hamam" genießen. Nach dem Bad kommt der Bademeister oder die Bademeisterin zum Rubbeln und Massieren. Nach dieser angenehmen Körperpflege - es gehört zum Prinzip des Bades, dass sich der Besucher verwöhnen lässt, hat der Tourist viel von der orientalischen Badekultur gelernt. Moderne Hotelanlagen bieten meist ebenfalls ein "türkisches Bad", in dem jedoch Männer und Frauen gemeinsam baden - es hat mit einem echten "hamam" wenig gemeinsam.

Souvenirs

In einem Bazar kann man neben allen Konsumgütern auch handwerkliche Arbeiten und Gebrauchsgegenstände finden. Zu den beliebten Kaufobjekten gehören Teppiche, Silberwaren, Schmuck und Lederwaren. Brillengestelle namhafter Firmen sind ebenso günstig wie Jeans, T-Shirts oder andere Baumwollprodukte. Handgeknüpfte Teppiche sind in türkischen Wohnungen echte Schmuckstücke, die selbstverständlich nie mit Schuhen betreten werden. Sie dienen auf dem Boden als Sitzgelegenheit für Gäste, die in türkischen Häusern immer willkommen sind. Ein typisches Andenken ist auch das "tavla" (Backgammon)-Spiel. Schöne Holzkästen lassen sich erwerben. Es gibt sehr schönen Gold- und Silberschmucke. Die Preise orientieren sich am Tagespreis für Gold bzw. Silber. Da für die Verarbeitung nur wenig berechnet wird, ist der Schmuck deutlich günstiger als in Deutschland. Es fehlt oft der in der Türkei nicht obligatorische Goldstempel.

Klimainformationen

Auf Grund der geografischen Lage hat die Türkei kein einheitliches Klima.

Istanbul hat gemäßigtes Klima; heiße Sommer (gelegentlich bis 40°C), jedoch weht ständig ein frischer Wind vom Meer her. Die durchschnittliche Temperatur während der heißesten Monate Juli und August beträgt 28-30°C. Im Winter fällt das Thermometer hier fast nie unter 4°C, es ist nasskalt.

Entlang der türkischen Riviera (von Antalya bis Iskenderun) herrscht fast das ganze Jahr über subtropisches Klima. Im Sommer ist die durchschnittliche Temperatur etwa 30°C, im Winter 12 bis 15°C.

Das Landesinnere (Hochland von Anatolien und Thrakien) hat ein ausgesprochen kontinentales Klima: heiße Sommer (bis 40°C), kalte Winter (bis minus 28°C). Im Winter liegt oft länger als drei Monate Schnee. In Ankara beträgt die durchschnittliche Temperatur im Sommer 23°C, im Winter minus 5°C.

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Große Touristenorte an der Küste sind malaria-frei.

Verbreitung

Die bekannten Touristenorte an der Mittelmeerküste sind malaria-frei.

Ein geringes Malariarisiko besteht von März bis November in den tiefergelegenen, von Touristen selten besuchten Regionen im Süd-Osten des Landes (Grenzgebiet zu Syrien).

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Türkische Lira (TRY)

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 5,88 TRY

1 US-$ = ca. 5,17 TRY

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gegenwert von über 5.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschließlich Landeswährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschießlich Fremdwährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Umtausch: Es ist ratsam, größere Geldbeträge erst in der Türkei umzutauschen. Es ist mit ständigen Geldabwertungen zu rechnen.

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für den legalen Umtausch aufbewahrt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von großen Hotels, verschiedenen Geschäften, internationalen Autovermietern und teilweise an Tankstellen akzeptiert. Auch mit der EC-/Maestrokarte kann bei vielen Händlern und Dienstleistungsunternehmen und an den Tankstellen der internationalen Ketten bezahlt werden. In den meisten Fällen muss man dazu zusätzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Geldautomat: Ja - Mit Kreditkarte oder Girocard (mit Maestro-Logo) kann in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abgehoben werden. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Auskunftstellen

Türkische Botschaft
Abteilung für Tourismus und Information
Tiergartenstr. 19-21
10785
Berlin
(0 30) 214 39 52
(0 30) 214 37 52, 214 38 52
info@tuerkeifasziniert.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat
Abteilung für Tourismus und Information
Baseler Straße 37
60329
Frankfurt/M.
(0 69) 23 27 51
(0 69) 23 30 81, 23 56 03
info@tuerkei-tourismus-kultur.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat
Abteilung für Tourismus und Information
Karlsplatz 3/1
80335
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 17 80 31 32, 17 80 31 86
nur allgemeine Tourismusinformationen

Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer
(Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odasi)
Yeniköy Cad. No. 88
34457
Tarabaya - Istanbul -Ortaköy
(0090 212) 363 05 60
(0090 212) 363 05 00
info@dtr-ihk.de
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Ministerium für Kultur und Tourismus
Atatürk Bulvari No. 29
06050
Ankara
(0090 312) 212 83 00, 312 43 59
(0090 312) 309 08 50
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

KÖLN siehe Hürth

Türkisches Generalkonsulat
An der Karlsschanze 7
55131
Mainz
(0 61 31) 83 51 19
(0 61 31) 98 26 00, 982 60 11
konsulat.mainz@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Menzinger Straße 3
80638
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 178 03 10
konsulat.muenchen@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Di, Mi, Do 13-16 Uhr
(nur Reg.-Bez. Schwaben, Ober- und Niederbayern)

Türkisches Generalkonsulat
Lotharingerstraße 25-27
48147
Münster
(02 51) 4 33 27
(02 51) 41 47 00
konsulat.muenster@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 14-15.30 Uhr

(nur Reg.-Bez. Münster und Detmold)

Türkisches Generalkonsulat
Regensburger Straße 69
90478
Nürnberg
(09 11) 46 89 62
(09 11) 94 67 60
konsulat.nuernberg@mfa.gov.tr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 8.30 und 12 Uhr vergeben)
(nur Reg.-Bez. Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie Oberpfalz)

Honorarkonsulat der Republik Türkei
Dechbettener Straße 10
93049
Regensburg
(09 41) 5 77 70
(09 41) 78 03 66 20
cc@archhu.de
Mo bis Do 8-17.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr
(keine Visumerteilung)
(nur die Reg.-Bez. Oberfranken und Oberpfalz)

Türkisches Generalkonsulat
Kerner Str. 19b
70182
Stuttgart
(07 11) 262 21 02, 46 89 62
(07 11) 16 66 70
www.tuerkischebotschaft.de; www.mfa.gov.tr
konsulat.stuttgart@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
Visa-Abteilung: Di bis Do 8.30-12.30 Uhr und nach telefon. Vereinbarung
(nur Reg.-Bez. Stuttgart und Tübingen)

Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
114 Atatürk Bulvari
06680
Ankara -Kavaklidere
Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
Posta Kutusu 54
06552 Çankaya-Ankara/Türkei
(0090 312) 455 53 37
(0090 312) 455 51 00
www.germanembassyank.com; www.ankara.diplo.de

Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
Çaglayan Mah. Barinaklar Bulv.No: 54
07235
Antalya
Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
PK: 12
07230 Antalya/Türkei
(0090 242) 321 69 14
(0090 242) 314 11 01/02
Amtsbezirk: Antalya, Burdur, Isparta

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Kanuni Sultan Süleyman Caddesi No. 15
48400
Bitez-Bodrum-Mugla /Türkei
(0090 252) 363 86 94
(0090 252) 363 92 85, 363 82 87
Amtsbezirk: Vilayet (Provinz) Mugla
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Izmir

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Baglarbasi Mah. 1. Sedir Sok. No: 10
Evke ONYX Is Merkezi, Kat.4 D: 27
Osmangazi Bursa/Türkei
(0090 224) 244 61 99, 222 35 97
(0090 224) 222 20 97, 221 00 99
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Bursa, Balikesir, Bilecik, Canakkale und Eskisehir
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Balikpazari Caddesi of Sitesi
C-Blok Daire 2
Kaleici
22020
Edirne /Türkei
(0090 284) 224 52 85
(0090 284) 213 55 63
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Edirne, Kirklareli und Tekirdag
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Organize Sanayi Bölgesi
20 No'lu Caddesi No. 10
Baspinar - Sehitkamil - Gaziantep /Türkei
(0090 342) 337 52 27
(0090 342) 337 52 25
Amtsbezirk: Gaziantep, Sanliurfa, Kahramanmaras, Adiyaman, Kilis
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Inönü Caddesi 10
34437
Gümüssuyu-Istanbul
Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Posta Kutusu 6
34431 Istanbul-Beyoglu/Türkei
(0090 212) 249 99 20
(0090 212) 334 61 00
www.deutschesgeneralkonsulat-istanbul.org.tr

Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsolosluôu
Izmir Korutürk Mah., Havuzbasi Sokak 1
35330
Balcova-Izmir
Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu
Posta Kutusu 156
35212 Izmir/Türkei
(0090 232) 488 88 74
(0090 232) 488 88 88
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Afyon, Antalya, Aydin, Burdur, Denizli, Isparta, Izmir, Kütahya, Manisa, Mugla, Usak

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Organize Sanayi Bölgesi
Organize Sanayi Bölgesi, Fatih Sultan Mehmet Bulvari No: 270, Inecik
38070
Malikgazi-Kayseri /Türkei
(0090 352) 321 34 84
(0090 352) 321 34 74
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Aksaray, Kayseri, Malatya, Nigde, Nevsehir, Sivas, Tokat, Yozgat
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Gazipasa Caddesi
Saruhan Ishani Kat 1
Trabzon /Türkei
(0090 462) 323 28 27
(0090 462) 323 08 24
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Trabzon, Artvin, Bayburt, Rize, Erzincan, Gümüshane und Giresun
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Botschaft der Türkischen Republik
Tiergartenstraße 19-21
10785
Berlin
(0 30) 27 59 10 27
(0 30) 27 58 50
www.tuerkischebotschaft.de
botschaft.berlin@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.45 - 12.45, 13.45 17.45 Uhr
(Visa-Erteilung nur in Diplomaten-, Dienst- und Spezialpässe)

Türkisches Generalkonsulat
Heerstraße 21
14052
Berlin
(0 30) 893 18 98
(0 30) 89 68 02 11, 89 68 02 42
konsulat.berlin@mfa.gov.tr
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 13-14 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Cecilienallee 41
40474
Düsseldorf
(02 11) 454 78 22
(02 11) 45 47 80
www.tuerkischebotschaft.de
konsulat.duesseldorf@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-17 Uhr
(nur Reg.-Bez. Düsseldorf mit Ausnahme der Städte Essen und Mühlheim)

Türkisches Generalkonsulat
Zehnthof 55
45307
Essen
(02 01) 42 38 67
(02 01) 84 21 60
konsulat.essen@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr
Visa-Abteilung: 14.30-16.00 Uhr
(nur Reg.-Bez. Arnsberg sowie die Städte Essen und Mülheim des Reg.-Bez. Düsseldorf)

Türkisches Generalkonsulat
Kennedyallee 115-117
60596
Frankfurt/M.
(0 69) 70 90 32
(0 69) 77 29 42
konsulat.frankfurt@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 9-13 Uhr, 13.30-14.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 7.30 und 10.30 vergeben);
für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8-10.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
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20148
Hamburg
(0 40) 44 52 58
(0 40) 448 03 30
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für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 8.30-12 Uhr;
für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
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Türkisches Generalkonsulat
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(0 22 33) 7 55 72
(0 22 33) 97 41 80
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für Visa-Angelegenheiten Mo und Fr 8.30-12.30 Uhr;
für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Köln)

Türkisches Generalkonsulat
Rintheimer Straße 82
76131
Karlsruhe
(07 21) 85 60 13
(07 21) 98 44 00, 984 40 10/11
konsulat.karlsruhe@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr, außerdem telefonisch erreichbar Mo bis Fr 14.30-17 Uhr, Visumbeantragung Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Freiburg und Karlsruhe)

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Sehenswertes

Istanbul

Eine Städtereise nach Istanbul führt in eine lange und reiche Vergangenheit, war doch die Stadt, die Europa und Asien verbindet, Hauptstadt dreier Weltreiche: des Römischen Reiches (Byzanz), des Byzantinischen Reiches (Konstantinopel) und des Osmanischen Reiches (Istanbul). Als einzige Stadt auf unserem Globus erstreckt sie sich über zwei Kontinente. Aus dem Stadtbild ist heute besonders die osmanische Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Silhouette der Stadt ist durch Kuppeln und Minarette bestimmt. Daneben zeigt sich aber auch die Widersprüchlichkeit Istanbuls. Herrscht im Stadtteil Fatih ein traditionell orientalisches Leben, zeigen die modernen Shopping Malls eher das Bild einer westlichen Stadt.

Istanbul hat zahlreiche, höchst interessante Sehenswürdigkeiten. Die Schwierigkeit für Touristen besteht darin, dass man sich in ein paar Tagen gar nicht alles anschauen kann, was Istanbul zu bieten hat. Darum sollte man eine Auswahl treffen und sich Zeit für seine Präferenzen nehmen! Die berühmtesten Attraktionen der Stadt sind zweifelsohne die Hagia Sophia, das wohl symbolträchtigste Bauwerk Istanbuls, die Sultan Akmet Camii oder Blaue Moschee sowie die Hohe Pforte und der Topkapi-Palast als Ausdruck des osmanischen Reiches. Zahlreiche Museen wie das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst sowie das Topkapi-Palast Museum bieten einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt.

Wer es lieber etwas ruhiger und weniger überlaufen möchte, sollte durch das "frömmste" Viertel Istanbuls, das Eyüp Viertel, oder durch das kosmopolitische Viertel Galata schlendern. Sehenswerte Geheimtipps sind auch das Chora Kloster im Stadtteil Kariye mit seinen wertvollen Mosaiken, der Versunkene Palast (Yerebatan Sarayi) in der Nähe des Sultan-Ahmed-Parks, eine riesige Zisterne aus dem 6. Jahrhundert und der Beylerbeyi Palast (am "asiatischen Pfeiler" der 1973 erbauten Bosporus-Brücke), in dem die Sultane im ausgehenden 19. Jahrhundert lebten.

Am Bosporus boomt die Wirtschaft, hier herrscht reger Handel. Istanbul ist daher auch eine Einkaufsstadt, in der man besonders gut traditionelles Kunsthandwerk einkaufen kann. Zu den beliebtesten Einkaufszentren gehören Kapali Carsi, ein in der Altstadt gelegenes Labyrinth von Ladenstraßen und die orientalischen Basare. Neben dem Großen Basar ist der kleine Gewürzbasar, auch Ägyptischer Basar genannt, für eine Shopping-Tour sehr zu empfehlen.

In den letzten Jahren ist die Millionen-Metropole enorm gewachsen und mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Vierteln, die nicht durch staatliche Planung entstanden sind. Wenn der Tourist davon auch wenig merkt, lassen sich die Folgen dieser Entwicklung nicht immer verbergen: Luftverschmutzung, Wassermangel und eine schlechte Wasserqualität, Lärm, Müllprobleme und Verkehrschaos.

Wem dies zu viel wird, kann Ruhe und Entspannung in den Wäldern und an den Stränden der näheren Umgebung Istanbuls finden.

Troja

Nordägäis - Izmir - Pergamon - Troja

Die Nordägäis mit der Stadt Izmir bietet ein breites Reiseangebot, das von weltbekannten Ausgrabungsstätten wie Troja und Pergamon bis hin zu türkisch geprägten Ferienzentren wie Akçay, Ayvalik oder Faço reicht. Im Hinterland liegt die osmanisch geprägte Stadt Manis und die Münzstadt Sardes.

Izmir, die größte Hafenstadt der Türkei, liegt in einer halbmondförmigen Bucht an der ägäischen Küste. Die Stadt war und ist der Ausgangspunkt für Reisen zu den bekannten historischen Stätten. Für Shopping-Freunde ist der Bazar der Stadt vor allem wegen seiner Gold- und Schmuckläden einen Besuch wert. Bevor man in den umliegenden Orten Ausschau hält, sollte man Izmir einmal von oben betrachten. Die Festung Kadif Kale (Samtburg) bietet einen großartigen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Für einen kulturellen Tagesausflug von Izmir aus bietet sich das rund 105 km entfernte Bergama an. Die kleine, reizvolle Marktstadt ist vor allem wegen seiner antiken Anlage des antiken Pergamon bekannt. Das antike Prestigeobjekt der Attaliden ist wegen seiner herausragenden Lage auf einer steilen Akropolis heute wohl einer der schönsten Orte der Türkei. Auf dem Höhepunkt der Macht im 2. Jahrhundert v. Chr. konkurrierte die Stadt mit Alexandria als Zentrum der Gelehrsamkeit. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Akropolis mit ihren fünf Königspalästen, die Bibliothek und der Tempel der Athene. Das berühmte Theater ist in einen steilen Berghang hineingebaut. Auch das Asklepieion, eine bemerkenswerte medizinische Stätte unterhalb der Akropolis, ist eine Besichtigung wert. Die offizielle Besichtigung Pergamons beginnt auf dem Oberen Burgberg. Es ist aber auch möglich, zu Fuß durch die obere Altstadt von Bergama zur Serpentinenstraße zu gelangen und von dort dem Pfad auf die Akropolis zu folgen.

Die zweite berühmte Ausgrabungsstätte in der Nordägäis, Troja, liegt ca. 317 km vom Izmir entfernt. Troja ist wohl die bekannteste türkische Ausgrabungsstätte. Dies liegt nur zum Teil an der "Ilias" von Homer (Troja hieß bei den Griechen "Ilion") - insbesondere für Deutsche wurde Troja bekannt duch den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann. Schliemann fand den legendären Schatz des Priamos, der sich heute in russischem Besitz befindet.

Troja besteht aus nicht weniger als neun Siedlungsschichten. Der älteste Bau war eine Burg aus den Jahren 3000-2600 v. Chr. In der zweiten erweiterten Siedlung, die 2300 v. Chr. durch einen Brand zerstört wurde, lebten ca. 3 000 Menschen. Aus dieser Zeit sind wertvolle Funde erhalten, u.a. der Schatz des Priamos. Es folgen Phasen von mehr ärmlichen Siedlungen. Das "Ilion" Homers, in der Schicht 7a, wurde nach 1300 v. Chr. erbaut und um 1200 v. Chr. ebenfalls von einem Feuer vernichtet. Dies stimmt mit der Sage um den Trojanischen Krieg und der Einnahme Trojas von den Griechen überein. Im Anschluss folgten weitere Siedlungen, deren letzte mit dem Goteneinfall 262 n. Chr. zerstört wurde. In dieser letzten Stadt, bei der eine Unterstadt eingegliedert wurde, lebten 40 000 Menschen.

Der Ausgrabungshügel ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, vor Ort sind Schautafeln angebracht, Videos geben eine Einstimmung auf den Rundgang. Die wertvollsten Funde von Troja sind allerdings in den Museen von Istanbul und Çanakkale zu sehen.

Südägäis

An der Südägais liegen die weltberühmten Ruinen von Ephesus, die Städte Priene (mit ihrer fantastischen Lage über der Schwemmlandebene des Büyük Menderes) und Milet mit dem imposanten Theater sowie der Tempel von Didyma. Es gibt aber auch viele traumhafte Sandstrände und einige befinden sich abseits der Touristenzentren, so zum Beispiel die Dotça-Halbinsel, Ören östlich von Bodrum und die Karaburun-Halbinsel. An der Küste entlang ziehen sich außerdem viele kleine Buchten, die wegen fehlender touristischer Infrastruktur noch weitgehend unberührt sind.

Lykien

In der Region Lykien sind neben schönen Stränden hauptsächlich die von dem Volk der Lykier hinterlassenen Gräber sehenswert. In Fethiye, das auch durch seine beeindruckende Lage viele Touristen anzieht, können lykische Felsgräber im Osten der Stadt besichtigt werden. Steinsarkophage sind überall im Ort verstreut zu entdecken. Neben der Kultur kommen im Olympos-Nationalpark zwischen Finike und Antalya auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Er bietet neben den Ruinenstädten Phaselis und Olympos auch das mächtige Massiv des Tahtali Dagi (im Altertum Olympos genannt), dichte Wälder und schöne Meeresbuchten. Wanderer können in der dünn besiedelten Landschaft längere Spaziergänge unternehmen und sich dann an stillen Buchten oder am Strand von Olympos erholen.

Türkische Riviera

Die Südküste zwischen Antalya und Antakya, die auch "Türkische Riviera" genannt wird, bietet Ruinen jeder Größe, u.a. die Ruinen von Termessos, Perge, Aspendos und Side, weite Strände und Bergmassive. Das größte Touristenzentrum der Südküste Antalya ist zugleich eine der größten Städte der Türkei und Wirtschaftmetropole der Region. Sehenswert sind hier die Altstadt mit gut erhaltenen osmanische Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen und das archäologische Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der Antike. Alanya, eine der touristischsten Städte der Türkei, wird gekrönt von dem 250 Meter hohen Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der mittelalterlichen Festungsanlage. Am Westrand des Burgfelsens liegt die Damlatas-Tropfsteinhöhle, die besichtigt werden kann. Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Ab Mersin trifft man vorwiegend türkische Urlauber. Eine Ausnahmen bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten einen Besuch in Antaky, dem früheren Antiochia, nicht versäumen.

Segeln

Die abwechslungsreiche türkische Küste ist mit ihren unzähligen Buchten, Inseln und küstennahen Ruinenstätten für Segler wie geschaffen. Die Küste ist manchmal bis zum Ufer mit Pinien gesäumt, manchmal von schroffen Felsen umgeben.

Besonders zwischen Izmir und Antalya ist die Küste reich an kleinen Buchten und Meeresarmen, die zum Ankern einladen. Die Wassertiefe an der türkischen Küste beträgt allgemein 10-12 Meter, gefährliche Riffe sind auf jeder Seekarte vermerkt.

Windverhältnisse: In der mittleren und südlichen Ägäis weht um die Mittagszeit ein Wind aus nordwestlicher Richtung. Dieser "Meltem" legt sich meist über Nacht. Es gibt selten Tage mit wenig Wind. Im Gebiet des Golfs von Antalya wechseln sich See- und Landbrisen aus süd- bis südwestlicher bzw. nördlicher Richtung ab. Nord- und Westwinde im Frühling, Südwinde im Herbst und Winter.

Auskunft: Verband der Yachtbetreiber (Yat Isletmeleri Dernegi), Eski Cesme Mak. Firkateyn Sok. 37, 48400 Bodrum, Telefon (252)316 23 98, Fax (252) 316 16 01.

Türkische Thermalbäder

Es gibt in der Türkei über 1.000 Thermalquellen. Die größte Thermalschwimmhalle der Türkei liegt zehn Kilometer westlich von Izmir (Balcova). Das Wasser (62°C) ist für Trink- und Badekuren geeignet, wirkt schmerzstillend und krampflösend und hilft bei rheumatischen und gynäkologischen Beschwerden.

Die Quelle von Balikli Cermik, 17 km nordöstlich von Sivas, enthält Fische, die bei Hauterkrankungen, besonders Schuppenflechte, die Haut "säubern". Daneben findet das Wasser Anwendung bei Rheuma und gynäkologischen Beschwerden.

Reisehinweise

Der im Juli 2016 ausgerufene Notstand wurde am 19. Juli 2018 für beendet erklärt. Reisenden wird dennoch geraten, sich von politischen Veranstaltungen und größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass in letzter Zeit in der Türkei auch Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen waren. Gründe hierfür waren häufig nicht nachvollziehbar. Kritische Äußerungen gegenüber der türkischen Regierung in sozialen Netzwerken oder der Verdacht, dass der Betroffene Beziehungen zu einer in der Türkei als terroristisch eingestuften Organisation hat, können Anlass zu einem Strafverfahren sein.

Seit Anfang Februar 2017 wurde zahlreichen Reisenden - auch mehreren deutschen Staatsangehörigen - ohne Angabe von Gründen die Einreise in die Türkei verweigert. Viele der hiervon Betroffenen hatten einen kurdischen oder türkisch-alevitischen Familienhintergrund.

Seit Mitte des Jahres 2015 kam es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Besonders in großen Metropolen ist mit weiteren Anschlägen zu rechnen, die sich auch gezielt gegen Ausländer richten können.

Reisende sollten sich über die Medien zur Entwicklung der Lage informieren und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.

Auch Aufenthalte in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten vermieden werden. Die Benutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sollte auf das erforderliche Maß eingeschränkt werden.

Auch bei Reisen über Land ist erhöhte Vorsicht angebracht.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakir, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin, sowie in die Provinzen Mardin, Sirnak und Hakkari wird dringend abgeraten.

Allgemeine Hinweise:

Das Ausmaß der Gewaltkriminalität ist verhältnismäßig gering, allerdings mit leicht zunehmender Tendenz. Besondere Vorsicht, insbesondere im Umgang mit wenig bekannten Personen und an einsamen Orten ist angebracht.

Auf Wertsachen sollte grundsätzlich immer geachtet werden, besonders beim Verlassen von Fahrzeugen.

Besonders in der Großstadt Istanbul sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen, speziell an belebten Plätzen. Betrugsfälle wurden vermehrt aus dem Stadtteil Beyoglu bekannt, bei denen Touristen zum Abheben großer Summen Bargeld gezwungen wurden.

Laut Informationen der deutschen Botschaft wurden deutsche Staatsbürger in letzter Zeit nach ihrer Rückkehr aus dem Türkei-Urlaub mehrfach Opfer von Betrügereien, indem sie telefonisch unter verschiedenen Vorwänden zur Zahlung von Geldern mit Western Union in die Türkei aufgefordert wurden. Den Betroffenen wird empfohlen, sich in diesen Fällen vorab an die Polizei in Deutschland zu wenden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in der Türkei sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT: In Istanbul kommt es häufig zu Passdiebstählen, Reisepässe und andere Ausweispapiere sollten daher an einer sicheren Stelle verwahrt werden, z.B. im Hotelsafe, während der Reise sollten nur Kopien mitgeführt werden.

ÖFFENTLICHE SICHERHEIT: Politische Stellungnahmen gegenüber der türkischen Regierung sollten unbedingt vermieden werden, ebenso Sympathiebekundungen mit terroristischen Organisationen.

STRAßENVERKEHR: Im Straßenverkehr besteht grundsätzlich ein hohes Unfallrisiko, was bei Dunkelheit noch verstärkt wird (z.B. durch fehlende Beleuchtung). Übernachtungen im Auto sollten nur auf bewachten Park- oder Campingplätzen stattfinden.

FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Fotografien von Personen sollten nur mit deren persönlicher Erlaubnis gemacht werden. Fotografierverbot besteht in unmittelbarer Nähe militärischer Einrichtungen.

In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine Genehmigung des Vakiflar Genel Müdürlügü einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.

RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

DROGEN: Der Besitz oder der Handel von/mit Rauschgift oder Narkotika wird sehr streng bestraft. Es drohen langjährige Gefängnisstrafen, wobei türkische Gefängnisse absolut nicht westeuropäischen Vorstellungen entsprechen.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist verboten in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Einkaufszentren sowie in Sportstadien und Krankenhäusern. Das Verbot gilt ebenso für geschlossene Räume in Restaurants, Kaffeehäusern, Bars und Diskotheken. Im Freien auf einer Terrasse oder im Garten einer Gaststätte darf allerdings nach wie vor geraucht werden. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Strafe von umgerechnet 35 Euro rechnen. Ein auf der Straße weggeworfener Zigarettenstummel kostet 12,50 Euro. Die Einhaltung der Regeln wird landesweit von rund 5.000 Kontrolleuren überwacht.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Georgien

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu einem Jahr. Notwendig ist der mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass oder Personalausweis (Reisepass bei Ein- oder Rückreise über bestimmte Drittstaaten erforderlich!).

Landesdaten

Lage

Georgien grenzt im Norden und Osten an die Russische Föderation; im Südosten an Aserbaidschan; im Süden an Armenien; im Südwesten an die Türkei und im Westen ans Schwarze Meer. Die höchsten Erhebungen Georgiens sind der Kasbek (5.047 m) und der Schchara (5.068 m) im Großen Kaukasus.

Zum Territorium gehören auch die Autonomen Republiken Abchasien, Adscharien und Südossetien.

Fläche: 69.700 km2.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,8 Millionen

Städte:

Tiflis (Tbilisi, Hauptstadt) ca. 1,16 Millionen

Kutaisi ca. 194.700

Batumi (Hauptstadt Adschariens) ca. 124.300

Rustavi ca. 120.800

Suchumi (Hauptstadt Abchasiens) ca. 64.500

Gori ca. 54.600

Poti ca. 47.8100

Sprache

Amtssprache ist Georgisch. Daneben werden je nach Region diverse andere Sprachen gesprochen, unter anderem Aserbaidschanisch, Armenisch, Abchasisch und Ossetisch. Russisch und Englisch werden zum Teil verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden.

Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +2 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Telefon

Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Georgien ist 00995, von Georgien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Georgien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Auch kann sich der Kauf einer georgischen SIM-Karte lohnen. Diese sind unter anderem am Flughafen von Tiflis erhältlich.

Internet

Länderkürzel: .ge

In Tiflis und in anderen größeren Städten gibt es Internetcafés. Zudem bieten viele Hotels und Gästehäuser einen kostenlosen WLAN-Zugang an.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. und 2. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest)

19. Januar (Dreikönigstag; Epiphaneas)

8. März (internationaler Frauentag)

9. März (Muttertag)

6. April (Karfreitag, orthodox)

7. April (Karsamstag, orthodox)

8. und 9. April (Ostern, orthodox)

9. April (Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit)

9. Mai (Tag des Sieges)

12. Mai (Tag des Heiligen Andreas)

26. Mai (Unabhängigkeitstag)

28. August (Mariä Himmelfahrt, orthodox)

14. Oktober (Svetitskovloba, Feiertag zum Gedenken an die erste christliche Kirche in Georgien)

23. November (Tag des Heiligen Georg)

Feiertage 2019:

1. und 2. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest)

19. Januar (Dreikönigstag; Epiphaneas)

3. März (Muttertag)

8. März (internationaler Frauentag)

9. April (Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit)

26. April (Karfreitag, orthodox)

27. April (Karsamstag, orthodox)

28. und 29. April (Ostern, orthodox)

9. Mai (Tag des Sieges)

12. Mai (Tag des Heiligen Andreas)

26. Mai (Unabhängigkeitstag)

28. August (Mariä Himmelfahrt, orthodox)

14. Oktober (Svetitskovloba, Feiertag zum Gedenken an die erste christliche Kirche in Georgien)

23. November (Tag des Heiligen Georg)

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Montag bis Samstag 10-17 Uhr, Lebensmittelgeschäfte haben oft länger geöffnet;

Banken: Montag bis Freitag 9.30-17.30 Uhr (mit Mittagspause);

Büros: Montag bis Freitag 9-18 Uhr (mit Mittagspause).

Geschichte/Politik

Die Griechen gründeten an der georgischen Schwarzmeerküste um 600 v.Chr. mehrere Kolonien; sie nannten die Gegend "Kolches". Im Osten Georgiens hingegen regierten die Perser. Kurz vor der Zeitenwende wurde Georgien römisch. Später dehnte sich das Land unter dem Einfluss einer mächtigen Dynastie - der Bagratiden - gewaltig aus und umfasste im 13. Jahrhundert den ganzen Kaukasus. Doch dann sorgten die Mongolen dafür, dass das Reich wieder zerfiel. 1783 stellte sich Georgien unter die Schutzherrschaft des russischen Zaren. Um 1800 wurde es ein Teil Russlands. 1918, nach der russischen Revolution, wurde Georgien wieder selbstständig. Doch 1921 marschierten sowjetische Truppen ein und ab 1936 war Georgien ein Teil der UdSSR. Nach deren Zerfall erlangte Georgien 1991 wieder die Unabhängigkeit, trat jedoch 1993 der GUS bei. Der Kaukasuskrieg, in dem Russland die Unabhängigkeitsbestrebungen der Gebiete Abchasien und Südossetien unterstützte, führte 2008 zum Austritt Georgiens aus der GUS.

Wirtschaft

Das wirtschaftlich gut funktionierende, einst wohlhabende Land hat durch andere Länder der GUS Probleme bekommen, da jene ihre Abnahmeversprechen für Güterlieferungen nicht einlösen konnten. Früher lieferte Georgien beispielsweise über 90 Prozent des Tees, die die Einwohner der UdSSR verbrauchten. Nun passiert das, was man in Georgien seit Jahrzehnten nicht kannte: Lebensmittel sind zuweilen knapp und die Inflationsrate ist hoch.

Georgien hat zwar Bodenschätze, so gibt es beispielsweise Erdöl und Erdgas aber auch Kohle und einige Metalle, doch die Landwirtschaft ist wichtiger für das Land. Diese muss sich wegen der Agrarstruktur auf Spezialkulturen beschränken: Tee, Tabak, Wein, Zitrusfrüchte, Getreide, Mais und Baumwolle. Die Weidewirtschaft spielt in höheren Lagen eine Rolle. An den Berghängen wird Forstwirtschaft betrieben.

Die Einnahmen durch den Tourismus, der in Georgien sehr gut angelaufen war, lassen gegenwärtig zu wünschen übrig.

Religion

Die Bevölkerung ist mehrheitlich georgisch-orthodox. Ansonsten gibt es Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche, Muslime und eine Minderheit von Juden in Georgien.

Vegetation

Auf rund einem Drittel der Grundfläche Georgiens steht Wald. Im Rioni-Becken findet man sogar eine subtropische Vegetation mit Palmen und Bambussträuchern, Zypressen und Eukalyptus, Lack- und Zitrusbäumen. Einst standen hier Wälder aus Lianen, Eiben und Buchsbaum. Von denen blieben allerdings nur Reste übrig.

Im Osten Georgiens stehen Trockenwälder mit Wacholdersträuchern und Pistazienbäumen, dort breiten sich auch Steppen mit Feder- und Bartgras aus. An den Berghängen wachsen in den tieferen Lagen Mischwälder mit Eichen, Kastanien und Hainbuchen. Höher an den Bergen findet man vor allem Buchen, ab 1.900 m Höhe Nadelholz und Moorbirken. In Höhen über 2.100 m breiten sich alpine Mattenlandschaften aus.

Tierwelt

Unter den Tieren gibt es noch Arten, die man selten findet - Braunbären, Luchse und Wildkatzen. In den Bergen kann man Steinböcke sehen, auch Gemsen und Bezoarziegen. Dort sind auch Bart-, Gänse- und Kuttengeier zu Hause. In tieferen Regionen leben die üblichen europäischen Säugetiere: Hirsche, Rehe, Wildschweine und mit etwas Glück kann man Fasane, Trappen, Reb- und Birkhühner beobachten.

Kulinarisches

In den georgischen Städten, in denen jahrhundertelang Fremde ein- und ausgingen, findet man die außergewöhnlichsten Gerichte auf der Speisekarte, auch manches Asiatische. Die Küche des breiten Landes hingegen ist einfach. Doch weiß man mit Gewürzen, auch mit Paprika und Pfeffer, gut umzugehen. Typisches (es stammt aus der Gegend von Suchumi) ist beispielsweise "Elardschi", eine Art Polenta mit frischem Käse.

Sitten und Gebräuche

In Georgien leben überwiegend orthodoxe Christen, aber auch Moslems. Seit jeher gehören die Georgier zu den hochgebildeten Völkern im Osten. Im Land gibt es 20 Hochschulen, in Tiflis und Batumi zwei Universitäten.

Dennoch blieb eine ganze Reihe von heidnischen Bräuchen erhalten. Ein Beispiel: der sonderbare Kult um den Heiligen Georg (der dem Land den Namen gegeben hat). Jede Familie hat nämlich ihren eigenen Georg. Wenn man zu einem fremden Heiligen Georg betet, so bringt das Unglück.

Souvenirs

Beliebte Souvenirs sind Trinkhörner, Tongeschirr und Strickwaren.

Klimainformationen

In Georgien herrscht in den Küstenregionen mildes Meeresklima, im Landesinneren Kontinentalklima. In den Sommermonaten von Juni bis August können Temperaturen bis zu 40° C erreicht werden. Gelegentlich kommt es vor, dass Temperatur und Luftdruck stark schwanken. Der Winter, der sich üblicherweise auf die Monate von Dezember bis Februar erstreckt, ist in Tiflis und Umgebung nicht wesentlich kälter als in Mitteleuropa. In den Bergregionen wird es hingegen sehr kalt und schneereich.

Beste Reisezeit

Die besten Reisezeiten sind April bis Juni sowie September und Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort keine medikamentöse Prophylaxe. Nur Malaria tertiana (P. vivax).

Verbreitung

Sehr geringes Übertragungsrisiko zwischen Juni und Oktober in südöstlichen Landesteilen.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Lari (GEL)

1 Lari = 100 Tetri.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3,05 GEL

1 US-$ = ca. 2,68 GEL

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Euro oder US-$ in neuen Scheinen und in kleinen Stückelungen empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung im Wert von insgesamt über 30.000 GEL

Ausfuhr Fremdwährung: bis zu maximal 500 US-$ bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, Restaurants und einigen Geschäften in Tiiflis angenommen, außerhalb der Hauptstadt ist die Akzeptanz geringer.

Geldautomat: Ja - in den Städten kann mit Kreditkarten und zum Teil auch mit der Girocard mit Maestro-Logo Geld abgehoben werden. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Auskunftstellen

Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
(0 30) 48 49 07 20
(0 30) 484 90 70
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr,
Konsularabteilung: telefonische Auskunft und Terminvergabe Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr; Besuchszeiten Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr

Georgian National Tourism Administration
4 Sanapiro Str.
0105
Tbilisi /Georgia
(00995 32) 243 69 87
(00995 32) 243 69 99
info@georgia.travel

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

Die Visa- und Konsularabteilung der Botschaft hat folgende Adresse:

Embassy of the Federal Republic of Germany
Visa and Consular Section
David Agmaschenebeli Prospekt 166
0112
Tiflis /Georgien
(00995 32) 291 16 51
(00995 32) 243 53 99
info@tiflis.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Georgien

Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
(0 30) 48 49 07 20
(0 30) 484 90 70
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr,
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Honorarkonsulat von Georgien
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Embassy of the Federal Republic of Germany
c/o Sheraton Metechi Palace Hotel
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Tiflis /Georgien
(00995 32) 244 73 64
(00995 32) 244 73 00
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Amtsbezirk: Republik Georgien

Ärztliche Hilfe

TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.

Sehenswertes

Tiflis

Die Stadt wird schon im vierten Jahrhundert als Festung genannt. 490 trat sie als Hauptstadt an die Stelle der alten Königsmetropole Mtscheta. Tiflis hatte Vorteile von seiner Lage an der Kreuzung der Straße von Zentralasien nach Kleinasien und von Russland nach Persien. Es gab dort einen lebhaften Handelsbetrieb. Die Tifliser Bäder mit ihren Schwefelquellen waren schon damals berühmt.

Tiflis war lange Zeit eine durchaus orientalische Stadt mit seinen luxuriösen Badehäusern und Basaren, die es auch noch heute gibt, allerdings längst nicht mehr so exotisch wie einst. Viele Dichter und Maler liebten die Stadt. Im elften und zwölften Jahrhundert, während des goldenen Zeitalters Georgiens, versammelte die damalige Königin Tamara die besten Künstler und Gelehrten in ihrer Residenz Tiflis. Die Emaille- und Mosaik-Kunst jener georgischen Renaissance zählt zu den größten Leistungen abendländischer Kunst überhaupt.

Seit 1917 hat sich für Tiflis auch der Name "Tbilissi" eingeführt. Das bedeutet auf Deutsch "Die Stadt des warmen Wassers" und bezieht sich auf die Schwefelquellen. Die Georgier benutzen keinen der beiden Namen; sie sprechen einfach von "Kalaki" - das bedeutet "Die Stadt".

Viele Überfälle und Plünderungen bewirkten, dass in Tiflis nur wenige historische Gebäude übrigblieben und die Stadt keine Einheit mehr bildet. Eines der Gebäude, das aus Tiflis Vergangenheit übrigblieb, ist die aus gelbem Stein errichtete Zionskathedrale, die im sechsten Jahrhundert gebaut wurde und in der Königin Tamara mit einem russischen Prinzen getraut wurde. Wenn man alte georgische Architektur sehen will, muss man sich in die Umgebung von Tiflis begeben. In Tiflis gibt es immer noch sehr eindrucksvolle Viertel mit alten orientalischen, gewundenen und steilen Straßen, mit malerischen Häusern, Holzbalkonen und schattigen kaukasischen Platanen.

Zum Mtatsminda, dem "Heiligen Berg", führt eine Seilbahn hinauf. Auf halber Höhe steht das Pantheon, in dem viele russische (nicht nur georgische) Größen begraben liegen. Der Gipfel des Mtatsminda ist als riesiger Park angelegt.

Auf dem Metechi-Hügel stehen zwei historische Bauten: ein Fort aus dem 13. Jahrhundert und eine Kirche. Die Kirche, die schon aus dem fünften Jahrhundert stammt, wurde schon häufig restauriert und zeigt mit ihrem zylindrischen Turm und dem Spitzdach die charakteristische Form georgischer Kultstätten. Unterhalb des Metechi-Hügels liegt das alte Awlabar-Viertel mit einem armenischen und einem persischen Basar.

Mtscheta

In der Nähe von Tiflis, an der sehr schönen georgischen Heerstraße, liegt die frühere Hauptstadt des Königreichs Iberien (wie einst das östliche Georgien hieß). Sie wurde von den Griechen "Armosica" genannt und ist über 3.000 Jahre alt. Dort steht die Sweti-Tschoweli-Kathedrale, die "Kathedrale des Lebensbaums". Sie wurde im vierten Jahrhundert dort errichtet, wo man angeblich das Gewand Jesu Christi fand. Der heutige Bau entstand allerdings erst im 15. Jahrhundert. Mehrere Könige Georgiens liegen hier begraben.

In der Kirche des alten Nonnenklosters Samtawro, die aus dem neunten Jahrhundert stammt, wurde, neben seiner Frau Nana, Mirian bestattet, der erste christliche König Iberiens. Der Weg zur Kirche ist mit Gräbern aus dem zehnten und elften Jahrhundert gesäumt. Auf einem Hügel thront die alte Festung Bebris Tsiche, die zwei Meter dicke Mauern hat. Und ganz in der Nähe liegt das Ausgrabungsgelände von Armazsihe. Hier standen ein antiker Ormus-Tempel und die Residenz der einstigen Fürsten von Mtscheta.

Suchumi

Diese im Norden Georgiens, an der Schwarzmeerküste gelegene Stadt ist die Hauptstadt der Provinz Abchasien, was auf Georgisch "Land der Seele" heißt. Dort kann man sehr gut baden, da das Wasser dort wärmer ist als überall sonst am Schwarzen Meer.

Abchasien ist landschaftlich sehr schön. Seine Hügel sind mit üppiger Vegetation bedeckt und es gibt dort viele subtropische Pflanzen. Hier wird vor allem Tee angepflanzt, aber auch die Seidenraupen- und Bienenzucht sind weit verbreitet. Auch Tabak wird dort in größerem Maßstab angebaut.

Suchumi ist eine der schönsten Städte am Schwarzen Meer - vor allem wegen seiner vielen Grünflächen und Parks mit Palmen, Bambussträuchern und anderen halbexotischen Pflanzen. Man sieht noch heute Bauten aus dem elften bis 13. Jahrhundert. Ein wenig außerhalb liegen die Ruinen einer Festung und eines Schlosses, auch die Überreste eines alten Tempels, eine uralte Brücke und, nicht weit entfernt, Reste der einst berühmten abchasischen Mauer, die im vierten Jahrhundert errichtet wurde und 160 km lang war.

Suchumi hat einen hübschen botanischen Garten, der 1840 gegründet wurde. Hier sieht man 800 verschiedene Baum- und Strauchsorten aus fast allen Winkeln der Erde. Spezialisiert ist man auf Bassins, in denen seltene Wasserpflanzen wachsen. Auch die Kaktus-Sammlung ist sehenswert.

Batumi

Batumi liegt in der breiten Tiefebene der historischen Kolchis, die von klassischen griechischen Autoren häufig beschrieben wurde. Dieses Gelände dicht an der türkischen Grenze, in dem subtropisches Klima herrscht, heißt heute "Adscharien". Der Hauptort Batumi ist eine blendend weiß aufgemauerte Stadt, die im Altertum "Bahys" hieß und im sechsten Jahrhundert zu Byzanz gehörte. Entlang der Küste erstreckt sich zwei km lang ein schöner Strandpark und in der Nähe liegen einige hübsche Badeorte.

Nördlich der Stadt öffnet sich der berühmteste botanische Garten der russischen Länder. Er wurde 1912 angelegt, um zu untersuchen, ob man am Schwarzen Meer tropische Pflanzen heimisch machen kann. Er besitzt zahlreiche Laboratorien und ein hervorragendes Museum mit exotischen Pflanzen und seltenen Baumarten.

Reisehinweise

Konfliktgebiete Südossetien und Abchasien:

Von Reisen nach Abchasien und Südossetien sowie in die unmittelbare Nähe dieser Konfliktgebiete rät das Auswärtige Amt dringend ab. Es ist nicht möglich, Deutschen dort konsularischen Schutz zu geben.

Beide Gebiete stehen nicht unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Sie sind für den internationalen Reiseverkehr gesperrt und können nur mit Zustimmung der georgischen Regierung bereist werden. Einreisen von russischem Staatsgebiet aus werden von Georgien als illegale Grenzübertritte behandelt und streng bestraft.

Übriges Georgien: Im Gegensatz zu den Konfliktgebieten ist die Lage im übrigen Georgien ruhig.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Im Allgemeinen ist Georgien ein sicheres Reiseland. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Diebstahl sollten jedoch beachtet werden.

Die Straßenverhältnisse sind zum Teil sehr schlecht, und es gibt ein erhöhtes Unfallrisiko. Überlandreisen sollten nicht nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Russische Föderation

Einreise für Deutsche

Visum ist notwendig. Weiterhin ist u.a. erforderlich:

- der 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass

- der Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung

Landesdaten

Lage

Die Russische Föderation ist der eigentliche Kernstaat der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten).

Sie liegt im östlichen Teil Europas und im westlichen und nördlichen Teil Asiens. Die Russische Föderation wird im Norden und Nordosten begrenzt durch die Barentssee und das Nordpolarmeer, im Osten durch die Bering-Straße und das Ochotskische Meer.

Im Südosten und Süden hat die Russische Föderation Grenzen mit der Volksrepublik China, Korea-Nord, der Mongolei, Kasachstan, Georgien und stößt weiterhin an das Kaspische Meer und das Schwarze Meer. Seit März 2014 zählt die Russische Föderation auch die Halbinsel Krim am Schwarzen Meer, gegenüber der russischen Taman-Halbinsel, zu ihrem Staatsgebiet.

Im Westen grenzt die Russische Föderation an die Ukraine, Belarus/Weißrussland, Lettland, Estland, Finnland und Norwegen.

Die Russische Exklave Kaliningrad/Königsberg wird im Norden und Osten umschlossen von Litauen, im Süden von Polen und im Westen von der Ostsee.

Fläche: 17.075.400 km² (inklusive Kaliningrad)

Verwaltungsstruktur:

21 Republiken: Adygeya, Altay, Bashkortostan, Buryatiya, Chechnya, Chuvashiya, Dagestan, Ingushetiya, Kabardino-Balkariya, Kalmykiya, Karachaevo-Cherkesiya, Kareliya, Khakasiya, Komi, Mariy El, Mordoviya, Sakha, Severnaya Osetiya-Alaniya, Tatarstan, Tyva, Udmurtiya

9 Regionen ("kray")

46 Verwaltungsregionen ("oblast")

2 autonome Städte (Moskau, St. Petersburg)

1 autonome Region

4 autonome Bezirke

Einwohner

Bevölkerung der Russischen Föderation: ca. 143 Millionen Einwohner.

Städte:

Moskau (Hauptstadt) ca. 11,5 Millionen

St. Petersburg ca. 4,8 Millionen

Nowosibirsk ca. 1,5 Millionen

Jekaterinburg ca. 1,3 Millionen

Nishni Nowgorod ca. 1,3 Millionen

Samara ca. 1,2 Millionen

Omsk ca. 1,2 Millionen

Tscheljabinsk ca. 1,1 Millionen

Ufa ca. 1,1 Million

Kasan ca. 1,1 Millionen

Rostow am Don ca. 1,1 Millionen

Wolgograd ca. 1 Million

Perm ca. 991.500

Krasnojarsk ca. 973.900

Saratow ca. 837.800

Wladiwostock ca. 592.100

Sprache

Die Amtssprache der Russischen Föderation ist Russisch. Daneben existieren die eigenen Sprachen der russischen Republiken sowie mehr als 80 Minderheitensprachen.

Zeitverschiebung

In Russland gibt es keine Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit (2014 wurde letztmalig umgestellt).

Die Zeitumstellung (Ende März bis Ende Oktober) in Europa bewirkt, dass je nach Zeitzone in Russland noch eine Stunde abgezogen werden muss.

Die Russische Föderation liegt in 11 Zeitzonen. Die Spanne der Zeitunterschiede reicht von Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) +1 Stunde im Westen Russlands bis MEZ +11 Stunden im Osten.

KALININGRADER ZEIT +1 Stunde

Kaliningrad und Region

MOSKAUER ZEIT +2 Stunden

Großteil des europäischen Russlands sowie die Autonome Republik Krim (seit 2014 > Russland)

Regionen: Archangelsk - Astrachan - Belgorod - Brjansk - Iwanowo - Jaroslawl - Kaluga - Kirow - Kostroma - Krasnodar - Kursk - Leningrad - Lipezk - Moskau - Murmansk - Nischni - Nowgorod - Nowgorod - Orjol - Pensa - Pskow - Rjasan - Rostow - Saratow - Smolensk - Stawropol - Tambow - Tula - Twer - Uljanowsk - Wladimir - Wolgograd - Wologda - Woronesch

Republiken: Adygeja - Dagestan - Inguschetien - Kabardino-Balkarien - Kalmückien - Karatschai-Tscherkessien - Karelien - Komi - Krim - Mari El - Mordwinien - Nordossetien-Alanien - Tatarstan - Tschetschenien - Tschuwaschien

Autonomer Kreis der Nenzen

SAMARAER ZEIT +3 Stunden

Region: Samara

Republik: Udmurtien

JEKATERINBURGER ZEIT +4 Stunden

Regionen: Perm - Kurgan - Orenburg - Swerdlowsk (Jekaterinburg) - Tjumen - Tscheljabinsk

Republik: Baschkortostan (Baschkirien)

Autonome Kreise: Chanten und Mansen/Jugra (Chanty-Mansijsk) - Jamal-Nenzen

OMSKER ZEIT +5 Stunden

Regionen: Altai - Nowosibirsk - Omsk - Tomsk

Republik: Altai

KRASNOJARSKER ZEIT +6 Stunden

Regionen: Krasnojarsk - Kemerowo

Republiken: Tuwa - Chakassien

IRKUTSKER ZEIT +7 Stunden

Regionen: Transbaikalien - Irkutsk

Republik: Burjatien

JAKUTSKER ZEIT +8 Stunden

Teile von Sacha, Rep.: Jakutsk (Hauptstadt) und alle administrativen Kreise

Region: Amur

WLADIWOSTOKER ZEIT +9 Stunden

Regionen: Primorskij (Primorje) - Chabarowsk - Magadan -Sachalin

Teile von Sacha, Rep.: Oimjakonski - Werchojanski - Ust-Janski

Jüdische Autonome Oblast

SREDNEKOLYMSKER ZEIT +10 Stunden

Teile von Sacha, Rep.: Abyjski - Allaichowski - Momski - Nischnekolymski - Srednekolymski und Werchnekolymski administrative Kreise sowie Sewero

KAMTSCHATKA-ZEIT +11 Stunden

Region Kamtschatka

Autonomer Kreis der Tschuktschen

Stromspannung

In Moskau und in anderen Städten beträgt die Netzspannung in der Regel 220 Volt, 50 Hz.

Telefon/Post

Post

Luftpost benötigt von Moskau und St. Petersburg ca. 10 Tage und mehr, von anderen russischen Städten länger. Wenn man sicher gehen möchte, dass Post auf jeden Fall ankommt, sollte man sie per Einschreiben versenden.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Russische Föderation ist 007. Die Vorwahlen von der Russischen Föderation nach Deutschland sind 8 (Freizeichen abwarten), dann wählt man 1049 und danach die deutsche Ortsvorwahl ohne Null. Analog dazu wählt man nach Österreich nach der 8 (Freizeichen abwarten) 1043 und in die Schweiz 1041. Neben den privaten Telefonanbietern, die auch Kartentelefone anbieten, gibt es staatliche Telefonbüros (meist in der Nähe des Postamtes) sowie Satellitentelefonbüros, die zuverlässigere Verbindungen bieten, aber auch teurer sind. Das Telefonieren vom Hotel aus ist kompliziert und außerdem sehr kostspielig.

NOTRUFNUMMER: 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Russischen Föderation von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ru

Internetanschlüsse stehen in den Hotels und Internetcafés größerer Städte zur Verfügung.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahrstag) sowie vom 2. bis zum 5. Januar (Neujahrsfeiertage)

23. Februar (Tag des Verteidigers des Vaterlandes)

24. Februar (öffentlicher Feiertag)

8. März (Internationaler Frauentag)

9. März (öffentlicher Feiertag)

30. April (öffentlicher Feiertag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

2. Mai (öffentlicher Feiertag)

9. Mai (Tag des Sieges)

11. Juni (öffentlicher Feiertag)

12. Juni (Nationalfeiertag; Tag der Deklaration über die Staatssouveränität)

4. November (Tag der nationalen Einheit)

Orthodoxer Feiertag: 7. Januar (Weihnachten)

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Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahrstag)

2. bis zum 4. Januar (Neujahrsfeiertage)

8. Januar (Neujahrsfeiertag)

23. Februar (Tag des Verteidigers des Vaterlandes)

8. März (Internationaler Frauentag)

1. Mai (Tag der Arbeit und des Frühlings)

2. und 3. Mai (öffentliche Feiertage)

9. Mai (Tag des Sieges)

10. Mai (öffentlicher Feiertag)

12. Juni (Nationalfeiertag; Tag der Deklaration über die Staatssouveränität)

4. November (Tag der nationalen Einheit)

Orthodoxer Feiertag: 7. Januar (Weihnachten)

Bitte beachten: Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, ist der darauffolgende oder ein durch die Regierung festgelegter Werktag arbeitsfrei.

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juni bis Ende August. Weitere typische Ferienzeiten sind die ersten zwei Januar- und die ersten zwei Maiwochen. Aber auch die Tage vor und nach offiziellen Feiertagen werden gern für Kurzurlaube benutzt.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do ca. 9.30-17 Uhr, Fr ca. 9.30-16 Uhr (oft ohne Mittagspause);

Post: Mo bis Fr 8-20/21 Uhr, Sa, So und an Feiertagen kürzere Öffnungszeiten, in Großstädten oft rund um die Uhr geöffnet;

Geschäfte: Lebensmittelläden in der Regel die ganze Woche von 9-22/23 Uhr, oft ohne Mittagspause. In Großstädten gibt es auch Supermärkte bzw. kleinere Geschäfte (Kioske), die rund um die Uhr geöffnet haben. Kaufhäuser und Shopping Malls oftmals Mo bis So 10/11-20/21/22 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9/10-17/18 Uhr, üblicherweise mit einer Stunde Mittagspause ab 13 Uhr;

Behörden: Mo bis Fr 8/9-17 Uhr, in der Regel mit einer Stunde Mittagspause, oft ab 13 Uhr.

Kleidung

Im Sommer (Juni bis August) sollte man normale Sommerkleidung dabeihaben. Im Frühjahr und Herbst sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Außerdem braucht man unbedingt eine Regenjacke oder einen anderen Regenschutz. Im Winter sollte man warme Wollsachen, warme Wintermäntel und gefüttertes, wasserunempfindliches Schuhwerk mitnehmen. Eine warme Kopfbedeckung ist unbedingt notwendig. Dies gilt allerdings nicht für die subtropischen Gebiete am Schwarzen Meer.

Geschichte/Politik

Im sechsten nachchristlichen Jahrhundert kamen Ostslawen in die russische Tiefebene. Um die Jahrtausendwende übernahm man aus Byzanz die christliche Lehre. Im elften Jahrhundert zeigte Kiew (in der benachbarten Ukraine) alle Möglichkeiten fürstlicher Machtentfaltung. Diese feudale Pracht verschwand, als im 13. Jahrhundert die Mongolen ins Land kamen und bis ins 15. Jahrhundert Tribut forderten. Die Stämme im Südwesten Russlands stellten sich daraufhin unter fremden Schutz. So bildeten sich zwei neue Völker heraus: das weißrussische (Belarus) und das ukrainische.

Im Nordosten hingegen formierte sich aus vielen einzelnen Stämmen das Großrussentum. Es hatte seine Zentrale lange Zeit im Osten des Reiches, in Nowgorod. Erst im 14. Jahrhundert übernahm Moskau diese Rolle. Im 15. Jahrhundert befreiten sich die Russen von den Tataren. Im 16. Jahrhundert baute Zar Ivan der Schreckliche als Alleinherrscher die russische Macht aus, eroberte Kasan und Astrachan sowie große Teile von Sibirien. Im 17. Jahrhundert gewannen die Russen auch im Westen Land. Peter der Große versuchte zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Russland in Richtung Westen zu orientieren. Neue Hauptstadt wurde St. Petersburg.

Russland wurde nun eine Großmacht und spielte in der europäischen Politik ebenso mit wie im außenpolitischen chinesischen Machtgefüge. 1917 setzte die Februar-Revolution dem Zarenreich ein Ende. 1922 wurde die UdSSR gegründet und 1934 in den Völkerbund aufgenommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die UdSSR den inzwischen geschaffenen großen Ostblock zu halten.

1991 begann die Auflösung der UdSSR, die "Gemeinschaft der Unabhängigen Staaten" (GUS) mit Russischer Föderation, Weißrussland und Ukraine wurde gegründet. Bald darauf schlossen sich die Staaten Aserbaidschan, Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Moldau, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan an. Nicht in der GUS-Gemeinschaft ist Georgien.

Mitte März 2014 hat die Schwarzmeerhalbinsel Krim offiziell ihre Unabhängigkeit von der Ukraine nach einem Referendum ausgerufen, Russland wiederum die Krim als Teil der Russischen Föderation anerkannt. Die Ukraine betrachtet die Krim dagegen nach wie vor als eine autonome Republik und Bestandteil ihres Staatsgebiets, weltweit wird der Beitritt der Halbinsel zu Russland ebenso nicht anerkannt.

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist noch im Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft. Problematisch ist, dass die ehedem amtlich verordneten Abnahmequoten innerhalb der ehemaligen UdSSR nicht mehr existieren, viele Produkte aber auch im Ausland keine Nachfrage finden.

Russland hat viele Bodenschätze - von der Steinkohle über das Eisenerz zu Stahlveredlern (beispielsweise Vanadium); man findet sie sowohl im Ural als auch in Westsibirien. Erdöl und Erdgas gibt es im Wolgagebiet, im Ural, in Nordkaukasien und in Westsibirien. Russland steht auf dem dritten Platz in der weltweiten Konkurrenz der erdölfördernden Länder. Auch Gold und Diamanten werden gewonnen. Entsprechend der Bodenschätze haben die Eisen- und die Stahlindustrie sowie der Maschinenbau große Bedeutung, daneben auch die chemische und petrochemische Industrie.

Nur etwa 13 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt; dort wird vor allem Getreide angebaut, aber auch Zuckerrüben und Gemüse gedeihen. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im europäischen Russland. Dort züchtet man auch Rinder und Schweine. Beim Holz gehört Russland zu den größten Produzenten der Erde, 45 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Probleme der Landwirtschaft sind mangelnde Produktivität, zu wenig Produktionsmittel, Schwierigkeiten bei Transport und Lagerung.

Der Tourismus konzentriert sich auf die Städte Moskau und St. Petersburg, auf die Schwarzmeerküste und den westlichen Kaukasus.

Religion

72 Millionen orthodoxe Christen, 13 Millionen Muslime (hauptsächlich im Gebiet von Ural und Wolga), 1 Million Katholiken, 1 Million Buddhisten (Südsibirien), 0,5 Millionen Juden sowie Protestanten und weitere Minderheiten.

Vegetation

Im russischen Norden erstreckt sich weithin die Tundra. Auf Frostböden wachsen Moose, Flechten und Kräuter, in den südlicheren Teilen der Tundra auch niedrige Gehölze wie Zwergbirken und Zwergweiden.

Weiter südlich erstreckt sich die Waldtundra mit Birken, Lärchen und Kiefern; diese geht in die Taiga über, die das weltweit größte Waldgebiet darstellt. Hier wachsen Fichten, Tannen und Lärchen, Arven und Kiefern. Weiter in Richtung Süden trifft man im europäischen Teil Russlands auf die Taiga, einen Mischwald mit Birken und Eichen, Buchen und Linden, Ahorn und Fichten. Östlich des Ural stehen meist Birken.

Südlich der Taiga liegt ein breiter Steppengürtel, der zuerst Baumsteppe, dann Grassteppe ist. Die Grassteppe besitzt äußerst fruchtbare Böden. Sie gehören zu den wertvollsten in Russland. Deshalb ist ein großer Teil der Steppe in Äcker umgewandelt worden.

Tierwelt

Im Norden Russlands, an der Küste, ziehen sich polare Regionen hin. Dort sind Walrosse und Robben, Eisbären und viele Seevögel zu Hause. Südlich davon, in der Tundra, trifft man auf Polarfüchse und Schneehasen, Murmeltiere und Lemminge sowie auf Schneehühner. Während des Sommers kommen von Süden auch Rentiere und Wölfe in diese Gegend sowie sehr viele Vögel. Weiter südlich, in der Taiga, sind während der übrigen Jahreszeit Elche und Wölfe zu Hause. Außerdem findet man dort Luchse, Silber- und Blaufüchse, Fischotter und Zobel sowie die zahlreichen Vertreter der mitteleuropäischen Tierwelt; Hasen, Rot- und Schwarzwild, Eichhörnchen, aber auch Biber. In der Gegend vom Amur lebt noch der sehr selten gewordene Sibirische Tiger.

Weiter südlich, wo es in die Steppen geht, hat die Tierwelt durch die bäuerliche Landnutzung sehr abgenommen. Immerhin leben hier noch Lemminge und Murmeltiere, Wiesel und Hamster, vereinzelt auch Wölfe, Steppenfüchse sowie der Steppen- und der Tigeriltis, der Dachs und der Nerz. Die Seiga-Antilope, die fast ausgerottet war, ist inzwischen streng geschützt.

Kulinarisches

In Russland wird traditionell sehr fett und süß gegessen. Auf den richtigen Vitamingehalt, Ausgewogenheit und Kalorienmenge wird kaum geachtet. Obst und Gemüse stehen nicht im Vordergrund, dafür gehören Kohl und Kartoffeln fast immer zum Mittagessen. Sehr beliebt sind in Russland selbst gesammelte Pilze und Beeren.

Zum Frühstück isst man oft Kascha (Haferbrei), Reis mit Milch und Zucker, Eier, Blinis (gerollte Buchweizenpfannkuchen) oder auch heiße Würstchen und Kartoffeln mit Fleischsauce. Zum Trinken gibt es Trinksahne, Kefir, Kaffee oder Tee.

Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit der Russen und wird zwischen 14 Uhr und 15 Uhr gegessen. Es besteht häufig aus zwei Gerichten. Das erste ist Suppe, oft Tomaten-, Kohl- oder Rote-Bete-Suppe, das zweite Gericht bilden Fleisch, Kartoffeln und Salat.

Als beliebte russische Speisen gelten auch Pelmeni (Teigtaschen, gefüllt mit drei Sorten Fleisch oder mit Lachs), Piroschki (Hefekuchen, gefüllt mit Kohl, Fleisch, Pilzen oder Fisch) und Okroschka (eine auf Kwas basierende Kaltsuppe mit Gurken, gekochten Eiern und Zwiebeln). Befstroganow (geschnetzeltes Rindfleisch mit Champignons und Zwiebeln), Schaschlik und Fischgerichte, wie Stör, Lachs oder Zander, gelten als typische Hauptgerichte.

Zum Nachtisch sind vor allem Eis und süße Gebäckstückchen empfehlenswert.

Die in Moskau servierten Weine stammen meist aus Georgien, wie der Mukusani, ein voller Rotwein, oder der Zinandali, ein trockener Weißwein. Beim Bier sollte man sich besser an die Importware halten. Tee aus dem Samovar ist die empfehlenswerte Alternative zum unüblichen Kaffee, der am ehesten in den internationalen Hotels so schmeckt, wie ein Kaffeetrinker es erwartet. Nationalgetränk ist der Wodka, der bei so ziemlich jeder Gelegenheit getrunken wird. Das "Wässerchen" mit 40 bis 45 Prozent Alkohol ist das Lebenselixier der Russen. Russen trinken Wodka pur ohne Eis und immer mit einem Trinkspruch "Hinuntergestürzt". Der erste Wodka wird vor dem Beginn der Mahlzeit getrunken.

Kwas, russisches Brotbier, ist seit 1056 bekannt und neben Wodka ebenfalls ein Nationalgetränk in Russland. Es wird in allen russischen Städten für ein paar Kopeken aus großen gelben Fässern abgezapft, es wird aber auch in Flaschen angeboten. Geschmacksvarianten sind Apfel-, Kirsch-, Honig- oder auch Bojaren-Kwas.

Sitten und Gebräuche

In Russland leben über hundert Völker beisammen, die sich - neben der russischen Amtssprache - in einer Vielzahl von Idiomen verständigen.

In Städten oder größeren Orten gilt allgemein: Man ist von alters her ziemlich konservativ, bei der Kleidung, und besonders im gegenseitigen Umgang (sofern noch nicht viel Wodka getrunken wurde). Titel hört man gern, Höflichkeit wird sehr geschätzt.

Besondere Rituale gelten beim Wodka-Trinken in Gesellschaft. Da muss, um unmittelbar nachspülen zu können, neben dem Wodka-Glas ein zusätzliches Getränk bereitstehen (Mineralwasser oder Bier). Ein handfester Imbiss gehört dazu: Gurken, Käse, Wurst. Und dann wird Wodka nur nach einem Toast (auf Russisch: "Tost") und ausschließlich mit einem einheitlichen, gemeinsamen Schluck getrunken.

Souvenirs

In vielen russischen Orten lebt die Tradition des alten Kunstgewerbes noch. Beispiele: Archangelsk, wo man nach wie vor Holz- und Beinschnitzereien, aber auch Geschenke aus Rentierfell herstellt. In Perm werden Schmuck- und Halbedelsteine, die im Ural gefunden wurden, geschnitten und geschliffen. In Jaroslawl versteht man sich auf Silberschmuck, in St. Petersburg auf kleine Puppen. Da gibt es auch die Babuschkas, hohle bunte Holzpüppchen unterschiedlicher Größe, bei denen man eine in die andere hineinstecken kann. Die Möglichkeiten, Souvenirs zu finden, gehen noch viel weiter; in den Städten kann man alle diese Kleinigkeiten kaufen.

Klimainformationen

Von Nord nach Süd ist ein Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen erkennbar.

Im europäischen Teil der Russischen Föderation ist der Sommer, der üblicherweise von Juni bis einschließlich August dauert, warm, und man kann zu dieser Zeit mit viel Sonnenschein rechnen. Gelegentlich kommt es zu Regenfällen. Die durchschnittlichen Temperaturen betragen zu dieser Jahreszeit etwa 17 bis 26°C. Ein sehr angenehmer Monat ist der September. Im Frühling und Herbst ist es kühl.

Im Winter, der in der Regel von November bis März dauert, gibt es Schnee und Frost. Die Temperaturen schwanken zu dieser Jahreszeit zwischen etwa -17 und -1°C. In einigen Regionen der Russischen Föderation sinkt das Thermometer auf Temperaturen von -30°C . Die Kälte ist jedoch meist trocken und deshalb auch leichter zu ertragen. In den südwestlichen Landesteilen sinkt die Temperatur selbst im Januar selten unter 0°C.

Am Schwarzen Meer dauert die Badesaison bei angenehm warmen Temperaturen von Mai bis Oktober; die Temperaturen liegen in den Monaten Dezember bis Februar bei 7 bis 10°C.

Der Norden des europäischen Teils der Russischen Föderation sowie Sibirien und der asiatische Teil der Russischen Föderation haben kurze, nicht übermäßig heiße Sommer, jedoch kalte, sehr lange Winter (5 bis 7 Monate, Temperaturen im Januar teilweise -45 bis -17°C).

Beste Reisezeit

Den europäischen Teil und die südlichen Gebiete der Russischen Föderation, wie z.B. die Region am Schwarzen Meer, bereist man am besten von Mai bis Oktober, in den nördlichen Gebieten ist es in den Sommermonaten am angenehmsten.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, regional FSME,

zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Russische Föderation ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

MOSKAU: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Wolfgang Luster, Moskau, Tel. (0495) 939 92 69, 939 91 07;

ST. PETERSBURG:Prof. Dr. A. Storozchenko (spricht Englisch), Udelny Prospect 22,, St. Petersburg, Tel. (0812) 553 21 01;

JEKATERINBURG:Gebietskrankenhaus Nr. 1, Dr. Oled Beliaev (spricht Deutsch), Wolgogradskaja Str. 165,, Jekaterinburg, Tel. (03432) 28 44 10;

NOVOSIBIRSK:Kranoobsk Bezirkskrankenhaus, Hr. Ortwin Iwanowitsch-Bergen (spricht Deutsch), Novosibirsk, Tel. (03832) 48 02 53;

NISHNIJ NOWGOROD:State Regional Hospital, Dr. V. Zagainov, Rodionova Street 190,, Nishnij Nowgorod, Tel. (08312) 38 95 59;

PERM:Klinik für Kardiologie, Dr. S. Tchazov, Lunatcharskogo Str. 95,, Perm, Tel. (03422) 34 86 74;

SAMARA:Dr. A. Pismenny, 443068 Novo-Saqdovaya Str. 154,, Samara, Tel. (08462) 35 15 91.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Rubel (Rbl)

1 Rubel = 100 Kopeken.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 75,88 Rbl

1 US-$ = ca. 66,63 Rbl

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - wenn bei der EINFUHR alle Devisen, Rubel, Reiseschecks sowie Wertpapiere den Wert von 10.000 US-$ überschreiten. Ein Exemplar des Deklarationsformulars muss für die Ausreise aufbewahrt werden (siehe Hinweis "bei AUSREISE").

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Schriftliche Deklaration bei der AUSFUHR von Beträgen (Landes- und Fremdwährung) über 3.000 US-$ notwendig. Bei Beträgen über 10,000 US-$ (Summe aller Devisen, Rubel, Reiseschecks und Wertpapiere) ist die Vorlage des bei Einreise ausgefüllten Deklarationsformulars notwendig.

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Bei Verdacht auf Devisenschmuggel kann neben der Konfiszierung des Devisenbetrags und einer Geldstrafe eine mehrmonatige Haftstrafe drohen.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Direktzahlungen in Devisen sind nicht erlaubt. Die oft in US-$ angegebenen Preise werden zum Tageskurs in Rubel verlangt. Für den Umtausch sollten nur druckfrische Scheine mitgeführt werden. Es sind für manche Dienstleistungen (z.B. auch Trinkgeld) Devisen in kleinen Scheinen notwendig. Geld und Reiseschecks sollten nur in zugelassenen Banken oder Wechselstuben umgetauscht werden. Jeder Geldwechsel muss auf dem Deklarationsformular vermerkt werden, und alle Quittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja (American Express, Diners Club, Visa, EuroCard/MasterCard) - werden in größeren Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert. Einzelheiten sind vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte erhältlich. Reisende sollten bei der Bezahlung mit Kreditkarte den Reisepass vorweisen können, da es häufig zu Betrügereien im Zusammenhang mit Kreditkarten kommt. In ländlichen Gebieten ist nur Bargeldzahlung möglich.

Geldautomat: Ja - an den Geldautomaten kann man mit Kredit- oder Bankkarte Bargeld abheben. Man sollte sich jedoch nicht ausschließlich auf Geldautomaten verlassen, sondern zur Sicherheit grundsätzlich einen für einige Tage reichenden Bargeldvorrat besitzen. Da es in der Vergangenheit zu Fällen von Missbrauch von Kredit- oder Bankkarte durch manipulierte Geldautomaten gekommen ist, wird beim Einsatz der Karte zu Vorsicht geraten. Reisende sollten sich vergewissern, dass die Automaten nicht manipuliert wurden, und sicherstellen, dass sie bei der Eingabe des PIN-Codes nicht beobachtet werden.

Reiseschecks: Ja - können jedoch nur selten eingelöst werden.

Rücktausch: ist schwierig.

Auskunftstellen

Russia Federal Agency for Tourism
Myasnitskaya Ulitsa 47
101990
Moskau /Russische Föderation
(007) 495 607 76 80, 495 607 36 57
www.ahk.de
rustourism@ropnet.ru

German Industry and Commerce in the Russian Federation
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
1. Kasatschi per. 7
119017
Moskau /Russische Föderation
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
c/o APK Worldwide Courier GmbH
Desenissstraße 54
22083 Hamburg /Deutschland
(007) 495 234 49 51
(007) 495 234 49 50
www.ahk.de
ahk@russland-ahk.ru

Representation of the Chamber of Commerce
in Kaliningrad
Vertretung der Handelskammer in Kaliningrad
Prospekt Mira 49/51
236000
Kaliningrad /Russische Föderation
Reisedienst von Rahden, Ostabteilung
f. Handelskammer Hamburg
Heidkamp 49
28790 Schwanewede
(007 4012) 95 42 36
(007 4012) 95 55 44, 95 44 90
www.hkhamb-ahk-kaliningrad.com
service.hk24@gmail.com

German-Russian Chamber of Commerce
Business-Centrer "Nevsky 68", 3. Etage
Nevsky Pr. 68a, Liter A
191025
St. Petersburg /Russische Föderation
German-Russian Chamber of Commerce
P.O. Box 109 WP 1631
53501 Lappeenranta/Finnland
(007) 812 332 14 16
(007) 812 332 14 15
www.hkhamb-ahk.spb.ru
info@petersburg-ahk.ru; altmann@petersburg-ahk.ru

Botschaften und Konsulate

Konsularabteilung der Botschaft der
Russischen Föderation
Behrenstraße 66
10117
Berlin
Konsularabteilung der Botschaft der
Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
(0 30) 22 65 19 99
(0 30) 22 65 11 84
www.russische-botschaft.de
infokonsulatberlin@gmail.com
Mo bis Fr 9-13 Uhr
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Charlottenstraße 62, 1.OG
10117
Berlin
(0 30) 22 19 57 53
www.russische-botschaft.de
info.rusberlin@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Waldstraße 42
Bad Godesberg
53177
Bonn
Generalkonsulat der Russischen Föderation
Postfach 20 02 08
53177 Bonn
(02 28) 31 21 64
(02 28) 386 79 31
bonn.russische-botschaft.de
info@ruskonsulatbonn.de; visa@ruskonsulatbonn.de
Mo bis Fr 8.30-13.30 Uhr

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Burgstraße 54, 1.OG
53177
Bonn
(02 28) 28 60 95 20
www.russische-botschaft.de
info.rusbonn@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Honorarkonsulat der Russischen Föderation
E.ON-Platz 1

40479
Düsseldorf
(02 11) 45 79 54 01
(02 11) 45 79 54 00
bonn.russische-botschaft.de
honorarkonsulat-russland-nrw@uniper.energy
Mo bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Oeder Weg 16-18
60318
Frankfurt/Main
Generalkonsulat der Russischen Föderation
Eschenheimer Anlage 33/34
60318 Frankfurt/Main
(0 69) 59 67 45 05
(0 69) 430 08 26 11
bonn.russische-botschaft.de
visa@ruskonsulatfrankfurt.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Schumannstraße 27 EG
60325
Frankfurt
(0 69) 20 17 18 36
www.russische-botschaft.de
info.rusfrankfurt@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Baden-Württemberg, Hessen

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Am Feenteich 20
22085
Hamburg
(0 40) 229 77 27
(0 40) 229 52 01, 229 53 01
mail@generalkonsulat-rus-hamburg.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Kanalstraße 12, EG
22085
Hamburg
(0 40) 226 34 66 99
(0 30) 30 80 92 96 > Callcenter
www.russische-botschaft.de
info.rushamburg@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein


Honorarkonsulat der Russischen Föderation
Hohenzollernstraße 26
30161
Hannover
(05 11) 98 63 10 81
(05 11) 98 63 10 80
bonn.russische-botschaft.de
niedersachsen@honorarkonsulrus.com
Mo, Di, Do 9-12 Uhr, Fr 14-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Turmgutstraße 1-3
04155
Leipzig
(03 41) 564 95 89
(03 41) 585 18 76, 590 29 23
rusgenkon_leipzig@t-online.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr


Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Lutzowstraße 11, 2.OG
04155
Leipzig
(03 41) 25 07 70 69
www.russische-botschaft.de
info.leipzig@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Sachsen, Thüringen

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Maria-Theresia-Straße 17
81675
München
(0 89) 550 38 28
(0 89) 59 25 03 (Mo bis Fr 9-13 Uhr)
ruskonsmchn@t-online.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Unsöldstraße 2, EG
80538
München
(0 08) 91 21 92 14
www.russische-botschaft.de
info.rusmunich@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Bayern

Honorarkonsulat der Russischen Föderation
Am Plärrer 14
90429
Nürnberg
(09 11) 530 77 63
(09 11) 530 77 62
bonn.russische-botschaft.de
hkrf@knauf.de
Mo, Di, Mi, Fr 9-13 Uhr nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)
(nur Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie Oberpfalz)

Honorarkonsulat der Russischen Föderation
Leitzstraße 45
70469
Stuttgart
(07 11) 93 30 73 33
(07 11) 93 30 73 00 (Mo bis Fr 10-12 Uhr)
bonn.russische-botschaft.de
honorarkonsul@mangoldconsulting.com
Mo bis Fr 10-11 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Uliza Mosfilmowskaja 56
(Consular Section: Leninski Prospekt 95a
119313 Moskau)
119285
Moskau /Russische Föderation
(007) 495 936 21 43
(007) 495 937 95 00
www.deutschebotschaft-moskau.ru
Amtsbezirk:
- Republik Adygeja, Dagestan, Inguschetien, Kabardino-Balkarien, Kalmückien, Karatschai-Tscherkessien, Mari El, Mordwinien, Nordossetien-Alanien, Tatarstan, Tschetschenien, Tschuwaschien, Udmurtien
- Moskau
- Verwaltungsregion Krasnodar, Stawropol
- Verwaltungsgebiet Astrachan, Belgorod, Brjansk, Iwanowo, Jaroslawl, Kaluga, Kirow, Kostroma, Kursk, Lipezk, Moskau, Nischnij Nowgorod, Orjol, Pensa, Rjasan, Rostow, Samara, Saratow, Smolensk, Tambow, Tula, Twer, Uljanowsk, Wladimir, Wolgograd, Woronesch

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfsglobal.com/germany/russia/german/

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Uliza Kuibyschewa 44
(World Trade Center)
620026
Jekaterinburg /Russische Föderation
(007) 343 351 13 25
(007) 343 351 13 00
www.deutschesgeneralkonsulat-saratow.ru
Amtsbezirk:
- Republik Baschkortostan
- die Verwaltungsregion Perm
- die Verwaltungsgebiete Chelyabinsk, Kurgan, Orenburg, Swerdlowsk, Tjumen
- die autonomen Verwaltungsbezirke Jamal-Nenzen, Jugra (Autonomer Bezirk der Chanten und Mansen)

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfsglobal.com/germany/russia/german/

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Uliza Telmana 14
236008
Kaliningrad /Russische Föderation
(007) 4012 92 02 28
(007) 4012 92 02 30
www.deutschesgeneralkonsulat-nowosibirsk.ru
Amtsbezirk: Kaliningrad

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany
Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Proyezd Mirny, 16, Claas
350039
Krasnodar /Russische Föderation
(007) 861 214 10 25
(007) 861 214 10 22
www.deutschebotschaft-moskau.ru
krasnodar@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Krasnodar und Stawropol sowie das Gebiet Rostow am Don
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Moskau

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Krasnyj Prospekt 28
630099
Nowosibirsk /Russian Federation
(007) 383 210 63 02
www.deutschesgeneralkonsulat-nowosibirsk.ru
Amtsbezirk:
- Republiken Altai, Burjatien, Chakassien, Sacha (Jakutien), Tuwa
- Verwaltungsregionen Altai, Chabarowsk, Kamtschatka, Krasnojarsk, Primorje und Transbaikal
- Verwaltungsgebiete Amur, Irkutsk, Kemerowo, Magadan, Nowosibirsk, Omsk, Sachalin, Tomsk
- Autonome Gebiete und autonome Verwaltungsbezirke: Autonomer Bezirk der Tschuktschen sowie Jüdisches autonomes Gebiet

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VFS Global, Internet: www.vfsglobal.com/germany/russia/german/

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Furschtatskaja uliza 39
191123
St. Petersburg /Russian Federation
(007) 812 327 31 17
(007) 812 320 24 00
www.deutschesgeneralkonsulat-stpetersburg.ru
Amtsbezirk:
- Republiken: Karelien, Komi
- St. Petersburg
- Verwaltungsgebiete Archangelsk, Leningrad, Murmansk, Nowgorod, Pskow, Wologda
- Autonomer Bezirk der Nenzen

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfsglobal.com/germany/russia/german/

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany
Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Admirala Kusnezowa 53/81
690037
Wladiwostok /Russische Föderation
(007) 4232 30 01 55
(007) 4232 52 66 69
www.deutschebotschaft-moskau.ru
info@zahar.ru
Amtsbezirk: Verwaltungsregion Primorje

Ärztliche Hilfe

MOSKAU: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Wolfgang Luster, Moskau, Tel. (0495) 939 92 69, 939 91 07;

ST. PETERSBURG:Prof. Dr. A. Storozchenko (spricht Englisch), Udelny Prospect 22,, St. Petersburg, Tel. (0812) 553 21 01;

JEKATERINBURG:Gebietskrankenhaus Nr. 1, Dr. Oled Beliaev (spricht Deutsch), Wolgogradskaja Str. 165,, Jekaterinburg, Tel. (03432) 28 44 10;

NOVOSIBIRSK:Kranoobsk Bezirkskrankenhaus, Hr. Ortwin Iwanowitsch-Bergen (spricht Deutsch), Novosibirsk, Tel. (03832) 48 02 53;

NISHNIJ NOWGOROD:State Regional Hospital, Dr. V. Zagainov, Rodionova Street 190,, Nishnij Nowgorod, Tel. (08312) 38 95 59;

PERM:Klinik für Kardiologie, Dr. S. Tchazov, Lunatcharskogo Str. 95,, Perm, Tel. (03422) 34 86 74;

SAMARA:Dr. A. Pismenny, 443068 Novo-Saqdovaya Str. 154,, Samara, Tel. (08462) 35 15 91.

Sehenswertes

Moskau

Moskau, die Hauptstadt und die größte Stadt Russlands, liegt im Herzen des europäischen Teils der Russischen Föderation. Sie hat sich seit dem 12. Jahrhundert - mit Unterbrechungen - zu einem der einflussreichsten Machtzentren der Erde entwickelt. Die Stadt ist heute gleichermaßen der Mittelpunkt des russischen Lebens für Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch die russisch-orthodoxe Kirche hat ihr Zentrum in Moskau.

In den letzten Jahren hat sich die Stadt stark ausgebreitet, so dass der relativ kompakte Kern heute von endlos scheinenden Hochhaus-Vorstadtlandschaften umschlossen wird. Die Stadtgrenze der sowohl flächen- als auch einwohnermäßig größten Stadt Russlands wird durch eine 109 Kilometer lange Stadtautobahn markiert.

Auch wenn Moskau wegen seiner Größe (fast 1.000 Quadratkilometer) und der für die meisten Besucher aus Deutschland unverständlichen Sprache recht unübersichtlich erscheint, kann man sich doch zurechtfinden und viel sehen und erleben. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen dicht innerhalb des Garten- und des Boulevardrings, der in etwa der alten Stadtmauer entspricht. Die Attraktionen reichen von historischen Schätzen über atemberaubende Sammlungen und Ausstellungen bis hin zu einem breiten architektonischen Reichtum, der an Palästen, Kathedralen, Kirchen und Kapellen sichtbar wird. Über 80 Museen, zum Teil mit Exponaten von Weltrang, vermitteln einen einmaligen Einblick in die Geschichte und Kultur Russlands. Den Kreml, den Roten Platz mit der Basiliuskathedrale und dem Lenin Mausoleum, das Puschkinmuseum für Bildende Künste, die Tretyakov Galerie sowie das Kaufhaus GUM sollte man sich als Besucher nicht entgehen lassen.

Die Moskauer U-Bahn ist nicht nur sehr zuverlässig, sondern bietet mit ihren Bahnhöfen auch einmalige Kunstwerke mit Leuchtern, Skulpturen und schönen Mosaiken. Auch in den mit der U-Bahn erreichbaren Vorstädten Moskaus gibt es noch überraschend viele Sehenswürdigkeiten, beispielsweise die Wehrklöster, von denen das Neue Jungfrauenkloster eines der beeindruckendsten ist.

Daneben bietet Moskau ein reiches kulturelles Leben mit Oper und Ballett, die weltweit einen hervorragenden Ruf genießen und einen jeden Moskaubesuch krönen. In den grünen Oasen der Stadt wie dem Gorki, Ismailowo- und Siegespark kann man sich von den anstrengenden Besichtigungstouren, fernab der Hektik der Stadt, erholen.

Aller Prunk und alle Pracht können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Moskau mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Für Touristen spürbar ist, dass Moskau eine der ökologisch besonders belasteten Städte der Welt ist. Die Luftverschmutzung übersteigt in Moskau die zulässigen Grenzwerte um das Mehrfache. In den Sommermonaten liegt fast immer eine Smogkappe über der Stadt.

St. Petersburg

Russlands zweitgrößte Stadt gehört zu den attraktivsten der Welt - vor allem durch die Harmonie ihrer architektonischen Ensembles, von denen viele nach dem Zweiten Weltkrieg sorgsam restauriert wurden. Die Schönheit der Plätze, Palais und Parks ist so faszinierend wie die Sammlungen von Kleinodien der Weltkultur in den zahlreichen Museen. St. Petersburgs berühmtester Bau ist der Winterpalast von 1762, ein barockes Meisterstück der Architektur. Hier residierten Russlands Zaren. Heute findet man im Palast die nicht minder berühmte Eremitage, Russlands bedeutendstes Museum und eines der besten in der Welt. 8000 Gemälde kann man hier sehen - und zwei Millionen andere Schaustücke. Ganz in der Nähe beginnt der Newsky-Prospekt, die viereinhalb Kilometer lange Hauptverkehrsstraße mit ihren vielen prächtigen Bauten. Dies ist die eigentliche City von St. Petersburg.

In der Umgebung gibt es eine Reihe prächtiger Schlösser und Landsitze, darunter den sehr gut restaurierten Peterhof, das ebenfalls restaurierte Schloss Pawlowski mit seinem ausgedehnten Landschaftspark und die Sommerresidenz der Zarin, den Katharinenpalast.

Wladimir

Eine sehr gute Möglichkeit, Geschichte und Kultur des alten Russland kennenzulernen, bieten die Städte des sogenannten "Goldenen Rings" nordöstlich von Moskau: Wladimir, Susdal, Jaroslawl, Rostow Welikij, Sergijew Possad und andere. Wladimir war im Mittelalter lange Zeit ein Zentrum russischer Kultur und Staatsmacht. Zwei Kathedralen aus jener Zeit stehen noch: die prachtvolle Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale (von 1160) und die für Demetrius (von 1197) sowie das Goldene Tor (von 1164).

Susdal

Die Stadt besteht seit dem elften Jahrhundert und ist wie ein Museum: Sie hat über 70 Baudenkmäler aus altrussischer Zeit bewahrt, die erstklassig konserviert und restauriert wurden. Susdal wurde mehrfach für diese Restaurationsarbeiten ausgezeichnet.

Jaroslawl

1010 gegründet, hat diese Stadt im Lauf ihrer Geschichte erstaunlich viele Kunsthandwerker hervorgebracht. Im 17. Jahrhundert war sie für die Schöpfungen ihrer Silberschmiede, Töpfer und Weber bekannt. Die künstlerische Atmosphäre jener Zeit prägt sich noch heute im Erlöser-Kloster, vor allem aber in den Kirchen aus: in der Prophet-Elias-Kirche, der Johannes-Chrysostomos-Kirche und der Kirche Johannes des Täufers.

Rostow

Diese Stadt wird bereits 862 in einer Urkunde erwähnt. Der Rostower Kreml ist sehr malerisch; in seinem Turm hängen nicht weniger als 13 harmonisch abgestimmte Glocken. Das Kreml-Museum (eines der ersten Museen in Russland) zeigt Ikonen, Münzen, Holzplastiken und Stickereien, vor allem aber Beispiele der einst berühmten Rostower Emaille-Malerei.

Archangelsk

In der alten Hafenstadt starteten die allerersten Nordpol-Expeditionen; hier steht heute das Holz-Baukunst-Museum "Klein-Karelien". In vielen Dörfern Nordrusslands wurden Wohnhäuser, Kirchen, Kapellen, Windmühlen, Brücken, Scheunen und sogar hölzerne Fahrdämme gesammelt und zu einem Dorf zusammengestellt - als Zeugnis dafür, wie viel in Russland einst aus Holz gebaut wurde.

Krasnojarsk

Nahe der sibirischen Stadt am Jenessei liegt der Naturschutzpark "Stolby". Der Name weist auf die bizarren Felssäulen und andere, bis zu 100 m hohe Felsformationen hin. Die findet man hier - abgesehen von den Braunbären, Rehen, Zobeln und Sibirischen Rentieren, die hier leben.

Irkutsk

In die Hauptstadt von Ost-Sibirien wurden im vorigen Jahrhundert viele missliebige russische Adelige verbannt. Das hat dort zu einer erstaunlichen gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung geführt, die man heute noch an der Atmosphäre der Stadt und an vielen Bauwerken erkennen kann.

Kishi

Die kleine Insel im Onega-See ist seit einigen Jahren ein historisch-architektonisches und ethnisches Freilichtmuseum. Zentrum ist ein Wunder der Holzbaukunst: die 35 m hohe Christi-Verklärungs-Kirche mit ihren 22 Kuppeln, die 1714 von Zimmerleuten ohne Bauplan oder Metermaß, ohne Nägel, nur mit Händen und Äxten geschaffen wurde.

Perm

In der Nähe, bei Kungut, liegt eine 5,6 km lange Karsthöhle. Sie enthält Grotten, Tropfsteine und 60 Seen. Die Ecken und Höhlungen werden verschiedenfarbig beleuchtet.

Sergijew Possad

Das Sergius-Dreifaltigkeits-Kloster ist sehr alt, das ausgedehnteste, bedeutendste im Land und Russlands größtes Heiligtum. Hier hat die russisch-orthodoxe Kirche ihr Zentrum.

Transsibirische Eisenbahn

Die Eisenbahnstrecke von Moskau nach Peking ist eine der berühmtesten der Welt. Sie fährt durch das ganze russische Gebiet (Wolga-Ebene, Ural, weststibirische Steppe, ostsibirische Bergtaiga) nach China. Für die 7.000 km von Moskau bis Peking ist man knapp sechs Tage und Nächte unterwegs. Auch Teilstücke kann man fahren - beispielsweise bis zur letzten Station auf russischem Gebiet, nach Wladiwostok. Die Schlafabteile sind geräumig, die Küche in der Bahn ist gut, die Fahrt ist erstaunlich preiswert.

Reisehinweise

Reisebeschränkungen:

Die Grenzübergänge zwischen der Russischen Föderation und Belarus sind nur für die Nutzung von Staatsangehörigen von Belarus und der Russischen Föderation zugelassen. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher bis aus Weiteres, nicht von der Russischen Föderation nach Belarus zu reisen und umgekehrt. Dies betrifft auch Flug- und Bahnreisen.

In den Grenzgebieten zwischen der Russischen Föderation und Belarus gibt es jetzt so genannte Grenzzonen, die nur mit offizieller Genehmigung betreten werden dürfen.

Von Reisen nach INGUSCHETIEN, TSCHETSCHENIEN, DAGESTAN und NORDOSSETIEN wird abgeraten. Es besteht ein hohes Sicherheitsrisiko.

Die Grenzstelle zu Georgien, Dariali/Hoher Lars (Nordossetien/Russland), sowie der Grenzübergang zu Aserbaidschan, Samur (Dagestan/Russland), sind für den internationalen Reiseverkehr geöffnet. Jedoch ist es möglich, dass der Übertritt an beiden Grenzübergängen mit Problemen wegen zu hoher Auslastung verbunden ist.

Bei Reisen in entlegene Gebiet sollte nachgefragt werden, ob im Reisegebiet Sonderregelungen hinsichtlich der Einreise bestehen.

Terroranschläge:

Terroranschläge können sich vor allem in der russischen Kaukasusregion ereignen, aber sie sind auch landesweit jederzeit möglich. Sie haben immer wieder zahlreiche Tote gefordert.

Russische Behörden raten zu erhöhter Vorsicht, vor allem bei Menschenansammlungen und der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Homosexualität:

Homosexualität ist nicht illegal. In Russland ist jedoch "homosexuelle Propaganda" in der Öffentlichkeit verboten, gemeint sind positive Aussagen zur Homosexualität jeglicher Art, wenn Minderjährige anwesend sind oder Äußerungen in den Medien verbreitet werden. Reisenden drohen Geldbußen, Haft (ca. 15 Tage) oder Ausweisung.

Es besteht die Möglichkeit, dass Homosexuelle, die in der Öffentlichkeit zu ihrer Homosexualität stehen oder ihre Zuneigung zum gleichgeschlechtlichen Partner zeigen, von Privatpersonen attackiert werden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Wanderer im Grenzbereich zu Kaliningrad (Polen-Russland) sowie in der Kurischen Nehrung (Litauen/Russland) sollten beachten, dass die "grüne" Grenze an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert ist. Wer die Grenze auch nur für wenige Meter illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

Gewisse Regionen in der Russischen Föderation dürfen von Ausländern nicht betreten werden (sogenannte Sperrgebiete). Da diese aber in der Regel nicht gekennzeichnet sind, sind darüber Auskünfte vor Ort einzuholen. Zuständig ist dafür meist die Behörde FMS (Föderaler Migrationsdienst), bei der sich Reisende nach ihrer Ankunft (siehe Abschnitt "Meldebestimmungen") melden müssen.

Militärische Objekte und Anlagen von militärischem Interesse wie Bahnhöfe, Häfen, Flughäfen und Grenzen dürfen nicht fotografiert werden. Bei Aufnahmen von Personen sollten diese vorher um Zustimmung gebeten werden.

Drogen dürfen weder ein- noch ausgeführt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ukraine

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu maximal 90 Tagen pro Halbjahr. Notwendig zur Einreise sind der mindestens noch drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültigen nationalen Reisepass, der Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (gültig für die Ukraine) für die Dauer des Aufenthalts.

Landesdaten

Lage

Die Ukraine ist eine selbstständige Republik. Sie gehört zur GUS-Gemeinschaft unabhängiger Staaten. Die Ukraine grenzt im Norden an die Republik Belarus (Weißrussland) und die Russische Föderation, im Osten an die Russische Föderation, im Süden an das Assowsche Meer und das Schwarze Meer (u.a. mit der Halbinsel Krim), im Südwesten an Rumänien und die Republik Moldau (Moldova) sowie im Westen an Ungarn, die Slowakische Republik und Polen. Der Fluss Dnjepr teilt das Land von Nord nach Süd.

Fläche: 603.700 km².

Verwaltungsstruktur: 24 Bezirke (Oblaste) und die autonome Republik Krim.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 45,6 Millionen

Städte:

Kiew (Hauptstadt) ca. 2,8 Millionen

Charkow ca. 1,4 Millionen

Odessa ca. 1 Millionen

Dnjepropetrowsk ca. 1 Millionen

Donezk ca. 955.000

Zaporoschje ca. 772.600

Lwow (Lwiw, Lemberg) ca. 729.800

Krywyj Rih ca. 660.200

Mykolajiw (Mariupol) ca. 497.000

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Ukrainisch. Russisch wird als Verkehrssprache auch noch häufig gesprochen (Etwa 22 Prozent der Bevölkerung sind Russen).

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde

Da in der Ukraine zeitgleich mit Deutschland auf Sommerzeit umgestellt wird, bleibt der Zeitunterschied auch während des Sommerhalbjahres erhalten.

Telefon/Post

Post

Der Postverkehr ist unzuverlässig. Sendungen nach Westeuropa sind oft über zwei Wochen unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Ukraine ist 00380, bei einer fünfstelligen Rufnummer muss nach der Ortsvorwahl noch eine 2 vorangestellt werden. Die Vorwahl von der Ukraine nach Deutschland ist 81049, nach Österreich 81043 und in die Schweiz 81041 (nicht von allen Orten aus möglich). Jeweils nach der 8 ist das Freizeichen abzuwarten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 02, Unfallrettung 03, Feuerwehr 01.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Ukraine von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Das Mobilfunknetz ist nicht flächendeckend.

Internet

Länderkürzel: .ua

Internetcafes gibt es in Kiew, Odessa und Lwiw.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxe Weihnachten)

8. März (Internationaler Frauentag)

8./9. April (orthodoxes Osterfest)

1. Mai (Tage der Arbeit)

9. Mai (Siegestag)

28. Mai (orthodoxer Pfingstmontag)

28. Juni (Tag der Verfassung)

24. August (Tag der Unabhängigkeit)

14. Oktober (Tag der Verteidiger der Ukraine)

25. Dezember (katholische Weihnachten)

Feiertage 2019:

1. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxe Weihnachten)

8. März (Internationaler Frauentag)

28./29. April (orthodoxes Osterfest)

1. Mai (Tage der Arbeit)

9. Mai (Siegestag)

17. Juni (orthodoxer Pfingstmontag)

28. Juni (Tag der Verfassung)

24. August (Tag der Unabhängigkeit)

14. Oktober (Tag der Verteidiger der Ukraine)

25. Dezember (katholische Weihnachten)

Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der darauf folgende Montag frei.

Die Hauptferienmonate sind Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9/10-13, 14-18 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-18 Uhr. Es sind lange Mittagspausen von mindestens eineinhalb Stunden die Regel.

Geschäfte: Es gibt in der Ukraine keine gesetzliche Ladenschlussregelung. In der Regel sind Geschäfte aber wie folgt geöffnet: Mo bis Sa 8-19 Uhr (Kaufhäuser); kleinere Läden Mo bis Fr 9-18 Uhr. Einige Geschäfte haben auch bis 20 Uhr geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-17 Uhr. Das Hauptpostamt in Kiew (Chrestschatyk 22) ist rund um die Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Hauptreisezeit sollte man überwiegend Sommerkleidung mitnehmen, jedoch auch Übergangskleidung griffbereit haben. Im Winter braucht man unbedingt warme Kleidung, da es sehr kalt werden kann. Ein Regenschutz ist das ganze Jahr über notwendig.

Geschichte/Politik

Vor Beginn der christlichen Zeitrechnung lebten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine Skythen und Perser, später Hunnen und Goten. Ab dem fünften Jahrhundert ließen sich ostslawische Stämme nieder. Sie bildeten im neunten Jahrhundert aus mehreren Teilfürstentümern das überall im Osten berühmte Kiewer Reich (mit der Stadt Kiew als Zentrum), das unter Großfürst Wladimir I. im zehnten und elften Jahrhundert seine große Zeit hatte. Im 13. Jahrhundert drangen Mongolen in das Kiewer Reich ein. Ab dem 14. Jahrhundert eroberten Polen und Litauer den größten Teil der Ukraine. Doch nach dem Polnisch-Russischen Krieg im 17. Jahrhundert verlor Polen die ukrainischen Gebiete östlich des Dnjepr an Russland. Nach der Russischen Februarrevolution erklärte die Ukraine 1918 ihre Unabhängigkeit, wurde jedoch dennoch eine sozialistische Sowjetrepublik.

Bei der Auflösung der UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg erklärten sich die Ukrainer 1991 als unabhängig und wurden Mitglied der GUS. Die Ukraine ist heute eine präsidiale Republik. Ein baldiger EU-Beitritt wird angestrebt.

Wirtschaft

Die Ukraine ist ein wirtschaftlich bedeutendes Gebiet im Bereich der GUS mit einer gut funktionierenden Industrie, insbesondere in den Regionen um die Großstädte Kiew, Odessa und Charkow.

Die Landwirtschaft profitiert von dem günstigen Klima und den fruchtbaren Böden. Die Ukraine war schon immer ein großer Agrarproduzent. Jahrhundertelang nannte man die Gegend den "Brotkorb Europas". Man baut vor allem Getreide an, besonders Weizen und Mais. Außerdem gedeihen auf den Böden des Landes Kartoffeln und Zuckerrüben, aber auch Obst, Gemüse, Tabak und Sonnenblumen. Die Erträge bei Getreide und Kartoffeln sind überdurchschnittlich hoch.

Die Ukraine ist heute jedoch durch Schattenwirtschaft und Korruption am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Große Teile der Bevölkerung sind arbeitslos oder ohne Lohn. Der bereits vorhandene Tourismus in der Ukraine soll noch erheblich weiterentwickelt werden.

Vegetation

Im Norden der Ukraine erstreckt sich eine Waldzone, in der Eichen und Erlen, Kiefern, Fichten und Hainbuchen wachsen. Sie werden von weiten Nieder- und Hochmooren umgeben, in denen man eine Reihe seltener Pflanzen finden kann. Im Süden schließt sich eine Waldsteppenzone an, in der man Misch- und Laubwälder mit Eichen und Ahorn, Buchen, Hainbuchen und Linden findet. Auch Rhododendren gedeihen hier und man sieht Ebereschen, Holunder und Wacholder. Der Waldbestand löst sich in Richtung Süden und Südosten nach und nach auf. Dazwischen dehnen sich Wiesensteppen aus. Dann grenzt ein Steppengürtel an, der schließlich in die Trockensteppe übergeht. Die Zonen der Waldsteppen und auch der nördlichen Steppen sind allerdings großenteils einem intensiven Ackerbau geopfert worden.

Tierwelt

Die intensive Landwirtschaft hat die Zahl der wilden Tiere erheblich vermindert. Einige seltene Arten werden nun in Nationalparks geschützt. Aber man findet in den Wäldern noch Elche und Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. In den etwas abgelegenen Gegenden, beispielsweise in den Bergen der Karpaten, leben noch Wölfe und Braunbären, Luchse und Fischotter, auch der Schwarze Iltis. Dort kann man auch noch Schwarzstörche sehen, ebenso wie den Uhu, das Birk-, Hasel- und das Auerhuhn. An den Seen der Waldzone haben Wasservögel ihre Brutkolonien.

Kulinarisches

Die schwarze Erde der Ukraine macht dieses Land zu einem der fruchtbarsten Ackerböden der ganzen Welt. Der Franzose Honoré de Balzac stellte 1840 voller Hochachtung fest: "Ich zähle hier 77 Arten, Brot zu backen." Die Verschiedenartigkeit der Backwaren ist heute noch so typisch wie damals. Rindfleisch wird oft in Scheiben geschnitten, mit gewürzten Brotkrumen bestreut, aufgerollt und im Rohr gebraten. Ukrainische Köchinnen behaupten, Brotkrumen seien das Geheimnis vieler saftiger Speisen. Hechte, Flussbarsche und Karpfen werden oft mit Brotkrumen gefüllt und gebacken. Man brät sie aber auch in Teig oder dünstet sie in saurer Sahne.

Das ganze Jahr hindurch gibt es Gemüse im Überfluss. Mais gedeiht gut; das Maismehl verwendet man für einen weichen Auflauf. Rote Bete, Kartoffeln und Kohl gibt es das ganze Jahr hindurch - die Roten Bete oft in schmale Streifen geschnitten, mit Butter und Essig zubereitet. Die Vielseitigkeit, mit der Kohl gekocht wird, hängt nur vom Einfallsreichtum der Köchin ab. Oft wird ein ganzer Kohlkopf kurz pochiert, dann kommt eine Mischung aus Brotkrumen und Fleisch zwischen die einzelnen Blätter. Man bindet den Kopf mit Zwirn wieder zusammen und dünstet ihn in Tomatensoße. Das typischste ukrainische Gericht auf der Grundlage von Mehl sind wohl die Pastetchen, die auf allen Speisekarten stehen. Sie sind aus zartem und dünnem Teig, der mit nahezu Beliebigem gefüllt werden kann und fest genug sein muss, damit er beim Kochen nicht platzt.

Sitten und Gebräuche

Die Ukrainer, die in den karpatischen Bergen leben, haben sich ein festes Traditionsbewusstsein bewahrt. Noch trägt man dort (freilich nicht jeden Tag) die bunte und sehr aufwendige Tracht, die bei den Männern - mit farbigen Gürteln, weißen Blusen und roten Umhängen - eher vornehm als bäuerlich wirkt. Zu dieser Männertracht gehören schwarze Hosen. Die Farbzusammenstellung von schwarz, weiß und rot tritt auch in vielen anderen Zusammenhängen auf - beispielsweise in der gemusterten Keramik, die hier und da noch gefertigt wird.

Volksmusik ist in der Ukraine noch sehr lebendig. Sie hängt eng mit den bäuerlichen Festen zusammen, die oft und gern gefeiert werden. Parallel dazu entwickelte sich im 10. bis 13. Jh. aus byzantinischen Vorbildern eine ganz eigene Art von Kirchengesang, zu dem im 16. Jh. dann noch polnische Eigenarten kamen.

Souvenirs

Die Ukrainer sind, trotz der großen Städte, ein Bauernvolk geblieben. Entsprechend bäuerlich sind viele kleine Gegenstände, die sich gut als Andenken und Souvenirs eignen: Geschnitztes und Gewobenes. Auch ukrainischer Gold- und Silberschmuck ist sehr hübsch. Vor allem dann, wenn es sich um antiquarische Stücke handelt.

Klimainformationen

Die Ukraine hat überwiegend gemäßigtes Kontinentalklima mit warmen Sommern, in denen die Temperaturen zwischen 20 und 25°C liegen, und kalten, schneereichen Wintern, in denen Temperaturen von -5 bis -10°C üblich sind. Die Herbstmonate sind meist sonnig. An der Schwarzmeerküste herrscht ein Klima, das man als mediterran bezeichnen könnte. So klettern die Temperaturen in diesem Landesteil im Sommer normalerweise bis auf 30°C und fallen auf -5°C im Winter.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man die Ukraine zwischen Mai und September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Ukraine ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

KIEW: British European Medical Clinic (spricht Deutsch), Dr. Martin Hoppmann, Sichnevoho Povstannaya, 6,, Kiew, Tel. (044) 573 88 73, 290 73 17;

ODESSA:Dr. Konstantin D. Babov (spricht Englisch), Lermontovskiy Lane 6,, Odessa, Tel. (048) 22 29 23.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Griwna (UAH)

1 Griwna = 100 Kopeken.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3232,87 UAH

1 US-$ = ca. 2839,09 UAH

Hinweise

Wenn möglich, sollte die Einfuhr größerer Geldbeträge vermieden werden. Bei Unsicherheit darüber, ob bestimmte Geldbeträge deklariert werden müssen oder nicht, sollte sicherheitshalber ein Deklarationsformular ausgefüllt werden. In diesem Fall sollte darauf bestanden werden, dass die Deklaration von den Zollbeamten auch angenommen wird, um eventuelle Probleme bei der Ausreise zu vermeiden.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. US-$-Noten in neuwertigem Zustand mitführen.

Einfuhr Landeswährung: bis zu 3.000 UAH. Für Einwohner der Ukraine gelten andere Bestimmungen.

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung bis zu 3.000 US-$ mündlich, sonst schriftlich. Bis zu 15.000 US-$ in bar oder als Schecks sowie bis zu 10.000 UAH müssen schriftlich deklariert werden. Beträge über 15.000 US-$ bar bzw. als Schecks können nur mit einer Genehmigung der Nationalbank der Ukraine eingeführt werden. Transitreisende (Nachweis) dürfen bis zu 30.000 US-$ mitführen.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge (Belege; Deklaration vorlegen).

Ausfuhr Landeswährung: bis zu 10.000 UAH mit schriftlicher Deklaration. Für Einwohner der Ukraine gelten andere Bestimmungen.

Umtausch: US-$-Noten (in kleinen Stückelungen) sollten in neuwertigem Zustand sein (ohne Knicke und nicht abgegriffen), da sonst Probleme beim Umtausch entstehen können. Es sollte nur nach und nach in Landeswährung getauscht werden. Euro lassen sich problemlos tauschen, Britische Pfund nur, wenn es sich um Banknoten der Bank of England handelt. Schottische Geldscheine wurden in manchen Fällen nicht zum Umtausch akzeptiert. Grundsätzlich sollten nur offizielle Wechselstellen genutzt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden teilweise von größeren Hotels (bei Buchung abklären) und Geschäften akzeptiert. Beim Einsatz von Kreditkarten zu Zahlungszwecken sollte die Kreditkarte nicht aus den Augen gelassen werden, um zu vermeiden, dass Abdrücke angefertigt werden. Die Karte sollte nur bei vertrauenswürdigen Empfängern eingesetzt werden.

Geldautomat: Ja - Abhebungen mit internationalen Kreditkarten sind möglich. An einigen Geldautomaten kann auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) Geld abgehoben werden. Gebühren und Höchstbeträge variieren je nach Betreiber. Es sollte auf eventuelle Spuren von Manipulation am Automaten geachtet und ggf. die Geldkarte sofort gesperrt werden, falls diese vom Automaten eingezogen werden sollte. Gelegentlich versuchen Betrüger, durch Montage eines Aufsatzes auf den Kartenschlitz oder die Tastatur die Kontodaten abzufangen.

Auskunftstellen

Botschaft der Ukraine
mit Konsularabteilung
Albrechtstraße 26
10117
Berlin
Botschaft (0 30) 28 88 71 63
(0 30) 28 88 72 16
www.botschaft-ukraine.de
konsulat@ukrainische-botschaft.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-18 Uhr
Visa-Abteilung Mo, Mi und Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer
ul. Puschkinska 34
01004
Kiew /Ukraine
(00380 44) 235 42 34, 234 59 77
(00380 44) 377 52 00
www.ahk.net/de/ua
info@ukraine.ahk.de
Mo bis Do 8-12, 13-17 Uhr; Fr 8-16 Uhr

Ukraine Chamber of Commerce
Reytarska, 19-b
01030
Kiew /Ukraine
(00380 44) 270 68 29
(00380 44) 234 42 73
www.ahk.net/de/ua
office@iccua.org

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Ukraine
mit Konsularabteilung
Albrechtstraße 26
10117
Berlin
Botschaft (0 30) 28 88 71 63
(0 30) 28 88 72 16
www.botschaft-ukraine.de
konsulat@ukrainische-botschaft.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-18 Uhr
Visa-Abteilung Mo, Mi und Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine

Immermannstraße 50
40210
Düsseldorf
(02 11) 93 65 42 29
(02 11) 93 65 42 11
www.botschaft-ukraine.de
emb_de2@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine
Vilbeler Straße 29
60313
Frankfurt/Main
(0 69) 29 72 09 29
(0 69) 29 72 09 20 (15-17 Uhr)
www.botschaft-ukraine.de
gc_def@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine
Mundsburger Damm 1
22087
Hamburg
(0 40) 22 94 98 13
(0 40) 22 94 98 10
gc_deg@mfa.gov.ua
Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Di 15-18 Uhr

Honorarkonsulat der Ukraine
Schillerplatz 7 (IHK für Rheinhessen)
55116
Mainz
(0 61 31) 213 03 60
(0 61 31) 213 03 50
info@hansjuergen-doss.de
Mo 15-17 Uhr, Mi 9-12 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Ukraine
Lessingstraße 14
80336
München
(0 89) 55 27 37 55
(0 89) 55 27 37 12
gc_dem@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Bohdana Chmelnythzkoho 25
(Visa-Abteilung Businesszentrum "101 Tower", 22. Etage, Wul. Lwa Tolstogo 57)
01901
Kiew /Ukraine
(00380 44) 281 13 81
(00380 44) 281 11 00
www.deutsche-botschaft.kiew.ua
Amtsbezirk: Ukraine

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
wul. Skrypnyka 14a
61057
Charkiw /Ukraine
(00380 57) 752 56 50
(00380 57) 728 41 18
charkiw@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Verwaltungsgebiet Charkiw
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Donezk

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
wul. Ruska 1A
58002
Czernowitz /Ukraine
(0038 05) 05 62 62 86
czernowitz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Verwaltungsgebiete Chmelnyzky, Iwano-Frankiwsk, Ternopil, Czernowitz und Winnyzja
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Wynnytschenka 6
79008
Lwiw /Ukraine
(00380 322) 75 71 02, 75 33 14, 75 33 24
(00380 322) 75 71 02, 75 33 14, 75 33 24
lemberg@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Wolyn (Luzk), Ivano-Frankiwsk, Chmelnizkyj, Tscherniwzi, Lemberg (Lwiw), Transkarpatien (Skarpatja), Riwne und Ternopil
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Donezk Prospekt Dmytra Yavornytskogo 1a
Büro 301
49005
Dnipro /Ukraine
(0038 056) 756 89 66
(0038 056) 756 89 60
Amtsbezirk: Gebiet Dnipropetrowsk, Gebiet Donezk, Gebiet Luhansk, Gebiet Saporishshja, Gebiet Charkiw
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Lanzheronovskaya Str. 9, office 17
65026
Odessa /Ukraine
(00380 48) 777 89 03
odessa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Odessa, Mykoljiw und Cherson sowie die Autonome Republik Krim
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Ärztliche Hilfe

KIEW: British European Medical Clinic (spricht Deutsch), Dr. Martin Hoppmann, Sichnevoho Povstannaya, 6,, Kiew, Tel. (044) 573 88 73, 290 73 17;

ODESSA:Dr. Konstantin D. Babov (spricht Englisch), Lermontovskiy Lane 6,, Odessa, Tel. (048) 22 29 23.

Sehenswertes

Kiew

Die Hauptstadt der Ukraine liegt am Dnjepr, wurde im sechsten Jahrhundert gegründet und ist heute nach Moskau und St.Petersburg die drittwichtigste Stadt innerhalb der GUS. Vor tausend Jahren wurde in Kiew die Kultur des alten Russland geboren.

Etliche berühmte Bauwerke in Kiew erinnern noch an jene große Zeit, darunter das Goldene Tor, das Höhlenkloster und die Kirche Dormitio Sanctae Mariae Virginis, die dann als Muster für alle künftigen Kirchen gelten sollte. Sie alle entstanden im elften Jahrhundert. Eine eigene Kiewer Architektur bildete sich aus, die den russischen Baustil der folgenden Jahrhunderte prägte.

Viel Interessantes darüber zeigt das "Museum der historischen Schätze der Ukraine", sehr schöne Funde - auch aus Gold und Silber - sieht man im "Museum der historischen Kostbarkeiten". Und in der Nähe von Kiew wurde ein großes Freilichtmuseum eingerichtet, in dem die bäuerliche Kultur der Ukraine beispielhaft gezeigt wird.

Lwow

Die Stadt, die auf deutsch "Lemberg" heißt, wurde im Jahre 1256 gegründet. Sie ist eine der wichtigsten in der Ukraine und liegt sehr malerisch in einem hübschen Hügelland. Heute gilt sie als ein unumstrittenes Kulturzentrum, in dem eine beträchtliche Zahl alter Bauwerke steht, wobei sich die Baustile sehr mischen. Da gibt es eine gotische und eine armenische Kathedrale (was schon das Zusammenklingen aus abendländischer und orientalischer Kultur zum Ausdruck bringt), am Marktplatz stehen die Benetiktinerkirche aus dem 16. Jahrhundert, die byzantinische und italienische Einflüsse verbindet und - aus dem gleichen Jahrhundert - die griechisch-katholische Kirche. Man sieht alte Bürgerhäuser, die eindeutig die österreichische Rokoko-Zeit dokumentieren. Die Stadt hat aber auch wegen ihrer Museen einen guten Ruf. Bedeutende Sammlungen, die einander ergänzen, sagen viel über das Leben in der Ukraine aus: das Museum der volkstümlichen Baukunst und des Alltagslebens, das Museum für Ethnographie und Kunstgewerbe sowie das Museum der ukrainischen Kunst.

Odessa

Odessa liegt malerisch am Schwarzen Meer. Zu allen Zeiten galt Odessa als eine freigeistige Stadt, die ganz dem europäischen Westen offenstand. Die Menschen von Odessa, die russisch mit einem südlichen Akzent sprechen, waren immer kritisch und spöttisch. Es ist eine Stadt der Sonne und der Lebensfreude - mit Sandstränden, Parkanlagen und hübschen Gassen.

Jalta

Es ist der bekannteste Erholungsort auf der Halbinsel Krim - mit subtropischer Vegetation, ansehnlichen modernen Bauten und einer Wein-Probier-Halle, die eine der weltweit größten Weinsammlungen beherbergt: Hier lagern 45.000 Flaschen. In der Nähe von Jalta liegt das Naturschutzgebiet der Krim mit reicher Vegetation und vielfältiger Tierwelt. Der Stolz der dortigen Wildhüter ist der mächtige Krimhirsch, der bis zu zwei Meter lang wird.

Luzk

Die Stadt im Westen der Ukraine hat sich ein historisch-architektonisches Schutzgebiet eingerichtet. Dort stehen eine Reihe wertvoller historischer Bauten, zu denen das Luzker Schloss (13.-14. Jahrhundert), die Pokrowski-Kirche (15. Jahrhundert) und die Krestowosdwishensskaja-Kirche gehören. Das Heimatkundemuseum hat hier eine Kunstabteilung eingerichtet, in der man gute Bilder einheimischer und ausländischer Künstler sehen kann.

Uman

Die Stadt zwischen Kiew und Odessa beherbergt das "Sofiewka", ein Prachtstück ukrainischer Garten- und Parkarchitektur des 18. Jahrhunderts mit künstlichen Seen, Springbrunnen, Wasserfällen und Skulpturen. Man kann dort über 700 Pflanzenarten sehen.

Reisehinweise

Wegen der erhöhten Spannungen zwischen Russland und der Ukraine seit November 2018 und der Möglichkeit einer Zuspitzung der Lage empfiehlt das Auswärtige Amt die Berichterstattung in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden.

Teilreisewarnung:

Seit dem Frühjahr 2014 finden in den östlichen Verwaltungsbezirken der Ukraine (Oblaste Donezk und Luhansk) bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen ukrainischen Streitkräften und Separatisten statt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in viele der dort befindlichen Orte und Landkreise ab. Vor Reisen in einige Orte dieser Verwaltungsbezirke wird ausdrücklich gewarnt.

Von Reisen auf die Halbinsel Krim rät das Auswärtige Amt dringend ab.

Die Krim wird faktisch von Russland kontrolliert. Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der derzeitigen sehr angespannten Situation nicht gewährt werden.

Für Reisen auf die Halbinsel Krim und in die strittigen Gebiete um Donezk und Luhansk gelten aktuell die Einreisebestimmungen der Russischen Föderation. Bei Reisen auf die Halbinsel Krim auf dem Landweg ist eine Sondergenehmigung der ukrainischen Behörden erforderlich.

Des weiteren sind Einreisen in die strittigen Gebiete um Donezk und Luhansk sowie auf die Halbinsel Krim ohne das vorherige Passieren eines regulären ukrainischen Grenzübergangs aus ukrainischer Sicht illegal und können zu einem Einreiseverbot führen.

Reisende, die in die oben nicht genannten Landesteile reisen, sollten sich weiterhin unbedingt umsichtig verhalten und sich außerdem rechtzeitig und fortlaufend über die Medienberichterstattung informieren. Von Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Menschenansammlungen sollte man sich fernhalten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

SICHERHEIT: Nächtliche Autofahrten über Landstraßen sollten soweit wie möglich vermieden werden. Wegen schlechter Straßenverhältnisse, fehlender Straßenmarkierungen und häufig unvorhersehbaren Hindernissen auf der Fahrbahn besteht ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Aus diesem Grund und zur Vermeidung der Verhängung von hohen Geldbußen sollten - auch während des Tages - Geschwindigkeitsbegrenzungen beachtet werden.

Polizeiliche Ausweiskontrollen, insbesondere bei Ausländern, sind in der Ukraine an der Tagesordnung. Nur der Original-Reisepass wird als gültiges Ausweisdokument akzeptiert. Kann man sich nicht ausweisen, muss bis zur Klärung der Identität und des Aufenthaltsstatus mit einer Inhaftierung gerechnet werden.

KRIMINALITÄT: Reisende sollten sich grundsätzlich sehr umsichtig verhalten. Durch die Krise in der Ukraine ist in letzter Zeit ein gewisser Anstieg der Kriminalität festgestellt worden, besonders an unübersichtlichen Orten, wie z.B. in Metrostationen.

Flugpassagieren wird dringend empfohlen, bei Reisen in und aus der Ukraine Wertgegenstände und Dokumente nur im Handgepäck zu befördern und Koffer stets abzuschließen.

Bei eventuell notwendigem Reifenwechsel sollten Fahrzeugtüren sicherheitshalber verschlossen werden, um Diebstähle zu vermeiden. Zur eigenen Sicherheit sollte bei vermeintlichen Pannen anderer Verkehrsteilnehmer am Straßenrand - insbesondere auf einsamen Landstraßen - nicht angehalten werden.

In der Ukraine ist es üblich, private Pkw's anzuhalten und sich gegen Entgelt transportieren zu lassen. Aus Sicherheitsgründen wird hiervon abgeraten.

Trickdiebe sind häufig anzutreffen. Grundsätzlich wird empfohlen, Kreditkarten, Bankkarten, Bargeld und Ausweispapiere an mehreren Stellen direkt am Körper zu verwahren, um verhindern zu können, bei eventuellen Taschendiebstählen alles auf einmal zu verlieren.

SICHERHEITSBEHÖRDEN: Die in der Ukraine geltenden Gesetze sind einzuhalten. Reisende berichten gelegentlich davon, von Polizei-, Grenzschutz- und Zollbeamten oder anderen Staatsbediensteten zur Zahlung von Gebühren und Bußgeldern aufgefordert worden zu sein, deren Rechtsgrundlage nicht erkennbar ist. Es wird empfohlen, bei Missbrauchsverdacht auf der Ausstellung einer Quittung für geleistete Zahlungen und der Darlegung der Rechtsgrundlage zu bestehen sowie einen vorgesetzten Mitarbeiter hinzuzuziehen. Im Notfall sollte darauf bestanden werden, zur nächstgelegenen Polizeidienststelle zu fahren, um dort ein formelles Protokoll aufzunehmen. Ferner wird empfohlen, in jedem Fall den Namen und die Dienstnummer des Beamten zu notieren, damit eine spätere Identifizierung möglich ist.

ALKOHOL: Der Konsum von Alkohol, auch von Bier und anderen leichtalkoholischen Getränken, ist an den meisten öffentlichen Stellen verboten. Dazu gehören auch Unterführungen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, medizinische Einrichtungen, Schulen, Kultureinrichtungen, Spielplätze, Sportplätze, Parks etc.

FOTOGRAFIEREN: Beim Fotografieren technischer Einrichtungen ist Vorsicht geboten. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden. Es könnte u.U. aufgrund derartiger Fotos Anklage wegen Spionage erhoben werden. Bei einer darauf begründeten Verurteilung droht in der Ukraine eine Strafe von mindestens acht Jahren Haft.

DROGEN: Drogenbesitz und -handel sind in der Ukraine verboten, bei Verstößen drohen zum Teil hohe Freiheitsstsrafen.

TRINKWASSER: Kein Leitungswasser trinken (höchstens dann, wenn es mindestens zehn Minuten abgekocht wurde); Mineralwasser ist fast überall erhältlich.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Rumänien

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind ein für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend)

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Landesdaten

Lage

Rumänien liegt in Südosteuropa. Das Land grenzt im Norden an die Ukraine, im Osten an die Republik Moldau, im Süden an Bulgarien, im Südwesten an Serbien und im Westen an Ungarn. Im Südosten bildet das Schwarze Meer die natürliche Grenze. Die Küstenlänge beträgt 245 km.

Fläche: 237.500 km².

Verwaltungsstruktur: 41 Bezirke (Judete) und der Hauptstadtbezirk Bukarest.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 19 Millionen

Städte:

Bukarest (Bucuresti - Hauptstadt) ca. 1,68 Millionen

Cluj-Napoca (Klausenburg) ca. 309.100

Timisoara (Temeschwar, Temeschburg) ca. 304.500

Iasi (Jassy) ca. 263.400

Constanta (Konstanza) ca. 254.700

Craiova (Kragau) ca. 243.800

Galati (Galatz) ca. 231.200

Brasov (Kronstadt) ca. 228.000

Ploiesti ca. 197.500

Oradea (Großwardein) ca. 183.100

Braila ca. 168.400

Sibiu (Hermannstadt) ca. 137.000

Bacau ca. 133.500

Baia Mare (Frauenbach) ca. 114.900

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Rumänisch. In den Grenzgebieten wird zum Teil Ungarisch, Serbisch, Ukrainisch, Armenisch oder Jiddisch gesprochen. Französisch ist weit verbreitet. In Transsilvanien wird häufig Deutsch gesprochen, in den Touristengebieten oft auch Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde (= Osteuropäische Zeit).

Da auch in Rumänien die Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

220/230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es können zweipolige Stecker verwendet werden.

Telefon/Post

Post

Luftpostsendungen im innereuropäischen Postverkehr sind etwa 1 Woche unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Rumänien ist 0040, die Vorwahl von Rumänien nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. In Rumänien gibt es Telefonkarten (beim Postamt oder Zeitungskiosk). Ferngespräche mit Telefonkarten sind erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMER: Europaweite Notrufnummer 112 oder Unfallrettung 961, Feuerwehr 981, Polizei 955.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Rumänien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ro

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. und 2. Januar (Neujahr)

24. Januar (Vereinigung der rumänischen Fürstentümer)

1. Mai (Tag der Arbeit)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

30. November (Heiliger Apostel Andreas)

1. Dezember (Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

9. April (Ostermontag)

28. Mai (Pfingstmontag)

------------------------------------

Im Jahr 2019:

1. und 2. Januar (Neujahr)

24. Januar (Vereinigung der rumänischen Fürstentümer)

1. Mai (Tag der Arbeit)

1. Juni (Weltkindertag)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

30. November (Heiliger Apostel Andreas)

1. Dezember (Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

26. April (Karfreitag)

29. April (Ostermontag)

17. Juni (Pfingstmontag)

Die Hauptferienzeit ist im Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 13-15 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa von 8-18 Uhr, teilweise auch bis 21 Uhr; So etwa 8-12 Uhr. Es gibt saisonbedingte Unterschiede;

Büros: Mo bis Fr 7-15.30 Uhr, Sa 7-12.30 Uhr;

Post: Mo bis Fr 7.30-19 Uhr, Sa 9-14 Uhr.

Kleidung

Während der Hauptreisezeit von Mai bis September sollte man Übergangskleidung bzw. Sommerkleidung mitnehmen. Im Winter ist unbedingt warme, wetterfeste Kleidung erforderlich.

Geschichte/Politik

Ab dem fünften Jahrhundert gehörten die Rumänen zu Ostrom und übernahmen die orientalisch-byzantinische Kultur. In der Folgezeit fielen die Hunnen ein, dann die Magyaren. Ab dem 13. Jahrhundert kamen deutsche Siedler ins Land. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert herrschten die Türken, die ab dem 18. Jahrhundert den Russen weichen mussten. 1859 wurden die zwei Fürstentümer "Moldau" und "Walachei", die sich inzwischen gebildet hatten, zu Rumänien vereinigt. Rumänien wurde 1881 ein Königreich. Nach Landstreitigkeiten zwischen Rumänien und Russland trat Rumänien gegen Russland 1941 in den Krieg ein. 10 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde Rumänien 1955 Mitglied der UNO.

1999 wurde erstmalig über den Beitritt Rumäniens in die EU verhandelt, seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien ein Mitgliedstaat der EU.

Wirtschaft

Früher war Rumänien fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt, obwohl die Erträge aufgrund der mangelhaften Qualität der Böden nicht sehr hoch waren. Deshalb wurde in den letzten Jahren die Grundstoff- und Schwerindustrie (es gibt eine Reihe von Eisen- und Stahlhütten) sowie die Erdölförderung ausgebaut.

Der Tourismus wird (vor allem an der Schwarzmeerküste) nach Möglichkeit gefördert; eine große Rolle spielt er jedoch noch nicht.

Religion

Etwa 87 Prozent der Bevölkerung gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an, 5,1 Prozent sind Katholiken und 3,5 Prozent Anhänger der Reformierten Kirche. Die religiösen Minderheiten wie Griechisch-Orthodoxe, Pfingstchristen, Baptisten, Juden und Muslime machen zusammen etwa 5 Prozent der Bevölkerung aus.

Vegetation

Die Karpatengebirge sind auf Wanderer eingerichtet - mit Wanderwegen und Hinweisschildern. Wanderungen führen in alle Himmelsrichtungen - auch nach oben bis zur 2.507 Meter hohen Omul-Spitze. Unterwegs begegnet man allen einschlägigen Gebirgsblumen, auch Edelweiß und Enzian sowie der Nelke Piatra Craiolui, die nur dort wächst.

Tierwelt

Es gibt neben Greifvögeln wie Steinadler und Habicht auch Rot- und Schwarzwild. Gelegentlich sieht man den mächtigen Karpatenhirsch, Fuchs und Luchs, hier und da auch Wölfe und Bären. Gegen hohe Gebühren darf in den Karpaten gejagt werden. Es gibt touristische Jagdprogramme. Angeln in den vielen Bergflüssen und Bergseen ist beliebt (Forellen und Äschen, Karpfen und Huchen, Weißfische und Störe).

Kulinarisches

Die rumänische Küche ist recht schlicht, wirkt jedoch durch die vielen Elemente fremder Völker, die in die Küche integriert wurden, zuweilen geradezu raffiniert. Man würzt gut, nicht allzu scharf, sondern sehr ausgewogen. Es gibt viele Eintöpfe mit Fleisch, Bohnen und Kohl. Auch Speisen mit Eiern, Milch und Käse sind häufig. Oft kann man Maisbrei bekommen - als Beilage oder als Hauptgericht. Den isst man, wie er aus dem Topf kommt, oder gebraten. Auch Hackfleischröllchen sind üblich, die am Holzkohlenfeuer gebraten werden. Aber auch Steaks und Schnitzel sind traditionelle Bestandteile der Speisekarte.

Fische werden sehr gern gegessen, und die Rumänen kennen viele Arten, sie zuzubereiten - besonders die Karpfen, die preiswert sind.

Der rumänische Wein ist hervorragend, meist von Natur eher süß. Viele Rumänen trinken ihn mit Wasser gemischt. Das Nationalgetränk ist ein Zwetschgenschnaps, der "Tuika", den man aus langhalsigen Fläschchen trinkt.

Sitten und Gebräuche

Volkskunst und Brauchtum sind sehr verbreitet. Es gibt schöne, bunte, oft reich bestickte Trachten. Auch winzige Orte haben volkskundliche Museen, in denen die Tradition gepflegt wird. Alle christlichen Festtage werden temperamentvoll gefeiert und jede Dorfhochzeit ist ein großes Schauspiel. Überall gibt es Volksmusik- und Theater-Gruppen.

Souvenirs

Seit undenklichen Zeiten wird in Rumänien Kunsthandwerkliches hergestellt: bunt bestickte Blusen und Hemden, Teppiche und Wandbehänge, auch viel Holzgeschnitztes. Kostbar sind Hinterglas-Malereien, die nach wie vor angefertigt werden - meist mit religiösen Motiven.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg und Flüssen oder 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 175 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

VERBOTEN ist die Einfuhr:

- von tierischen Produkten (Fleisch, Milch und Molkereierzeugnissen), wenn sie nicht in verschlossenen Konservendosen verpackt sind;

- von Rauschgift;

- pornografischen Materialien u.Ä.

Gegenstände von höherem rumänischen Marktwert (z.B. Computer, Laptop, Drucker etc.), Schmuck und Kunstgegenstände müssen schriftlich DEKLARIERT werden.

AUSFUHR: KUNSTGEGENSTÄNDE von musealem Wert, alte Bücher u.Ä. dürfen nur mit Genehmigung der Zentralen Staatskommission für das Nationale Kulturgut, Bukarest, ausgeführt werden.

AUSFUHRVERBOT besteht für Nahrungsmittel aller Art sowie für Waren, die ursprünglich von Rumänien importiert worden sind.

Klimainformationen

Das Klima lässt sich als gemäßigtes Kontinentalklima bezeichnen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in etwa zwischen 5°C in den Karpaten und 11°C an der Küste. Die Temperaturen im Sommer betragen durchschnittlich 25°C. Die Winter sind sehr kalt. Im Januar und Februar sind Temperaturen von -20°C keine Seltenheit.

Beste Reisezeit

Mai bis September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Rumänien ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

BUKAREST: Dr. Wargha Enayati, B-dul. Unirii, Bloc 15,, Bukarest, Tel. (021) 336 16 96.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Leu ( l)

1 Leu = 100 Bani.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,65 l

1 US-$ = ca. 4,10 l

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - Schriftliche Deklaration bei Einreise in Rumänien aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Rumänien in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Dies ist nur bei den autorisierten Stellen gestattet. Umtauschquittungen sind gut aufbewahren (für Rücktausch oder bei Devisenkontrollen bei Ausreise).

Internationale Kreditkarten: Ja (EuroCard/MasterCard, American Express, Diners Club, Visa) - Kreditkarten werden in den meisten Hotels, Mietwagenfirmen und in einigen Restaurants zunehmend als Zahlungsmittel akzeptiert. In ländlichen Regionen empfiehlt sich nach wie vor die Mitnahme von Bargeld.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebungen sind mit Kreditkarten und mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) möglich.

Reiseschecks: Ja - Sie spielen aber nur eine geringe Rolle. Reiseschecks in Euro oder US-$ werden in einigen Banken in Lei getauscht.

Rücktausch: Dies ist nur gegen Vorlage der Umtauschquittungen möglich.

Auskunftstellen

Rumänisches Touristenamt
Reinhardtstraße 47
10117
Berlin
(0 30) 40 05 59 06
(0 30) 40 05 59 04
www.romaniatour.de oder www.mtromania.ro
info@rumaenien-tourismus.de

Romanian Tourist Authority
Bd. Dinicu Golescu, nr. 38
Bukarest 1/Rumänien
(0040 21) 314 99 60
(0040 21) 314 99 57
www.mtromania.ro
promovare@mturism.ro

Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer
Camera de Comert si Industrie Romana-Germana
Str. Clucerului 35, et. 2
011363
Bukarest /Rumänien
(0040 21) 223 15 38, 223 10 50
(0040 21) 223 15 31/35
drahk@ahkrumaenien.ro

Chamber of Commerce and Industry of Romania
and Bucharest
Bd. Octavian Goga nr. 2,
Sector 3
Bukarest /030982/Rumänien
(0040 21) 319 01 14/15/16/18
www.mtromania.ro
drc@ccir.ro

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

HERMANNSTADT siehe Sibiu

Consulatul al Germaniei
Str. Lucian Blaga nr.15-17
550169
Sibiu
Consulatul al Germaniei
C.P. 117
550450 Sibiu/Romania
(0040 269) 20 62 97
(0040 269) 20 62 11
info@hermannstadt.diplo.de
Amtsbezirk: Kreise Alba, Bistrita-Nasaud (Bistritz), Brasov (Kronstadt), Cluj (Klausenburg), Covasna, Harghita, Hunedoara, Maramures, Mures, Sibiu (Hermannstadt)

Von Deutschland

TEMESVAR siehe Timisoara

Consulatul al Germaniei
Splaiul Tudor Vladimirescu, nr. 10
300195
Timisoara
Consulatul al Germaniei
Oficiul Postal Nr. 5, C.P. 666
300860 Timisoara/Romania
(0040 256) 49 04 87, 30 98 03
(0040 256) 30 98 00
www.GermanConsulTimisoara.ro
Amtsbezirk: Arad, Bihor (Bihar), Caras Severin (Karasch Severin), Mehedinti, Satu Mare (Sathmar), Timis (Temesch)

Botschaft von Rumänien
(mit Konsularabteilung)
Dorotheenstraße 62-66
10117
Berlin
(0 30) 21 23 93 99
(0 30) 21 23 92 02
berlin@mae.ro; berlin.cons@mae.ro
Botschaft: Mo, Di, Mi, Do und Fr 8-14 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 8-14 Uhr

Generalkonsulat von Rumänien
Legionsweg 14
53117
Bonn
(02 28) 68 02 47
(02 28) 683 81 19
bonn@mae.ro
Mo, Mi, Do, Fr 8-14 Uhr, Di 13-19 Uhr

Honararkonsulat von Rumänien
Borselstraße 20
22765
Hamburg
(0 40) 60 91 86 94
(0 40) 60 91 86 91
info@honorarkonsul-hamburg.de
Mi 10-14 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honararkonsulat von Rumänien
Petersstraße 50 (Eingang in der Markgrafenstraße 2)
04109
Leipzig
(03 41) 35 58 17 88
(03 41) 35 58 17 90
info@honorarkonsul-rumaenien.eu
Mi 10-14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Rumänien
Richard-Strauss-Straße 149
81679
München
(0 89) 55 33 48
(0 89) 55 33 07/08
muenchen@mae.ro
Mo bis Fr 8.30-14.30 Uhr

Honararkonsulat von Rumänien
Le Quartier Hornbach 19
67433
Neustadt an der Weinstraße
(0 63 21) 678 93 00
(0 63 21) 678 93 93
honorarkonsul@hornbach.com
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Rumänien
Hauptstätter Straße 68-70
70178
Stuttgart
(01 60) 90 86 61 36, (01 71) 681 34 50
consulatromania.stuttgart@gmail.com
nach telefonischer Vereinbarung

Ambasada Germaniei
Strada Cpt. Av. Gheorghe Demetriade 6-8
011849
Bukarest /Romania
(0040 21) 202 98 31
(0040 21) 202 98 30
www.bukarest.diplo.de
Amtsbezirk: Rumänien
Konsularischer Amtsbezirk: Rumänien mit Ausnahme der Amtsbezirke der Konsulate in Hermannstadt (Sibiu) und Temesvar (Timisoara)

Ärztliche Hilfe

BUKAREST: Dr. Wargha Enayati, B-dul. Unirii, Bloc 15,, Bukarest, Tel. (021) 336 16 96.

Sehenswertes

Bukarest

Rumäniens Hauptstadt konnte sich sehen lassen - mit repräsentativen Bauten, breiten Boulevards und großzügigen Grünanlagen. Leider hat man vor Jahren vieles umgebaut, um der Stadt ein "neues sozialistisches Gesicht" zu geben. Doch der schönen Altstadt ist nicht viel geschehen, auch nicht den vielen Museen. Im Dorfmuseum sind fast 70 historische Bauernhöfe aus allen Teilen des Landes aufgestellt, dazu Wind- und Wassermühlen, auch eine Holzkirche von 1727. Die Häuser sind vollständig eingerichtet.

Zwei Gebäude sind besonders sehenswert: die kleine griechisch-orthodoxe Stavropoleos-Kirche von 1730, deren fein gemeißelte Säulen, Wandmalereien und Schnitzarbeiten sowie ihr hübscher Arkadenhof eine Augenweide sind, und die ehemalige Karawanserei Hanul lui Manuc. Diese einstige Herberge für Kaufleute und Lasttiere wurde im frühen 19. Jahrhundert gebaut. Heute ist sie ein Hotel mit Gartenrestaurant und Weinstuben.

Cluj-Napoca (Klausenburg)

Das alte Zentrum Siebenbürgens ist trotz vieler moderner Wohn- und Industrieviertel im Kern vornehm geblieben. Über betagten Dächern erheben sich die Türme zahlreicher Kirchen aus der Zeit von Gotik und Barock. Auch die orthodoxe Kathedrale im neobyzantinischen Stil kann sich sehen lassen. Elegante Palais (die heute meist Museen beherbergen), die Universitätsgebäude, gepflegte Parks, zwei Opernhäuser und zwei Theater tragen zu jener Mischung aus Tradition, Kultur und moderner Geschäftigkeit bei, die Cluj-Napoca attraktiv macht.

Sibiu

Die einstige Hauptstadt Siebenbürgens, unmittelbar am Fuß der Karpaten, wird von den Siebenbürger Sachsen (die vor Jahrhunderten aus Deutschland einwanderten und noch heute ein Achtel der Stadtbevölkerung ausmachen) "Hermannstadt" genannt. Turmbewehrte Mauern und winkelige Gassen sehen sehr mittelalterlich aus. Den besten Blick hat man vom Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche, die im 14. Jahrhundert von deutschen Baumeistern errichtet wurde und noch heute Treffpunkt der deutschsprachigen Volksgruppe ist.

Der Dumbrava-Park im Süden der Stadt ist ein weitläufiges, schattiges Naherholungsgebiet mit einem Zoo und dem Museum für Dorftechnik. Hier zeigt man bäuerliche Werkstätten von einst: Mühlen, Pochwerke, Öl- und Weinpressen. Historisch verkleidete Menschen bedienen die Gerätschaften.

Brasov (Kronstadt)

Das alte siebenbürgische Kulturzentrum ist heute eine der größten Städte Rumäniens. Die Lage im bewaldeten Bergland ist wunderschön und das alte Stadtviertel Schei bietet viel Betrachtenswertes. Das beginnt mit dem originellen Rathaus aus Gotik und Barockzeit, das sich mit seiner hübschen Loggia und dem mächtigen Turm mitten auf dem Hauptplatz breitmacht. Unweit davon erhebt sich der östlichste gotische Dom Europas, die mächtige "Schwarze Kirche" (ein Stadtbrand schwärzte 1689 ihre Mauern). Sie enthält eine prächtige Orgel, wertvolle Orientteppiche und feine Kunstwerke.

Iasi

Die alte Hauptstadt des Fürstentums Moldau zeigt noch manches Historische, vor allem Kirchen und Klöster aus dem 17. Jahrhundert. Die Biserica Trei Ierarhi (die Drei-Hierarchen-Kirche) hat besonders kunstvoll verzierte Außenwände. Unter ihren Steinfliesen liegen mehrere Moldau-Fürsten begraben. Die Kirche des Goila-Klosters ist eine Stilmischung aus Moldauischem und Russischem, hat viele Kuppeln und teilweise restaurierte Fresken aus der Zeit um 1670. Die Aussicht vom Torturm über die hohen Klostermauern ist großartig.

Constanta

Die Hafenstadt wurde um 600 v.Chr. von den Griechen gegründet. Aus römischer Zeit ist ein riesiges, farbenfrohes Fußbodenmosaik erhalten sowie die Gewölbe eines Lagerhauses. Teile der römischen Wehrmauern, Türme, Tore und Säulen stehen noch bei der Strandpromenade.

Die schön ausgestattete orthodoxe Kathedrale und die große Moschee mit dem 50 Meter hohen Minarett sehen gut aus, entstanden allerdings erst um 1900. Außerdem gibt es ein gut bestücktes Meeresaquarium sowie ein Museum mit wichtigen Werken rumänischer Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts.

Bistrita

Siebenbürger Sachsen gründeten die Stadt im zwölften Jahrhundert. Noch heute präsentiert sich ein Teil sehr mittelalterlich. Am Hauptplatz und in der Kornzeile sind alte Laubenhäuser aufgereiht. Sowohl die orthodoxe als auch die evangelische Kirche stammen aus dem Mittelalter - ebenso der Fassbinderturm, der als Rest der Wehranlagen erhalten blieb.

Moldauklöster

Stefan der Große (er regierte von 1457 bis 1504) und seine Nachfolger auf dem Thron des Fürstentums Moldau ließen für jeden Sieg über die Türken ein Kloster oder mindestens eine kleine Kirche bauen. Es müssen viele Siege gewesen sein, denn die Bukowina, diese sanfthügelige Wald- und Wiesengegend, ist voll von ihnen. Allein 44 Kirchen sollen auf Stefans Konto gehen.

Fast alle diese Klöster sind oder waren von Wehrmauern umgeben. Was sie weltberühmt gemacht hat, sind ihre Fresken. Zunächst waren die Kirchen nur innen ausgemalt. Weil die Gemeinden zu groß wurden und sich das Volk bei Gottesdiensten vor der Tür scharte, wurden im 16. Jahrhundert einige der Klosterkirchen auch außen bemalt. So bedeckt biblisches Geschehen im Stil jener Zeit die Außenwände der Moldauklöster Sucevita , Moldovita, Humor und Voronet sowie die Kirche Arbore. Andere Klöster - wie Slatina, Dragomira oder Putna - sind auch ohne äußeren Bilderschmuck sehenswert.

Snagov-See

Der 18 Kilometer lange See ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bukarester. Mitsamt dem umgebenden Wald steht er unter Naturschutz. Das Gewässer ist ungewöhnlich fischreich und hat schöne Badestrände. Man kann Boote mieten oder mit dem Dampfer zu einer kleinen Insel übersetzen - zum Snagov-Kloster. Das Kloster besitzt eine Kirche aus dem frühen 16. Jahrhundert mit Fresken aus jener Zeit.

Donaudelta

Durch ein riesiges Netz von Haupt- und Nebenarmen sucht die Donau ihren Weg ins offene Meer und schafft dabei Schwemmboden heran. So schiebt sich das Donaudelta immer weiter ins Schwarze Meer. Gegenwärtig misst der rumänische Teil des Deltas achtzig mal siebzig Kilometer. Jenseits der Grenze, in der Ukraine, setzt sich die schwammige Ebene fort.

Große Teile dieser Wasserläufe, Seen und Sümpfe mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt stehen unter Naturschutz. Von Tulcea im Westen des Deltas fahren Ausflugsschiffe regelmäßig durch diese Welt aus Wasser, Weiden und dichten Wäldern. Mehr erlebt man bei Bootsausflügen mit Ortskundigen, die Fischer sind auf Touristen eingerichtet. Liebenswürdig zeigen sie die Pelikan-Kolonien und die Brutplätze anderer Wasservögel, verzauberte Wälder auf hochgelegenen Inselchen und verschwiegene, verschilfte Buchten. Sie kochen die berühmte saure Fischsuppe und braten Karpfen am Spieß.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Am internationalen Flughafen in Bukarest drängen nicht-legale Taxianbieter gelegentlich Reisenden ihre Fahrdienste auf. Reisende sollten sich auf solche Angebote nicht einlassen und stattdessen registrierte Taxis benutzen.

* Gewarnt wird in Rumänien vor Taschendieben und Trickbetrügern, die sich manchmal als Polizeibeamte in Zivil ausgeben.

* In letzter Zeit kam es durch Manipulation von Bankautomaten verstärkt auch zu Kreditkartenbetrug.

* In Rumänien - auch in Bukarest - gibt es einige herrenlose Hunde, die in der Gegend herumstreunen. Manche verhalten sich auch aggressiv gegenüber Menschen. Hunderudeln sollte man generell fern bleiben.

* Drogenbesitz und -verteilung kann mit Haftstrafen von 3 bis 25 Jahren geahndet werden.

* Wird gegen einen Ausländer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, so kann ein Ausreiseverbot verhängt werden, das erst aufgehoben wird, wenn der Sachverhalt geklärt ist.

* Besondere Vorsicht im Straßenverkehr wird empfohlen. Rumänien nimmt im Vergleich der EU-Länder einen vorderen Platz ein, wenn es um die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle geht. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten vermieden werden.

* Auch kleinere Verkehrsverstöße können schnell zum Entzug des Führerscheins und zur Verhängung eines Fahrverbotes (dies gilt nur in Rumänien) führen.

* Sexueller Kontakt mit Minderjährigen (bis 18 Jahre) ist verboten.

* Es gilt die 0,0 Promillegrenze. Wer einen Fahrzeugunfall unter Alkoholeinfluss mit fahrlässiger Tötung verursacht hat, muss mit Haftstrafen von 5 bis zu 15 Jahren rechnen.

* Das Fotografieren militärisch wichtiger Anlagen (Häfen, Bahnanlagen, Brücken, Flugplätze, bewachte Gebäude, Grenzposten) ist verboten.

* Von "wildem" Camping oder Zelten wird abgeraten, es sollten nur die ausgewiesenen Plätze benutzt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Monaco

Einreise für Deutsche

Visumfrei. Notwendig ist: Gültiger Reisepass oder Personalausweis.

Landesdaten

Lage

Monaco ist ein selbstständiges Fürstentum unter der Schutzherrschaft Frankreichs. Es liegt als Enklave im französischen Departement See-Alpen (Alpes Maritime) und grenzt mit seiner ganzen Längsausdehnung im Süden an das Mittelmeer. Im Westen sind es 18 km bis nach Nizza und im Osten 9 km bis Menton und 12 km bis zur italienischen Grenze.

Fläche: 1,95 km².

Verwaltungsstruktur: 4 Quartiers (Fontvieille, La Condamine, Monaco-Ville, Monte-Carlo).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 36.400.

Stadtbezirke:

Monaco-Ville (Altstadt) ca. 900

Monte Carlo ca. 16.600

La Condamine ca. 12.000

Fontvieille ca. 4.800

Larvotto (Strand)

Sprache

In Monaco ist Französisch die Amtssprache, ein kleiner Teil der Bevölkerung spricht Monegassisch, ein dem Ligurischen und Provenzalischen verwandter Dialekt. Daneben spricht man auch Italienisch und Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz;

Es empfiehlt sich, Zwischenstecker mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Monaco ist 00377, die Rufnummern sind unmittelbar danach zu wählen. Die Vorwahl von Monaco nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Mit Telefonkarten, die man auf der Post und in Geschäften bekommt, telefoniert man erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 17 sowie Unfallrettung und Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Monaco von E-Plus, O2 und Telekom Deutschland.

Internet

Länderkürzel: .mc

Es gibt ein Internetcafé in Monte Carlo.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

27. Januar (Fest der Schutzheiligen Sainte Dévote)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

31. Mai (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

19. November (Nationalfeiertag)

8. Dezember (Fest der unbefleckten Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

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Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahr)

27. Januar (Fest der Schutzheiligen Sainte Dévote)

22. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

30. Mai (Christi Himmelfahrt)

10. Juni (Pfingstmontag)

20. Juni (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

19. November (Nationalfeiertag)

8. Dezember (Fest der unbefleckten Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

Hauptferienmonat ist der August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 14-16.30 Uhr;

Geschäfte: Große Geschäfte sind im Allgemeinen werktags von etwa 9-19 Uhr durchgehend geöffnet (einmal wöchentlich auch länger). Kleine Geschäfte öffnen oft schon um 7 Uhr und sind abends oft über 19 Uhr hinaus geöffnet, schließen aber dafür in der Mittagszeit für 2 Stunden und an 1 bis 2 Tagen pro Woche. Kleine Lebensmittelgeschäfte haben auch häufig am Sonntagvormittag geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-12 Uhr.

Kleidung

Kleidung wie in Westeuropa, der Jahreszeit entsprechend. Es ist untersagt, außerhalb der Strände und Badeanstalten mit freiem Oberkörper oder barfuß durch die Stadt zu gehen.

Geschichte/Politik

Im sechsten vorchristlichen Jahrhundert wurde der große Fels von Monaco von einem Volksstamm bewohnt, der "Monoikus" hieß. Daraus ist vermutlich der Name Monaco entstanden. 122 v. Chr. eroberten die Römer die Provinz, und 1162 sprach Kaiser Barbarossa das Gebiet der Republik Genua zu. Die Gibelinen - eine genuesische Partei - bauten eine Burg auf den Fels, auf dem heute der Fürstenpalast steht.

1489 wurde Monaco als unabhängiger Staat anerkannt, aber 1525 unter spanischen Schutz gestellt. 1641 wurden die Spanier vertrieben, und die Allianz mit Frankreich begann. 1861 erhielt das Fürstentum Monaco seine vollständige Souveränität und Unabhängigkeit - in einer grenzfreien Zollunion mit Frankreich. 1918 wurde der Kontakt noch enger: Frankreich garantierte den Schutz von Monaco. Monaco dagegen sicherte zu, politisch nicht gegen Frankreich zu operieren.

1962 wurde in einer Konstitution festgelegt, wie in der Regierung von Monaco die Rollen des Fürsten und mehrerer Ratsgruppen verteilt sind. 1993 wurde Monaco ein unabhängiger und souveräner Staat und Mitglied der Vereinten Nationen.

Wirtschaft

Das Monaco von den Einnahmen seines Spielkasinos lebt, ist ein Gerücht. Sie machen nur etwas über 4 Prozent des Staatshaushalts aus - nicht einmal doppelt so viel, wie die Einnahmen aus den öffentlichen Parkhäusern. Mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen kommt aus der Mehrwertsteuer. Monaco hat rund 100 Industriebetriebe (Chemie, Kosmetik, Papier- und Plastikverarbeitung), vor allem aber befinden sich hier zahlreiche Bankfilialen aus aller Welt. Sehr wichtig für das Wirtschaftsleben sind Freizeit- und Geschäftstourismus.

Religion

90 Prozent der Monegassen sind Katholiken, 6 Prozent Protestanten, daneben gibt es orthodoxe und jüdische Minderheiten.

Vegetation

Monaco hat eine Reihe sehenswerter Garten- und Parkanlagen. Dazu gehören die Gärten Saint-Martin (hoch über dem Meer mit Föhren, Agaven, Aloen und Wasserspielen), der Japanische Garten, der sich 7.000 m² weit am Meer entlang hinzieht, und der Exotische Garten mit seinen subtropischen Gewächsen.

Tierwelt

Monaco besitzt ein berühmtes Ozeanografisches Museum, in dem Fische und andere Wassertiere gezeigt werden. Außerdem werden regelmäßig Unterwasser-Ausflüge mit dem Groß-Katamaran "Acquavision" veranstaltet, der Platz für 145 Passagiere und Räume unter dem Wasserspiegel hat, aus denen die Unterwasserwelt betrachtet werden kann.

Kulinarisches

Die monegassische Küche ist eine mediterrane Küche. Oliven, Öl, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Knoblauch werden viel verwendet. Pasta-Gerichte sind genauso auf der Speisekarte zu finden wie Fischspezialitäten (z.B. Stocafi) und Fleischgerichte.

Zum monegassischen Weihnachtsfest blieben einige alte Bräuche erhalten. "Pain de Noel" ist ein Weihnachtsbrot, auf dem Walnüsse in Form eines Kreuzes um einen Olivenzweig angeordnet sind. Dann gibt es die "Fougazes" (das sind mit roten wie weißen Aniskörnern und Orangenblüten bestäubte Biskuits) sowie "Barbagiuan", gefüllte Krapfen, die überall verkauft werden.

Sitten und Gebräuche

Jedes Jahr am 27. Januar wird eine Statue der Heiligen Dévote in einer Prozession von der Kathedrale zur Kirche Sainte Dévote getragen. Dabei wird das Meer gesegnet und auf dem Wasser eine Barke verbrannt. Dévote, eine Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert, ist die Schutzpatronin des Fürstentums Monaco.

An Karfreitag zieht die "Prozession des Toten Christus" durch die Gassen der Altstadt.

"Les Feux de la Saint Jean" besteht aus einem Freudenfeuer am 23. Juni auf dem Platz des Palastes - verbunden mit folkloristischen Gesängen und Tänzen, die am darauffolgenden Tag auf dem Place des Moulins fortgesetzt werden.

Das "Fest des Saint Roman" am 8. August ist eine fröhliche Veranstaltung, die aus dem 16. Jahrhundert stammt: Ein Ball in den Gärten von Saint Martin.

Souvenirs

Es gibt keine speziellen monegassischen Andenken. Doch kann man mit etwas Glück in den Gässchen der Altstadt die eine oder andere kleine Antiquität kaufen.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

16 Liter Bier;

4 Liter nicht schäumende Weine;

1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

10 Liter Kraftstoff je Motorfahrzeug im Reservekanister;

andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegenbis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT:

Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Monaco hat angenehmes Mittelmeerklima. So sind die Winter üblicherweise mild und die Sommer warm, aber nie zu heiß. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar und Februar bei 8°C. In den Hochsommermonaten Juli und August steigt das Thermometer im Durchschnitt auf Temperaturen um die 25°C.

Beste Reisezeit

Das ganze Jahr über.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Monaco ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Ein- und Ausreise ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, vielen Geschäften und zahlreichen Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Geldautomaten, an denen mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten Bargeld abgehoben werden kann, sind weit verbreitet.

Auskunftstellen

Direction du Tourisme et des Congrès
de la Principauté de Monaco
2a, Boulevard des Moulins
Monte-Carlo
98030
Monaco
(00377) 92 16 60 00
(00377) 92 16 61 16
www.monaco-congres.com
dtc@gouv.mc

Chambre de Développement Economique
de Monaco
Athos Palace
2, rue de la Lüjerneta
98013
Monaco
Chambre de Développement Economique de Monaco
B.P. 653
98013 Monaco/Monaco
(00377) 97 98 68 69
(00377) 97 98 68 68
www.monaco-congres.com
info@cde.mc

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

zuständig Paris/Frankreich:

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne
24 rue Marbeau
75116
Paris
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
BP 30 221
75364 Paris CEDEX 08 /Frankreich
(0033 1) 53 83 45 02
(0033 1) 53 83 45 00
www.amb-allemagne.fr
Amtsbezirk: Frankreich
Konsularischer Amtsbezirk: Départements Aisne, Calvados, Cher, Côtes-d'Armor, Essonne, Eure, Eure-et-Loir, Finistère, Hauts-de-Seine, Ille-et-Vilaine, Indre, Indre-et-Loire, Loire-Atlantique, Loiret, Loir-et-Cher, Maine-et-Loire, Manche, Mayenne, Morbihan, Nord, Oise, Orne, Paris (Ville de), Pas-de-Calais, Sarthe, Seine-et-Marne, Seine-Maritime, Seine-Saint-Denis, Somme, Val-de-Marne, Val-d'Oise, Vendée, Yvelines;
außerdem die Übersee-Départements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Réunion;
die Übersee-Territorien Französisch-Polynesien, Neukaledonien, St. Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna.
(Zuständige Visabehörde für St. Pierre und Miquelon ist das Generalkonsulat in Montreal/Kanada, für die französischen Hoheitsgebiete im Südpazifik die Botschaft Wellington/Neuseeland.)
Der Leiter der Vertretung ist zugleich als Botschafter in Monaco mit Sitz in Paris akkreditiert.

Von Deutschland

außerdem in Monaco:

Consul Honoraire de la République fédérale d'Allemagne
Le Bristol, 25 bis, Bd. Albert 1er
98000
Monte Carlo /Monaco
(00377) 97 97 49 65
monaco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Fürstentum Monaco
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft in Paris/Frankreich

Botschaft des Fürstentums Monaco
Klingelhöferstraße 7
10785
Berlin
(0 30) 26 39 03 44
(0 30) 263 90 33
berlin@ambassade-monaco.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumangelegenheiten)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Stockumer Kirchstraße 61
c/o Messe Düsseldorf
40474
Düsseldorf
(02 11) 45 60 85 06
(02 11) 456 02 10
consul.honoraire.monaco@messe-duesseldorf.de
Mo bis Fr 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Frauenlobstraße 86
60487
Frankfurt am Main
(0 69) 97 06 00 25
(0 69) 97 06 00 40
frankfurt@honorarkonsulat-monaco.de
Mo bis Do 10-12 und Mi 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Glashüttenstraße 79
20357
Hamburg
(0 40) 43 21 21 21
(0 40) 43 21 12 31
monaco-consulate@jvm.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Brienner Straße 28
80333
München
(0 89) 28 62 81 10
(0 89) 28 62 82 66
consulatmonaco-muenchen@noerr.com
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Puschkinallee 17

14469
Potsdam
(03 31) 20 14 77 10
(03 31) 201 47 70
potsdam@zumbaum.de
Mo, Di und Mi 9-13 und 15-17 Uhr

(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Bopserwaldstraße 58
10184
Stuttgart
(07 11) 248 39 29 20
(07 11) 24 83 92 90
guenther.fleig@web.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Französische Botschaft
mit Konsularabteilung
Pariser Platz 5
10117
Berlin
(0 30) 590 03 91 10
(0 30) 590 03 90 00
www.botschaft-frankreich.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)
(für Visa-Angelegenheiten siehe Frankfurt/M.)

Französisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 35
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 79 50 96 46
(0 69) 795 09 60
www.consulatfrance.de/francfort
info@consulfrance-francfort.org
Mo bis Fr 8.45-12 Uhr, außerdem Do 14-15.30 Uhr
(für Visa-Angelegenheiten Bundesrepublik Deutschland)

Sehenswertes

Fürstlicher Palais

Wo einst eine mächtige Festung der Fürsten von Genua stand, auf dem ins Meer vorspringenden Felsen von Monaco, wurde schon im 13. Jahrhundert begonnen, den Palast der monegassischen Fürsten ("Palais du Prince") zu bauen. Hier kann man (wenn die Fürstlichkeiten den Palast nicht gerade bewohnen) viel Geschichte und Tradition nacherleben. Es gibt eine italienische Galerie mit prachtvollen Fresken genuesischer Künstler, einen sehr schönen Salon im Stil Ludwig XIV. und den Thronsaal, in dem seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig Feste und historische Zeremonien stattfinden.

Im Museum werden viele Gegenstände und Dokumente aus dem ersten französischen Kaiserreich aufbewahrt, darunter vieles, das Napoleon gehörte. In einer Etage kann der Besucher sich einen Überblick über den historischen Werdegang Monaco verschaffen; es werden dort Uniformen, Orden und eine komplette monegassische Briefmarkensammlung gezeigt.

Der Platz vor dem Palais bietet einen schönen Blick auf den Hafen der Stadt Monte Carlo. Um 11.55 Uhr kann man die klangvolle und sehr prächtige Wachablösung vor dem Haupteingang des Palastes mit verfolgen. Das militärische Zeremoniell ist seit über einem Jahrhundert streng festgelegt. Die Garde ist Ehrenwache und Eskorte, soll aber notfalls auch für die Sicherheit des Fürsten sorgen.

Gleich nebenan liegt die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, die zum Teil noch ganz mittelalterlich anmuten.

Spielsäle

Monaco bietet im Stadtteil Monte Carlo mehrere Spielmöglichkeiten an. Berühmt ist das Kasino, ein Bau von 1878. Durch das mit Marmor ausgelegte Atrium kommt man in den Opernsaal, der ganz in Rot und Gold gehalten ist und in dem regelmäßig Opern, Konzerte und Ballettaufführungen stattfinden.

Angeschlossen sind mehrere ineinander übergehende Spielsäle für Roulette, Trente et Quarante, Chemin de fer und ähnliches.

Es gibt in Monte Carlo aber noch mehr Spielmöglichkeiten - teils mit den herkömmlichen Glücksspielen, teils mit Spielautomaten -, beispielsweise im "Café de Paris" am Kasino-Platz, im "Sun Casino" im Gran Hotel oder in "Le Sporting d´Eté" an der Av. Grace.

Ozeanografisches Museum

Das weltbekannte Museum ist der breiten Palette der Meereswissenschaften gewidmet. Architektonisch gilt es als ein monumentales Kunstwerk. In den imposanten Sälen findet man bemerkenswerte Sammlungen der Meeresfauna sowie zahlreiche ausgestopfte Meerestiere und Skelette. Im Untergeschoss bietet das Aquarium dem Besucher das einmalige Schauspiel einer üppigen Unterwasserflora und -fauna. Seltene Fischarten aus allen Meeren des Erdballs tummeln sich dort in 90 Becken. Das neue Mega-Auqarium, einmalig in der Welt, bietet die Möglichkeit, die Evolution von Hammerhaien und Rochen zu bewundern. Das Filmtheater zeigt Filme zum Thema Meer, hauptsächlich von Jacques Cousteau, der bis 1988 Direktor des Museums war. Schließlich bietet die Publikumsterrasse ein herrliches Panorama auf die italienische Riviera und das Esterel-Massiv.

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum steht im Stadtteil Monte Carlo und bietet eine faszinierende Welt von historischen Automaten und alten Puppen in zeitgenössischen Kostümen. Die Automaten werden mehrmals täglich in Bewegung gesetzt. Die sehr attraktive Sammlung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert; sie lebt ganz in der Atmosphäre jener Zeit. Prachtstück der Sammlung ist eine neapolitanische Krippe.

Wachsfiguren-Kabinett

Auf dem Fels von Monaco steht in dem romantischen, malerischen Gässchen "Rue Basse" das Wachsfiguren-Kabinett. Hier wird die Geschichte der monegassischen Dynastie ab dem 13. Jahrhundert in historischen Szenen aufgezeigt. Die Figuren sind lebensgroß und tragen echte historische Kostüme.

Exotischer Garten

Die außergewöhnliche Anlage mit mehreren tausend Pflanzenarten liegt an den Flanken eines Felsens. Hier gedeiht im sanften Klima der Küste eine subtropische Flora. Besonders sehenswert sind die hundertjährigen mexikanischen und südamerikanischen Kakteen, die Euphorbien und die afrikanischen Kandelaber, die teilweise zehn Meter aufragen. Zum Garten gehören das Prähistorische Museum für Anthropologie, das die Entwicklungsgeschichte der Menschen aufzeigt, sowie - 60 m tief im Fels - eine "Prähistorische Grotte" mit schönen Tropfsteinen.

Japanischer Garten

Der japapanische Garten ist mehr als Kunstwerk denn als botanischer Park gedacht und wurde von einem berühmten Japaner entworfen und von einem hohen Shintu-Priester geweiht. Die Pinien- und Olivenbäume sind nach japanischer Tradition geschnitten. Man kommt zu Wasserfällen und idyllischen Inseln, zu Bambuszäunen und einem Teehaus.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausflugsland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2019:

1. Januar (Neujahr)

19. April (Karfreitag)

22. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

30. Mai (Christi Himmelfahrt)

10. Juni (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

20. Juni 2019 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

20. November 2019 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (4. und 5. März 2019) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Italien

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Landesdaten

Lage

Die Republik Italien grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich, im Osten an Slowenien und wird im Südwesten, Süden und Südosten vom Mittelmeer eingerahmt.

Zu Italien gehören auch die beiden großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien.

Fläche: 301.302 km².

Verwaltungsstruktur: 20 Regionen; Sonderstatus für die 5 Regionen Aostatal, Friaul-Julisch-Venetien, Sardinien, Sizilien, Trentino-Südtirol.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 60,8 Millionen

Städte:

Rom (Hauptstadt) ca. 2,7 Millionen (mit Vororten ca. 4,4 Millionen)

Mailand ca. 1,25 Millionen

Neapel ca. 947.800

Turin ca. 872.800

Palermo ca. 653.200

Genua ca. 591.800

Bologna ca. 375.900

Florenz ca. 355.300

Bari ca. 316.700

Catania ca. 293.500

Venedig ca. 264.000

Verona ca. 254.600

Messina ca. 240.100

Triest ca. 202.500

Sprache

Die Landessprache ist Italienisch. In einigen Gebieten wird Deutsch bzw. Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220/230 Volt. Schukostecker können oft nicht verwendet werden. Deswegen empfiehlt es sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien ist 0039. Beim Telefonieren nach Italien vom Ausland aus muss die 0 der Ortsnetzziffer des entsprechenden Ortes mitgewählt werden, z.B. nach Rom lautet die Vorwahl 0039 06. Bei Ortsgesprächen innerhalb Italiens muss ebenfalls die Vorwahl mitgewählt werden.

Von Italien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Die Direktwahl nach Deutschland ist nur aus Telefonzellen mit orangerotem Telefonhörer-Symbol möglich. Die meisten Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten, die an Tankstellen, in Bars und Restaurants oder an Zeitungskiosken gekauft werden können.

NOTRUFNUMMERN: Notruf (Carabinieri) 112 oder Polizei 113, Unfallrettung 118, Feuerwehr 115, Waldbrände 15 15, Seenotrettungsdienst 15 30.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Italien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .it

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

2. April (Ostermontag)

25. April (Tag der Befreiung)

1. Mai (Tag der Arbeit)

2. Juni (Nationalfeiertag)

29. Juni (St. Peter und Paul; Feiertag nur in Rom)

15. August (Mariä Himmelfahrt; Ferragosto)

1. November (Allerheiligen)

7. Dezember (St. Ambrosius; Feiertag nur in Mailand)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

26. Dezember (Stephanstag)

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Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

22. April (Ostermontag)

25. April (Tag der Befreiung)

1. Mai (Tag der Arbeit)

2. Juni (Nationalfeiertag)

29. Juni (St. Peter und Paul; Feiertag nur in Rom)

15. August (Mariä Himmelfahrt; Ferragosto)

1. November (Allerheiligen)

7. Dezember (St. Ambrosius; Feiertag nur in Mailand)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

26. Dezember (Stephanstag)

Die Hauptferienzeit ist von Mitte Juli bis Ende August (einige Betriebe schließen im August), zwischen Weihnachten und Neujahr sowie rund um Ostern. Brückentage werden auch gern für ein verlängertes Wochenende genutzt.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8.30-13.30, 15-16 Uhr, Fr 8.30-13.30, 14.45-15.45 Uhr, oft auch Sa Vormittag.

Büros: Mo bis Fr 8.30-12.30, 13.30-17.30 Uhr.

Geschäfte: werktags 8.30-12.30 Uhr (Süditalien 9-13 Uhr), 15.30-19.30 Uhr (Süditalien 16-20 Uhr). In den Städten Norditaliens gibt es einen Trend zu durchgehenden Öffnungszeiten. In Süditalien sind die Lebensmittelgeschäfte in der Sommerperiode geöffnet von 7.30-13.30, 17.30-20 Uhr. Die Läden sind meistens montags einen halben Tag geschlossen.

Kleidung

Während der Sommermonate braucht man leichte Sommerkleidung. Im Herbst und Frühjahr sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Im Winter benötigt man Wollsachen, warme Mäntel und gutes Schuhwerk. Auch einen Regenmantel oder eine Regenjacke sollte man unbedingt dabeihaben.

Geschichte/Politik

Mit den Etruskern kam im neunten Jahrhundert v. Chr. eine erste Hochkultur nach Italien. Um 470 v. Chr. begann der Aufstieg Roms, das um 100 n. Chr. seine größte Ausdehnung hatte. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches entstanden auf italienischen Boden germanische Nachfolgereiche. 381 wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben und seit dem fünften Jahrhundert ist der Bischof von Rom Oberhirte über alle Katholiken. Die darauf folgenden Machtkämpfe zwischen Kaisern und Päpsten erreichten ihren Höhepunkt mit dem Investiturstreit. Im Wormser Konkordat von 1122 mussten die Kaiser das Recht, den Papst zu wählen, an ein Kollegium von Kardinälen abgeben.

In der Folgezeit erlebten die Stadtstaaten wie etwa Venedig, Genua, Pisa, Mailand und Florenz einen erheblichen Aufschwung. Sie hatten durch die Kreuzzüge und durch rege Handelstätigkeiten ihren Einfluss bis in den östlichen Mittelmeerraum ausgedehnt. Zwischen Genua und Venedig entwickelte sich bald ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft, den die Venezianer gegen Ende des 14. Jahrhunderts für sich entscheiden konnten.

Mitte des 15. Jahrhunderts hatte sich Italien einen großen Reichtum angeeignet. Als Pionier des Wiederauflebens der Gelehrsamkeit und der Künste, bekannt als "Renaissance", stand Italien in kultureller Hinsicht den anderen europäischen Nationen weit voran. Am überragendsten war diesbezüglich die Toskana, aus welcher der große Dichter Dante Alighieri und der Maler Giotto hervorgingen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde Italien das Ziel mehrerer aggressiver Kriege durch Frankreich, Spanien und Österreich. Nur wenige Stadtstaaten, z.B. Genua und Venedig, konnten sich behaupten.

Während des 18. Jahrhunderts blieb Italien gespalten und unter ausländischer Herrschaft. 1796 marschierte Napoleon Bonaparte in Italien ein und gliederte bis 1810 sogar Rom ins Französische Großreich ein. Nach Bonapartes Niederlage gegen Österreich wurde im Wiener Kongress (1814-1815) die Restauration der österreichischen Herrschaft über die Halbinsel garantiert. Der italienische Widerstand gegen die Vorherrschaft Österreichs kennzeichnet sich durch eine wachsende Bewegung für nationale Einheit und Unabhängigkeit, die "Risorgimento" genannt wird. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen. Während des Ersten Weltkrieges blieb Italien zunächst neutral, schlug sich dann auf die Seite von Frankreich und Großbritannien.

1922 wurde Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten ernannt. In der Folgezeit begründete er seine faschistische Diktatur und verbündete sich mit Hitler. Durch die Besetzung Albaniens und Äthiopiens versuchte er, eine Großmachtstellung für Italien aufzubauen. 1940, nach der Niederlage Frankreichs, griff Italien in den Zweiten Weltkrieg ein. 1943 landeten die Alliierten auf Sizilien, ein Jahr später konnten sie Rom erobern. 1946 wurde durch ein Memorandum die Monarchie in Italien beendet. Innenpolitische Unruhen mit Regierungskrisen und Korruptionsskandalen erschüttern seitdem immer wieder das Land. Italien ist Mitglied der EU.

Wirtschaft

Der Tourismus trägt in Italien erheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden als Ernte- und Weideland genutzt. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international ganz vorn. Weitere wichtige Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten, Zuckerrüben, Mais und Reis sowie Artischocken, Pfefferschoten und Wassermelonen. Am bedeutendsten für die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau (Oliven, Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln). Auch die Milchwirtschaft hat einen hohen Stellenwert. Bekannte Käsesorten des Landes sind Gorgonzola, Pecorino und Parmesan. Italiens wichtigste Bodenschätze sind Erdgas, Petroleum und Pyrit.

Ein anhaltendes Problem der italienischen Wirtschaft stellt das enorme Nord-Süd-Gefälle dar. Viele Süditaliener arbeiten in Norditalien oder im benachbarten Ausland.

Religion

In Italien herrscht die römisch-katholische Religion vor, der über 80 Prozent der Bevölkerung angehören. Ein 1984 verabschiedetes Gesetz schuf die römisch-katholische Religion als Staatsreligion ab und beendete den obligatorischen Religionsunterricht an Staatsschulen. Die wichtigsten Minderheitenreligionen sind Protestantismus, Islam und Judentum.

Vegetation

Zu der für die zentralen und südlichen Flachländer Italiens charakteristischen mediterranen Pflanzenwelt zählen z. B. Oliven-, Orangen-, Limonen- und Zitronenbäume und Palmen. Im Süden findet man häufig Feigen-, Dattel-, Granatapfel- und Mandelbäume, Zuckerrohr und Baumwolle. An den niedrigeren Hängen der Apenninen sind Kastanien-, Zypressen- und Eichenbäume, in höheren Lagen ausgedehnte Pinien- und Tannenwälder vorherrschend.

Tierwelt

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern findet man in Italien weniger Tierarten. In den Alpen leben noch wenige Murmeltiere, Steinböcke und Gemsen. An Vögeln herrschen Geier, Bussard, Falke und Milan in den Bergen vor. Wachtel, Waldschnepfe, Rebhuhn und verschiedene andere Zugvogelarten findet man in vielen Teilen Italiens. Zahlreiche Eidechsen- und Schlangenarten, u.a. drei Spezies der giftigen Vipernfamilie, und Skorpione sind noch anzutreffen.

Kulinarisches

Zusammen mit der französischen Küche ist die italienische Gastronomie führend in Europa. Nach den Nudelgerichten sind die Fischgerichte empfehlenswert. Die Pizza (ursprünglich ein gewürztes Brot) hat sich erst im Laufe des Wohlstands und mit Einfluss des Tourismus entwickelt. Standardgetränk zu allen Essen sind Wein (regionales Angebot z.B. Chianti in der Toscana, Lambrusco in der Emilia-Romagna, Orvieto in Umbrien und Marsala auf Sizilien) und Mineralwasser. Aber auch italienisches und ausländisches Bier wird angeboten.

Souvenirs

Einige Artikel, wie z.B. Terrakottatöpfe oder Espessomaschinen sind in Italien preisgünstig. Für ihre Antiquitätenmärkte sind Lucca, Mailand, Ravenna und Turin bekannt. Noch heute findet man in Italien viele Erzeugnisse des traditionellen Kunsthandwerks, die sich gut als Mitbringsel eignen, z.B. in Südtirol Trachten, in Ligurien Klöppelspitzen und Gegenstände aus Olivenholz, in Venetien Glas- und Kristallwaren sowie Spitzen und in der Toscana Alabastergegenstände, farbige Keramik und Goldschmiedearbeiten. Der Süden ist bekannt für Teppiche, Korallenschmuck und Kleinmöbel.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Änderung der Zollbestimmungen - seit dem 1. Januar 2014 gilt folgende Ausnahmeregelung:

In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn oder Rumänien gekaufte Zigaretten dürfen nur noch bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei nach Italien eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländer) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf dem Landweg 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Italien erstreckt sich vom Brenner-Pass bis zur Südspitze Siziliens. Während Oberitalien noch im mitteleuropäischen Klimabereich liegt (kalte Winter), beginnt in der Po-Ebene das gemäßigte-subtropische Übergangsklima. Die Mitte und der Süden des Landes sind durch mild-feuchte Winter und trocken-heiße Sommer gekennzeichnet.

Beste Reisezeit

Italien hat das ganze Jahr über Saison.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Italien ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

Reisende müssen beachten, dass in Italien generell Beträge über 3.000 Euro (auch Hotelrechnungen etc.) nicht in bar, sondern per Überweisung, mit GiroCard oder Kreditkarte bezahlt werden müssen.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von zusammen über 10.000 Euro beim italienischen Grenzzollamt.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von Banken, größeren Hotels, Restaurants der gehobenen Kategorie und bei Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Auskunftstellen

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
Barckhausstraße 10, 5. Stock
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 23 28 94
(0 69) 23 74 34
frankfurt@enit.it
ENIT-Büro in Berlin:
c/o Botschaft der Italienischen Republik
Hiroshimastraße 1
10785 Berlin
Tel. (0 30) 24 31 04 13
E-Mail: berlin@enit.it

A.P.T. (Agenzia Nazionale del Turismo)
Via Marghera 2/6
00185
Rom /Italien
(0039) 06 446 33 79, 446 99 07
(0039) 06 497 11
sedecentrale@enit.it

Camera di Commercio Italo-Germanica
(Deutsch-Italienische Handelskammer)
Via Gustavo Fara, 26
20124
Mailand /Italien
(0039) 02 66 98 09 64
(0039) 02 67 91 31
info@ahk-italien.it

Camere di Commercio d´Italia - Unioncamere
Piazza Sallustio 21
00187
Rom /Italien
(0039) 06 470 42 40
(0039) 06 470 41
unioncamere@cert.legalmail.it

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Italien

Hiroshimastraße 1
Konsularabteilung (keine Visa-Abteilung):
Hildebrandstraße 1
10785
Berlin
(0 30) 25 44 01 89
(0 30) 25 44 00
www.botschaft-italien.de
segreteria.berlino@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Di 8.30-10.30 Uhr, Mi und Do 13-17 Uhr
Bitte beachten: Visa-Anfragen sind an das Generalkonsulat Frankfurt/M. zu richten!
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorarkonsulat der Republik Italien
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 8
28359
Bremen
(04 21) 42 12 02 07 00
(04 21) 421 20 20 97 39, 421 20 20 72 22
www.consolati-italiani.de/colonia
brema.consolato@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr und nachmittags nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Konsulat der Republik Italien
Goebenstraße 14
44135
Dortmund
(02 31) 55 13 79
(02 31) 57 79 60
segreteria.dortmund@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, Mi 14.30-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirke Detmold, Münster und Arnsberg mit Ausnahme der Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Augsburger Straße 3
01309
Dresden
(03 51) 444 45 84 88
(03 51) 444 44 88
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato@consonordresda.de
Mo bis Fr 9.30-12 Uhr
keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Direktionsbezirk Dresden)

Generalkonsulat der Republik Italien
Kettenhofweg 1
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 753 11 04
(0 69) 753 10
www.consolati-italiani.de/francoforte
segreteria.francoforte@esteri.it
Visa-Abteilung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi auch 14.30-17 Uhr - nur nach telefonischer Vereinbarung
bundesweit zuständig für Visa-Angelegenheiten

Konsulat der Republik Italien
Augustinerplatz 2
79098
Freiburg/Breigau
(07 61) 386 61 61
(07 61) 38 66 10
www.consolati-italiani.de/friburgo
consolato.friburgo@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr

(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirk Freiburg)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lokstedter Weg 24
20251
Hamburg
(0 40) 44 40 50 46
(0 40) 44 40 50 44
www.italia-hannover.de
anton.roessner@gmx.de
Mo und Mi 9.30-13.30 Uhr, Di 15-19 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Generalkonsulat der Republik Italien
Freundallee 27
30173
Hannover
(05 11) 283 79 30
(05 11) 28 37 90
www.italia-hannover.de
segreteria.hannover@esteri.it
Di bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
- mit Ausnahme der Kreise Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt

Honorarkonsulat der Republik Italien
Brunswiker Straße 40
24105
Kiel
(04 31) 570 00 81
(04 31) 570 00 80
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato_onorario_kiel@yahoo.it
Mo und Fr 10-12 Uhr und Mi 15-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Rosengartenplatz 2
68161
Mannheim
(06 21) 33 84 01 10
(06 21) 33 84 02 24
www.consolati-italiani.de/colonia
mannheim-onorario@esteri.it
Mi 14-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur für die Stadt Mannheim)

Generalkonsulat der Republik Italien
Universitätsstraße 81
50931
Köln
(02 21) 406 03 50
(02 21) 40 08 70
www.consolati-italiani.de/colonia
info.colonia@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur die Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Arnsberg - ohne die Städte Arnsberg und Sundern im Hochsauerlandkreis und die Städte Iserlohn, Menden, Hemer und Balve im Märkischen Kreis - sowie die Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Messe-Allee 1
04356
Leipzig
(04 31) 678 81 02
(04 31) 678 90 00
www.consolati-italiani.de/colonia
ufficio@conslipsia.de
Mo, Di, Do 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)
Sachsen, jedoch nur die Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz

Generalkonsulat der Republik Italien
Möhlstraße 3
81675
München
(0 89) 47 31 34
(0 89) 41 80 03 62
www.consolati-italiani.de/monaco
segreteria.monacobaviera@esteri.it
Mo bis Mi 9-12.30 Uhr, Di auch 14-17.30 Uhr, Fr 8.30-12.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lorenzer Platz 3a
90402
Nürnberg
(09 11) 202 21 07
(09 11) 202 20
www.consolati-italiani.de/colonia
guenther.kreuzer@kreuzer.de
Freitag 14-19 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Am Ludwigsplatz 7
66117
Saarbrücken
(0681) 92 56 66 66
www.consolati-italiani.de/colonia
saarbrücken.onorario@esteri.it
Am ersten und dritten Donnerstag des Monats 15-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Italien
Lenzhalde 46
70192
Stuttgart
(07 11) 256 31 36
(07 11) 256 30
www.consolati-italiani.de/stoccarda
consolato.stoccarda@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di und Do auch 14.30-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur der Regierungsbezirk Freiburg i. Breisgau und die Kreise Heidelberg, Mannheim und Rhein-Neckar)

Konsularagentur der Italienischen Republik
Goethestraße 52
38440
Wolfsburg
(0 53 61) 213 58
(0 53 61) 230 77/78
info.wolfsburg@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di, Do 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Hannover zu richten)
(nur die Stadt Wolfsburg sowie die Landkreise Helmstedt und Gifhorn im Regierungsbezirk Braunschweig)

Ambasciata della Repubblica Federale di Germania
Via San Martino della Battaglia 4
00185
Rom /Italien
(0039) 06 445 26 72
(0039) 06 49 21 32 08
www.deutschebotschaft-rom.it
Amtsbezirk: Provinzen Ancona, Ascoli Piceno, Avellino, Bari, Benevento, Brindisi, Campobasso, Caserta, Catanzaro, Chieti, Cosenza, Crotone, Foggia, Frosinone, Isernia, Latina, L'Aquila, Lecce, Macerata, Matera, Neapel, Perugia, Pesaro-Urbino, Pescara, Potenza, Reggio-Calabria, Rieti, Rom, Salerno, Tarent, Teramo, Terni, Vibo Valentia und Viterbo sowie die Inseln Sardinien und Sizilien

Consolato Onorario della Repubblica
Federale di Germania
Bari Via Argiro 7
70122
Bari
(0039) 080 52 275 37
(0039) 080 52 275 37
bari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: alle Provinzen der Region Apulien
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Rom

Consolato Onorario della Repubblica
Federale di Germania
Dr.-Streiter-Gasse 12
39100
Bozen
(0039) 0471 97 57 79
(0039) 0471 97 21 18
bozen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Bozen und Trient/Trento
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via R. Garzia 9
09126
Cagliari /Italien
(0039) 070 30 72 29
(0039) 070 30 72 29
cagliari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Sardinien (Provinzen Cagliari, Nuoro, Oristano, Sassari)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Corso dei Tintori 3
50122
Florenz /Italien
(0039) 055 247 32 08
(0039) 055 234 35 43
florenz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Arrezo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Massa-Carrara, Pisa, Pistoia, Prato, Siena
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Malta 2/1
16121
Genua /Italien
(0039) 010 576 54 44
(0039) 010 576 53 42
genua@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Genua, Imperia, La Spezia und Savona
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Generalkonsulat Mailand

Consolato Generale della Repubblica Federale di Germania
Via Solferino 40
20121
Mailand /Italien
(0039) 02 655 42 13
(0039) 02 623 11 01, 62 31 10 27
www.deutschesgeneralkonsulat-mailand.it
info@mailand.diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Aostatal, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Lombardei, Piemont, Südtirol, Toskana, Venetien und die Republik San Marino

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via San Sebastiano 13
98122
Messina /Italien
(0039) 090 67 17 80
(0039) 090 67 17 80
messina@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Messina, Catania, Ragusa und Syrakus
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Medina, 40
80133
Neapel /Italien
(0039) 081 761 46 87
(0039) 081 248 85 11
www.deutschesgeneralkonsulat-neapel.it
neapel@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Basilicata, Kalabrien, Kampanien und Molise
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Principe di Villafranca 33
90141
Palermo /Italien
(0039) 091 982 08 08
(0039) 091 982 08 08
palermo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Palermo, Trapani, Agrigento, Caltanissetta und Enna
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Santo Croce 251, Palazzo Condulmer
30135
Venedig /Italien
(0039) 041 244 84 69
(0039) 041 523 76 75
venedig@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Belluno, Görz/Gorizia, Padua, Pordenone, Rovigo, Treviso, Tiest, Udine, Venedig, Vicenza
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Sehenswertes

Rom

Rom, die Hauptstadt der Republik Italien und der Region Latium, etwa 20 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer landeinwärts gelegen, ist die klassische Städtereise-Metropole. Die römische Lebensart und das Interesse an Kunst, Geschichte und Religion sind wohl die wichtigsten Gründe für einen Besuch der "Ewigen Stadt". Eine Münze in die Fontana di Trevi werfen, das Kolosseum und das Kapitol besichtigen, die Rast auf der Spanischen Treppe, die Vatikanstadt mit Petersplatz, Petersdom, Vatikanischen Museen und Sixtinischer Kapelle besuchen, die Katakomben an der Via Appia Antica ansehen - all das gehört seit Generationen zu einem Rombesuch wie das abendliche Essen im Restaurant oder der Einkaufsbummel in den Boutiquen und auf den Straßenmärkten.

Rom war Jahrtausende lang der kulturelle Mittelpunkt Europas und Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit einer Vestalin. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Die historisch nachweisbare Besiedlung der römischen Hügel lässt sich aber bis in das 14. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen.

Die Entwicklung Roms zur Hauptstadt der größten und perfektesten politischen Organisation der Antike erreichte ihren Höhepunkt unter Kaiser Augustus (27 v.Chr. bis 14 n.Chr.). Die wechselvolle Geschichte, die in einer Verheerung der Stadt zur Zeit der Völkerwanderung und späterer Ereignisse endete (im 14. Jahrhundert hatte die Stadt noch 20.000 Einwohner), ist heute noch in den zahllosen Bauwerken der Stadt sichtbar. Rom gleicht einem einzigen Freilichtmuseum. Das historische Zentrum der Stadt, die Vatikanstadt und die Kirche "San Paolo fuori le Mura" wurden in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der UNESCO aufgenommen. In den kleinen Gassen und Straßen der Innenstadt kann man tagelang untertauchen und das römische Leben abseits der Touristenströme studieren.

Der Tiber (Tevere) ist mit 405 Kilometern Länge nach dem Po der zweitlängste Fluss des Landes und durchzieht von Norden nach Süden in drei Windungen die Stadt. Am linken Ufer erheben sich die sieben Hügel, auf denen das alte Rom erbaut wurde. Am Stadtrand liegt der mit 0,44 Quadratkilometern kleinste eigenständige Staat der Welt, die Vatikanstadt, die der Sitz des Papstes und der Kurie ist.

Heute ist Rom ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum mit regem politisch-administrativem, kulturellem und künstlerischem Leben. Die zahllosen sehenswerten Museen und Sammlungen spiegeln die Geschichte der "Ewigen Stadt" und Italiens eindrucksvoll wider. Das Nachtleben spielt sich weitgehend im Freien ab. Nur in den Wintermonaten sind Kneipen und Musikclubs begehrte Anziehungspunkte. Im Sommer finden zahlreiche Festivals und Open-Air-Veranstaltungen statt.

Venedig

Venedig gilt als eine der faszinierendsten Städte der Welt. Trotz der Touristenmassen von zwölf bis 15 Millionen Menschen jährlich, der horrenden Preise, der Umweltprobleme und der Abwanderung der Bevölkerung hat die Stadt in der Lagune noch immer nichts von ihrem Zauber verloren.

Die märchenhafte Wasserstadt, die von 177 Kanälen durchzogen wird, ist ein einzigartiges Kunst- und Freilichtmuseum. Die prächtigen Palazzi, prunkvollen Baudenkmäler, Kirchen und Klöster hinterlassen bei jedem Besucher einen prägenden Eindruck. Zentraler Hauptplatz und touristischer Anziehungspunkt ist die Piazza di San Marco mit der berühmten Basilica di San Marco und dem majestätischen Palazzo Ducale. Vernetzt sind die Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätze und Stadtteile durch ungefähr 3.000 Fußwege und fast 400 Brücken. Die Ponte di Rialto, die Ponte dell' Accademia und die Ponte Scalzi überspannen den berühmtesten Wasserboulevard der Stadt, den Canal Grande. Doch trotz aller Romantik sind die Stadt und die Lagune stark gefährdet. Die Millionen Holzpfähle, auf denen die Gebäude und Paläste erbaut sind, werden von den hochgiftigen Abwässern der Industrie zernagt. Dazu verschärfen eine Klimaänderung sowie ein steigender Meeresspiegel die Situation. Die tiefsten Stellen der Lagunenstadt, wie zum Beispiel die Piazza di San Marco, werden mehrmals im Jahr überschwemmt und die Stadt wird kontinuierlich im Wasser versinken, falls keine geeignete Lösung zu ihrer Rettung gefunden wird.

Die Geschichte von Venedig begann, als sich im fünften Jahrhundert Veneter auf der Flucht vor germanischen Stämmen in der Lagune niederließen. Im Mittelalter nahm die Stadt einen gigantischen Aufschwung und war Jahrhunderte lang die mächtigste Seerepublik der europäischen Welt. In gewaltigen Expansionszügen wurde die jugoslawische Adria bis tief ins östliche Mittelmeer und das Festland bis zu den Alpen unterworfen. Der Venezianer Marco Polo fand den Weg ins ferne China. Damit konnte Handel mit den fernöstlichen Gewürzen und Genussmitteln betrieben werden. Ein ungeheurer Reichtum breitete sich in Venedig aus, der bis heute in den prunkvollen Palästen und Bauwerken der Stadt zu erahnen ist. Berühmtheit erlangte Venedig auch durch seine Gondeln, die Glasereien von Murano, den Belcanto (italienischen Operngesang), den Karneval und das jährliche Internationale Filmfestival.

Besucher, die etwas mehr Zeit mitbringen und das Stadtgefüge aus allen Perspektiven erlebt haben, sollten unbedingt die Inseln in der Lagune von Venedig besuchen. Die bekanntesten sind Murano, Burano und Torcello sowie der Lido di Venezia.

Ligurien

Ligurien ist ein schmaler Landstreifen, der den Golf von Genua am westlichen Mittelmeer umfasst. Das Gebiet, das wegen seines milden sonnenreichen Klimas sehr beliebt ist, gilt seit jeher als Ort für einen angenehmen Winteraufenthalt. In den Fremdenverkehrsorten wurden viele Pflanzen eingeführt, wie Palmen oder Magnolien. In dem milden Klima wird die Blumenzucht betrieben. Der Blumenmarkt von San Remo zählt zu den bekanntesten Europas.

Das Wahrzeichen von Genua, der wichtigsten Hafenstadt Italiens, ist der Leuchtturm. Die noch vorhandenen Adelspaläste geben ein Bild vom Reichtum der Stadt im 16. und 17. Jahrhundert. Sehenswert sind u.a. der Palazzo Ducale (Dogenpalast), die Kathedrale San Lorenzo, die romanische Kirche Santa Maria di Castello sowie das Museum für ostasiatische Kunst (Museo Chiossone) mit Werken aus Japan, China und Thailand. Bordighera, eleganter Bade- und Luftkurort, hat eine malerische Altstadt. Auch der 1,5 Kilometer entfernte Botanische Garten (Giardino Esotico Pallanco) in Madonna della Ruota ist einen Besuch wert.

Portofino erfreut sich bei Reisenden wegen seiner landschaftlich schönen Lage und seiner mediterranen Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Da der Ort von Touristen überlaufen ist, sollte man ihn in den frühen Morgenstunden besuchen.

Rapallo ist der größte Badeort der Region, in dem Wassersportler voll auf ihre Kosten kommen.

Auch in San Remo, dem bekanntesten Urlaubsort an der Riviera, herrscht im Sommer reger Badebetrieb. Charakteristisch für die Altstadt ist das Gewirr von Gassen. Interessant ist auch die Villa Nobel, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Sizilien

Die größte Insel im Mittelmeer ist mit ihrer Hauptstadt Palermo eine autonome Region. Die Insel ist gebirgig und von Vulkanismus geprägt. Der Ätna an der Ostküste ist mit seinen 3.300 m Höhe der größte noch tätige Vulkan in Europa. Schöne Landschaften und gute Strände (besonders an der Nord- und Ostküste) sowie viele antike Denkmäler haben den Tourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig werden lassen. Die Insel lässt sich auf einer Rundfahrt (etwa 930 Kilometer) erkunden. Die Hauptstadt Palermo, eine eher moderne Stadt, hat besonders schöne Gärten und Anlagen (z.B. der Park Villa Bonanno) zu bieten. Außerdem sehenswert ist die Kathedrale mit den Königs- und Königinnengräbern, die Capella Palatina, die Piazza Pretoria mit dem Rathaus und der Kirche La Martorana sowie das Teatro Massimo aus römischer Zeit. Auch ein Bummel durch den Hafenbereich lohnt sich.

Die Ostküste ist die reichste und am häufigsten besuchte Region der Insel. Der meistbesuchte Urlaubsort Siziliens ist Taormina. Glanzpunkt der Ostküste ist zweifelsohne der Ätna, den man mit einer Schmalspurbahn in ca. vier Stunden umrunden kann. Auch mit dem Auto ist eine Rundfahrt möglich.

Der Südosten Siziliens allein wäre wegen seiner wunderschönen Landschaft und den reizvollen Städten schon eine Reise wert. In Siracusa mit seinen bedeutenden Altertümern lassen sich schon zwei bis drei Tage verbringen. Die Hauptsehenswürdigkeiten verteilen sich auf Ortigia (Piazze Pancali, Archimede und Duomo sowie Castello Maniace), den Archäologischen Park in Neapolis (Teatro Greco, Latomie und Anfiteatro) und Tyche (Basilica e Catacombe di San Giovanni, Museo Archeologico). Im Hinterland von Siracusa ist die Totenstadt Pantàlica mit ihren Grabhöhlen interessant. Die Schlucht von Anapo bietet gute Wandermöglichkeiten.

Der Westen Siziliens, der von Touristen seltener besucht wird, hat durchaus Attraktionen zu bieten wie beispielsweise die Ruinen von Selinute, die in Nachbarschaft zum Badeort Marinella liegen, oder die schöne Stadt Erice, deren Ortsbild sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat.

An der Nordküste mit ihren steil ins Meer abfallenden Bergen und den schönen Sand- und Kiesstränden (zwischen Cefalú und Milazzo) kommen Badefreunde auf ihre Kosten. Highlights sind die Lagunenstrände unterhalb des Heiligtums Tindari.

Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres und liegt ungefähr 190 km vom Festland entfernt, von der französischen Nachbarinsel Korsika trennen sie nur 12 km.

Ein beliebtes Reiseziel ist Sardinien vor allem wegen ihrer kontrastreichen Küste. Neben langen weißen Sandstränden findet man kleine Buchten, Steilküsten und bizarre Felsformationen. Zu den bekanntesten Küstenabschnitten zählt die Costa Smeralda bei Olbia im Norden der Insel.

Das gebirgige Inselinnere lädt zu Ausflügen oder Wanderungen ein. Hochplateaus, Tafelberge, Vulkankegel und tiefe Schluchten bilden das Rückzuggebiet vieler seltener Tierarten. Die größten Höhen werden im Gennargentu-Massiv erreicht.

Unter den Bergen und entlang der Küsten gibt es unzählige Höhlen und Grotten, die zum Teil auch besichtigt werden können. Die Grotta di Nettuno an der Steilküste des Capo Caccia und die Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali sind aufgrund ihrer Tropfsteingebilde besonders sehenswert.

Auch historisch und kulturell hat Sardinien viel zu bieten. Beeindruckend sind die sogenannten Nuraghen, kegelförmige Turmbauten, die aus der Bronzezeit stammen und vermutlich als Wehr- und Festungstürme dienten.

Phönizier gründen um 900 bis 700 v.Chr. erste Städte, darunter auch die heutige Hauptstadt Cagliari, damals Karali genannt. Unter den Römern erlebte sie eine Blütezeit. Das römische Amphitheater lohnt auf jeden Fall ein Besuch, aber auch das mittelalterliche Castello-Viertel sowie die Museen und Kirchen ziehen viele Touristen an.

Überhaupt überrascht auf Sardinien die große Zahl von Kirchen. Besonders ins Auge fallen die gestreiften Außenwände einiger romanischer Kirchen, die nach dem Pisaner Stil mit verschiedenfarbigen Steinquadern errichtet wurden wie z.B. die zwischen Sassari und Olbia gelegene Kirche Santissima Trinità di Saccargia.

Auch Sportler kommen auf Sardinien auf ihre Kosten; neben diversen Wassersportarten sind Radfahren, Reiten, Wandern, Klettern und Golfen sehr beliebt.

Liparische Inseln

Milazzo ist der Hauptfährhafen auf die Äolischen (Liparischen) Inseln Lipari, Vulcano, Salina, Panarea, Stromboli, Filicudi und Alicudi. Sie sind auch deshalb besonders reizvoll, weil sie bislang vom Massentourismus verschont blieben.

Ein besonderes Naturschauspiel bietet Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan, der noch heute die Erde erbeben lässt, und den man in etwa vier Stunden besteigen kann.

Toscana - Das Landschaftsbild

Für die Landschaft in Mittelitalien, zu der auch die Insel Elba und andere kleine Inseln gehören, sind Weinberge, Pinien und Zypressen charakteristisch. Die Toscana ist die Heimat des berühmten Chianti-Weines. Daneben werden Oliven, Getreide und Blumen angebaut. Besonders in den Kunststädten der Toscana Florenz, Siena und Pisa, in den Thermalbädern und den Badeorten entlang der Küste ist der Tourismus heute ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor.

Neben der einzigartigen Landschaft sind die Sehenswürdigkeiten weltbekannt. Ihre Sammlungen, Galerien, Museen und Akademien machen die Toscana, insbesondere Florenz, zu einem Eldorado für Kulturinteressierte. Weitere interessante Orte der Toscana sind Prato mit seinen historischen Bauten im Zentrum und Arezzo mit seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken. Auf der Piazza von Arezzo findet einmal im Monat ein bekannter Antiquitätenmarkt (Mercato dell´Antiquariato) statt. Neben einem Kultururlaub kommen Wasser- und Wintersportfreunde und Wanderer in der Toscana auf ihre Kosten. Die Inseln des Toscanischen Archipels sind ein Paradies für Unterwassersportler. An den meisten Stränden ist Windsurfing möglich. Wintersportmöglichkeiten bietet Abetone im Appenin, der bekannteste Wintersportort der Toscana, während die sanften Hügelketten der Toscana zu Wanderungen einladen.

Florenz

Florenz, die Stadt im Arnotal, gilt zurecht als eine der großen italienischen Kunst- und Kulturstädte. Mit Michelangelo, Giotto, Brunelleschi, Donatello und Botticelli hinterließen einige der berühmtesten italienischen Künstler ihre Spuren in der Stadt.

Florenz wurde im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern als "Municipio Florentina" (d.h. die blühende Gemeinde), am Fuße des Hügels, auf dem sich noch heute die etruskische Stadt Fiesole befindet, gegründet.

Als Stadtstaat aus dem Mittelalter hervorgegangen, gewann Florenz im 15. und 16. Jahrhundert eine führende Stellung innerhalb Italiens. Viele wichtige kulturelle Strömungen in Italien gingen von "Firenze" aus. Unter der Herrschaft der Medici, einer reichen Kaufsmannsfamilie, die Kunst und Wissenschaft förderte, entwickelte sich Florenz zum Zentrum der Renaissance und des Humanismus. Von 1865 bis 1871 war Florenz die Hauptstadt des italienischen Königreichs.

Die Stadt zeigt sich heute nüchtern - die Paläste wirken von außen eher schlicht und schroff. Innen sind sie dafür umso prunkvoller ausgestattet. Die erstaunliche Fülle von Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, die bedeutsame Geschichte, die zahlreichen kulturellen Festivals und Veranstaltungen und die reizvolle Umgebung der Toskana machen Florenz zu einem äußerst beliebten touristischen Ziel. 6,5 Millionen Touristen pro Jahr treiben allerdings auch die Preise in den Hotels, Restaurants und Museen in die Höhe.

Siena

Auch in Siena, 70 Kilometer südlich von Florenz, begegnet dem Besucher Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders sehenswert sind u.a. die Piazza del Campo, der muschelförmige Vorplatz des Rathauses, der Dom als herrliches Denkmal gotischer Architektur mit seinem berühmten marmornen Fußboden sowie der Palazzo Piccolomini, einer der schönsten Frührenaissance-Paläste der Stadt. In der Umgebung der südlich von Siena gelegenen Stadt Grosseto liegt der Kurort Saturnia, eine der ältesten Siedlungen der Gegend. Hier sprudelt aus dem Swimmingpool des Hotels Terme di Saturnia, das von Besuchern gratis genutzt werden kann, eine Schwefelquelle mit 37,5 Grad warmen Wasser.

Pisa

Pisa, die einstige Seestadt, befindet sich durch Sediment-Ablagerungen des Arno heute zehn Kilometer landeinwärts. Sehenswert sind u.a. der Domplatz mit dem Dom, dem Schiefen Turm, dem Baptisterium und dem Camposanto. Auch einige Museen wie das Dom-Museum (Museo dell Opera del Duomo) oder das Museo Nazionale di San Matteo mit seiner Sammlung Pisaner Skulpturen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert sind einen Besuch wert.

Reisehinweise

Mehrere Erdbeben ereigneten sich in der Provinz Catania auf Sizilien. Es kam zu Verletzten und Sachschäden. Bereits zuvor hatte der Vulkan Ätna erhöhte Aktivitäten gezeigt. Am Flughafen von Catania kann es zu Verzögerungen und Flugausfällen kommen.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, besonders vorsichtig zu sein und die Hinweise der örtlichen Behörden zu beachten.

Sicherheitsvorkehrungen:

Die italienische Regierung geht nach wie vor mit einer erhöhten terroristischen Gefährdung des Landes aus. Es ist mit mehr Polizeipräsenz sowie Sicherheitskontrollen auch an religiösen Stätten zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, wachsam zu sein, insbesondere bei Menschenansammlungen.

Waldbrände:

Während der Sommermonate kommt es aufgrund des Klimas in Italien immer wieder zu Waldbränden. Es muss auch in den touristischen Regionen mit Beeinträchtigungen der Infrastruktur gerechnet werden. Reisende sollten sich an entsprechenden Hinweisen in den Medien orientieren.

Erdbeben:

Italien zählt zu den Ländern weltweit, in denen es häufig zu Erdbeben kommt. Am 21. August 2017 hat sich vor der Küste der Insel Ischia ein Erdbeben ereignet. In den zentralitalienischen Regionen Latium, Marken und Umbrien kam es 2016 und im Januar 2017 zu mehreren schweren Erdbeben.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

- Sardinien: Touristen können an Flughäfen kontrolliert werden, ob sie Sand, Kiesel, Muscheln oder auch Steine von den sardinischen Stränden, auch in kleinsten Mengen, in ihrem Reisegepäck haben. Es können Strafgebühren wegen des Verstoßes gegen den Naturschutz zwischen 500 und 3.000 Euro verhängt werden.

- Kleinkriminalität: Reisende sollten sich insbesondere in Tourismuszentren, in den Bahnhöfen Italiens und auf Buslinien, die von Touristen oft benutzt werden, auf Taschen- und Autodiebe einstellen. Solche Delikte häufen sich z.B. in Rom auf der Bahnstrecke zwischen Flughafen Leonardo da Vinci und der Innenstadt sowie auf Busfahrten der Linien 40, 62 und 64.

- Gefälschte Markenartikel: Sie zu kaufen oder zu verkaufen ist verboten.

- Anhalter: Reisende, die Anhalter mitnehmen, sollten bedenken, dass es strafbar ist (Haft, Geldstrafe), wenn sie einen Anhalter mitnehmen, der in Italien auf diesem Wege illegal einreisen will (wird als Beihilfe gewertet).

- Rauchverbot: In allen Regional- und Fernzügen ist das Rauchen untersagt. In öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants gilt ein Rauchverbot. Geraucht werden darf nur in ummauerten Raucherzonen mit eigener Lüftung. Auch in Geschäften und Büros ist das Rauchen verboten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Montenegro

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu maximal 90 Tagen. Notwendig sind:

- der mindestens für die Dauer des Aufenthaltes gültige Reisepass

- Ticket (ausgenommen bei Anreise mit Kfz) und Dokumente für die Rück- und Weiterreise

- ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt

Bei einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen in Montenegro wird auch der mindestens für die Dauer des Aufenthaltes gültige Personalausweis akzeptiert.

Landesdaten

Lage

Die Republik Montenegro (montenegrinisch "Crna Gora") grenzt im Westen an Kroatien, im Nordwesten an Bosnien-Herzegowina, im Nordosten und Osten an Serbien, im Südosten an Kosovo, im Süden an Albanien und Südwesten an das Adriatische Meer. Montenegro ist überwiegend Bergland mit steil abfallenden Küstenbereichen. Im Norden und Osten befinden sich Hochgebirgsmassive mit dem höchsten Berg Montenegros, dem Bobotov Kuk (2.522 Meter).

Fläche: ca. 13.812 km².

Verwaltungsstruktur: 21 Gemeinden (Andrijevica, Bar, Berane, Bijelo Polje, Budva, Cetinje, Danilovgrad, Herceg Novi, Kolasin, Kotor, Mojkovac, Niksic, Plav, Pljevlja, Podgorica, Rozaje, Savnik, Tivat, Ulcinj und Zabljak).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 620.000

Städte:

Podgorica (Titograd - Hauptstadt und Regierungssitz) ca. 151.000

Niksic ca. 57.000

Pljevlja ca. 19.100

Cetinje (Amtssitz des Präsidenten) ca. 13.900

Bar ca. 13.500

Bijelo Polje ca. 12.900

Herceg Novi ca. 11.100

Tivat ca. 9.400

Sprache

Die offizielle Landessprache (laut Verfassung von 2007) ist die montenegrinische Sprache. Anerkannte Amtssprachen sind noch Serbisch, Albanisch, Bosnisch und Kroatisch.

Englisch wird vielerorts verstanden, zum Teil auch Italienisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ). In Montenegro gilt ebenfalls die europäische Sommerzeit, daher besteht auch im Sommer kein Zeitunterschied.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

In Montenegro sind zweipolige Rundstecker in Gebrauch. Es empfiehlt sich deshalb, einen Adapter mitzunehmen. Stromausfälle sind möglich.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa benötigt etwa ein bis zwei Wochen.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Montenegro ist die 00382, danach folgt die Ortsvorwahl ohne die Null und dann die Teilnehmernummer.

Die Vorwahl von Montenegro nach Deutschland ist die 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041.

Telefonkarten (Monte-Card) bekommt man in Tabakgeschäften und Postämtern. Von Postämtern aus kann man auch telefonieren.

NOTRUFNUMMERN: 112 oder Polizei 122, Feuer, 123, Unfallrettung 124.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Montenegro von Telekom Deutschland, E-Plus, O2 und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .me

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

1. Mai (Tag der Arbeit)

21. Mai (Tag der Unabhängigkeit)

16. Juli (Nationalfeiertag)

Ein staatlicher Feiertag wird an zwei Tagen gefeiert: am Feiertag an sich sowie am nachfolgenden Tag.

Weiterhin gilt Folgendes:

- Ist der erste staatliche Feiertag ein Sonntag, sind die nachfolgenden 2 Tage frei.

- Fällt der zweite Feiertag auf einen Sonntag, ist nur der nächste Werktag ein Feiertag.

Betriebe und Geschäfte können zusätzlich wegen konfessioneller Feiertage wahlweise geschlossen sein, je nachdem, welche Konfession innerhalb der Belegschaft überwiegt:

Christliche Feiertage:

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. November (Allerheiligen)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

6. bis 9. Januar (Weihnachten)

6. April (Karfreitag)

9. April (Ostermontag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

15. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

22. August (Opferfest)

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Im Jahr 2019:

1./2. Januar (Neujahr)

1./2. Mai (Tag der Arbeit)

21./22. Mai (Tag der Unabhängigkeit)

13. und 15. Juli (Nationalfeiertag)

Ein staatlicher Feiertag wird an zwei Tagen gefeiert: am Feiertag an sich sowie am nachfolgenden Tag.

Weiterhin gilt Folgendes:

- Ist der erste staatliche Feiertag ein Sonntag, sind die nachfolgenden 2 Tage frei.

- Fällt der zweite Feiertag auf einen Sonntag, ist nur der nächste Werktag ein Feiertag.

Betriebe und Geschäfte können zusätzlich wegen konfessioneller Feiertage wahlweise geschlossen sein, je nachdem, welche Konfession innerhalb der Belegschaft überwiegt:

Christliche Feiertage:

19. April (Karfreitag)

22. April (Ostermontag)

1. November (Allerheiligen)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

7. bis 9. Januar (Weihnachten)

26. April (Karfreitag)

29. April (Ostermontag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

4. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

11. August (Opferfest)

Im Jahr 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Die Hauptferienmonate sind Juli und August.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo bis Fr 8.30-19 Uhr, Sa 8-16 Uhr; Lebensmittelgeschäfte: Mo bis Sa 7-19 Uhr, in den touristischen Ortschaften bis 24 Uhr;

Banken: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-15 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-14 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8.30-16 Uhr.

Kleidung

Während des Sommers reicht in den Küstenbereichen leichte Sommerkleidung. Eine gute Sonnenbrille ist empfehlenswert. Für Ausflüge und Wanderungen im Landesinneren sind leichte Wollsachen, Regenschutz und festes Schuhwerk erforderlich. Reist man in die Berge, sollte man auf jeden Fall zu jeder Jahreszeit zusätzlich warme Kleidung mitführen.

Geschichte/Politik

Ab ca. 5.000 v.Chr. weist Montenegro erste Besiedlungsspuren auf. Städte und Handelsstützpunkte lassen sich ab ca. 500 v.Chr. bei Kotor erkennen, die von Illyrern angelegt wurden. Ihrer Herrschaft verdankt das Gebiet an der Küste seinen bis in die Neuzeit benutzten Namen Illyrien. Abgelöst wurde die Herrschaft der Illyrer von den Römern, die ab dem 3. Jh. v.Chr. von Illyrien, nun Teil der Provinz Dalmatien, aus regen Handel betrieben. Erobert wurde die Region etwa 395 n.Chr. von den Hunnen und Goten, bis die Region später dem oströmischen Reich einverleibt wurde und zunehmend christianisiert wurde. Um das 6./7. Jahrhundert besiedelten mehr und mehr Angehörige slawischer Stämme, Serben und Kroaten, das heutige Montenegro, die die dort lebenden Bewohner auf sprachlicher Ebene fortan nachhaltig prägten. Um 1000 bildete sich auf dem Gebiet des heutigen Montenegro, damals Zeta genannt, das Herrschaftsgebiet der Königshauses der Vojislavljevic. Das Fürstentum hielt sich bis ins 14. Jahrhundert als Teil des altserbischen Reiches; circa im 13. Jahrhundert taucht in zeitgenössischen Schriften erstmals der montenegrinische Name "Crna Gora" für das Gebiet Montenegro auf. Im Jahr 1355 wird Montenegro unabhängig, bis es 1528 offiziell ins Osmanische Reich eingegliedert wurde.

Auf die Osmanen folgte die Herrschaft durch die Fürstbischöfe (vladika) von Centinje ab 1697, die über die nächsten Jahrhunderte die entscheidende politische Kraft entwickelten. Wichtige Etappenziele wurden erreicht, als Peter I. Petrovic Njegos (1782-1830) 1798 ein neues Staatsrecht in Kraft setzte und wenig später sein Nachfolger Peter II. Petrovic Njegos (1830-1851) die Unabhängigkeit für Montenegro mit Ceninje als Residenzstadt erreichte. Er gilt in Montenegro nicht nur wegen vieler staatlichen Neuerungen u.a. im Schulsystem als wichtiger Herrscher, sondern wird bis heute wegen seines literarischen Erbes als Nationaldichter gefeiert.

1878 wurde das Königreich Montenegro auf dem Berliner Kongress (1878) unter Nikolaus I. Petrovic Njegos (1860-1918) als unabhängiger Staat von den Großmächten anerkannt. Aufgrund seines politischen Geschicks erhielt Montenegro bedeutende Gebiete wie Bar und Ulcinj. 1905 bekam Montenegro eine Verfassung, 1910 wurde es zum Königreich ernannt. Während der Balkankriegen und des Ersten Weltkrieges kämpfte es auf der Seite Serbiens, bis Montenegro 1916 von den Österreichern eingenommen wurde.

1918 verlor Montenegro seine Unabhängigkeit, indem es an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen geriet, König Nikola ging ins Exil. 1941 bis 1944 gehörte es zum italienischen Protektorat und ab 1945 zu Jugoslawien. Die neue Bundesverfassung der "Föderativen Volksrepublik Jugoslawien" von 1946 gliedert das Land in sechs Republiken ein (Serbien mit den Provinzen Wojwodina und Kosovo, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Montenegro. 1990 errangen die Kommunisten nach freien und demokratischen Wahlen die Mehrheit, Präsident wurde Momir Bulatovic (* 1928). 1992 riefen Serbien und Montenegro zusammen die neue Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ) aus, nachdem sich bei einem Referendum die Bevölkerungsmehrheit dafür ausgesprochen hatte. An der Spitze des Staates stand S. Milosevics, der Nachfolger Bulatovics. Seit 1996/97 entwickelte Montenegro zunehmend Emanzipationsbestrebungen , die von Milo Djukanovic (*1963) geleitet wurden, der seit 1989 das Amt des Ministerpräsidenten innehatte. Probleme mit Serbien entstanden auch im Kosovo-Konklikt, als Montenegro vertriebene Kosovaren aufnahm.

November 2000 wurde die D-Mark und 2002 der Euro als alleinige Währung in Montenegro eingeführt.

Am 21. Mai 2006 stimmten 55,5 Prozent der Montenegriner, die bei der Wahl teilgenommen hatten, für die Unabhängigkeit von Serbien - der letzte Staatenbunden des ehemaligen Jugoslawiens löst sich damit auf. Am 3. Juni 2006 erklärte das Parlament von Montenegro die staatliche Unabhängigkeit.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Montenegros ist noch vor allem von der Viehzucht und Landwirtschaft geprägt. Während in Becken (Poljen) im Karsthochland und in den Niederungen Mais, Weizen, Wein und Tabak gepflanzt wird, werden im Herbst an der Küste Zitrusfrüchte und Oliven geerntet.

Daneben werden in geringem Maß Bodenschätze wie Bauxit, Eisen-, Zink-, Chrom-, Bleierzen und Pyrit abgebaut. Hauptindustriestandorte sind Podgorica und Niksic mit Metallurgie, Maschinenbau, Nahrungsmittel- und Textilindustrie.

Die Fremdenverkehrswirtschaft an der Küste wurde durch den Krieg geschädigt. Sie unternimmt seit der Unabhängigkeitserklärung von Montenegro und mit zunehmender Öffnung Richtung Westen große Anstrengungen, um den Bereich Tourismus wiederzubeleben - Hotels wurden privatisiert und werden derzeit modernisiert. Mittlerweise können deutliche Zuwachsraten bei den Besucherzahlen registriert werden.

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung ist mit ca. 75 Prozent orthodox. Außerdem gibt es Muslime und Katholiken.

Vegetation

Die Vegetation Montenegros mit seinen dunklen Berghängen insbesondere im Norden und Osten des Landes prägte vermutlich den Landesnamen: "Schwarze Berge" - "Crna Gora". Von den Höhen der Gebirgsmassive bildet weiter abwärts immergrüne Hautlaubvegetation den Übergang, bevor es in die Küstenbereiche übergeht.

Montenegro wartet mit einer überaus reichen Pflanzenwelt auf. Während in den Bergregionen Exemplare des Edelweiß bewundert werden können, punktet das Küstengebiet mit mediterranen Gewächsen wie Oliven und Zitrusfrüchten. Eine Besonderheit in der Pflanzenwelt lässt sich im Nationalpark Biogradska Gora bei Kolasin bewundern, der noch zu den letzten Urwaldgebieten Europas zählt und Bäume beherbergt, die tausend Jahre alt sind.

Tierwelt

Montenegro beeindruckt wegen seiner noch vielfältigen Tierwelt. In den Bergen sind Hirsche, Steinböcke, Luchse, Marder und viele Wölfe zuhause. Selbst Braunbären sind noch vereinzelt im gebirgigen Nordosten Montenegros anzutreffen.

Der Skadar-See bietet ideale Bedingungen für mehr als 270 Vögel, darunter Pelikane, Ibisse und Fischreiher, die von dem artenreichen Fischreichtum mit bis zu 40 verschiedenen Arten in dem großen Süßwasserbecken leben. Zu bewundern gilt es am Ufer des Sees Reptilien und Amphibien, zu denen Eidechsen und Schildkröten zählen (letztere stehen unter Naturschutz und dürfen nicht ausgeführt werden!).

Nicht weniger abwechslungsreich ist das Wasserleben im Salzwasser an der Küste Montenegros, zu dem - zum Leidwesen mancher Badesucher - auch Seeigel und Petermännchen gehören.

In Acht nehmen sollten sich Besucher vor einigen Schlangen in den höheren felsigen Regionen des Landes, die auch die gefährlichste Schlangenart Europas beherbergen. Wird man von den menschenscheuen Tieren gebissen, ist der sofortige Gang ins Krankenhaus unausweichlich. Daneben gelten Schlangen im Süßwasser jedoch eher als ungefährlich.

Kulinarisches

Die vielfältigen Erträge der montenegrinischen Landschaft und die kulturellen Eigenheiten verwöhnen die Bewohner Montenegros und ihre Besucher mit einer großen Auswahl an Zutaten für die Küche. In den warmen Küstenbereichen mit seinen katholischen Bewohnern wird gern mediterran mit italienischem Einschlag gekocht, im südlichen Teil des Landes ist das Küchenangebot eher türkisch geprägt, während man im Landesinneren deftige und herzhafte Gerichte bevorzugt.

Besucher bekommen reichhaltige Kost serviert zu relativ geringen Preisen. Sehr anspruchsvolle Gourmets, die in erlesenen Restaurants speisen möchten, werden aber wohl eher nicht auf ihre Kosten kommen.

Beim Gastronomieangebot kann man wählen zwischen Restoran (Restaurant) Pizzerija, Kafana (Kaffeehaus, in dem man in Montenegro auch essen kann), Konoba (Weinkeller, in dem ebenfalls auch warme Mahlzeiten angeboten werden), Pivnica (kleine Bierkneipe mit dem Angebot von Snacks), Poslasticarnica (Schlemmertempel für süße Backwaren, Eis und vieles mehr) und Buregdinica (Imbissstände).

Die Speisekarte hält abwechslungsreiche Speisen bereit. Wer typisch montenegrinisch frühstücken will (dorucak), verleibt sich die popara ein, einen Käse-Brot-Auflauf, der auch noch unter Umständen das Mittagessen ersetzt. Als Vorspeise für die Hauptmahlzeit stehen Schinken, Käse von Njegusi oder Oliven auf der Speisekarte. Während man im Küstengebiet eher gern am Abend die Mahlzeit zu sich nimmt (die übliche Zeit ist ab circa 20.30 Uhr), weil es zu Mittag sehr heiß sein kann, essen vor allem im Landesinneren die Bewohner des Landes die Hauptmahlzeit (rucak) zu Mittag.

In den montenegrinischen Küchen werden gerne Fleischgerichte wie Fleischspieße (raznici), Schnitzel (snicla) und cevapcici (gegrillte Hackfleischröllchen) gezaubert. Eine Spezialität des Berglandes, die sich auch in den Küstenbereichen ausgebreitet hat, sind Lammfleischgerichte, die unter einer Metallglocke oder im Feuer gegart werden. Dazu werden Brot und Kartoffeln serviert.

Nicht entgehen lassen sollte man sich auch Schalen- oder Fischgerichte, wie Zahnbrasse oder Zackenbars (zubatac), Seewolf (brancin) oder Seezunge (list), die oft am Grill zubereitet werden. Preiswerter fallen Fische wie Tintenfisch (lignje) aus.

Süßwasserfischgerichte mit Forelle (pastrmka) oder Karpfen (saran) sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

Als Beilagen, die extra bestellt werden müssen, werden Kartoffeln (krompir) in diversen Variationen und Gemüsesorten wie Mangold (blitva), Paprika oder Pilze (pecurka) serviert.

Die Getränkeauswahl ist reichlich. Als Aperitif wird gern Traubenschnaps gereicht. Neben antialkoholischen Getränken hat man bei der alkoholischen Palette die Auswahl von Rotwein (vranac) und Weißwein (Krstac) über in Montenegro gebrautes Bier (pivo) neben Importbier bis hin zu diversen Schnäpsen (rakija - Obstschnaps).

Sitten und Gebräuche

In Montenegro sind vielfältige Kultureinflüsse präsent. Die Gastfreundlichkeit und Kontaktfreudigkeit der Menschen dort ist beinahe schon sprichwörtlich, und oft wird man zu einem türkischen Kaffee eingeladen. Die beste Gelegenheit, etwas über die unterschiedlichen Bräuche des Landes zu erfahren, sind die zahllosen Feste, die über das ganze Jahr verteilt in allen Regionen gefeiert werden. Traditionelle Tänze und Trachten, volkstümliche Musik und kulinarische Köstlichkeiten gehören immer dazu.

Souvenirs

In Montenegro ist das Kunsthandwerk noch wenig verbreitet. Gelegentlich lassen sich volkstümliche Gegenstände wie Schnitz- und Töpfereiarbeiten, Teppiche und Kelims sowie Kupfer- und Messinghandwerk erwerben. Anklang finden auch kulinarische Mitbringsel wie Schinken, Schnaps und Honig.

Klimainformationen

Montenegro weist drei Klimazonen auf.

In den Küstenbereichen herrscht mediterranes Klima mit trockenen Sommern und heißen Temperaturen von bis zu 28°C. Der Winter ist an der Küste mild, der Frühlingsanfang setzt früh ein.

Die Tiefebenen entlang des Flusses Zeta und bei Podgorica weisen südosteuropäisches Kontinentalklima auf, geprägt von heißen, trockenen Sommern und milden, regenreichen Wintern, in denen es üblicherweise nicht kälter als 4°C ist. Die Hauptstadt von Montenegro, Podgorica, gehört zu den Städten, bedingt auch durch ihre Kessellage, die im Sommer mit den heißesten Temperaturen (über 40°C) des einstigen Jugoslawiens aufwartet.

Die alpinen Berge bilden das Kontrastprogramm zu den übrigen Regionen des Landes, da hier im Sommer die Temperaturen von 22°C kaum überschritten werden. Ab September ist dort mit den ersten Schneefällen zu rechnen. Lange und kalte Winter beherrschen die Region von Oktober bis März mit Temperaturen bis zu -7°C.

Beste Reisezeit

Die angenehmsten Monate für Reisen in der Küstenregion sind Juni bis September, in denen auch noch gut Wanderungen in die Berge unternommen werden können. Dagegen sind die Monate von Oktober bis Ende April/Mai weniger für Ferienaufenthalte an der Küste geeignet, weil auch die Hotel- und Gastronomiebetriebe noch weitgehend geschlossen sind.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Für Individualreisende Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Montenegro ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

In Montenegro ist der Euro alleiniges offizielles Zahlungsmittel (Ein- und Zwei-Cent-Stücke sind nicht im Gebrauch).

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- und Landeswährung (einschließlich Kreditkarten, Schecks etc.) im Wert von mehr als 10.000 Euro

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja (EuroCard/MasterCard, Diners Club, Visa) - werden in Montenegro akzeptiert. Bei Reisen in die Provinz sollte man sich jedoch ausreichend mit Bargeld versorgen.

Geldautomat: Ja - Bankomaten gibt es landesweit. Abgehoben werden kann mit Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten. Nicht alle Banken füllen jedoch regelmäßig ihre Geldautomaten nach. Deshalb müssen gegebenenfalls Automaten verschiedener Banken zum Geldabheben aufgesucht werden.

Reiseschecks: Nein

Auskunftstellen

Im Reiseland

TOURISTEN-HOTLINE: Ansprechpartner der Nationalen Tourismusorganisation Montenegro ("Montenegro Customer Care" - MCC) informieren rund um die Uhr über Unterkünfte und Ausgehmöglichkeiten, Restaurants etc. und nehmen Beschwerden entgegen unter der Telefonnummer 13 00 (innerhalb von Montenegro; rund um die Uhr); weitere Infos gibt es im Internet unter www.montenegro.travel.

National Tourism Organisation of Montenegro (NTO)
Marka Miljanova 17
81000
Podgorica /Montenegro
(00382) 77 10 00 09
(00382) 77 10 00 01
info@montenegro.travel

Botschaften und Konsulate

Botschaft von Montenegro
(mit Konsularabteilung)
Charlottenstraße 35/36
10117
Berlin
(0 30) 516 51 07 12/19
(0 30) 51 65 10 70
germany@mfa.gov.me
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Konsularabteilung: Mo, Mi, Fr 10-13 Uhr

Generalkonsulat von Montenegro
Zeil 5
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 297 23 86 20
(0 69) 29 72 38 60
info@gk-montenegro.de
Mo bis Fr 10-13, 14-16 Uhr

Honorarkonsulat von Montenegro
Rothenbaumchaussee 40
20148
Hamburg
(0 40) 41 17 23 25
(0 40) 41 17 23 28
witten@bvl.de
Mo 9-12 Uhr, Do 9-12 Uhr

(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Montenegro
Fürstenstraße 6, 1. OG
80333
München
(0 89) 20 06 10 56
(0 89) 20 06 10 55
gk-minhen@mfa.gov.me

Embassy of Germany
Hercegovacka 10
81000
Podgorica /Montenegro
(00382 20) 44 10 18
(00382 20) 44 10 00
info@podgorica.diplo.de

Sehenswertes

Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor, Boka Kotorska, am Adriatischen Meer gilt als eine der Hauptattraktionen Montenegros. Umgeben von 1.900 Meter hohen Bergen, besteht die ca. 30 Kilometer lange Küste aus zwei Gebietsabschnitten: die äußere Bucht mit den Städten Herceg Novi und Tivat sowie die innere Bucht, in der sich die Hauptattraktion Kotor befindet. Schon in der Antike wurde der Naturhafen mit dem milden Klima entdeckt und besiedelt. Nicht nur die überaus schönen landschaftlichen Reize des fjordähnlichen Küstenabschnitts und reizvolle Badestrände ziehen zur Hauptreisezeit Besucher an, sondern auch kulturell bietet er Interessantes. So nimmt es nicht wunder, dass die gesamte Bucht und die Stadt Kotor zum Unesco-Welterbe zählen.

Nicht versäumen sollte man einen Besuch von HERCEG NOVI, der größten Stadt der Bucht, die eingesäumt von trutzigen Mauern eine kleine sehenswerte Altstadt beherbergt. Wer mit Charterflügen anreist, wird als Erstes TIVAT mit seinem internationalen Flughafen kennen lernen. Tivat weist die meisten Sonnenstunden pro Jahr in Montenegro auf. Bleibender Eindruck für viele Touristen ist die üppige Pflanzenwelt Tivats, die deswegen landesweit als "Gartenstadt" bekannt ist. Die älteste Siedlung der Bucht von Kotor ist das Städtchen RISAN, in der sehr gut erhaltene herrliche römische Mosaike zu einem Besuch einladen. Weiteres Highlight der Region ist PERAST, das mit seinen alten Palazzi, Kapitänshäusern und Kirchen zu Besichtigungen lockt.

Besucht man die Region, kommt man am Unesco-Weltkulturerbe der Stadt KOTOR, Namensgeber dieser Küstenzone, nicht vorbei: Die Altstadt ist im Sommer zwar sehr vom Tourismus geprägt, aber wegen der beeindruckenden Schönheit des Ortes mit seiner den Steilhang hinaufragenden stolzen Stadtmauer ein lohnender Besuch. Die Stadt wurde 1979 von einem schweren Erdbeben heimgesucht, das schwere Zerstörungen anrichtete. Mit internationaler Hilfe konnten jedoch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bis 1983 nun erdbebensicher wieder aufgebaut werden. Wer sich bis nach oben zur Festung Sveta Ivan aus dem 19./20. Jahrhundert begibt, wird mit schönen Ausblicken belohnt. Das bedeutendste Bauwerk der Stadt Kotor ist die romanische Kathedrale Sveta Trifun aus dem 12. Jahrhundert. Wertvoll ist ebenso die Ausstattung und Bemalung, darunter auch schöne Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Darüber hinaus sollte auch der dreistöckige Uhrturm aus dem 17. Jahrhundert gewürdigt werden, dessen Uhrwerk jedoch erst im 19. Jahrhundert eingebaut wurde.

Bar

Wer mit der Fähre von der italienischen Stadt Bari (ca. 220 km entfernt) aus nach Montenegro reist, betritt in der Hafenstadt Bar am Adriatischen Meer erstmals montenegrinischen Boden. Bar ist mit seinem großen Handels- und Fährhafen ein wichtiger wirtschaftlicher Standort Montenegros, deutlich sichtbar in dem modernen Stadtteil Novi Bar (Neu-Bar).

Nichtsdestoweniger ist die Stadt wegen ihrer historischen Wurzeln attraktiv, die bis zur Zeitenwende reichen und deren steinerne Zeugen in Stari Bar (Alt-Bar) dokumentiert sind. Vorhanden sind allerdings nur noch Überreste von der einstmals festungsartigen gebauten Altstadt, die nicht mehr bewohnt wird, seit sie 1878 von den Türken zerstört wurde. Sehenswert sind dennoch neben der schönen Anlage unter anderem der Uhrturm, Pulverturm oder das Aquädukt. Einen herrlichen Blick erhält man von den obersten Zinnnen der Zitadelle.

Foto-Tipp: Bar hat nicht nur steinerne Zeugen, sondern kann auch mit einem lebendigen uralten Zeugen aufwarten: Unweit von der Stadt gibt es den ältesten Olivenbaum Europas mit sage und schreibe 2.000 Jahren zu sehen.

Skadar-See

Unweit der Hauptstadt Montenegros, Podgorica, befindet sich der Skadar-See (Skadarsko Jezero), der je zu Hälfte Montenegro und Albanien gehört. Es ist der größte See des Balkan und weist mit über 500 km² in etwa die Größe des Bodensee mitten in einer fruchtbaren Tiefebene auf. Außergewöhnlich ist das intakte Ökosystem des seit 1983 als "Nationalpark" unter Naturschutz gestellten Sees mit über 250 verschiedenen gefiederten Spezies und 40 Fischarten. Auch wenn man auf Sportangebote wie Surfen und Segeln verzichten muss, lässt es sich hier idyllisch baden oder die Natur genießen.

Unweit vom See lädt die Hauptstadt Montenegros, Podgorica, von 1946 bis 1992 Titograd, zu einem Besuch ein. Podgorica, die seit 1946 den administrativen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Landes bildet (bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt des Landes), hält allerdings relativ wenig Kultursehenswürdigkeiten bereit. Dennoch lässt sich in der "Stadt an den fünf Flüssen" mit etwa 150.000 Einwohner gut shoppen und gemütliche Ecken in der auch muslimisch geprägten Stadt entdecken.

Rund um den See befinden sich weiterhin historische Sehenswürdigkeiten, die man auf einer 60 Kilometer langen Strecke entlang der genannten Klosterroute, die sich zwischen Ulcinj bis Virpazar erstreckt, besichtigen kann.

Durmitor-Gebirge

Eine Entdeckungsreise wert ist in Montenegro das Durmitor-Gebirge, Teil der großen Waldflächen des gebirgigen Landes, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch den Landesnamen prägten - Crna Gora, was auf Serbisch "Schwarzer Berg" bedeutet (venezianisch "Monte nero"). Das Durmitor-Massiv mit den höchsten Gebirgsregionen der Dinarischen Alpen im Norden Montenegros bietet außergewöhnliche Schönheiten, die sich lohnen, die Mühsal des Bergsteigens auf sich zu nehmen. Dort befindet sich auch Montenegros höchstet Berg, der Bobotov Kuk mit 2.522 Metern.

Neben floralen Natursehenswürdigkeiten und einer artenreiche Fauna kann man hier die zweittiefste Schlucht, der Tara-Canyon, weltweit entdecken. Entstanden ist er durch den Flusslauf der Tara, die sich 1.300 Meter tief in das Gebirge eingegraben hat und südöstlich von Zabljak in Richtung Mojkovac verläuft. Die Natursehenswürdigkeit zählt zum größten Nationalpark des Landes und ist Unesco-Weltnaturerbe. Wem Wandern und Bergsteigen noch nicht sportlich genug ist und wer Spektakuläres wünscht, kann dort über der Tara raften und mehrtägige abenteuerliche Floßfahrten unternehmen, bevor ab Herbst - insbesondere von den serbischen Nachbarn - die winterlichen Berge wegen des Wintersports aufgesucht werden.

Nationalpark Biogradska Gora

Wandern im Waldgebiet Biogradska Gora steht unter besonderen Vorzeichen: Die 5650 Hektar große Waldfläche rund um den See Biogradska Jezero, circa 60 km nördlich von Podgorica gelegen, wurde 1952 zum Nationalpark erklärt und gilt als einer der letzten Urwälder Europas. Erleben kann man circa 2.000 Pflanzenarten, 86 Baumarten mit mehr als 1.000 Jahre alten Baumriesen und an die 200 Vogelarten, unter anderem auch den Steinadler.

Neben dem Biogradska-Gora-Nationalpark verfügt Montenegro über drei weitere national geschützte Gebiete: Skadar-See, Durmitor und Lovcen.

Reisehinweise

Keine Anhalter mitnehmen: Personen, die Montenegro bereisen, sollten keine unbekannten Anhalter mitnehmen. Im Hinblick auf Flüchtlingen könnte dies bei Grenzübertritt nach montengrinischem Recht als Schleusung ausgelegt werden.

Bitte beachten Sie den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Drogen ein- und auszuführen, damit zu handeln und zu konsumieren ist verboten.

* Fotografierverbot besteht für militärische Gebäude und Anlagen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Griechenland

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass oder Personalausweis.

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Republik Griechenland liegt zwischen dem Ägäischen Meer im Osten und dem Ionischen Meer im Westen, grenzt im Nordwesten an Albanien, im Norden an Mazedonien, im Nordosten an Bulgarien und die Türkei.

Zu Griechenland gehören zahlreiche Inseln:

Ionische Inseln im Westen, Kreta im Süden, im Osten und Südosten die nördlichen und südlichen Sporaden, die Kykladen und die Kleinasiatischen Küsteninseln.

Fläche: insgesamt 131.957 km², davon 106.915 km² Festland und 25.042 km² Inseln.

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen, Mönchsrepublik Athos mit autonomem Status.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 10,8 Millionen

Städte:

Metropolregion Athen: ca. 3,16 Millionen

Athen (Hauptstadt) ca. 665.800

Thessaloniki ca. 807.700

Patras ca. 197.600

Piräus ca. 163.900

Heraklion (Kreta) ca. 158.500

Larissa ca. 146.700

Volos ca. 129.200

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch. In größeren Hotels und Geschäften wird meist auch Englisch, Französisch oder Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Griechenland Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Zwischenstecker sind in der Regel nicht erforderlich.

Telefon/Post

Telefon

Die Landesvorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Griechenland ist 0030, von Griechenland nach Deutschland gilt die Vorwahl 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041. Die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten, die man in den Büros der Telefongesellschaft O.T.E. oder an Kiosken kaufen kann. Auch bei Ortsgesprächen muss die jeweilige Vorwahl mitgewählt werden.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 100, Unfallrettung 166, Feuerwehr 199; Touristenpolizei 1571.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Griechenland von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .gr

Feiertage

Feiertage 2018

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

19. Februar (Rosenmontag, orthodox)

25. März (Unabhängigkeitstag)

6. April (Karfreitag, orthodox)

8. April (Ostern, orthodox)

9. April (Ostermontag, orthodox)

1. Mai (Tag der Arbeit)

27. Mai (Pfingstsonntag, orthodox)

28. Mai (Pfingstmontag, orthodox))

15. August (Mariä Himmelfahrt)

28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Feiertage 2019

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Dreikönigstag)

11. März (Rosenmontag, orthodox)

25. März (Unabhängigkeitstag)

26. April (Karfreitag, orthodox)

28. April (Ostern, orthodox)

29. April (Ostermontag, orthodox)

1. Mai (Tag der Arbeit)

16. Juni (Pfingstsonntag, orthodox)

17. Juni (Pfingstmontag, orthodox)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Feiertage, die nur regionale Bedeutung haben.

Die Hauptferienzeit der Griechen geht von Mitte Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8-14.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr, einige Wechselstuben im Zentrum Athens und an den Grenzübergängen haben auch nachmittags und abends geöffnet;

Post: Mo bis Fr 7.30-14 Uhr, die Hauptpostämter in großen Städten haben nachmittags verlängerte Öffnungszeiten;

Geschäfte: Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängen von der Jahreszeit und der Region ab und sind sehr unterschiedlich. Warenhäuser und große Supermärkte haben in der Regel von Mo bis Fr 8.30-21 Uhr und Sa 9-20 Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Kleidung mitnehmen. Abends sind teilweise auch leichte Wollsachen angebracht, da es dann üblicherweise etwas kühler wird.

Für die übrige Zeit empfiehlt sich Übergangskleidung und wärmere Wollsachen.

Geschichte/Politik

Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Bereits in der Jungsteinzeit bestanden zwischen der griechischen Halbinsel, den Ägäischen Inseln und der Westküste Kleinasiens enge Verbindungen. Ab 1900 v. Chr. dominierte die mykenische Kultur im Süden Griechenlands. 700 Jahre später wurde Troja von den mykenischen Heeren zerstört. Von 800 v. Chr. bis zum Einmarsch der Römer dauerte die klassische demokratische Epoche, geprägt von der Staatsform der Polis (Stadtstaaten). Zwischen dem achten und sechsten Jahrhundert v. Chr. stiegen Athen und Sparta zu den vorherrschenden Stadtstaaten Griechenlands auf. Im Jahr 776 v. Chr. fanden die ersten Olympischen Spiele statt, an denen alle freien griechischen Männer teilnehmen durften. Unter Alexander dem Großen erfolgte eine über zehn Jahre dauernde Eroberungsphase, in der es zu einer großen Ausdehnung der griechischen Macht, Kultur und Sprache durch das makedonische Reich kam, das im Osten bis Nordindien und im Süden und Westen bis Ägypten reichte. Nach Alexanders Tod wurde Griechenland von den Römern unterworfen und 27 v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert. Bei der Römischen Teilung im Jahr 395 kam Griechenland unter die Herrschaft von Byzanz. Neben Konstantinopel wurde Thessaloniki Zentrum dieses Reiches, das geprägt war durch die klassische griechische Bildung und die christliche Glaubenslehre. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) begann die 400jährige Fremdherrschaft Griechenlands. Erst 1833 wurde das Land nach langem Freiheitskampf zum selbständigen Königreich und Athen zur Hauptstadt erklärt. 1843 erfolgt die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. 1936 wurde Griechenland zur Diktatur. 1944 brach der Bürgerkrieg aus, der 1949 mit der Niederlage der Kommunisten endete. Die im Aufbau befindliche Demokratie wurde 1967 durch einen Militärputsch rechter Obristen beendet. Die Diktatur hielt sich bis 1974 an der Macht, danach wurde Griechenland präsidiale Republik. Seit 1981 ist das Land Mitglied der EU.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle in der griechischen Wirtschaft. Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten. Daneben werden Weizen, Tomaten, Orangen, Mais, Weintrauben, Oliven und Baumwolle angebaut. Zu den führenden Industrie-Erzeugnissen gehören Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Zement und Wein. Die beiden Haupteinnahmequellen Griechenlands sind aber die Schifffahrt und der Fremdenverkehr. Anfang der 80er Jahre begannen die Einnahmen aus der Erdölförderung die Wirtschaft des Landes zu unterstützen.

Religion

Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die übrigen sind Muslime, Katholiken, Protestanten und Monophysiten (armenische Christen).

Vegetation

In Griechenland werden auf Meeresniveau zahlreiche Kulturpflanzen wie Orangen, Oliven, Datteln, Granatäpfel, Feigen, Baumwolle und Tabak angebaut. In Lagen zwischen 100 und 500 Metern gibt es sommergrüne und immergrüne Wälder mit Eichen, Kastanien und Sumach. Charakteristisch sind auch Tulpen, Hyazinthen und Lorbeergewächse. In Lagen über 1.200 Metern wachsen Tannen und Wildblumen wie Anemonen und Zyklamen. Moose und Flechten herrschen ab einer Höhe von 1.500 Metern vor.

Tierwelt

An Tierarten findet man Wildschweine, Braunbären, Luchse, Schakale, Gämsen, Dachse und Wiesel. Vögel wie Falken, Pelikane, Reiher, Fasane, Rebhühner, Nachtigallen, Turteltauben und Störche sind in Griechenland verbreitet.

Kulinarisches

Die griechische Landesküche mit Knoblauch, Olivenöl und Kräutern zeigt orientalischen Einfluss. Obst wie Melonen, Pfirsiche und Apfelsinen sowie Gemüse wie Artischocken, Auberginen und Paprikaschoten werden reichlich geboten. Fleisch und Fisch werden fast immer gegrillt. Bevorzugt werden Lamm- und Hammelfleisch. Typisch sind Fleischspieße wie Suvlaki oder Gyros. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der griechischen Küche. Neben Seezunge und Thunfisch finden sich Hummer, Muscheln und Tintenfisch. Griechischer Käse ist meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Das am meisten verbreitete Getränk ist Wein, der als Rot- und Weißwein angebaut wird. Einige Landweine sind geharzt (Retsina). Das griechische Bier geht in seiner Tradition auf den ersten aus Bayern stammenden griechischen König Otto zurück. Kaffee wird in mehreren Variationen angeboten.

Souvenirs

Beliebte und preiswerte Mitbringsel sind z.B. handgewebte Flokati-Teppiche, Stoffe und Leinen, Holzschnitzereien, Keramik, Nachbildungen alter Funde in allen Größen und Farben, Lederwaren sowie Gold- und Silberschmuck.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak (wenn nicht per Flugzeug eingereist wird, nur: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Rauchtabak);

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Griechenland besitzt ausgesprochenes Mittelmeerklima mit vielen charakteristischen Variationen in den nördlichen und westlichen Landesteilen. Die Sommer sind lang und warm: Sie erstrecken sich üblicherweise über den Zeitraum von März bis Anfang November, und es werden Temperaturen zwischen 28 und 35°C im Schatten gemessen. Es regnet zu dieser Zeit eher wenig.

Die Winter in Zentral- und Südgriechenland sind entsprechend kurz und sehr regnerisch. In den nördlichen und östlichen Gebieten sinken die Temperaturen im Winter teilweise auf -20°C ab.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit ist von April bis Ende Juni und September bis Anfang November.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Griechenland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt; Ausnahme: Staatsangehörige von Griechenland dürfen maximal 2.000 Euro in bar ausführen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und größeren Autovermietern akzeptiert. In ländlichen Gebieten ist Barzahlung üblich.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen) und mit Kreditkarten möglich. (Zu möglichen Schwierigkeiten siehe Reisehinweis!)

Auskunftstellen

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Holzgraben 31
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 25 78 27 29
(0 69) 257 82 70
www.gnto.gr
info@visitgreece.com.de

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Ellinikos Organismos Tourismou -EOT
Tsocha 7
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 331 06 40
(0030 210) 870 70 00
www.gnto.gr
info@gnto.gr
Informationsbüro: Dionysiou Areopagitou 18-20, Athen

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
Dorileou 10-12
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 644 51 75
(0030 210) 641 90 00
www.german-chamber.gr
ahkathen@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-15 Uhr

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
Geschäftsstelle Nordgriechenland
Voulgari 50
54249
Thessaloniki /Griechenland
(0030 2310) 32 77 37
(0030 2310) 32 77 33
ahkthess@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-14.30 Uhr

Botschaften und Konsulate

Griechische Botschaft
Kurfürstendamm 185
10707
Berlin
(0 30) 20 62 64 44
(0 30) 20 62 60
www.griechenland-botschaft.de
gremb.ber@mfa.gr
(keine Visumerteilung)

Griechische Botschaft, Konsularabteilung
Mohrenstr. 17
10117
Berlin
(0 30) 218 26 63
(0 30) 213 70 33
grcon.ber@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9:30-13:30 Uhr, Di 9:30-13:30 und 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Willi Becker Allee 11
40227
Düsseldorf
(02 11) 687 85 03 34
(02 11) 687 85 00
grgencon.ddf@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 10-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 43
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 97 99 12 33
(0 69) 979 91 20, 97 99 12 11 15
www.griechisches-konsulat-frankfurt.de
grgencon.fra@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Di auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Neue ABC-Straße 10
20354
Hamburg
(0 40) 44 96 48
(0 40) 413 24 30
grgencon.ham@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Do auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Möhlstraße 22
81675
München
(0 89) 40 96 26
(0 89) 998 86 72 22
grgencon.mun@mfa.gr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Do auch 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Hauptstätter Straße 54
70178
Stuttgart
(07 11) 22 29 87 40
(07 11) 222 98 70
grgencon.stu@mfa.gr
Mo, Mi, Do und Fr 9-14 Uhr, Di 9-13.30 und 15-18 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
Karoli Dimitriou 3
106 75
Athen -Kolonaki
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1175
101 10 Athen/Griechenland
(0030 210) 728 53 35
(0030 210) 728 51 11
www.athen.diplo.de
info@athen.diplo.de
Amtsbezirk: Griechenland
Konsularischer Amtsbezirk: Attika, Ionische Inseln, Kreta, Mittelgriechenland, Nördliche Ägäis, Peloponnes, Südliche Ägäis, Westgriechenland.

preHonorary Consul of the Federal Republic of Germany
Digeni Akrita 1
731 00
Chania -Agia Marina/Kreta/Griechenland
(0030 28210) 688 76
(0030 28210) 688 76
chania@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Chania und Rethymnon
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Agion Apostolon 7-9, erste Etage
461 00
Igoumenitsa /Griechenland
(0030 26650) 248 47
(0030 26650) 253 35
igoumenitsa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Epirus
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Dikeossinis 7
712 02
Iraklion
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1083
711 10 Iraklion/Kreta/Griechenland
(0030 2810) 22 21 41
(0030 2810) 22 62 88
iraklion@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Iraklion und Lasithii
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
4. km Komotini-Xanthi
691 00
Komotini /Griechenland
(0030 25310) 310 02
(0030 25310) 250 35
komotini@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Westmakedonien, Verwaltungsbezirke Xanthi, Rodopi und Evros
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Thessaloniki

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Kapodistriou 23
491 00
Korfu /Griechenland
(0030 26610) 368 94
(0030 26610) 368 16
korfu@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Korfu (Region Ionische Inseln)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Trion Navarchon 65
262 22
Patras /Griechenland
(0030 2610) 32 58 03
(0030 2610) 21 02 10
patras@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Peloponnes und Ionische Inseln außer Korfu
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Amerikis 55
851 00
Rhodos /Griechenland
(0030 224 10) 364 32
(0030 224 10) 371 25
rhodos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Rhodos
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Themistokli Sofouli Grammou 2
831 00
Samos /Griechenland
(0030 227 30) 236 57
(0030 227 30) 236 57
samos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Nördliche Ägäis
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Heroon Polytechniou 21
841 00
Syros /Griechenland
(0030 228 10) 791 76
(0030 228 10) 791 76
syros@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Kykladen
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Athen

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Leoforos Megalou Alexandrou 33
546 41
Thessaloniki
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 50793
540 14 Thessaloniki/Griechenland
(0030 2310) 24 03 93
(0030 2310) 25 11 20, 25 11 30
info@thessaloniki.diplo.de
Amtsbezirk: Epirus, Ostmakedonien und Thrakien, Thessalien, Westmakedonien, Zentralmakedonien (für Visa-Angelegenheiten ist die Botschaft in Athen zuständig)

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Antonopoulou 172
382 21
Volos /Griechenland
(0030 24210) 359 89
(0030 24210) 359 88
volos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Thessalien
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Generalkonsulat Thessaloniki

Sehenswertes

Athen

Die Hauptstadt Athen ist das wirtschaftliche und kulturelle Herz Griechenlands sowie der zentrale Verkehrsknotenpunkt für die Verbindung in die Regionen des Festlandes und zu den griechischen Inseln. Die sich auf der attischen Ebene ausbreitende Stadt ist mit der Hafenstadt Piräus, dem Knotenpunkt aller Schifffahrtslinien, zusammengewachsen.

Athen ist auch der Sitz des Oberhaupts der griechisch-orthodoxen Staatskirche, bedeutender Bildungseinrichtungen wie der Universität und Standort weltberühmter Museen.

Die Geschichte Athens lässt sich jahrtausendelang zurückverfolgen - seit der Jungsteinzeit ist das Stadtgebiet ständig besiedelt - und heute noch überall präsent. Viele Sehenswürdigkeiten geben Zeugnis vom ersten demokratischen Staat in der Geschichte. Kaum ein Besucher wird Athen verlassen, ohne der Akropolis, was so viel bedeutet wie "Hohe Stadt", einen Besuch abzustatten. Sie repräsentiert einen bedeutenden, aber nur kurzen Zeitraum der Geschichte der Stadt. Am bekanntesten ist wohl der Parthenon, ein Tempel, der der Göttin Athena geweiht ist. Nahe der Akropolis erstreckt sich die Agora, Marktplatz und Mittelpunkt des antiken Athens. Hier finden sich die am besten erhaltenen Tempel Griechenlands.

Auch die Altstadt Plaka ist eine Besichtigung wert. Hier liegen die Flohmarkt-Hauptstraße Ivestou, die Geschäftsstraße Ermou und der City Platz mit dem ehemaligen Schloss des Königs (heute das Parlament) sowie der Friedhof Kerameikos. Die Straße Athinas, die auf den Omonia Platz führt, ist eine Mischung aus dem traditionellen und dem europäischen Athen. Drumherum ist Athen eine brodelnde Stadt mit allen Vor-, aber auch Nachteilen der Zivilisation, wie Luftverschmutzung, Betonwüsten und chaotischen Verkehrsverhältnissen. Etwa 60 Prozent der griechischen Industriebetriebe sind in Athen angesiedelt und die Stadt ist im europäischen Vergleich die Großstadt mit den wenigsten Grünanlagen.

Peloponnes

Die Halbinsel Peloponnes ist der südlichste Teil des griechischen Festlandes. Denkmale aus allen Phasen der griechischen Geschichte von mykenischen Burgen über griechische Stätten bis hin zu Burgen der Kreuzritter sind hier zu finden. Lange Strände haben die Peloponnes in Verbindung mit dem Kulturangebot zu einem beliebten Urlaubsziel werden lassen. Darüber hinaus gibt es für Naturfreunde eine interessante Naturlandschaft mit Dünen- und Felsküste. Die Bergwelt des Landesinneren steht im Kontrast zu den fruchtbaren Landschaften von Lakonien, Messinien und der Argolis. Patras, im Westen der Halbinsel gelegen, ist Griechenlands viertgrößte Stadt.

Makedonien

Makedonien, das sich vom Néstos im Westen bis zur albanischen Grenze erstreckt und im Süden vom Olymp begrenzt wird, weist sehr vielfältige Landschaftsformen auf: bis zu 3.000 Meter hohe Berge, Ebenen mit Obstplantagen, Hügellandschaften und kilometerlange Strände. Zentrum von Industrie und Handel ist Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Bedeutend sind hier die antiken Zeugnisse in Pélla, dem Geburtsort Alexanders des Großen und Vergina, wo sich das Grab Philipps des zweiten befindet. Auch die Bauten aus der christlichen Zeit (Klöster, Basiliken und Kirchen) sind sehenswert. Auf der Halbinsel Chalkidike stehen beispielsweise in schwindelerregender Höhe die Athos-Klöster. Der Westen Makedoniens bietet sich für Individualtouristen an, die in Ruhe entspannen möchten.

Thrakien

Thrakien ist vom Tourismus weniger erschlossen als viele andere griechische Regionen, aber gerade darin liegt sein Reiz. Die nordöstliche Region ist, ähnlich wie Makedonien, reich an fruchtbaren Ebenen mit Plantagenwirtschaft. Getreide, Wein, Reis und Tabak werden hier angebaut. Charakteristisch in der unberührten Landschaft sind die Feuchtgebiete, die die beiden Flüsse Néstos und Évros auf ihrem Weg zum Meer geschaffen haben und die neben dem Vistonis-See die Hauptattraktionen der Region sind. Auf der zugehörigen Insel Samothrake gibt es neben einladenden Stränden und Badebuchten eine schöne Naturlandschaft mit dichten Wäldern, Quellen und einer vielfältigen Flora.

Zentralgriechenland

Die Region wird begrenzt vom Golf von Pátras, vom Golf von Korinth und vom Golf von Evia. Im Osten grenzt sie an Attika. Historisch interessante Stätten sind das Kloster Ossios, das eines der bedeutendsten Denkmale der byzantinischen Mosaikkunst des elften Jahrhunderts ist, die Stadt Theben, das Orakelheiligtum von Delphi und die Thermopylen. Das heutige Thìva (Theben) ist bekannt durch seinen historischen Vorgänger, das "Siebentorige Theben". Antike Mauerreste, Gräber und zahlreiche Funde wurden hier entdeckt und können zum Teil auch im angeschlossenen Archäologischen Museum besichtigt werden. Delphi ist eine der bedeutendsten Kultstätten und wichtigsten Ausgrabungsstätten der klassischen Zeit in Griechenland. Die einzigartige Lage in den Bergen und der Reichtum an antiken Resten macht Delphi zu einem der Höhepunkte einer Griechenland-Reise für Kulturinteressierte. Zu besichtigen sind das Apollo-Heiligtum, das Heiligtum der Athena Pronaia sowie ein angeschlossenes Museum, wo die Sphinx der Naxier zu bewundern ist.

Attika

Attika ist vom Saronischen Golf umgeben und grenzt im Nordosten an Zentralgriechenland. Charakteristisch für die Region, in der die Hauptstadt Athen liegt, ist der Gegensatz zwischen Bergen wie der Parnitha, der Pendeli und Hymettos und dem weiten Meer. Die Attische Riviera, auch Apollonküste genannt, zwischen Piräus und Kap Súnion, ist seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer stark frequentierten Touristenregion geworden. In den Badeorten wie Glyfada, Vula, Vuliagmeni, Varkiza und Legrena mit ihren Bars, Discotheken und ihrem Unterhaltungsprogramm fühlen sich insbesondere junge, unternehmungslustige Urlauber wohl. Auch Aigina ist wegen seiner schönen Strände und wegen des klaren Wassers bei Urlaubern sehr beliebt. Besonders schöne Landschaften und Strände findet man u.a. in Agía Marína, Faros und Marathónas.

Kreta

Kreta, die größte griechische Insel, liegt etwa 100 Kilometer südöstlich der Peloponnes. Die Insel ist wegen ihrer schönen, abwechslungsreichen Natur, wegen ihres Klimas und wegen ihren Stränden sowie den minoischen Kulturdenkmälern ein beliebtes Urlaubsziel geworden. Chaniá ist ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu entdecken. Zentrum der Stadt ist der venezianische Hafen mit vielen einladenden Restaurants und Cafés. In der Kirche San Francesco ist das Archäologische Museum untergebracht, das herausragende Exponate von der neolithischen bis zur römischen Zeit zeigt. Sehenswert ist auch das Historische Museum der Stadt, das interessante Ausstellungsstücke zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Widerstand und deutsche Besatzungszeit hat. Ausflüge von Chaniá kann man beispielsweise in die Klöster Agia Triáda und Guvernéto, auf die Halbinsel Rhodópu, wo es neben archäologischen Stätten auch eine schöne Badebucht gibt, sowie in die Samariá-Schlucht (Nationalpark) unternehmen, die in circa sechs Stunden durchwandert werden kann. In jedem Fall sollten geschichtsinteressierte Kreta-Urlauber der Ausgrabungsstätte von Knossós einen Besuch abstatten. Die minoische Palastanlage wurde freigelegt und zum Teil rekonstruiert. Wegen seiner schönen Strände und guten Ausflugsmöglichkeiten ist das am Golf von Nikólaos gelegene Städtchen Agios Nikólaos bei Badeurlaubern besonders beliebt. Ausflüge bieten sich beispielsweise in das Kunsthandwerkerdorf Kritsá, auf die Lassíthi-Ebene mit ihrer Tropfsteinhöhle sowie zum Ruinenfeld von Gurniá an.

Dodekanes-Inseln

Der Dodekanes, die Gruppe der zwölf Inseln, gehören zu den Südlichen Sporaden. Er umfasst die größeren Inseln Pátmos, Kos und Rhodos, die zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands gehören, sowie etwa 40 kleinere Inseln und Riffe. Der Reiz der Dodekanes-Inseln liegt in ihren unterschiedlichen Landschaften und ihren Sehenswürdigkeiten aus antiker Zeit. Für Urlauber, die Unterhaltung suchen, ist Rhodos mit seiner gleichnamigen Hauptstadt und der vorzüglichen touristischen Infrastruktur genau das Richtige. Besucher, die Ruhe wollen, können sich für eine der kleineren Dodekanes-Inseln entscheiden.

Nationalparks in Griechenland

Griechenland hat die natürliche Flora und Fauna in "Ethniki Drymi", d.h. Nationalparks, unter Schutz gestellt. Die insgesamt zehn geschützten Landschaftsgebiete liegen vor allem auf dem Festland und auf Kreta und bieten Naturfreunden und Aktivurlaubern ein reges Betätigungsfeld. Folgende Landschaften wurden unter Schutz gestellt: die grünen Landschaften des Ainos auf Kefalonia, die Bergregion Vikos-Aoos in Epirus, das Parnass-Gebirge und der Berg Iti in Zentralgriechenland, das Pindos-Gebirge und die Préspa Seen in Makedonien, das Massiv des Olymp an der makedonisch-thessalischen Grenze, das Kap Súnion an der Südspitze Attikas, der Berg Parnitha und die 18 Kilometer lange Samariá-Schlucht auf Kreta.

Reisehinweise

Es kann vereinzelt zu Behinderungen durch Streiks und Demonstrationen kommen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage informieren und Demonstrationen meiden.

Weitere Informationen über die Sicherheitssituation in Griechenland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Reisende sollten sich aufgrund der angespannten politischen Lage von Demonstrationen fernhalten.

Vor allem in den Großstädten Griechenlands sind Taschendiebstahlsdelikte weit verbreitet.

Der Rauschgifthandel und der Besitz von Rauschgift in jeglicher Form und Menge ist in Griechenland strikt verboten und wird hart bestraft.

Unter Strafe steht auch der Besitz und die Verwendung von Tränengas- und anderen Verteidigungssprays.

Waffenbesitz, egal welcher Art, ist ebenfalls verboten. Unter dieses Verbot fallen auch große Messer und Schwerter.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist in allen öffentlichen Gebäuden verboten. Dies gilt unter anderem für alle Arbeitsplätze, Cafés, Bars und Restaurants, mit Ausnahme von Kneipen, die kleiner als 70 Quadratmeter groß sind. Sofern Kinder unter 12 Jahren mit an Bord sind, darf auch in öffentlichen und privaten Kraftfahrzeugen nicht geraucht werden. Bei Zuwiderhandlungen können hohe Geldbußen verhängt werden.

Griechenland ist ein Land mit vielen kulturellen und archäologischen Fundstätten. Diebstahl von Ausgrabungsfunden oder auch nur die Mitnahme von Steinen, die von solchen Orten stammen, stehen unter Strafe und werden mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet.

Im Hinblick auf illegale Einwanderung wird Reisenden geraten, keine unbekannten Personen per Anhalter im Fahrzeug über die Grenze mitzunehmen.

Aufmerksam sollten Reisende auch auf dem Weg zu den Fährhäfen Griechenlands und während der Einschiffung ihres Fahrzeugs auf die Fähre sein.

Illegale Einwanderer versuchen vermehrt, über diese Fahrzeuge unbemerkt in andere Schengenländer zu gelangen. Vor allem die Fährhäfen Patras und Igoumenitsa sind betroffen.

Zur Vorsicht sollte noch mal ein Blick in und unter das Fahrzeug geworfen werden.

Die Beihilfe zur illegalen Einwanderung kann zu einem Strafverfahren wegen Menschenschmuggel führen und zieht hohe Geldstrafen oder sogar eine Inhaftierung nach sich.

In den Sommermonaten muss aufgrund der klimatischen Bedingungen Griechenlands mit Busch- und Waldbränden gerechnet werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Türkei

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Notwendig sind: mindestens noch für die Aufenthaltsdauer gültiger Reisepass oder vorläufiger Reisepass (bei Flug auch gültiger Personalausweis), Rück- oder Weiterreisetickets (oder Kfz) sowie ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Türkei liegt mit etwa drei Prozent ihres Staatsgebietes in Europa und mit etwa 97 Prozent in Kleinasien. Sie grenzt im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien und an das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und Griechenland und im Nordwesten an Bulgarien.

Fläche: 779.452 km².

Verwaltungsstruktur: 81 Provinzen (iller).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 76 Millionen

Städte:

Ankara (Hauptstadt) ca. 4,4 Millionen

Istanbul ca. 13,1 Millionen

Izmir ca. 3,3 Millionen

Bursa ca. 1,9 Millionen

Adana ca. 1,6 Millionen

Gaziantep ca. 1,3 Millionen

Konya ca. 1 Million

Antalya ca. 1 Million

Kayseri ca. 950.000

(obige Zahlen gelten nur für die Städte, nicht für die gleichnamige Provinz)

Sprache

Die Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten des Landes wird teilweise kurdisch gesprochen, außerdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben auch Englisch und Französisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde.

Telefon/Post

Post

Die Postämter haben ein gelbes Schild mit der Aufschrift PTT. Luftpostsendungen nach Mittel- und Nordeuropa benötigen in der Regel drei Tage. Postlagernde Sendungen händigt das jeweilige Hauptpostamt gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses aus.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Türkei ist 0090, von der Türkei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, danach entfällt jeweils die 0 der Ortsvorwahl.

Telefonate können im Selbstwählferndienst von öffentlichen Telefonen oder von einer Kabine im Postamt aus geführt werden. Kartentelefone sind weit verbreitet, Telefonkarten sind in allen Postämtern sowie den meisten Zeitungskiosken erhältlich, daneben gibt es auch Telefonmünzen, sogenannte "Jetons".

Fast alle Postämter und viele Hotels bieten einen Fax-Dienst an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 155, Unfallrettung 112, Feuerwehr 110.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 oder GSM 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Türkei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .tr

Internetcafés sind allen größeren Städten vorhanden, ihre Zahl wächst ständig.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag)

30. August (Siegesfest)

28. und 29. Oktober (Republikfest)

Islamische Feiertage 2018 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

15. bis 17. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

21. bis 24. August (Opferfest)

Feiertage 2019:

1. Januar (Neujahr)

23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag)

30. August (Siegesfest)

28. und 29. Oktober (Republikfest)

Islamische Feiertage 2019 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

5. bis 7. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

11. bis 14. August (Opferfest)

Der Ramadan dauert im Jahr 2019 vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Anfang September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30/9-18 Uhr (geöffnet für Kunden bis 16.30/17/17.30 Uhr), Mittagspause 12/12.30-13.30 Uhr, einige Filialen haben durchgehend geöffnet;

Behörden: Mo bis Fr 8.30/9-17 Uhr (persönliche Sprechzeiten bis 15.30/16 Uhr), Mittagspause 12.30-13 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-12, 13-17 Uhr;

Geschäfte: Kleine Geschäfte sieben Tage durchgehend 8/9 Uhr bis 21/22 Uhr; Einkaufszentren und Shopping Malls sieben Tage durchgehend 10-22 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-12, 13-17 Uhr. In den größeren Städten und in manchen Touristenzentren sind Postämter für Teilbereiche (z.B. Telefon) auch bis 24 Uhr und So 9-19 Uhr geöffnet.

Kleidung

Im Sommer ist leichte Sommerkleidung ausreichend. Für die Abendstunden sollte man aber auch wärmere Sachen dabeihaben. Im Winter werden warme Kleidung, ein Wintermantel sowie festes Schuhwerk und Gummistiefel benötigt. Wichtig sind außerdem eine gute Sonnenbrille sowie ein Regenschutz für das ganze Jahr mit Ausnahme der Monate Juni bis September.

Legere Kleidung wird überall akzeptiert. Badekleidung und ähnliches gehört jedoch in die Ferienanlagen und an den Strand.

Geschichte/Politik

Bereits von 1900 bis 1200 v. Chr. entwickelte sich in Anatolien die erste Hochkultur des Landes. Im neunten und achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phryger ein Königreich, das in Anatolien zu einer Vormachtstellung gelangte. Von der Mitte des sechsten Jahrhundert bis zum Jahr 333 v. Chr. gehörte der Großteil Kleinasiens, einschließlich Anatoliens, zum Perserreich. Dann wurde es vom Reich Alexanders des Großen abgelöst. Im zweiten und ersten Jahrhundert v. Chr. drangen die Römer nach Kleinasien ein. Nach der Teilung des Römischen Reiches im vierten Jahrhundert n. Chr. wurde Kleinasien Teil des Oströmischen Reiches (Byzantinisches Reich). Im elften Jahrhundert siegten die türkischen Seldschuken über die Byzantiner. Das Osmanische Reich, das im 14. Jahrhundert entstand, griff rasch auf Europa über. Stationen waren 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld gegen die vereinigten Balkanfürsten, 1453 die Eroberung Konstantinopels, 1529 die vergebliche Belagerung Wiens und dann der allmähliche Rückzug, der bis ins 20. Jahrhundert dauerte. Seit 1883 wurde die türkische Armee von deutschen Offizieren ausgebildet. 1908 fand die Verschwörung der Jungtürken statt, die Sultan Abd ül Hamid II zur Anerkennung der 1876 erlassenen Verfassung zwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte die Türkei auf deutsch/österreichischer Seite. Als Folge des Krieges wurde das ehemalige Weltreich auf Kleinasien und Istanbul reduziert.

Nach Abschaffung des Sultanats proklamierte Mustafa Kemal (Atatürk) 1923 die Republik. Ankara wurde zur Hauptstadt ernannt. Kemal nahm grundlegende Reformen in Angriff, wie die Trennung von Staat und Religion, das westeuropäische Rechtssystem oder die rechtliche Gleichstellung der Frau. Nach dem Tod Atatürks 1939 setzte ein Demokratisierungsprozess ein. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Türkei neutral. Nach dem Krieg schloss sich die Türkei dem westlichen Bündnissystem an und trat der NATO bei. Durch mehrere Phasen von Militärdiktaturen unterbrochen (1960/61, 1971-1973, 1980-1982) setzte sich der Demokratisierungsprozess in der Türkei fort.

Wirtschaft

Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Exportiert werden in erster Linie Tabak und Baumwolle, aber auch Weizen, Zitrusfrüchte, Oliven. Die Türkei verfügt über viele Bodenschätze, auch die Erdölförderung mit einer eigenen Raffinerie spielt eine große Rolle.

Der Hauptdevisenbringer ist der Tourismus, der enorme Zuwachsraten zu verzeichnen hat.

Religion

99 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Die Mehrzahl sind Sunniten. Im Südosten des Landes lebt eine große Anzahl von Schiiten. Sehr geringe Anteile haben das Christen- und Judentum.

Vegetation

In Ostthrakien und Westanatolien ist Mittelmeervegetation charakteristisch. Landeinwärts geht sie in einen lichten Kiefern- und Eichenwald über. In Inneranatolien dominiert eine karge Steppenvegetation. Die Gebirge sind weitgehend bewaldet, im Taurus z.B. mit Schwarzkiefern, Zedern, Eichen und Wacholder, im Pontischen Gebirge mit Buchen und Eichen sowie Wacholder.

Tierwelt

Wölfe, Füchse, Wildkatzen, Hyänen, Schakale, Rotwild, Bären, Marder und Bergziegen kommen in entlegeneren Gegenden vor. Neben zahlreichen einheimischen Vogelarten wie Wildgänsen, Rebhühnern und Wachteln gibt es am Bosporus Raubvögel, u. a. Adler, Bussarde und verschiedene Falkenarten. Im Meer werden Bonitos (eine Thunfischart), Makrelen und Barsche, im Schwarzen Meer vor allem Anchovis gefangen.

Kulinarisches

In der Türkei gibt es eine reiche Auswahl an Suppen, Vorspeisen, Gemüse und Fleischgerichten, nicht zu vergessen die Mehlspeisen, Salate und Süßspeisen. Die Restaurants sind meist rund um die Uhr geöffnet.

Die türkischen Vorspeisen ("mezeler") sind ein Gedicht. Auswahl und Präsentation laden zu immer wieder neuem Probieren ein. Angenehm, dass es nicht verpönt ist, nach ausgiebigem Vorspeisengenuss direkt zum Nachtisch ("tathlar") überzugehen.

Vor oder auch nach dem Essen wird "raki" serviert, ein Anisschnaps, der meist mit eiskaltem Wasser verdünnt getrunken wird (und der später auf dem Markt erstanden ein für Türkei-Liebhaber ideales Mitbringsel darstellt).

Sitten und Gebräuche

Türkische Bäder ("hamam") können ohne weiteres auch von Touristen besucht werden. Die notwendigen Ausstattungen (Badeschuhe, Shampoo, Rubbelhandschuh) können in jedem Bad auch geliehen werden. In türkischen Bädern baden Frauen und Männer zu getrennten Zeiten oder in getrennten Abteilungen. Fast völlig entkleidet, mit Badeschuhen ausgestattet, kann auch der Tourist die wohlige Atmosphäre im "hamam" genießen. Nach dem Bad kommt der Bademeister oder die Bademeisterin zum Rubbeln und Massieren. Nach dieser angenehmen Körperpflege - es gehört zum Prinzip des Bades, dass sich der Besucher verwöhnen lässt, hat der Tourist viel von der orientalischen Badekultur gelernt. Moderne Hotelanlagen bieten meist ebenfalls ein "türkisches Bad", in dem jedoch Männer und Frauen gemeinsam baden - es hat mit einem echten "hamam" wenig gemeinsam.

Souvenirs

In einem Bazar kann man neben allen Konsumgütern auch handwerkliche Arbeiten und Gebrauchsgegenstände finden. Zu den beliebten Kaufobjekten gehören Teppiche, Silberwaren, Schmuck und Lederwaren. Brillengestelle namhafter Firmen sind ebenso günstig wie Jeans, T-Shirts oder andere Baumwollprodukte. Handgeknüpfte Teppiche sind in türkischen Wohnungen echte Schmuckstücke, die selbstverständlich nie mit Schuhen betreten werden. Sie dienen auf dem Boden als Sitzgelegenheit für Gäste, die in türkischen Häusern immer willkommen sind. Ein typisches Andenken ist auch das "tavla" (Backgammon)-Spiel. Schöne Holzkästen lassen sich erwerben. Es gibt sehr schönen Gold- und Silberschmucke. Die Preise orientieren sich am Tagespreis für Gold bzw. Silber. Da für die Verarbeitung nur wenig berechnet wird, ist der Schmuck deutlich günstiger als in Deutschland. Es fehlt oft der in der Türkei nicht obligatorische Goldstempel.

Klimainformationen

Auf Grund der geografischen Lage hat die Türkei kein einheitliches Klima.

Istanbul hat gemäßigtes Klima; heiße Sommer (gelegentlich bis 40°C), jedoch weht ständig ein frischer Wind vom Meer her. Die durchschnittliche Temperatur während der heißesten Monate Juli und August beträgt 28-30°C. Im Winter fällt das Thermometer hier fast nie unter 4°C, es ist nasskalt.

Entlang der türkischen Riviera (von Antalya bis Iskenderun) herrscht fast das ganze Jahr über subtropisches Klima. Im Sommer ist die durchschnittliche Temperatur etwa 30°C, im Winter 12 bis 15°C.

Das Landesinnere (Hochland von Anatolien und Thrakien) hat ein ausgesprochen kontinentales Klima: heiße Sommer (bis 40°C), kalte Winter (bis minus 28°C). Im Winter liegt oft länger als drei Monate Schnee. In Ankara beträgt die durchschnittliche Temperatur im Sommer 23°C, im Winter minus 5°C.

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Große Touristenorte an der Küste sind malaria-frei.

Verbreitung

Die bekannten Touristenorte an der Mittelmeerküste sind malaria-frei.

Ein geringes Malariarisiko besteht von März bis November in den tiefergelegenen, von Touristen selten besuchten Regionen im Süd-Osten des Landes (Grenzgebiet zu Syrien).

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Türkische Lira (TRY)

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 5,88 TRY

1 US-$ = ca. 5,17 TRY

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gegenwert von über 5.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschließlich Landeswährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschießlich Fremdwährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Umtausch: Es ist ratsam, größere Geldbeträge erst in der Türkei umzutauschen. Es ist mit ständigen Geldabwertungen zu rechnen.

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für den legalen Umtausch aufbewahrt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von großen Hotels, verschiedenen Geschäften, internationalen Autovermietern und teilweise an Tankstellen akzeptiert. Auch mit der EC-/Maestrokarte kann bei vielen Händlern und Dienstleistungsunternehmen und an den Tankstellen der internationalen Ketten bezahlt werden. In den meisten Fällen muss man dazu zusätzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Geldautomat: Ja - Mit Kreditkarte oder Girocard (mit Maestro-Logo) kann in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abgehoben werden. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Auskunftstellen

Türkische Botschaft
Abteilung für Tourismus und Information
Tiergartenstr. 19-21
10785
Berlin
(0 30) 214 39 52
(0 30) 214 37 52, 214 38 52
info@tuerkeifasziniert.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat
Abteilung für Tourismus und Information
Baseler Straße 37
60329
Frankfurt/M.
(0 69) 23 27 51
(0 69) 23 30 81, 23 56 03
info@tuerkei-tourismus-kultur.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat
Abteilung für Tourismus und Information
Karlsplatz 3/1
80335
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 17 80 31 32, 17 80 31 86
nur allgemeine Tourismusinformationen

Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer
(Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odasi)
Yeniköy Cad. No. 88
34457
Tarabaya - Istanbul -Ortaköy
(0090 212) 363 05 60
(0090 212) 363 05 00
info@dtr-ihk.de
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Ministerium für Kultur und Tourismus
Atatürk Bulvari No. 29
06050
Ankara
(0090 312) 212 83 00, 312 43 59
(0090 312) 309 08 50
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

KÖLN siehe Hürth

Türkisches Generalkonsulat
An der Karlsschanze 7
55131
Mainz
(0 61 31) 83 51 19
(0 61 31) 98 26 00, 982 60 11
konsulat.mainz@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Menzinger Straße 3
80638
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 178 03 10
konsulat.muenchen@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Di, Mi, Do 13-16 Uhr
(nur Reg.-Bez. Schwaben, Ober- und Niederbayern)

Türkisches Generalkonsulat
Lotharingerstraße 25-27
48147
Münster
(02 51) 4 33 27
(02 51) 41 47 00
konsulat.muenster@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 14-15.30 Uhr

(nur Reg.-Bez. Münster und Detmold)

Türkisches Generalkonsulat
Regensburger Straße 69
90478
Nürnberg
(09 11) 46 89 62
(09 11) 94 67 60
konsulat.nuernberg@mfa.gov.tr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 8.30 und 12 Uhr vergeben)
(nur Reg.-Bez. Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie Oberpfalz)

Honorarkonsulat der Republik Türkei
Dechbettener Straße 10
93049
Regensburg
(09 41) 5 77 70
(09 41) 78 03 66 20
cc@archhu.de
Mo bis Do 8-17.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr
(keine Visumerteilung)
(nur die Reg.-Bez. Oberfranken und Oberpfalz)

Türkisches Generalkonsulat
Kerner Str. 19b
70182
Stuttgart
(07 11) 262 21 02, 46 89 62
(07 11) 16 66 70
www.tuerkischebotschaft.de; www.mfa.gov.tr
konsulat.stuttgart@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
Visa-Abteilung: Di bis Do 8.30-12.30 Uhr und nach telefon. Vereinbarung
(nur Reg.-Bez. Stuttgart und Tübingen)

Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
114 Atatürk Bulvari
06680
Ankara -Kavaklidere
Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
Posta Kutusu 54
06552 Çankaya-Ankara/Türkei
(0090 312) 455 53 37
(0090 312) 455 51 00
www.germanembassyank.com; www.ankara.diplo.de

Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
Çaglayan Mah. Barinaklar Bulv.No: 54
07235
Antalya
Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
PK: 12
07230 Antalya/Türkei
(0090 242) 321 69 14
(0090 242) 314 11 01/02
Amtsbezirk: Antalya, Burdur, Isparta

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Kanuni Sultan Süleyman Caddesi No. 15
48400
Bitez-Bodrum-Mugla /Türkei
(0090 252) 363 86 94
(0090 252) 363 92 85, 363 82 87
Amtsbezirk: Vilayet (Provinz) Mugla
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Izmir

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Baglarbasi Mah. 1. Sedir Sok. No: 10
Evke ONYX Is Merkezi, Kat.4 D: 27
Osmangazi Bursa/Türkei
(0090 224) 244 61 99, 222 35 97
(0090 224) 222 20 97, 221 00 99
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Bursa, Balikesir, Bilecik, Canakkale und Eskisehir
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Balikpazari Caddesi of Sitesi
C-Blok Daire 2
Kaleici
22020
Edirne /Türkei
(0090 284) 224 52 85
(0090 284) 213 55 63
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Edirne, Kirklareli und Tekirdag
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Organize Sanayi Bölgesi
20 No'lu Caddesi No. 10
Baspinar - Sehitkamil - Gaziantep /Türkei
(0090 342) 337 52 27
(0090 342) 337 52 25
Amtsbezirk: Gaziantep, Sanliurfa, Kahramanmaras, Adiyaman, Kilis
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Inönü Caddesi 10
34437
Gümüssuyu-Istanbul
Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Posta Kutusu 6
34431 Istanbul-Beyoglu/Türkei
(0090 212) 249 99 20
(0090 212) 334 61 00
www.deutschesgeneralkonsulat-istanbul.org.tr

Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsolosluôu
Izmir Korutürk Mah., Havuzbasi Sokak 1
35330
Balcova-Izmir
Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu
Posta Kutusu 156
35212 Izmir/Türkei
(0090 232) 488 88 74
(0090 232) 488 88 88
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Afyon, Antalya, Aydin, Burdur, Denizli, Isparta, Izmir, Kütahya, Manisa, Mugla, Usak

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Organize Sanayi Bölgesi
Organize Sanayi Bölgesi, Fatih Sultan Mehmet Bulvari No: 270, Inecik
38070
Malikgazi-Kayseri /Türkei
(0090 352) 321 34 84
(0090 352) 321 34 74
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Aksaray, Kayseri, Malatya, Nigde, Nevsehir, Sivas, Tokat, Yozgat
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Gazipasa Caddesi
Saruhan Ishani Kat 1
Trabzon /Türkei
(0090 462) 323 28 27
(0090 462) 323 08 24
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Trabzon, Artvin, Bayburt, Rize, Erzincan, Gümüshane und Giresun
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Botschaft der Türkischen Republik
Tiergartenstraße 19-21
10785
Berlin
(0 30) 27 59 10 27
(0 30) 27 58 50
www.tuerkischebotschaft.de
botschaft.berlin@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.45 - 12.45, 13.45 17.45 Uhr
(Visa-Erteilung nur in Diplomaten-, Dienst- und Spezialpässe)

Türkisches Generalkonsulat
Heerstraße 21
14052
Berlin
(0 30) 893 18 98
(0 30) 89 68 02 11, 89 68 02 42
konsulat.berlin@mfa.gov.tr
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 13-14 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Cecilienallee 41
40474
Düsseldorf
(02 11) 454 78 22
(02 11) 45 47 80
www.tuerkischebotschaft.de
konsulat.duesseldorf@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-17 Uhr
(nur Reg.-Bez. Düsseldorf mit Ausnahme der Städte Essen und Mühlheim)

Türkisches Generalkonsulat
Zehnthof 55
45307
Essen
(02 01) 42 38 67
(02 01) 84 21 60
konsulat.essen@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr
Visa-Abteilung: 14.30-16.00 Uhr
(nur Reg.-Bez. Arnsberg sowie die Städte Essen und Mülheim des Reg.-Bez. Düsseldorf)

Türkisches Generalkonsulat
Kennedyallee 115-117
60596
Frankfurt/M.
(0 69) 70 90 32
(0 69) 77 29 42
konsulat.frankfurt@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 9-13 Uhr, 13.30-14.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 7.30 und 10.30 vergeben);
für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8-10.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Tesdorpfstraße 18
20148
Hamburg
(0 40) 44 52 58
(0 40) 448 03 30
konsulat.hamburg@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 8.30-12 Uhr;
für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
An der Christuskirche 3
30167
Hannover
(05 11) 1 77 00
(05 11) 76 86 50
konsulat.hannover@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-16.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Luxemburger Straße 285
50354
Köln-Hürth
(0 22 33) 7 55 72
(0 22 33) 97 41 80
konsulat.koeln@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo und Fr 8.30-12.30 Uhr;
für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Köln)

Türkisches Generalkonsulat
Rintheimer Straße 82
76131
Karlsruhe
(07 21) 85 60 13
(07 21) 98 44 00, 984 40 10/11
konsulat.karlsruhe@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr, außerdem telefonisch erreichbar Mo bis Fr 14.30-17 Uhr, Visumbeantragung Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Freiburg und Karlsruhe)

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Sehenswertes

Istanbul

Eine Städtereise nach Istanbul führt in eine lange und reiche Vergangenheit, war doch die Stadt, die Europa und Asien verbindet, Hauptstadt dreier Weltreiche: des Römischen Reiches (Byzanz), des Byzantinischen Reiches (Konstantinopel) und des Osmanischen Reiches (Istanbul). Als einzige Stadt auf unserem Globus erstreckt sie sich über zwei Kontinente. Aus dem Stadtbild ist heute besonders die osmanische Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Silhouette der Stadt ist durch Kuppeln und Minarette bestimmt. Daneben zeigt sich aber auch die Widersprüchlichkeit Istanbuls. Herrscht im Stadtteil Fatih ein traditionell orientalisches Leben, zeigen die modernen Shopping Malls eher das Bild einer westlichen Stadt.

Istanbul hat zahlreiche, höchst interessante Sehenswürdigkeiten. Die Schwierigkeit für Touristen besteht darin, dass man sich in ein paar Tagen gar nicht alles anschauen kann, was Istanbul zu bieten hat. Darum sollte man eine Auswahl treffen und sich Zeit für seine Präferenzen nehmen! Die berühmtesten Attraktionen der Stadt sind zweifelsohne die Hagia Sophia, das wohl symbolträchtigste Bauwerk Istanbuls, die Sultan Akmet Camii oder Blaue Moschee sowie die Hohe Pforte und der Topkapi-Palast als Ausdruck des osmanischen Reiches. Zahlreiche Museen wie das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst sowie das Topkapi-Palast Museum bieten einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt.

Wer es lieber etwas ruhiger und weniger überlaufen möchte, sollte durch das "frömmste" Viertel Istanbuls, das Eyüp Viertel, oder durch das kosmopolitische Viertel Galata schlendern. Sehenswerte Geheimtipps sind auch das Chora Kloster im Stadtteil Kariye mit seinen wertvollen Mosaiken, der Versunkene Palast (Yerebatan Sarayi) in der Nähe des Sultan-Ahmed-Parks, eine riesige Zisterne aus dem 6. Jahrhundert und der Beylerbeyi Palast (am "asiatischen Pfeiler" der 1973 erbauten Bosporus-Brücke), in dem die Sultane im ausgehenden 19. Jahrhundert lebten.

Am Bosporus boomt die Wirtschaft, hier herrscht reger Handel. Istanbul ist daher auch eine Einkaufsstadt, in der man besonders gut traditionelles Kunsthandwerk einkaufen kann. Zu den beliebtesten Einkaufszentren gehören Kapali Carsi, ein in der Altstadt gelegenes Labyrinth von Ladenstraßen und die orientalischen Basare. Neben dem Großen Basar ist der kleine Gewürzbasar, auch Ägyptischer Basar genannt, für eine Shopping-Tour sehr zu empfehlen.

In den letzten Jahren ist die Millionen-Metropole enorm gewachsen und mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Vierteln, die nicht durch staatliche Planung entstanden sind. Wenn der Tourist davon auch wenig merkt, lassen sich die Folgen dieser Entwicklung nicht immer verbergen: Luftverschmutzung, Wassermangel und eine schlechte Wasserqualität, Lärm, Müllprobleme und Verkehrschaos.

Wem dies zu viel wird, kann Ruhe und Entspannung in den Wäldern und an den Stränden der näheren Umgebung Istanbuls finden.

Troja

Nordägäis - Izmir - Pergamon - Troja

Die Nordägäis mit der Stadt Izmir bietet ein breites Reiseangebot, das von weltbekannten Ausgrabungsstätten wie Troja und Pergamon bis hin zu türkisch geprägten Ferienzentren wie Akçay, Ayvalik oder Faço reicht. Im Hinterland liegt die osmanisch geprägte Stadt Manis und die Münzstadt Sardes.

Izmir, die größte Hafenstadt der Türkei, liegt in einer halbmondförmigen Bucht an der ägäischen Küste. Die Stadt war und ist der Ausgangspunkt für Reisen zu den bekannten historischen Stätten. Für Shopping-Freunde ist der Bazar der Stadt vor allem wegen seiner Gold- und Schmuckläden einen Besuch wert. Bevor man in den umliegenden Orten Ausschau hält, sollte man Izmir einmal von oben betrachten. Die Festung Kadif Kale (Samtburg) bietet einen großartigen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Für einen kulturellen Tagesausflug von Izmir aus bietet sich das rund 105 km entfernte Bergama an. Die kleine, reizvolle Marktstadt ist vor allem wegen seiner antiken Anlage des antiken Pergamon bekannt. Das antike Prestigeobjekt der Attaliden ist wegen seiner herausragenden Lage auf einer steilen Akropolis heute wohl einer der schönsten Orte der Türkei. Auf dem Höhepunkt der Macht im 2. Jahrhundert v. Chr. konkurrierte die Stadt mit Alexandria als Zentrum der Gelehrsamkeit. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Akropolis mit ihren fünf Königspalästen, die Bibliothek und der Tempel der Athene. Das berühmte Theater ist in einen steilen Berghang hineingebaut. Auch das Asklepieion, eine bemerkenswerte medizinische Stätte unterhalb der Akropolis, ist eine Besichtigung wert. Die offizielle Besichtigung Pergamons beginnt auf dem Oberen Burgberg. Es ist aber auch möglich, zu Fuß durch die obere Altstadt von Bergama zur Serpentinenstraße zu gelangen und von dort dem Pfad auf die Akropolis zu folgen.

Die zweite berühmte Ausgrabungsstätte in der Nordägäis, Troja, liegt ca. 317 km vom Izmir entfernt. Troja ist wohl die bekannteste türkische Ausgrabungsstätte. Dies liegt nur zum Teil an der "Ilias" von Homer (Troja hieß bei den Griechen "Ilion") - insbesondere für Deutsche wurde Troja bekannt duch den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann. Schliemann fand den legendären Schatz des Priamos, der sich heute in russischem Besitz befindet.

Troja besteht aus nicht weniger als neun Siedlungsschichten. Der älteste Bau war eine Burg aus den Jahren 3000-2600 v. Chr. In der zweiten erweiterten Siedlung, die 2300 v. Chr. durch einen Brand zerstört wurde, lebten ca. 3 000 Menschen. Aus dieser Zeit sind wertvolle Funde erhalten, u.a. der Schatz des Priamos. Es folgen Phasen von mehr ärmlichen Siedlungen. Das "Ilion" Homers, in der Schicht 7a, wurde nach 1300 v. Chr. erbaut und um 1200 v. Chr. ebenfalls von einem Feuer vernichtet. Dies stimmt mit der Sage um den Trojanischen Krieg und der Einnahme Trojas von den Griechen überein. Im Anschluss folgten weitere Siedlungen, deren letzte mit dem Goteneinfall 262 n. Chr. zerstört wurde. In dieser letzten Stadt, bei der eine Unterstadt eingegliedert wurde, lebten 40 000 Menschen.

Der Ausgrabungshügel ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, vor Ort sind Schautafeln angebracht, Videos geben eine Einstimmung auf den Rundgang. Die wertvollsten Funde von Troja sind allerdings in den Museen von Istanbul und Çanakkale zu sehen.

Südägäis

An der Südägais liegen die weltberühmten Ruinen von Ephesus, die Städte Priene (mit ihrer fantastischen Lage über der Schwemmlandebene des Büyük Menderes) und Milet mit dem imposanten Theater sowie der Tempel von Didyma. Es gibt aber auch viele traumhafte Sandstrände und einige befinden sich abseits der Touristenzentren, so zum Beispiel die Dotça-Halbinsel, Ören östlich von Bodrum und die Karaburun-Halbinsel. An der Küste entlang ziehen sich außerdem viele kleine Buchten, die wegen fehlender touristischer Infrastruktur noch weitgehend unberührt sind.

Lykien

In der Region Lykien sind neben schönen Stränden hauptsächlich die von dem Volk der Lykier hinterlassenen Gräber sehenswert. In Fethiye, das auch durch seine beeindruckende Lage viele Touristen anzieht, können lykische Felsgräber im Osten der Stadt besichtigt werden. Steinsarkophage sind überall im Ort verstreut zu entdecken. Neben der Kultur kommen im Olympos-Nationalpark zwischen Finike und Antalya auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Er bietet neben den Ruinenstädten Phaselis und Olympos auch das mächtige Massiv des Tahtali Dagi (im Altertum Olympos genannt), dichte Wälder und schöne Meeresbuchten. Wanderer können in der dünn besiedelten Landschaft längere Spaziergänge unternehmen und sich dann an stillen Buchten oder am Strand von Olympos erholen.

Türkische Riviera

Die Südküste zwischen Antalya und Antakya, die auch "Türkische Riviera" genannt wird, bietet Ruinen jeder Größe, u.a. die Ruinen von Termessos, Perge, Aspendos und Side, weite Strände und Bergmassive. Das größte Touristenzentrum der Südküste Antalya ist zugleich eine der größten Städte der Türkei und Wirtschaftmetropole der Region. Sehenswert sind hier die Altstadt mit gut erhaltenen osmanische Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen und das archäologische Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der Antike. Alanya, eine der touristischsten Städte der Türkei, wird gekrönt von dem 250 Meter hohen Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der mittelalterlichen Festungsanlage. Am Westrand des Burgfelsens liegt die Damlatas-Tropfsteinhöhle, die besichtigt werden kann. Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Ab Mersin trifft man vorwiegend türkische Urlauber. Eine Ausnahmen bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten einen Besuch in Antaky, dem früheren Antiochia, nicht versäumen.

Segeln

Die abwechslungsreiche türkische Küste ist mit ihren unzähligen Buchten, Inseln und küstennahen Ruinenstätten für Segler wie geschaffen. Die Küste ist manchmal bis zum Ufer mit Pinien gesäumt, manchmal von schroffen Felsen umgeben.

Besonders zwischen Izmir und Antalya ist die Küste reich an kleinen Buchten und Meeresarmen, die zum Ankern einladen. Die Wassertiefe an der türkischen Küste beträgt allgemein 10-12 Meter, gefährliche Riffe sind auf jeder Seekarte vermerkt.

Windverhältnisse: In der mittleren und südlichen Ägäis weht um die Mittagszeit ein Wind aus nordwestlicher Richtung. Dieser "Meltem" legt sich meist über Nacht. Es gibt selten Tage mit wenig Wind. Im Gebiet des Golfs von Antalya wechseln sich See- und Landbrisen aus süd- bis südwestlicher bzw. nördlicher Richtung ab. Nord- und Westwinde im Frühling, Südwinde im Herbst und Winter.

Auskunft: Verband der Yachtbetreiber (Yat Isletmeleri Dernegi), Eski Cesme Mak. Firkateyn Sok. 37, 48400 Bodrum, Telefon (252)316 23 98, Fax (252) 316 16 01.

Türkische Thermalbäder

Es gibt in der Türkei über 1.000 Thermalquellen. Die größte Thermalschwimmhalle der Türkei liegt zehn Kilometer westlich von Izmir (Balcova). Das Wasser (62°C) ist für Trink- und Badekuren geeignet, wirkt schmerzstillend und krampflösend und hilft bei rheumatischen und gynäkologischen Beschwerden.

Die Quelle von Balikli Cermik, 17 km nordöstlich von Sivas, enthält Fische, die bei Hauterkrankungen, besonders Schuppenflechte, die Haut "säubern". Daneben findet das Wasser Anwendung bei Rheuma und gynäkologischen Beschwerden.

Reisehinweise

Der im Juli 2016 ausgerufene Notstand wurde am 19. Juli 2018 für beendet erklärt. Reisenden wird dennoch geraten, sich von politischen Veranstaltungen und größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass in letzter Zeit in der Türkei auch Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen waren. Gründe hierfür waren häufig nicht nachvollziehbar. Kritische Äußerungen gegenüber der türkischen Regierung in sozialen Netzwerken oder der Verdacht, dass der Betroffene Beziehungen zu einer in der Türkei als terroristisch eingestuften Organisation hat, können Anlass zu einem Strafverfahren sein.

Seit Anfang Februar 2017 wurde zahlreichen Reisenden - auch mehreren deutschen Staatsangehörigen - ohne Angabe von Gründen die Einreise in die Türkei verweigert. Viele der hiervon Betroffenen hatten einen kurdischen oder türkisch-alevitischen Familienhintergrund.

Seit Mitte des Jahres 2015 kam es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Besonders in großen Metropolen ist mit weiteren Anschlägen zu rechnen, die sich auch gezielt gegen Ausländer richten können.

Reisende sollten sich über die Medien zur Entwicklung der Lage informieren und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.

Auch Aufenthalte in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten vermieden werden. Die Benutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sollte auf das erforderliche Maß eingeschränkt werden.

Auch bei Reisen über Land ist erhöhte Vorsicht angebracht.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakir, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin, sowie in die Provinzen Mardin, Sirnak und Hakkari wird dringend abgeraten.

Allgemeine Hinweise:

Das Ausmaß der Gewaltkriminalität ist verhältnismäßig gering, allerdings mit leicht zunehmender Tendenz. Besondere Vorsicht, insbesondere im Umgang mit wenig bekannten Personen und an einsamen Orten ist angebracht.

Auf Wertsachen sollte grundsätzlich immer geachtet werden, besonders beim Verlassen von Fahrzeugen.

Besonders in der Großstadt Istanbul sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen, speziell an belebten Plätzen. Betrugsfälle wurden vermehrt aus dem Stadtteil Beyoglu bekannt, bei denen Touristen zum Abheben großer Summen Bargeld gezwungen wurden.

Laut Informationen der deutschen Botschaft wurden deutsche Staatsbürger in letzter Zeit nach ihrer Rückkehr aus dem Türkei-Urlaub mehrfach Opfer von Betrügereien, indem sie telefonisch unter verschiedenen Vorwänden zur Zahlung von Geldern mit Western Union in die Türkei aufgefordert wurden. Den Betroffenen wird empfohlen, sich in diesen Fällen vorab an die Polizei in Deutschland zu wenden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in der Türkei sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT: In Istanbul kommt es häufig zu Passdiebstählen, Reisepässe und andere Ausweispapiere sollten daher an einer sicheren Stelle verwahrt werden, z.B. im Hotelsafe, während der Reise sollten nur Kopien mitgeführt werden.

ÖFFENTLICHE SICHERHEIT: Politische Stellungnahmen gegenüber der türkischen Regierung sollten unbedingt vermieden werden, ebenso Sympathiebekundungen mit terroristischen Organisationen.

STRAßENVERKEHR: Im Straßenverkehr besteht grundsätzlich ein hohes Unfallrisiko, was bei Dunkelheit noch verstärkt wird (z.B. durch fehlende Beleuchtung). Übernachtungen im Auto sollten nur auf bewachten Park- oder Campingplätzen stattfinden.

FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Fotografien von Personen sollten nur mit deren persönlicher Erlaubnis gemacht werden. Fotografierverbot besteht in unmittelbarer Nähe militärischer Einrichtungen.

In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine Genehmigung des Vakiflar Genel Müdürlügü einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.

RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

DROGEN: Der Besitz oder der Handel von/mit Rauschgift oder Narkotika wird sehr streng bestraft. Es drohen langjährige Gefängnisstrafen, wobei türkische Gefängnisse absolut nicht westeuropäischen Vorstellungen entsprechen.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist verboten in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Einkaufszentren sowie in Sportstadien und Krankenhäusern. Das Verbot gilt ebenso für geschlossene Räume in Restaurants, Kaffeehäusern, Bars und Diskotheken. Im Freien auf einer Terrasse oder im Garten einer Gaststätte darf allerdings nach wie vor geraucht werden. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Strafe von umgerechnet 35 Euro rechnen. Ein auf der Straße weggeworfener Zigarettenstummel kostet 12,50 Euro. Die Einhaltung der Regeln wird landesweit von rund 5.000 Kontrolleuren überwacht.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Georgien

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu einem Jahr. Notwendig ist der mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass oder Personalausweis (Reisepass bei Ein- oder Rückreise über bestimmte Drittstaaten erforderlich!).

Landesdaten

Lage

Georgien grenzt im Norden und Osten an die Russische Föderation; im Südosten an Aserbaidschan; im Süden an Armenien; im Südwesten an die Türkei und im Westen ans Schwarze Meer. Die höchsten Erhebungen Georgiens sind der Kasbek (5.047 m) und der Schchara (5.068 m) im Großen Kaukasus.

Zum Territorium gehören auch die Autonomen Republiken Abchasien, Adscharien und Südossetien.

Fläche: 69.700 km2.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,8 Millionen

Städte:

Tiflis (Tbilisi, Hauptstadt) ca. 1,16 Millionen

Kutaisi ca. 194.700

Batumi (Hauptstadt Adschariens) ca. 124.300

Rustavi ca. 120.800

Suchumi (Hauptstadt Abchasiens) ca. 64.500

Gori ca. 54.600

Poti ca. 47.8100

Sprache

Amtssprache ist Georgisch. Daneben werden je nach Region diverse andere Sprachen gesprochen, unter anderem Aserbaidschanisch, Armenisch, Abchasisch und Ossetisch. Russisch und Englisch werden zum Teil verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden.

Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +2 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Telefon

Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Georgien ist 00995, von Georgien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Georgien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Auch kann sich der Kauf einer georgischen SIM-Karte lohnen. Diese sind unter anderem am Flughafen von Tiflis erhältlich.

Internet

Länderkürzel: .ge

In Tiflis und in anderen größeren Städten gibt es Internetcafés. Zudem bieten viele Hotels und Gästehäuser einen kostenlosen WLAN-Zugang an.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. und 2. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest)

19. Januar (Dreikönigstag; Epiphaneas)

8. März (internationaler Frauentag)

9. März (Muttertag)

6. April (Karfreitag, orthodox)

7. April (Karsamstag, orthodox)

8. und 9. April (Ostern, orthodox)

9. April (Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit)

9. Mai (Tag des Sieges)

12. Mai (Tag des Heiligen Andreas)

26. Mai (Unabhängigkeitstag)

28. August (Mariä Himmelfahrt, orthodox)

14. Oktober (Svetitskovloba, Feiertag zum Gedenken an die erste christliche Kirche in Georgien)

23. November (Tag des Heiligen Georg)

Feiertage 2019:

1. und 2. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest)

19. Januar (Dreikönigstag; Epiphaneas)

3. März (Muttertag)

8. März (internationaler Frauentag)

9. April (Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit)

26. April (Karfreitag, orthodox)

27. April (Karsamstag, orthodox)

28. und 29. April (Ostern, orthodox)

9. Mai (Tag des Sieges)

12. Mai (Tag des Heiligen Andreas)

26. Mai (Unabhängigkeitstag)

28. August (Mariä Himmelfahrt, orthodox)

14. Oktober (Svetitskovloba, Feiertag zum Gedenken an die erste christliche Kirche in Georgien)

23. November (Tag des Heiligen Georg)

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Montag bis Samstag 10-17 Uhr, Lebensmittelgeschäfte haben oft länger geöffnet;

Banken: Montag bis Freitag 9.30-17.30 Uhr (mit Mittagspause);

Büros: Montag bis Freitag 9-18 Uhr (mit Mittagspause).

Geschichte/Politik

Die Griechen gründeten an der georgischen Schwarzmeerküste um 600 v.Chr. mehrere Kolonien; sie nannten die Gegend "Kolches". Im Osten Georgiens hingegen regierten die Perser. Kurz vor der Zeitenwende wurde Georgien römisch. Später dehnte sich das Land unter dem Einfluss einer mächtigen Dynastie - der Bagratiden - gewaltig aus und umfasste im 13. Jahrhundert den ganzen Kaukasus. Doch dann sorgten die Mongolen dafür, dass das Reich wieder zerfiel. 1783 stellte sich Georgien unter die Schutzherrschaft des russischen Zaren. Um 1800 wurde es ein Teil Russlands. 1918, nach der russischen Revolution, wurde Georgien wieder selbstständig. Doch 1921 marschierten sowjetische Truppen ein und ab 1936 war Georgien ein Teil der UdSSR. Nach deren Zerfall erlangte Georgien 1991 wieder die Unabhängigkeit, trat jedoch 1993 der GUS bei. Der Kaukasuskrieg, in dem Russland die Unabhängigkeitsbestrebungen der Gebiete Abchasien und Südossetien unterstützte, führte 2008 zum Austritt Georgiens aus der GUS.

Wirtschaft

Das wirtschaftlich gut funktionierende, einst wohlhabende Land hat durch andere Länder der GUS Probleme bekommen, da jene ihre Abnahmeversprechen für Güterlieferungen nicht einlösen konnten. Früher lieferte Georgien beispielsweise über 90 Prozent des Tees, die die Einwohner der UdSSR verbrauchten. Nun passiert das, was man in Georgien seit Jahrzehnten nicht kannte: Lebensmittel sind zuweilen knapp und die Inflationsrate ist hoch.

Georgien hat zwar Bodenschätze, so gibt es beispielsweise Erdöl und Erdgas aber auch Kohle und einige Metalle, doch die Landwirtschaft ist wichtiger für das Land. Diese muss sich wegen der Agrarstruktur auf Spezialkulturen beschränken: Tee, Tabak, Wein, Zitrusfrüchte, Getreide, Mais und Baumwolle. Die Weidewirtschaft spielt in höheren Lagen eine Rolle. An den Berghängen wird Forstwirtschaft betrieben.

Die Einnahmen durch den Tourismus, der in Georgien sehr gut angelaufen war, lassen gegenwärtig zu wünschen übrig.

Religion

Die Bevölkerung ist mehrheitlich georgisch-orthodox. Ansonsten gibt es Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche, Muslime und eine Minderheit von Juden in Georgien.

Vegetation

Auf rund einem Drittel der Grundfläche Georgiens steht Wald. Im Rioni-Becken findet man sogar eine subtropische Vegetation mit Palmen und Bambussträuchern, Zypressen und Eukalyptus, Lack- und Zitrusbäumen. Einst standen hier Wälder aus Lianen, Eiben und Buchsbaum. Von denen blieben allerdings nur Reste übrig.

Im Osten Georgiens stehen Trockenwälder mit Wacholdersträuchern und Pistazienbäumen, dort breiten sich auch Steppen mit Feder- und Bartgras aus. An den Berghängen wachsen in den tieferen Lagen Mischwälder mit Eichen, Kastanien und Hainbuchen. Höher an den Bergen findet man vor allem Buchen, ab 1.900 m Höhe Nadelholz und Moorbirken. In Höhen über 2.100 m breiten sich alpine Mattenlandschaften aus.

Tierwelt

Unter den Tieren gibt es noch Arten, die man selten findet - Braunbären, Luchse und Wildkatzen. In den Bergen kann man Steinböcke sehen, auch Gemsen und Bezoarziegen. Dort sind auch Bart-, Gänse- und Kuttengeier zu Hause. In tieferen Regionen leben die üblichen europäischen Säugetiere: Hirsche, Rehe, Wildschweine und mit etwas Glück kann man Fasane, Trappen, Reb- und Birkhühner beobachten.

Kulinarisches

In den georgischen Städten, in denen jahrhundertelang Fremde ein- und ausgingen, findet man die außergewöhnlichsten Gerichte auf der Speisekarte, auch manches Asiatische. Die Küche des breiten Landes hingegen ist einfach. Doch weiß man mit Gewürzen, auch mit Paprika und Pfeffer, gut umzugehen. Typisches (es stammt aus der Gegend von Suchumi) ist beispielsweise "Elardschi", eine Art Polenta mit frischem Käse.

Sitten und Gebräuche

In Georgien leben überwiegend orthodoxe Christen, aber auch Moslems. Seit jeher gehören die Georgier zu den hochgebildeten Völkern im Osten. Im Land gibt es 20 Hochschulen, in Tiflis und Batumi zwei Universitäten.

Dennoch blieb eine ganze Reihe von heidnischen Bräuchen erhalten. Ein Beispiel: der sonderbare Kult um den Heiligen Georg (der dem Land den Namen gegeben hat). Jede Familie hat nämlich ihren eigenen Georg. Wenn man zu einem fremden Heiligen Georg betet, so bringt das Unglück.

Souvenirs

Beliebte Souvenirs sind Trinkhörner, Tongeschirr und Strickwaren.

Klimainformationen

In Georgien herrscht in den Küstenregionen mildes Meeresklima, im Landesinneren Kontinentalklima. In den Sommermonaten von Juni bis August können Temperaturen bis zu 40° C erreicht werden. Gelegentlich kommt es vor, dass Temperatur und Luftdruck stark schwanken. Der Winter, der sich üblicherweise auf die Monate von Dezember bis Februar erstreckt, ist in Tiflis und Umgebung nicht wesentlich kälter als in Mitteleuropa. In den Bergregionen wird es hingegen sehr kalt und schneereich.

Beste Reisezeit

Die besten Reisezeiten sind April bis Juni sowie September und Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort keine medikamentöse Prophylaxe. Nur Malaria tertiana (P. vivax).

Verbreitung

Sehr geringes Übertragungsrisiko zwischen Juni und Oktober in südöstlichen Landesteilen.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Lari (GEL)

1 Lari = 100 Tetri.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3,05 GEL

1 US-$ = ca. 2,68 GEL

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Euro oder US-$ in neuen Scheinen und in kleinen Stückelungen empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung im Wert von insgesamt über 30.000 GEL

Ausfuhr Fremdwährung: bis zu maximal 500 US-$ bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, Restaurants und einigen Geschäften in Tiiflis angenommen, außerhalb der Hauptstadt ist die Akzeptanz geringer.

Geldautomat: Ja - in den Städten kann mit Kreditkarten und zum Teil auch mit der Girocard mit Maestro-Logo Geld abgehoben werden. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Auskunftstellen

Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
(0 30) 48 49 07 20
(0 30) 484 90 70
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr,
Konsularabteilung: telefonische Auskunft und Terminvergabe Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr; Besuchszeiten Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr

Georgian National Tourism Administration
4 Sanapiro Str.
0105
Tbilisi /Georgia
(00995 32) 243 69 87
(00995 32) 243 69 99
info@georgia.travel

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

Die Visa- und Konsularabteilung der Botschaft hat folgende Adresse:

Embassy of the Federal Republic of Germany
Visa and Consular Section
David Agmaschenebeli Prospekt 166
0112
Tiflis /Georgien
(00995 32) 291 16 51
(00995 32) 243 53 99
info@tiflis.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Georgien

Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
(0 30) 48 49 07 20
(0 30) 484 90 70
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr,
Konsularabteilung: telefonische Auskunft und Terminvergabe Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr; Besuchszeiten Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr

Generalkonsulat von Georgien
Bockenheimer Landstraße 97-99
60325
Frankfurt am Main
(0 69) 97 67 11 37
www.botschaftvongeorgien.de
frankfurt.con@mfa.gov.ge
nach Vereinbarung

Honorarkonsulat von Georgien
Luisenstraße 43, 2. Etage
80333
München
(089) 54 88 76 95
(089) 51 70 29 84
www.botschaftvongeorgien.de
georgischer-honorarkonsul@claus.hipp.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
c/o Sheraton Metechi Palace Hotel
Telawi Str. 20
0103
Tiflis /Georgien
(00995 32) 244 73 64
(00995 32) 244 73 00
info@tiflis.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Georgien

Ärztliche Hilfe

TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.

Sehenswertes

Tiflis

Die Stadt wird schon im vierten Jahrhundert als Festung genannt. 490 trat sie als Hauptstadt an die Stelle der alten Königsmetropole Mtscheta. Tiflis hatte Vorteile von seiner Lage an der Kreuzung der Straße von Zentralasien nach Kleinasien und von Russland nach Persien. Es gab dort einen lebhaften Handelsbetrieb. Die Tifliser Bäder mit ihren Schwefelquellen waren schon damals berühmt.

Tiflis war lange Zeit eine durchaus orientalische Stadt mit seinen luxuriösen Badehäusern und Basaren, die es auch noch heute gibt, allerdings längst nicht mehr so exotisch wie einst. Viele Dichter und Maler liebten die Stadt. Im elften und zwölften Jahrhundert, während des goldenen Zeitalters Georgiens, versammelte die damalige Königin Tamara die besten Künstler und Gelehrten in ihrer Residenz Tiflis. Die Emaille- und Mosaik-Kunst jener georgischen Renaissance zählt zu den größten Leistungen abendländischer Kunst überhaupt.

Seit 1917 hat sich für Tiflis auch der Name "Tbilissi" eingeführt. Das bedeutet auf Deutsch "Die Stadt des warmen Wassers" und bezieht sich auf die Schwefelquellen. Die Georgier benutzen keinen der beiden Namen; sie sprechen einfach von "Kalaki" - das bedeutet "Die Stadt".

Viele Überfälle und Plünderungen bewirkten, dass in Tiflis nur wenige historische Gebäude übrigblieben und die Stadt keine Einheit mehr bildet. Eines der Gebäude, das aus Tiflis Vergangenheit übrigblieb, ist die aus gelbem Stein errichtete Zionskathedrale, die im sechsten Jahrhundert gebaut wurde und in der Königin Tamara mit einem russischen Prinzen getraut wurde. Wenn man alte georgische Architektur sehen will, muss man sich in die Umgebung von Tiflis begeben. In Tiflis gibt es immer noch sehr eindrucksvolle Viertel mit alten orientalischen, gewundenen und steilen Straßen, mit malerischen Häusern, Holzbalkonen und schattigen kaukasischen Platanen.

Zum Mtatsminda, dem "Heiligen Berg", führt eine Seilbahn hinauf. Auf halber Höhe steht das Pantheon, in dem viele russische (nicht nur georgische) Größen begraben liegen. Der Gipfel des Mtatsminda ist als riesiger Park angelegt.

Auf dem Metechi-Hügel stehen zwei historische Bauten: ein Fort aus dem 13. Jahrhundert und eine Kirche. Die Kirche, die schon aus dem fünften Jahrhundert stammt, wurde schon häufig restauriert und zeigt mit ihrem zylindrischen Turm und dem Spitzdach die charakteristische Form georgischer Kultstätten. Unterhalb des Metechi-Hügels liegt das alte Awlabar-Viertel mit einem armenischen und einem persischen Basar.

Mtscheta

In der Nähe von Tiflis, an der sehr schönen georgischen Heerstraße, liegt die frühere Hauptstadt des Königreichs Iberien (wie einst das östliche Georgien hieß). Sie wurde von den Griechen "Armosica" genannt und ist über 3.000 Jahre alt. Dort steht die Sweti-Tschoweli-Kathedrale, die "Kathedrale des Lebensbaums". Sie wurde im vierten Jahrhundert dort errichtet, wo man angeblich das Gewand Jesu Christi fand. Der heutige Bau entstand allerdings erst im 15. Jahrhundert. Mehrere Könige Georgiens liegen hier begraben.

In der Kirche des alten Nonnenklosters Samtawro, die aus dem neunten Jahrhundert stammt, wurde, neben seiner Frau Nana, Mirian bestattet, der erste christliche König Iberiens. Der Weg zur Kirche ist mit Gräbern aus dem zehnten und elften Jahrhundert gesäumt. Auf einem Hügel thront die alte Festung Bebris Tsiche, die zwei Meter dicke Mauern hat. Und ganz in der Nähe liegt das Ausgrabungsgelände von Armazsihe. Hier standen ein antiker Ormus-Tempel und die Residenz der einstigen Fürsten von Mtscheta.

Suchumi

Diese im Norden Georgiens, an der Schwarzmeerküste gelegene Stadt ist die Hauptstadt der Provinz Abchasien, was auf Georgisch "Land der Seele" heißt. Dort kann man sehr gut baden, da das Wasser dort wärmer ist als überall sonst am Schwarzen Meer.

Abchasien ist landschaftlich sehr schön. Seine Hügel sind mit üppiger Vegetation bedeckt und es gibt dort viele subtropische Pflanzen. Hier wird vor allem Tee angepflanzt, aber auch die Seidenraupen- und Bienenzucht sind weit verbreitet. Auch Tabak wird dort in größerem Maßstab angebaut.

Suchumi ist eine der schönsten Städte am Schwarzen Meer - vor allem wegen seiner vielen Grünflächen und Parks mit Palmen, Bambussträuchern und anderen halbexotischen Pflanzen. Man sieht noch heute Bauten aus dem elften bis 13. Jahrhundert. Ein wenig außerhalb liegen die Ruinen einer Festung und eines Schlosses, auch die Überreste eines alten Tempels, eine uralte Brücke und, nicht weit entfernt, Reste der einst berühmten abchasischen Mauer, die im vierten Jahrhundert errichtet wurde und 160 km lang war.

Suchumi hat einen hübschen botanischen Garten, der 1840 gegründet wurde. Hier sieht man 800 verschiedene Baum- und Strauchsorten aus fast allen Winkeln der Erde. Spezialisiert ist man auf Bassins, in denen seltene Wasserpflanzen wachsen. Auch die Kaktus-Sammlung ist sehenswert.

Batumi

Batumi liegt in der breiten Tiefebene der historischen Kolchis, die von klassischen griechischen Autoren häufig beschrieben wurde. Dieses Gelände dicht an der türkischen Grenze, in dem subtropisches Klima herrscht, heißt heute "Adscharien". Der Hauptort Batumi ist eine blendend weiß aufgemauerte Stadt, die im Altertum "Bahys" hieß und im sechsten Jahrhundert zu Byzanz gehörte. Entlang der Küste erstreckt sich zwei km lang ein schöner Strandpark und in der Nähe liegen einige hübsche Badeorte.

Nördlich der Stadt öffnet sich der berühmteste botanische Garten der russischen Länder. Er wurde 1912 angelegt, um zu untersuchen, ob man am Schwarzen Meer tropische Pflanzen heimisch machen kann. Er besitzt zahlreiche Laboratorien und ein hervorragendes Museum mit exotischen Pflanzen und seltenen Baumarten.

Reisehinweise

Konfliktgebiete Südossetien und Abchasien:

Von Reisen nach Abchasien und Südossetien sowie in die unmittelbare Nähe dieser Konfliktgebiete rät das Auswärtige Amt dringend ab. Es ist nicht möglich, Deutschen dort konsularischen Schutz zu geben.

Beide Gebiete stehen nicht unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Sie sind für den internationalen Reiseverkehr gesperrt und können nur mit Zustimmung der georgischen Regierung bereist werden. Einreisen von russischem Staatsgebiet aus werden von Georgien als illegale Grenzübertritte behandelt und streng bestraft.

Übriges Georgien: Im Gegensatz zu den Konfliktgebieten ist die Lage im übrigen Georgien ruhig.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Im Allgemeinen ist Georgien ein sicheres Reiseland. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Diebstahl sollten jedoch beachtet werden.

Die Straßenverhältnisse sind zum Teil sehr schlecht, und es gibt ein erhöhtes Unfallrisiko. Überlandreisen sollten nicht nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Russische Föderation

Einreise für Deutsche

Visum ist notwendig. Weiterhin ist u.a. erforderlich:

- der 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass

- der Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung

Landesdaten

Lage

Die Russische Föderation ist der eigentliche Kernstaat der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten).

Sie liegt im östlichen Teil Europas und im westlichen und nördlichen Teil Asiens. Die Russische Föderation wird im Norden und Nordosten begrenzt durch die Barentssee und das Nordpolarmeer, im Osten durch die Bering-Straße und das Ochotskische Meer.

Im Südosten und Süden hat die Russische Föderation Grenzen mit der Volksrepublik China, Korea-Nord, der Mongolei, Kasachstan, Georgien und stößt weiterhin an das Kaspische Meer und das Schwarze Meer. Seit März 2014 zählt die Russische Föderation auch die Halbinsel Krim am Schwarzen Meer, gegenüber der russischen Taman-Halbinsel, zu ihrem Staatsgebiet.

Im Westen grenzt die Russische Föderation an die Ukraine, Belarus/Weißrussland, Lettland, Estland, Finnland und Norwegen.

Die Russische Exklave Kaliningrad/Königsberg wird im Norden und Osten umschlossen von Litauen, im Süden von Polen und im Westen von der Ostsee.

Fläche: 17.075.400 km² (inklusive Kaliningrad)

Verwaltungsstruktur:

21 Republiken: Adygeya, Altay, Bashkortostan, Buryatiya, Chechnya, Chuvashiya, Dagestan, Ingushetiya, Kabardino-Balkariya, Kalmykiya, Karachaevo-Cherkesiya, Kareliya, Khakasiya, Komi, Mariy El, Mordoviya, Sakha, Severnaya Osetiya-Alaniya, Tatarstan, Tyva, Udmurtiya

9 Regionen ("kray")

46 Verwaltungsregionen ("oblast")

2 autonome Städte (Moskau, St. Petersburg)

1 autonome Region

4 autonome Bezirke

Einwohner

Bevölkerung der Russischen Föderation: ca. 143 Millionen Einwohner.

Städte:

Moskau (Hauptstadt) ca. 11,5 Millionen

St. Petersburg ca. 4,8 Millionen

Nowosibirsk ca. 1,5 Millionen

Jekaterinburg ca. 1,3 Millionen

Nishni Nowgorod ca. 1,3 Millionen

Samara ca. 1,2 Millionen

Omsk ca. 1,2 Millionen

Tscheljabinsk ca. 1,1 Millionen

Ufa ca. 1,1 Million

Kasan ca. 1,1 Millionen

Rostow am Don ca. 1,1 Millionen

Wolgograd ca. 1 Million

Perm ca. 991.500

Krasnojarsk ca. 973.900

Saratow ca. 837.800

Wladiwostock ca. 592.100

Sprache

Die Amtssprache der Russischen Föderation ist Russisch. Daneben existieren die eigenen Sprachen der russischen Republiken sowie mehr als 80 Minderheitensprachen.

Zeitverschiebung

In Russland gibt es keine Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit (2014 wurde letztmalig umgestellt).

Die Zeitumstellung (Ende März bis Ende Oktober) in Europa bewirkt, dass je nach Zeitzone in Russland noch eine Stunde abgezogen werden muss.

Die Russische Föderation liegt in 11 Zeitzonen. Die Spanne der Zeitunterschiede reicht von Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) +1 Stunde im Westen Russlands bis MEZ +11 Stunden im Osten.

KALININGRADER ZEIT +1 Stunde

Kaliningrad und Region

MOSKAUER ZEIT +2 Stunden

Großteil des europäischen Russlands sowie die Autonome Republik Krim (seit 2014 > Russland)

Regionen: Archangelsk - Astrachan - Belgorod - Brjansk - Iwanowo - Jaroslawl - Kaluga - Kirow - Kostroma - Krasnodar - Kursk - Leningrad - Lipezk - Moskau - Murmansk - Nischni - Nowgorod - Nowgorod - Orjol - Pensa - Pskow - Rjasan - Rostow - Saratow - Smolensk - Stawropol - Tambow - Tula - Twer - Uljanowsk - Wladimir - Wolgograd - Wologda - Woronesch

Republiken: Adygeja - Dagestan - Inguschetien - Kabardino-Balkarien - Kalmückien - Karatschai-Tscherkessien - Karelien - Komi - Krim - Mari El - Mordwinien - Nordossetien-Alanien - Tatarstan - Tschetschenien - Tschuwaschien

Autonomer Kreis der Nenzen

SAMARAER ZEIT +3 Stunden

Region: Samara

Republik: Udmurtien

JEKATERINBURGER ZEIT +4 Stunden

Regionen: Perm - Kurgan - Orenburg - Swerdlowsk (Jekaterinburg) - Tjumen - Tscheljabinsk

Republik: Baschkortostan (Baschkirien)

Autonome Kreise: Chanten und Mansen/Jugra (Chanty-Mansijsk) - Jamal-Nenzen

OMSKER ZEIT +5 Stunden

Regionen: Altai - Nowosibirsk - Omsk - Tomsk

Republik: Altai

KRASNOJARSKER ZEIT +6 Stunden

Regionen: Krasnojarsk - Kemerowo

Republiken: Tuwa - Chakassien

IRKUTSKER ZEIT +7 Stunden

Regionen: Transbaikalien - Irkutsk

Republik: Burjatien

JAKUTSKER ZEIT +8 Stunden

Teile von Sacha, Rep.: Jakutsk (Hauptstadt) und alle administrativen Kreise

Region: Amur

WLADIWOSTOKER ZEIT +9 Stunden

Regionen: Primorskij (Primorje) - Chabarowsk - Magadan -Sachalin

Teile von Sacha, Rep.: Oimjakonski - Werchojanski - Ust-Janski

Jüdische Autonome Oblast

SREDNEKOLYMSKER ZEIT +10 Stunden

Teile von Sacha, Rep.: Abyjski - Allaichowski - Momski - Nischnekolymski - Srednekolymski und Werchnekolymski administrative Kreise sowie Sewero

KAMTSCHATKA-ZEIT +11 Stunden

Region Kamtschatka

Autonomer Kreis der Tschuktschen

Stromspannung

In Moskau und in anderen Städten beträgt die Netzspannung in der Regel 220 Volt, 50 Hz.

Telefon/Post

Post

Luftpost benötigt von Moskau und St. Petersburg ca. 10 Tage und mehr, von anderen russischen Städten länger. Wenn man sicher gehen möchte, dass Post auf jeden Fall ankommt, sollte man sie per Einschreiben versenden.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Russische Föderation ist 007. Die Vorwahlen von der Russischen Föderation nach Deutschland sind 8 (Freizeichen abwarten), dann wählt man 1049 und danach die deutsche Ortsvorwahl ohne Null. Analog dazu wählt man nach Österreich nach der 8 (Freizeichen abwarten) 1043 und in die Schweiz 1041. Neben den privaten Telefonanbietern, die auch Kartentelefone anbieten, gibt es staatliche Telefonbüros (meist in der Nähe des Postamtes) sowie Satellitentelefonbüros, die zuverlässigere Verbindungen bieten, aber auch teurer sind. Das Telefonieren vom Hotel aus ist kompliziert und außerdem sehr kostspielig.

NOTRUFNUMMER: 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Russischen Föderation von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ru

Internetanschlüsse stehen in den Hotels und Internetcafés größerer Städte zur Verfügung.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahrstag) sowie vom 2. bis zum 5. Januar (Neujahrsfeiertage)

23. Februar (Tag des Verteidigers des Vaterlandes)

24. Februar (öffentlicher Feiertag)

8. März (Internationaler Frauentag)

9. März (öffentlicher Feiertag)

30. April (öffentlicher Feiertag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

2. Mai (öffentlicher Feiertag)

9. Mai (Tag des Sieges)

11. Juni (öffentlicher Feiertag)

12. Juni (Nationalfeiertag; Tag der Deklaration über die Staatssouveränität)

4. November (Tag der nationalen Einheit)

Orthodoxer Feiertag: 7. Januar (Weihnachten)

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Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahrstag)

2. bis zum 4. Januar (Neujahrsfeiertage)

8. Januar (Neujahrsfeiertag)

23. Februar (Tag des Verteidigers des Vaterlandes)

8. März (Internationaler Frauentag)

1. Mai (Tag der Arbeit und des Frühlings)

2. und 3. Mai (öffentliche Feiertage)

9. Mai (Tag des Sieges)

10. Mai (öffentlicher Feiertag)

12. Juni (Nationalfeiertag; Tag der Deklaration über die Staatssouveränität)

4. November (Tag der nationalen Einheit)

Orthodoxer Feiertag: 7. Januar (Weihnachten)

Bitte beachten: Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, ist der darauffolgende oder ein durch die Regierung festgelegter Werktag arbeitsfrei.

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juni bis Ende August. Weitere typische Ferienzeiten sind die ersten zwei Januar- und die ersten zwei Maiwochen. Aber auch die Tage vor und nach offiziellen Feiertagen werden gern für Kurzurlaube benutzt.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do ca. 9.30-17 Uhr, Fr ca. 9.30-16 Uhr (oft ohne Mittagspause);

Post: Mo bis Fr 8-20/21 Uhr, Sa, So und an Feiertagen kürzere Öffnungszeiten, in Großstädten oft rund um die Uhr geöffnet;

Geschäfte: Lebensmittelläden in der Regel die ganze Woche von 9-22/23 Uhr, oft ohne Mittagspause. In Großstädten gibt es auch Supermärkte bzw. kleinere Geschäfte (Kioske), die rund um die Uhr geöffnet haben. Kaufhäuser und Shopping Malls oftmals Mo bis So 10/11-20/21/22 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9/10-17/18 Uhr, üblicherweise mit einer Stunde Mittagspause ab 13 Uhr;

Behörden: Mo bis Fr 8/9-17 Uhr, in der Regel mit einer Stunde Mittagspause, oft ab 13 Uhr.

Kleidung

Im Sommer (Juni bis August) sollte man normale Sommerkleidung dabeihaben. Im Frühjahr und Herbst sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Außerdem braucht man unbedingt eine Regenjacke oder einen anderen Regenschutz. Im Winter sollte man warme Wollsachen, warme Wintermäntel und gefüttertes, wasserunempfindliches Schuhwerk mitnehmen. Eine warme Kopfbedeckung ist unbedingt notwendig. Dies gilt allerdings nicht für die subtropischen Gebiete am Schwarzen Meer.

Geschichte/Politik

Im sechsten nachchristlichen Jahrhundert kamen Ostslawen in die russische Tiefebene. Um die Jahrtausendwende übernahm man aus Byzanz die christliche Lehre. Im elften Jahrhundert zeigte Kiew (in der benachbarten Ukraine) alle Möglichkeiten fürstlicher Machtentfaltung. Diese feudale Pracht verschwand, als im 13. Jahrhundert die Mongolen ins Land kamen und bis ins 15. Jahrhundert Tribut forderten. Die Stämme im Südwesten Russlands stellten sich daraufhin unter fremden Schutz. So bildeten sich zwei neue Völker heraus: das weißrussische (Belarus) und das ukrainische.

Im Nordosten hingegen formierte sich aus vielen einzelnen Stämmen das Großrussentum. Es hatte seine Zentrale lange Zeit im Osten des Reiches, in Nowgorod. Erst im 14. Jahrhundert übernahm Moskau diese Rolle. Im 15. Jahrhundert befreiten sich die Russen von den Tataren. Im 16. Jahrhundert baute Zar Ivan der Schreckliche als Alleinherrscher die russische Macht aus, eroberte Kasan und Astrachan sowie große Teile von Sibirien. Im 17. Jahrhundert gewannen die Russen auch im Westen Land. Peter der Große versuchte zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Russland in Richtung Westen zu orientieren. Neue Hauptstadt wurde St. Petersburg.

Russland wurde nun eine Großmacht und spielte in der europäischen Politik ebenso mit wie im außenpolitischen chinesischen Machtgefüge. 1917 setzte die Februar-Revolution dem Zarenreich ein Ende. 1922 wurde die UdSSR gegründet und 1934 in den Völkerbund aufgenommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die UdSSR den inzwischen geschaffenen großen Ostblock zu halten.

1991 begann die Auflösung der UdSSR, die "Gemeinschaft der Unabhängigen Staaten" (GUS) mit Russischer Föderation, Weißrussland und Ukraine wurde gegründet. Bald darauf schlossen sich die Staaten Aserbaidschan, Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Moldau, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan an. Nicht in der GUS-Gemeinschaft ist Georgien.

Mitte März 2014 hat die Schwarzmeerhalbinsel Krim offiziell ihre Unabhängigkeit von der Ukraine nach einem Referendum ausgerufen, Russland wiederum die Krim als Teil der Russischen Föderation anerkannt. Die Ukraine betrachtet die Krim dagegen nach wie vor als eine autonome Republik und Bestandteil ihres Staatsgebiets, weltweit wird der Beitritt der Halbinsel zu Russland ebenso nicht anerkannt.

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist noch im Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft. Problematisch ist, dass die ehedem amtlich verordneten Abnahmequoten innerhalb der ehemaligen UdSSR nicht mehr existieren, viele Produkte aber auch im Ausland keine Nachfrage finden.

Russland hat viele Bodenschätze - von der Steinkohle über das Eisenerz zu Stahlveredlern (beispielsweise Vanadium); man findet sie sowohl im Ural als auch in Westsibirien. Erdöl und Erdgas gibt es im Wolgagebiet, im Ural, in Nordkaukasien und in Westsibirien. Russland steht auf dem dritten Platz in der weltweiten Konkurrenz der erdölfördernden Länder. Auch Gold und Diamanten werden gewonnen. Entsprechend der Bodenschätze haben die Eisen- und die Stahlindustrie sowie der Maschinenbau große Bedeutung, daneben auch die chemische und petrochemische Industrie.

Nur etwa 13 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt; dort wird vor allem Getreide angebaut, aber auch Zuckerrüben und Gemüse gedeihen. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im europäischen Russland. Dort züchtet man auch Rinder und Schweine. Beim Holz gehört Russland zu den größten Produzenten der Erde, 45 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Probleme der Landwirtschaft sind mangelnde Produktivität, zu wenig Produktionsmittel, Schwierigkeiten bei Transport und Lagerung.

Der Tourismus konzentriert sich auf die Städte Moskau und St. Petersburg, auf die Schwarzmeerküste und den westlichen Kaukasus.

Religion

72 Millionen orthodoxe Christen, 13 Millionen Muslime (hauptsächlich im Gebiet von Ural und Wolga), 1 Million Katholiken, 1 Million Buddhisten (Südsibirien), 0,5 Millionen Juden sowie Protestanten und weitere Minderheiten.

Vegetation

Im russischen Norden erstreckt sich weithin die Tundra. Auf Frostböden wachsen Moose, Flechten und Kräuter, in den südlicheren Teilen der Tundra auch niedrige Gehölze wie Zwergbirken und Zwergweiden.

Weiter südlich erstreckt sich die Waldtundra mit Birken, Lärchen und Kiefern; diese geht in die Taiga über, die das weltweit größte Waldgebiet darstellt. Hier wachsen Fichten, Tannen und Lärchen, Arven und Kiefern. Weiter in Richtung Süden trifft man im europäischen Teil Russlands auf die Taiga, einen Mischwald mit Birken und Eichen, Buchen und Linden, Ahorn und Fichten. Östlich des Ural stehen meist Birken.

Südlich der Taiga liegt ein breiter Steppengürtel, der zuerst Baumsteppe, dann Grassteppe ist. Die Grassteppe besitzt äußerst fruchtbare Böden. Sie gehören zu den wertvollsten in Russland. Deshalb ist ein großer Teil der Steppe in Äcker umgewandelt worden.

Tierwelt

Im Norden Russlands, an der Küste, ziehen sich polare Regionen hin. Dort sind Walrosse und Robben, Eisbären und viele Seevögel zu Hause. Südlich davon, in der Tundra, trifft man auf Polarfüchse und Schneehasen, Murmeltiere und Lemminge sowie auf Schneehühner. Während des Sommers kommen von Süden auch Rentiere und Wölfe in diese Gegend sowie sehr viele Vögel. Weiter südlich, in der Taiga, sind während der übrigen Jahreszeit Elche und Wölfe zu Hause. Außerdem findet man dort Luchse, Silber- und Blaufüchse, Fischotter und Zobel sowie die zahlreichen Vertreter der mitteleuropäischen Tierwelt; Hasen, Rot- und Schwarzwild, Eichhörnchen, aber auch Biber. In der Gegend vom Amur lebt noch der sehr selten gewordene Sibirische Tiger.

Weiter südlich, wo es in die Steppen geht, hat die Tierwelt durch die bäuerliche Landnutzung sehr abgenommen. Immerhin leben hier noch Lemminge und Murmeltiere, Wiesel und Hamster, vereinzelt auch Wölfe, Steppenfüchse sowie der Steppen- und der Tigeriltis, der Dachs und der Nerz. Die Seiga-Antilope, die fast ausgerottet war, ist inzwischen streng geschützt.

Kulinarisches

In Russland wird traditionell sehr fett und süß gegessen. Auf den richtigen Vitamingehalt, Ausgewogenheit und Kalorienmenge wird kaum geachtet. Obst und Gemüse stehen nicht im Vordergrund, dafür gehören Kohl und Kartoffeln fast immer zum Mittagessen. Sehr beliebt sind in Russland selbst gesammelte Pilze und Beeren.

Zum Frühstück isst man oft Kascha (Haferbrei), Reis mit Milch und Zucker, Eier, Blinis (gerollte Buchweizenpfannkuchen) oder auch heiße Würstchen und Kartoffeln mit Fleischsauce. Zum Trinken gibt es Trinksahne, Kefir, Kaffee oder Tee.

Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit der Russen und wird zwischen 14 Uhr und 15 Uhr gegessen. Es besteht häufig aus zwei Gerichten. Das erste ist Suppe, oft Tomaten-, Kohl- oder Rote-Bete-Suppe, das zweite Gericht bilden Fleisch, Kartoffeln und Salat.

Als beliebte russische Speisen gelten auch Pelmeni (Teigtaschen, gefüllt mit drei Sorten Fleisch oder mit Lachs), Piroschki (Hefekuchen, gefüllt mit Kohl, Fleisch, Pilzen oder Fisch) und Okroschka (eine auf Kwas basierende Kaltsuppe mit Gurken, gekochten Eiern und Zwiebeln). Befstroganow (geschnetzeltes Rindfleisch mit Champignons und Zwiebeln), Schaschlik und Fischgerichte, wie Stör, Lachs oder Zander, gelten als typische Hauptgerichte.

Zum Nachtisch sind vor allem Eis und süße Gebäckstückchen empfehlenswert.

Die in Moskau servierten Weine stammen meist aus Georgien, wie der Mukusani, ein voller Rotwein, oder der Zinandali, ein trockener Weißwein. Beim Bier sollte man sich besser an die Importware halten. Tee aus dem Samovar ist die empfehlenswerte Alternative zum unüblichen Kaffee, der am ehesten in den internationalen Hotels so schmeckt, wie ein Kaffeetrinker es erwartet. Nationalgetränk ist der Wodka, der bei so ziemlich jeder Gelegenheit getrunken wird. Das "Wässerchen" mit 40 bis 45 Prozent Alkohol ist das Lebenselixier der Russen. Russen trinken Wodka pur ohne Eis und immer mit einem Trinkspruch "Hinuntergestürzt". Der erste Wodka wird vor dem Beginn der Mahlzeit getrunken.

Kwas, russisches Brotbier, ist seit 1056 bekannt und neben Wodka ebenfalls ein Nationalgetränk in Russland. Es wird in allen russischen Städten für ein paar Kopeken aus großen gelben Fässern abgezapft, es wird aber auch in Flaschen angeboten. Geschmacksvarianten sind Apfel-, Kirsch-, Honig- oder auch Bojaren-Kwas.

Sitten und Gebräuche

In Russland leben über hundert Völker beisammen, die sich - neben der russischen Amtssprache - in einer Vielzahl von Idiomen verständigen.

In Städten oder größeren Orten gilt allgemein: Man ist von alters her ziemlich konservativ, bei der Kleidung, und besonders im gegenseitigen Umgang (sofern noch nicht viel Wodka getrunken wurde). Titel hört man gern, Höflichkeit wird sehr geschätzt.

Besondere Rituale gelten beim Wodka-Trinken in Gesellschaft. Da muss, um unmittelbar nachspülen zu können, neben dem Wodka-Glas ein zusätzliches Getränk bereitstehen (Mineralwasser oder Bier). Ein handfester Imbiss gehört dazu: Gurken, Käse, Wurst. Und dann wird Wodka nur nach einem Toast (auf Russisch: "Tost") und ausschließlich mit einem einheitlichen, gemeinsamen Schluck getrunken.

Souvenirs

In vielen russischen Orten lebt die Tradition des alten Kunstgewerbes noch. Beispiele: Archangelsk, wo man nach wie vor Holz- und Beinschnitzereien, aber auch Geschenke aus Rentierfell herstellt. In Perm werden Schmuck- und Halbedelsteine, die im Ural gefunden wurden, geschnitten und geschliffen. In Jaroslawl versteht man sich auf Silberschmuck, in St. Petersburg auf kleine Puppen. Da gibt es auch die Babuschkas, hohle bunte Holzpüppchen unterschiedlicher Größe, bei denen man eine in die andere hineinstecken kann. Die Möglichkeiten, Souvenirs zu finden, gehen noch viel weiter; in den Städten kann man alle diese Kleinigkeiten kaufen.

Klimainformationen

Von Nord nach Süd ist ein Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen erkennbar.

Im europäischen Teil der Russischen Föderation ist der Sommer, der üblicherweise von Juni bis einschließlich August dauert, warm, und man kann zu dieser Zeit mit viel Sonnenschein rechnen. Gelegentlich kommt es zu Regenfällen. Die durchschnittlichen Temperaturen betragen zu dieser Jahreszeit etwa 17 bis 26°C. Ein sehr angenehmer Monat ist der September. Im Frühling und Herbst ist es kühl.

Im Winter, der in der Regel von November bis März dauert, gibt es Schnee und Frost. Die Temperaturen schwanken zu dieser Jahreszeit zwischen etwa -17 und -1°C. In einigen Regionen der Russischen Föderation sinkt das Thermometer auf Temperaturen von -30°C . Die Kälte ist jedoch meist trocken und deshalb auch leichter zu ertragen. In den südwestlichen Landesteilen sinkt die Temperatur selbst im Januar selten unter 0°C.

Am Schwarzen Meer dauert die Badesaison bei angenehm warmen Temperaturen von Mai bis Oktober; die Temperaturen liegen in den Monaten Dezember bis Februar bei 7 bis 10°C.

Der Norden des europäischen Teils der Russischen Föderation sowie Sibirien und der asiatische Teil der Russischen Föderation haben kurze, nicht übermäßig heiße Sommer, jedoch kalte, sehr lange Winter (5 bis 7 Monate, Temperaturen im Januar teilweise -45 bis -17°C).

Beste Reisezeit

Den europäischen Teil und die südlichen Gebiete der Russischen Föderation, wie z.B. die Region am Schwarzen Meer, bereist man am besten von Mai bis Oktober, in den nördlichen Gebieten ist es in den Sommermonaten am angenehmsten.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, regional FSME,

zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Russische Föderation ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

MOSKAU: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Wolfgang Luster, Moskau, Tel. (0495) 939 92 69, 939 91 07;

ST. PETERSBURG:Prof. Dr. A. Storozchenko (spricht Englisch), Udelny Prospect 22,, St. Petersburg, Tel. (0812) 553 21 01;

JEKATERINBURG:Gebietskrankenhaus Nr. 1, Dr. Oled Beliaev (spricht Deutsch), Wolgogradskaja Str. 165,, Jekaterinburg, Tel. (03432) 28 44 10;

NOVOSIBIRSK:Kranoobsk Bezirkskrankenhaus, Hr. Ortwin Iwanowitsch-Bergen (spricht Deutsch), Novosibirsk, Tel. (03832) 48 02 53;

NISHNIJ NOWGOROD:State Regional Hospital, Dr. V. Zagainov, Rodionova Street 190,, Nishnij Nowgorod, Tel. (08312) 38 95 59;

PERM:Klinik für Kardiologie, Dr. S. Tchazov, Lunatcharskogo Str. 95,, Perm, Tel. (03422) 34 86 74;

SAMARA:Dr. A. Pismenny, 443068 Novo-Saqdovaya Str. 154,, Samara, Tel. (08462) 35 15 91.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Rubel (Rbl)

1 Rubel = 100 Kopeken.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 75,88 Rbl

1 US-$ = ca. 66,63 Rbl

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - wenn bei der EINFUHR alle Devisen, Rubel, Reiseschecks sowie Wertpapiere den Wert von 10.000 US-$ überschreiten. Ein Exemplar des Deklarationsformulars muss für die Ausreise aufbewahrt werden (siehe Hinweis "bei AUSREISE").

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Schriftliche Deklaration bei der AUSFUHR von Beträgen (Landes- und Fremdwährung) über 3.000 US-$ notwendig. Bei Beträgen über 10,000 US-$ (Summe aller Devisen, Rubel, Reiseschecks und Wertpapiere) ist die Vorlage des bei Einreise ausgefüllten Deklarationsformulars notwendig.

>>>

Bei Verdacht auf Devisenschmuggel kann neben der Konfiszierung des Devisenbetrags und einer Geldstrafe eine mehrmonatige Haftstrafe drohen.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Direktzahlungen in Devisen sind nicht erlaubt. Die oft in US-$ angegebenen Preise werden zum Tageskurs in Rubel verlangt. Für den Umtausch sollten nur druckfrische Scheine mitgeführt werden. Es sind für manche Dienstleistungen (z.B. auch Trinkgeld) Devisen in kleinen Scheinen notwendig. Geld und Reiseschecks sollten nur in zugelassenen Banken oder Wechselstuben umgetauscht werden. Jeder Geldwechsel muss auf dem Deklarationsformular vermerkt werden, und alle Quittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja (American Express, Diners Club, Visa, EuroCard/MasterCard) - werden in größeren Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert. Einzelheiten sind vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte erhältlich. Reisende sollten bei der Bezahlung mit Kreditkarte den Reisepass vorweisen können, da es häufig zu Betrügereien im Zusammenhang mit Kreditkarten kommt. In ländlichen Gebieten ist nur Bargeldzahlung möglich.

Geldautomat: Ja - an den Geldautomaten kann man mit Kredit- oder Bankkarte Bargeld abheben. Man sollte sich jedoch nicht ausschließlich auf Geldautomaten verlassen, sondern zur Sicherheit grundsätzlich einen für einige Tage reichenden Bargeldvorrat besitzen. Da es in der Vergangenheit zu Fällen von Missbrauch von Kredit- oder Bankkarte durch manipulierte Geldautomaten gekommen ist, wird beim Einsatz der Karte zu Vorsicht geraten. Reisende sollten sich vergewissern, dass die Automaten nicht manipuliert wurden, und sicherstellen, dass sie bei der Eingabe des PIN-Codes nicht beobachtet werden.

Reiseschecks: Ja - können jedoch nur selten eingelöst werden.

Rücktausch: ist schwierig.

Auskunftstellen

Russia Federal Agency for Tourism
Myasnitskaya Ulitsa 47
101990
Moskau /Russische Föderation
(007) 495 607 76 80, 495 607 36 57
www.ahk.de
rustourism@ropnet.ru

German Industry and Commerce in the Russian Federation
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
1. Kasatschi per. 7
119017
Moskau /Russische Föderation
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
c/o APK Worldwide Courier GmbH
Desenissstraße 54
22083 Hamburg /Deutschland
(007) 495 234 49 51
(007) 495 234 49 50
www.ahk.de
ahk@russland-ahk.ru

Representation of the Chamber of Commerce
in Kaliningrad
Vertretung der Handelskammer in Kaliningrad
Prospekt Mira 49/51
236000
Kaliningrad /Russische Föderation
Reisedienst von Rahden, Ostabteilung
f. Handelskammer Hamburg
Heidkamp 49
28790 Schwanewede
(007 4012) 95 42 36
(007 4012) 95 55 44, 95 44 90
www.hkhamb-ahk-kaliningrad.com
service.hk24@gmail.com

German-Russian Chamber of Commerce
Business-Centrer "Nevsky 68", 3. Etage
Nevsky Pr. 68a, Liter A
191025
St. Petersburg /Russische Föderation
German-Russian Chamber of Commerce
P.O. Box 109 WP 1631
53501 Lappeenranta/Finnland
(007) 812 332 14 16
(007) 812 332 14 15
www.hkhamb-ahk.spb.ru
info@petersburg-ahk.ru; altmann@petersburg-ahk.ru

Botschaften und Konsulate

Konsularabteilung der Botschaft der
Russischen Föderation
Behrenstraße 66
10117
Berlin
Konsularabteilung der Botschaft der
Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
(0 30) 22 65 19 99
(0 30) 22 65 11 84
www.russische-botschaft.de
infokonsulatberlin@gmail.com
Mo bis Fr 9-13 Uhr
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Charlottenstraße 62, 1.OG
10117
Berlin
(0 30) 22 19 57 53
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info.rusberlin@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Waldstraße 42
Bad Godesberg
53177
Bonn
Generalkonsulat der Russischen Föderation
Postfach 20 02 08
53177 Bonn
(02 28) 31 21 64
(02 28) 386 79 31
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info@ruskonsulatbonn.de; visa@ruskonsulatbonn.de
Mo bis Fr 8.30-13.30 Uhr

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Burgstraße 54, 1.OG
53177
Bonn
(02 28) 28 60 95 20
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info.rusbonn@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Honorarkonsulat der Russischen Föderation
E.ON-Platz 1

40479
Düsseldorf
(02 11) 45 79 54 01
(02 11) 45 79 54 00
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honorarkonsulat-russland-nrw@uniper.energy
Mo bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Oeder Weg 16-18
60318
Frankfurt/Main
Generalkonsulat der Russischen Föderation
Eschenheimer Anlage 33/34
60318 Frankfurt/Main
(0 69) 59 67 45 05
(0 69) 430 08 26 11
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visa@ruskonsulatfrankfurt.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr

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Schumannstraße 27 EG
60325
Frankfurt
(0 69) 20 17 18 36
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info.rusfrankfurt@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Baden-Württemberg, Hessen

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Am Feenteich 20
22085
Hamburg
(0 40) 229 77 27
(0 40) 229 52 01, 229 53 01
mail@generalkonsulat-rus-hamburg.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Visumanträge sind abzugeben bei:

VFS Global
Kanalstraße 12, EG
22085
Hamburg
(0 40) 226 34 66 99
(0 30) 30 80 92 96 > Callcenter
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info.rushamburg@vfshelpline.com
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein


Honorarkonsulat der Russischen Föderation
Hohenzollernstraße 26
30161
Hannover
(05 11) 98 63 10 81
(05 11) 98 63 10 80
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niedersachsen@honorarkonsulrus.com
Mo, Di, Do 9-12 Uhr, Fr 14-18 Uhr
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Generalkonsulat der Russischen Föderation
Turmgutstraße 1-3
04155
Leipzig
(03 41) 564 95 89
(03 41) 585 18 76, 590 29 23
rusgenkon_leipzig@t-online.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr


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04155
Leipzig
(03 41) 25 07 70 69
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Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Sachsen, Thüringen

Generalkonsulat der Russischen Föderation
Maria-Theresia-Straße 17
81675
München
(0 89) 550 38 28
(0 89) 59 25 03 (Mo bis Fr 9-13 Uhr)
ruskonsmchn@t-online.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr

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Unsöldstraße 2, EG
80538
München
(0 08) 91 21 92 14
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Mo bis Fr 9-17 Uhr
Geschäftsbereich: Bayern

Honorarkonsulat der Russischen Föderation
Am Plärrer 14
90429
Nürnberg
(09 11) 530 77 63
(09 11) 530 77 62
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hkrf@knauf.de
Mo, Di, Mi, Fr 9-13 Uhr nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)
(nur Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie Oberpfalz)

Honorarkonsulat der Russischen Föderation
Leitzstraße 45
70469
Stuttgart
(07 11) 93 30 73 33
(07 11) 93 30 73 00 (Mo bis Fr 10-12 Uhr)
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honorarkonsul@mangoldconsulting.com
Mo bis Fr 10-11 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Uliza Mosfilmowskaja 56
(Consular Section: Leninski Prospekt 95a
119313 Moskau)
119285
Moskau /Russische Föderation
(007) 495 936 21 43
(007) 495 937 95 00
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Amtsbezirk:
- Republik Adygeja, Dagestan, Inguschetien, Kabardino-Balkarien, Kalmückien, Karatschai-Tscherkessien, Mari El, Mordwinien, Nordossetien-Alanien, Tatarstan, Tschetschenien, Tschuwaschien, Udmurtien
- Moskau
- Verwaltungsregion Krasnodar, Stawropol
- Verwaltungsgebiet Astrachan, Belgorod, Brjansk, Iwanowo, Jaroslawl, Kaluga, Kirow, Kostroma, Kursk, Lipezk, Moskau, Nischnij Nowgorod, Orjol, Pensa, Rjasan, Rostow, Samara, Saratow, Smolensk, Tambow, Tula, Twer, Uljanowsk, Wladimir, Wolgograd, Woronesch

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfsglobal.com/germany/russia/german/

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Uliza Kuibyschewa 44
(World Trade Center)
620026
Jekaterinburg /Russische Föderation
(007) 343 351 13 25
(007) 343 351 13 00
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Amtsbezirk:
- Republik Baschkortostan
- die Verwaltungsregion Perm
- die Verwaltungsgebiete Chelyabinsk, Kurgan, Orenburg, Swerdlowsk, Tjumen
- die autonomen Verwaltungsbezirke Jamal-Nenzen, Jugra (Autonomer Bezirk der Chanten und Mansen)

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfsglobal.com/germany/russia/german/

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Uliza Telmana 14
236008
Kaliningrad /Russische Föderation
(007) 4012 92 02 28
(007) 4012 92 02 30
www.deutschesgeneralkonsulat-nowosibirsk.ru
Amtsbezirk: Kaliningrad

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany
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Proyezd Mirny, 16, Claas
350039
Krasnodar /Russische Föderation
(007) 861 214 10 25
(007) 861 214 10 22
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krasnodar@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Krasnodar und Stawropol sowie das Gebiet Rostow am Don
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Moskau

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Krasnyj Prospekt 28
630099
Nowosibirsk /Russian Federation
(007) 383 210 63 02
www.deutschesgeneralkonsulat-nowosibirsk.ru
Amtsbezirk:
- Republiken Altai, Burjatien, Chakassien, Sacha (Jakutien), Tuwa
- Verwaltungsregionen Altai, Chabarowsk, Kamtschatka, Krasnojarsk, Primorje und Transbaikal
- Verwaltungsgebiete Amur, Irkutsk, Kemerowo, Magadan, Nowosibirsk, Omsk, Sachalin, Tomsk
- Autonome Gebiete und autonome Verwaltungsbezirke: Autonomer Bezirk der Tschuktschen sowie Jüdisches autonomes Gebiet

Visumanträge sind abzugeben bei:
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Consulate General of the Federal Republic of Germany
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191123
St. Petersburg /Russian Federation
(007) 812 327 31 17
(007) 812 320 24 00
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Amtsbezirk:
- Republiken: Karelien, Komi
- St. Petersburg
- Verwaltungsgebiete Archangelsk, Leningrad, Murmansk, Nowgorod, Pskow, Wologda
- Autonomer Bezirk der Nenzen

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Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany
Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Admirala Kusnezowa 53/81
690037
Wladiwostok /Russische Föderation
(007) 4232 30 01 55
(007) 4232 52 66 69
www.deutschebotschaft-moskau.ru
info@zahar.ru
Amtsbezirk: Verwaltungsregion Primorje

Ärztliche Hilfe

MOSKAU: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Wolfgang Luster, Moskau, Tel. (0495) 939 92 69, 939 91 07;

ST. PETERSBURG:Prof. Dr. A. Storozchenko (spricht Englisch), Udelny Prospect 22,, St. Petersburg, Tel. (0812) 553 21 01;

JEKATERINBURG:Gebietskrankenhaus Nr. 1, Dr. Oled Beliaev (spricht Deutsch), Wolgogradskaja Str. 165,, Jekaterinburg, Tel. (03432) 28 44 10;

NOVOSIBIRSK:Kranoobsk Bezirkskrankenhaus, Hr. Ortwin Iwanowitsch-Bergen (spricht Deutsch), Novosibirsk, Tel. (03832) 48 02 53;

NISHNIJ NOWGOROD:State Regional Hospital, Dr. V. Zagainov, Rodionova Street 190,, Nishnij Nowgorod, Tel. (08312) 38 95 59;

PERM:Klinik für Kardiologie, Dr. S. Tchazov, Lunatcharskogo Str. 95,, Perm, Tel. (03422) 34 86 74;

SAMARA:Dr. A. Pismenny, 443068 Novo-Saqdovaya Str. 154,, Samara, Tel. (08462) 35 15 91.

Sehenswertes

Moskau

Moskau, die Hauptstadt und die größte Stadt Russlands, liegt im Herzen des europäischen Teils der Russischen Föderation. Sie hat sich seit dem 12. Jahrhundert - mit Unterbrechungen - zu einem der einflussreichsten Machtzentren der Erde entwickelt. Die Stadt ist heute gleichermaßen der Mittelpunkt des russischen Lebens für Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch die russisch-orthodoxe Kirche hat ihr Zentrum in Moskau.

In den letzten Jahren hat sich die Stadt stark ausgebreitet, so dass der relativ kompakte Kern heute von endlos scheinenden Hochhaus-Vorstadtlandschaften umschlossen wird. Die Stadtgrenze der sowohl flächen- als auch einwohnermäßig größten Stadt Russlands wird durch eine 109 Kilometer lange Stadtautobahn markiert.

Auch wenn Moskau wegen seiner Größe (fast 1.000 Quadratkilometer) und der für die meisten Besucher aus Deutschland unverständlichen Sprache recht unübersichtlich erscheint, kann man sich doch zurechtfinden und viel sehen und erleben. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen dicht innerhalb des Garten- und des Boulevardrings, der in etwa der alten Stadtmauer entspricht. Die Attraktionen reichen von historischen Schätzen über atemberaubende Sammlungen und Ausstellungen bis hin zu einem breiten architektonischen Reichtum, der an Palästen, Kathedralen, Kirchen und Kapellen sichtbar wird. Über 80 Museen, zum Teil mit Exponaten von Weltrang, vermitteln einen einmaligen Einblick in die Geschichte und Kultur Russlands. Den Kreml, den Roten Platz mit der Basiliuskathedrale und dem Lenin Mausoleum, das Puschkinmuseum für Bildende Künste, die Tretyakov Galerie sowie das Kaufhaus GUM sollte man sich als Besucher nicht entgehen lassen.

Die Moskauer U-Bahn ist nicht nur sehr zuverlässig, sondern bietet mit ihren Bahnhöfen auch einmalige Kunstwerke mit Leuchtern, Skulpturen und schönen Mosaiken. Auch in den mit der U-Bahn erreichbaren Vorstädten Moskaus gibt es noch überraschend viele Sehenswürdigkeiten, beispielsweise die Wehrklöster, von denen das Neue Jungfrauenkloster eines der beeindruckendsten ist.

Daneben bietet Moskau ein reiches kulturelles Leben mit Oper und Ballett, die weltweit einen hervorragenden Ruf genießen und einen jeden Moskaubesuch krönen. In den grünen Oasen der Stadt wie dem Gorki, Ismailowo- und Siegespark kann man sich von den anstrengenden Besichtigungstouren, fernab der Hektik der Stadt, erholen.

Aller Prunk und alle Pracht können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Moskau mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Für Touristen spürbar ist, dass Moskau eine der ökologisch besonders belasteten Städte der Welt ist. Die Luftverschmutzung übersteigt in Moskau die zulässigen Grenzwerte um das Mehrfache. In den Sommermonaten liegt fast immer eine Smogkappe über der Stadt.

St. Petersburg

Russlands zweitgrößte Stadt gehört zu den attraktivsten der Welt - vor allem durch die Harmonie ihrer architektonischen Ensembles, von denen viele nach dem Zweiten Weltkrieg sorgsam restauriert wurden. Die Schönheit der Plätze, Palais und Parks ist so faszinierend wie die Sammlungen von Kleinodien der Weltkultur in den zahlreichen Museen. St. Petersburgs berühmtester Bau ist der Winterpalast von 1762, ein barockes Meisterstück der Architektur. Hier residierten Russlands Zaren. Heute findet man im Palast die nicht minder berühmte Eremitage, Russlands bedeutendstes Museum und eines der besten in der Welt. 8000 Gemälde kann man hier sehen - und zwei Millionen andere Schaustücke. Ganz in der Nähe beginnt der Newsky-Prospekt, die viereinhalb Kilometer lange Hauptverkehrsstraße mit ihren vielen prächtigen Bauten. Dies ist die eigentliche City von St. Petersburg.

In der Umgebung gibt es eine Reihe prächtiger Schlösser und Landsitze, darunter den sehr gut restaurierten Peterhof, das ebenfalls restaurierte Schloss Pawlowski mit seinem ausgedehnten Landschaftspark und die Sommerresidenz der Zarin, den Katharinenpalast.

Wladimir

Eine sehr gute Möglichkeit, Geschichte und Kultur des alten Russland kennenzulernen, bieten die Städte des sogenannten "Goldenen Rings" nordöstlich von Moskau: Wladimir, Susdal, Jaroslawl, Rostow Welikij, Sergijew Possad und andere. Wladimir war im Mittelalter lange Zeit ein Zentrum russischer Kultur und Staatsmacht. Zwei Kathedralen aus jener Zeit stehen noch: die prachtvolle Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale (von 1160) und die für Demetrius (von 1197) sowie das Goldene Tor (von 1164).

Susdal

Die Stadt besteht seit dem elften Jahrhundert und ist wie ein Museum: Sie hat über 70 Baudenkmäler aus altrussischer Zeit bewahrt, die erstklassig konserviert und restauriert wurden. Susdal wurde mehrfach für diese Restaurationsarbeiten ausgezeichnet.

Jaroslawl

1010 gegründet, hat diese Stadt im Lauf ihrer Geschichte erstaunlich viele Kunsthandwerker hervorgebracht. Im 17. Jahrhundert war sie für die Schöpfungen ihrer Silberschmiede, Töpfer und Weber bekannt. Die künstlerische Atmosphäre jener Zeit prägt sich noch heute im Erlöser-Kloster, vor allem aber in den Kirchen aus: in der Prophet-Elias-Kirche, der Johannes-Chrysostomos-Kirche und der Kirche Johannes des Täufers.

Rostow

Diese Stadt wird bereits 862 in einer Urkunde erwähnt. Der Rostower Kreml ist sehr malerisch; in seinem Turm hängen nicht weniger als 13 harmonisch abgestimmte Glocken. Das Kreml-Museum (eines der ersten Museen in Russland) zeigt Ikonen, Münzen, Holzplastiken und Stickereien, vor allem aber Beispiele der einst berühmten Rostower Emaille-Malerei.

Archangelsk

In der alten Hafenstadt starteten die allerersten Nordpol-Expeditionen; hier steht heute das Holz-Baukunst-Museum "Klein-Karelien". In vielen Dörfern Nordrusslands wurden Wohnhäuser, Kirchen, Kapellen, Windmühlen, Brücken, Scheunen und sogar hölzerne Fahrdämme gesammelt und zu einem Dorf zusammengestellt - als Zeugnis dafür, wie viel in Russland einst aus Holz gebaut wurde.

Krasnojarsk

Nahe der sibirischen Stadt am Jenessei liegt der Naturschutzpark "Stolby". Der Name weist auf die bizarren Felssäulen und andere, bis zu 100 m hohe Felsformationen hin. Die findet man hier - abgesehen von den Braunbären, Rehen, Zobeln und Sibirischen Rentieren, die hier leben.

Irkutsk

In die Hauptstadt von Ost-Sibirien wurden im vorigen Jahrhundert viele missliebige russische Adelige verbannt. Das hat dort zu einer erstaunlichen gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung geführt, die man heute noch an der Atmosphäre der Stadt und an vielen Bauwerken erkennen kann.

Kishi

Die kleine Insel im Onega-See ist seit einigen Jahren ein historisch-architektonisches und ethnisches Freilichtmuseum. Zentrum ist ein Wunder der Holzbaukunst: die 35 m hohe Christi-Verklärungs-Kirche mit ihren 22 Kuppeln, die 1714 von Zimmerleuten ohne Bauplan oder Metermaß, ohne Nägel, nur mit Händen und Äxten geschaffen wurde.

Perm

In der Nähe, bei Kungut, liegt eine 5,6 km lange Karsthöhle. Sie enthält Grotten, Tropfsteine und 60 Seen. Die Ecken und Höhlungen werden verschiedenfarbig beleuchtet.

Sergijew Possad

Das Sergius-Dreifaltigkeits-Kloster ist sehr alt, das ausgedehnteste, bedeutendste im Land und Russlands größtes Heiligtum. Hier hat die russisch-orthodoxe Kirche ihr Zentrum.

Transsibirische Eisenbahn

Die Eisenbahnstrecke von Moskau nach Peking ist eine der berühmtesten der Welt. Sie fährt durch das ganze russische Gebiet (Wolga-Ebene, Ural, weststibirische Steppe, ostsibirische Bergtaiga) nach China. Für die 7.000 km von Moskau bis Peking ist man knapp sechs Tage und Nächte unterwegs. Auch Teilstücke kann man fahren - beispielsweise bis zur letzten Station auf russischem Gebiet, nach Wladiwostok. Die Schlafabteile sind geräumig, die Küche in der Bahn ist gut, die Fahrt ist erstaunlich preiswert.

Reisehinweise

Reisebeschränkungen:

Die Grenzübergänge zwischen der Russischen Föderation und Belarus sind nur für die Nutzung von Staatsangehörigen von Belarus und der Russischen Föderation zugelassen. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher bis aus Weiteres, nicht von der Russischen Föderation nach Belarus zu reisen und umgekehrt. Dies betrifft auch Flug- und Bahnreisen.

In den Grenzgebieten zwischen der Russischen Föderation und Belarus gibt es jetzt so genannte Grenzzonen, die nur mit offizieller Genehmigung betreten werden dürfen.

Von Reisen nach INGUSCHETIEN, TSCHETSCHENIEN, DAGESTAN und NORDOSSETIEN wird abgeraten. Es besteht ein hohes Sicherheitsrisiko.

Die Grenzstelle zu Georgien, Dariali/Hoher Lars (Nordossetien/Russland), sowie der Grenzübergang zu Aserbaidschan, Samur (Dagestan/Russland), sind für den internationalen Reiseverkehr geöffnet. Jedoch ist es möglich, dass der Übertritt an beiden Grenzübergängen mit Problemen wegen zu hoher Auslastung verbunden ist.

Bei Reisen in entlegene Gebiet sollte nachgefragt werden, ob im Reisegebiet Sonderregelungen hinsichtlich der Einreise bestehen.

Terroranschläge:

Terroranschläge können sich vor allem in der russischen Kaukasusregion ereignen, aber sie sind auch landesweit jederzeit möglich. Sie haben immer wieder zahlreiche Tote gefordert.

Russische Behörden raten zu erhöhter Vorsicht, vor allem bei Menschenansammlungen und der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Homosexualität:

Homosexualität ist nicht illegal. In Russland ist jedoch "homosexuelle Propaganda" in der Öffentlichkeit verboten, gemeint sind positive Aussagen zur Homosexualität jeglicher Art, wenn Minderjährige anwesend sind oder Äußerungen in den Medien verbreitet werden. Reisenden drohen Geldbußen, Haft (ca. 15 Tage) oder Ausweisung.

Es besteht die Möglichkeit, dass Homosexuelle, die in der Öffentlichkeit zu ihrer Homosexualität stehen oder ihre Zuneigung zum gleichgeschlechtlichen Partner zeigen, von Privatpersonen attackiert werden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Wanderer im Grenzbereich zu Kaliningrad (Polen-Russland) sowie in der Kurischen Nehrung (Litauen/Russland) sollten beachten, dass die "grüne" Grenze an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert ist. Wer die Grenze auch nur für wenige Meter illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

Gewisse Regionen in der Russischen Föderation dürfen von Ausländern nicht betreten werden (sogenannte Sperrgebiete). Da diese aber in der Regel nicht gekennzeichnet sind, sind darüber Auskünfte vor Ort einzuholen. Zuständig ist dafür meist die Behörde FMS (Föderaler Migrationsdienst), bei der sich Reisende nach ihrer Ankunft (siehe Abschnitt "Meldebestimmungen") melden müssen.

Militärische Objekte und Anlagen von militärischem Interesse wie Bahnhöfe, Häfen, Flughäfen und Grenzen dürfen nicht fotografiert werden. Bei Aufnahmen von Personen sollten diese vorher um Zustimmung gebeten werden.

Drogen dürfen weder ein- noch ausgeführt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ukraine

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu maximal 90 Tagen pro Halbjahr. Notwendig zur Einreise sind der mindestens noch drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültigen nationalen Reisepass, der Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (gültig für die Ukraine) für die Dauer des Aufenthalts.

Landesdaten

Lage

Die Ukraine ist eine selbstständige Republik. Sie gehört zur GUS-Gemeinschaft unabhängiger Staaten. Die Ukraine grenzt im Norden an die Republik Belarus (Weißrussland) und die Russische Föderation, im Osten an die Russische Föderation, im Süden an das Assowsche Meer und das Schwarze Meer (u.a. mit der Halbinsel Krim), im Südwesten an Rumänien und die Republik Moldau (Moldova) sowie im Westen an Ungarn, die Slowakische Republik und Polen. Der Fluss Dnjepr teilt das Land von Nord nach Süd.

Fläche: 603.700 km².

Verwaltungsstruktur: 24 Bezirke (Oblaste) und die autonome Republik Krim.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 45,6 Millionen

Städte:

Kiew (Hauptstadt) ca. 2,8 Millionen

Charkow ca. 1,4 Millionen

Odessa ca. 1 Millionen

Dnjepropetrowsk ca. 1 Millionen

Donezk ca. 955.000

Zaporoschje ca. 772.600

Lwow (Lwiw, Lemberg) ca. 729.800

Krywyj Rih ca. 660.200

Mykolajiw (Mariupol) ca. 497.000

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Ukrainisch. Russisch wird als Verkehrssprache auch noch häufig gesprochen (Etwa 22 Prozent der Bevölkerung sind Russen).

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde

Da in der Ukraine zeitgleich mit Deutschland auf Sommerzeit umgestellt wird, bleibt der Zeitunterschied auch während des Sommerhalbjahres erhalten.

Telefon/Post

Post

Der Postverkehr ist unzuverlässig. Sendungen nach Westeuropa sind oft über zwei Wochen unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Ukraine ist 00380, bei einer fünfstelligen Rufnummer muss nach der Ortsvorwahl noch eine 2 vorangestellt werden. Die Vorwahl von der Ukraine nach Deutschland ist 81049, nach Österreich 81043 und in die Schweiz 81041 (nicht von allen Orten aus möglich). Jeweils nach der 8 ist das Freizeichen abzuwarten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 02, Unfallrettung 03, Feuerwehr 01.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Ukraine von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Das Mobilfunknetz ist nicht flächendeckend.

Internet

Länderkürzel: .ua

Internetcafes gibt es in Kiew, Odessa und Lwiw.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxe Weihnachten)

8. März (Internationaler Frauentag)

8./9. April (orthodoxes Osterfest)

1. Mai (Tage der Arbeit)

9. Mai (Siegestag)

28. Mai (orthodoxer Pfingstmontag)

28. Juni (Tag der Verfassung)

24. August (Tag der Unabhängigkeit)

14. Oktober (Tag der Verteidiger der Ukraine)

25. Dezember (katholische Weihnachten)

Feiertage 2019:

1. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxe Weihnachten)

8. März (Internationaler Frauentag)

28./29. April (orthodoxes Osterfest)

1. Mai (Tage der Arbeit)

9. Mai (Siegestag)

17. Juni (orthodoxer Pfingstmontag)

28. Juni (Tag der Verfassung)

24. August (Tag der Unabhängigkeit)

14. Oktober (Tag der Verteidiger der Ukraine)

25. Dezember (katholische Weihnachten)

Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der darauf folgende Montag frei.

Die Hauptferienmonate sind Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9/10-13, 14-18 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-18 Uhr. Es sind lange Mittagspausen von mindestens eineinhalb Stunden die Regel.

Geschäfte: Es gibt in der Ukraine keine gesetzliche Ladenschlussregelung. In der Regel sind Geschäfte aber wie folgt geöffnet: Mo bis Sa 8-19 Uhr (Kaufhäuser); kleinere Läden Mo bis Fr 9-18 Uhr. Einige Geschäfte haben auch bis 20 Uhr geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-17 Uhr. Das Hauptpostamt in Kiew (Chrestschatyk 22) ist rund um die Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Hauptreisezeit sollte man überwiegend Sommerkleidung mitnehmen, jedoch auch Übergangskleidung griffbereit haben. Im Winter braucht man unbedingt warme Kleidung, da es sehr kalt werden kann. Ein Regenschutz ist das ganze Jahr über notwendig.

Geschichte/Politik

Vor Beginn der christlichen Zeitrechnung lebten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine Skythen und Perser, später Hunnen und Goten. Ab dem fünften Jahrhundert ließen sich ostslawische Stämme nieder. Sie bildeten im neunten Jahrhundert aus mehreren Teilfürstentümern das überall im Osten berühmte Kiewer Reich (mit der Stadt Kiew als Zentrum), das unter Großfürst Wladimir I. im zehnten und elften Jahrhundert seine große Zeit hatte. Im 13. Jahrhundert drangen Mongolen in das Kiewer Reich ein. Ab dem 14. Jahrhundert eroberten Polen und Litauer den größten Teil der Ukraine. Doch nach dem Polnisch-Russischen Krieg im 17. Jahrhundert verlor Polen die ukrainischen Gebiete östlich des Dnjepr an Russland. Nach der Russischen Februarrevolution erklärte die Ukraine 1918 ihre Unabhängigkeit, wurde jedoch dennoch eine sozialistische Sowjetrepublik.

Bei der Auflösung der UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg erklärten sich die Ukrainer 1991 als unabhängig und wurden Mitglied der GUS. Die Ukraine ist heute eine präsidiale Republik. Ein baldiger EU-Beitritt wird angestrebt.

Wirtschaft

Die Ukraine ist ein wirtschaftlich bedeutendes Gebiet im Bereich der GUS mit einer gut funktionierenden Industrie, insbesondere in den Regionen um die Großstädte Kiew, Odessa und Charkow.

Die Landwirtschaft profitiert von dem günstigen Klima und den fruchtbaren Böden. Die Ukraine war schon immer ein großer Agrarproduzent. Jahrhundertelang nannte man die Gegend den "Brotkorb Europas". Man baut vor allem Getreide an, besonders Weizen und Mais. Außerdem gedeihen auf den Böden des Landes Kartoffeln und Zuckerrüben, aber auch Obst, Gemüse, Tabak und Sonnenblumen. Die Erträge bei Getreide und Kartoffeln sind überdurchschnittlich hoch.

Die Ukraine ist heute jedoch durch Schattenwirtschaft und Korruption am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Große Teile der Bevölkerung sind arbeitslos oder ohne Lohn. Der bereits vorhandene Tourismus in der Ukraine soll noch erheblich weiterentwickelt werden.

Vegetation

Im Norden der Ukraine erstreckt sich eine Waldzone, in der Eichen und Erlen, Kiefern, Fichten und Hainbuchen wachsen. Sie werden von weiten Nieder- und Hochmooren umgeben, in denen man eine Reihe seltener Pflanzen finden kann. Im Süden schließt sich eine Waldsteppenzone an, in der man Misch- und Laubwälder mit Eichen und Ahorn, Buchen, Hainbuchen und Linden findet. Auch Rhododendren gedeihen hier und man sieht Ebereschen, Holunder und Wacholder. Der Waldbestand löst sich in Richtung Süden und Südosten nach und nach auf. Dazwischen dehnen sich Wiesensteppen aus. Dann grenzt ein Steppengürtel an, der schließlich in die Trockensteppe übergeht. Die Zonen der Waldsteppen und auch der nördlichen Steppen sind allerdings großenteils einem intensiven Ackerbau geopfert worden.

Tierwelt

Die intensive Landwirtschaft hat die Zahl der wilden Tiere erheblich vermindert. Einige seltene Arten werden nun in Nationalparks geschützt. Aber man findet in den Wäldern noch Elche und Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. In den etwas abgelegenen Gegenden, beispielsweise in den Bergen der Karpaten, leben noch Wölfe und Braunbären, Luchse und Fischotter, auch der Schwarze Iltis. Dort kann man auch noch Schwarzstörche sehen, ebenso wie den Uhu, das Birk-, Hasel- und das Auerhuhn. An den Seen der Waldzone haben Wasservögel ihre Brutkolonien.

Kulinarisches

Die schwarze Erde der Ukraine macht dieses Land zu einem der fruchtbarsten Ackerböden der ganzen Welt. Der Franzose Honoré de Balzac stellte 1840 voller Hochachtung fest: "Ich zähle hier 77 Arten, Brot zu backen." Die Verschiedenartigkeit der Backwaren ist heute noch so typisch wie damals. Rindfleisch wird oft in Scheiben geschnitten, mit gewürzten Brotkrumen bestreut, aufgerollt und im Rohr gebraten. Ukrainische Köchinnen behaupten, Brotkrumen seien das Geheimnis vieler saftiger Speisen. Hechte, Flussbarsche und Karpfen werden oft mit Brotkrumen gefüllt und gebacken. Man brät sie aber auch in Teig oder dünstet sie in saurer Sahne.

Das ganze Jahr hindurch gibt es Gemüse im Überfluss. Mais gedeiht gut; das Maismehl verwendet man für einen weichen Auflauf. Rote Bete, Kartoffeln und Kohl gibt es das ganze Jahr hindurch - die Roten Bete oft in schmale Streifen geschnitten, mit Butter und Essig zubereitet. Die Vielseitigkeit, mit der Kohl gekocht wird, hängt nur vom Einfallsreichtum der Köchin ab. Oft wird ein ganzer Kohlkopf kurz pochiert, dann kommt eine Mischung aus Brotkrumen und Fleisch zwischen die einzelnen Blätter. Man bindet den Kopf mit Zwirn wieder zusammen und dünstet ihn in Tomatensoße. Das typischste ukrainische Gericht auf der Grundlage von Mehl sind wohl die Pastetchen, die auf allen Speisekarten stehen. Sie sind aus zartem und dünnem Teig, der mit nahezu Beliebigem gefüllt werden kann und fest genug sein muss, damit er beim Kochen nicht platzt.

Sitten und Gebräuche

Die Ukrainer, die in den karpatischen Bergen leben, haben sich ein festes Traditionsbewusstsein bewahrt. Noch trägt man dort (freilich nicht jeden Tag) die bunte und sehr aufwendige Tracht, die bei den Männern - mit farbigen Gürteln, weißen Blusen und roten Umhängen - eher vornehm als bäuerlich wirkt. Zu dieser Männertracht gehören schwarze Hosen. Die Farbzusammenstellung von schwarz, weiß und rot tritt auch in vielen anderen Zusammenhängen auf - beispielsweise in der gemusterten Keramik, die hier und da noch gefertigt wird.

Volksmusik ist in der Ukraine noch sehr lebendig. Sie hängt eng mit den bäuerlichen Festen zusammen, die oft und gern gefeiert werden. Parallel dazu entwickelte sich im 10. bis 13. Jh. aus byzantinischen Vorbildern eine ganz eigene Art von Kirchengesang, zu dem im 16. Jh. dann noch polnische Eigenarten kamen.

Souvenirs

Die Ukrainer sind, trotz der großen Städte, ein Bauernvolk geblieben. Entsprechend bäuerlich sind viele kleine Gegenstände, die sich gut als Andenken und Souvenirs eignen: Geschnitztes und Gewobenes. Auch ukrainischer Gold- und Silberschmuck ist sehr hübsch. Vor allem dann, wenn es sich um antiquarische Stücke handelt.

Klimainformationen

Die Ukraine hat überwiegend gemäßigtes Kontinentalklima mit warmen Sommern, in denen die Temperaturen zwischen 20 und 25°C liegen, und kalten, schneereichen Wintern, in denen Temperaturen von -5 bis -10°C üblich sind. Die Herbstmonate sind meist sonnig. An der Schwarzmeerküste herrscht ein Klima, das man als mediterran bezeichnen könnte. So klettern die Temperaturen in diesem Landesteil im Sommer normalerweise bis auf 30°C und fallen auf -5°C im Winter.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man die Ukraine zwischen Mai und September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Ukraine ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

KIEW: British European Medical Clinic (spricht Deutsch), Dr. Martin Hoppmann, Sichnevoho Povstannaya, 6,, Kiew, Tel. (044) 573 88 73, 290 73 17;

ODESSA:Dr. Konstantin D. Babov (spricht Englisch), Lermontovskiy Lane 6,, Odessa, Tel. (048) 22 29 23.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Griwna (UAH)

1 Griwna = 100 Kopeken.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3232,87 UAH

1 US-$ = ca. 2839,09 UAH

Hinweise

Wenn möglich, sollte die Einfuhr größerer Geldbeträge vermieden werden. Bei Unsicherheit darüber, ob bestimmte Geldbeträge deklariert werden müssen oder nicht, sollte sicherheitshalber ein Deklarationsformular ausgefüllt werden. In diesem Fall sollte darauf bestanden werden, dass die Deklaration von den Zollbeamten auch angenommen wird, um eventuelle Probleme bei der Ausreise zu vermeiden.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. US-$-Noten in neuwertigem Zustand mitführen.

Einfuhr Landeswährung: bis zu 3.000 UAH. Für Einwohner der Ukraine gelten andere Bestimmungen.

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung bis zu 3.000 US-$ mündlich, sonst schriftlich. Bis zu 15.000 US-$ in bar oder als Schecks sowie bis zu 10.000 UAH müssen schriftlich deklariert werden. Beträge über 15.000 US-$ bar bzw. als Schecks können nur mit einer Genehmigung der Nationalbank der Ukraine eingeführt werden. Transitreisende (Nachweis) dürfen bis zu 30.000 US-$ mitführen.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge (Belege; Deklaration vorlegen).

Ausfuhr Landeswährung: bis zu 10.000 UAH mit schriftlicher Deklaration. Für Einwohner der Ukraine gelten andere Bestimmungen.

Umtausch: US-$-Noten (in kleinen Stückelungen) sollten in neuwertigem Zustand sein (ohne Knicke und nicht abgegriffen), da sonst Probleme beim Umtausch entstehen können. Es sollte nur nach und nach in Landeswährung getauscht werden. Euro lassen sich problemlos tauschen, Britische Pfund nur, wenn es sich um Banknoten der Bank of England handelt. Schottische Geldscheine wurden in manchen Fällen nicht zum Umtausch akzeptiert. Grundsätzlich sollten nur offizielle Wechselstellen genutzt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden teilweise von größeren Hotels (bei Buchung abklären) und Geschäften akzeptiert. Beim Einsatz von Kreditkarten zu Zahlungszwecken sollte die Kreditkarte nicht aus den Augen gelassen werden, um zu vermeiden, dass Abdrücke angefertigt werden. Die Karte sollte nur bei vertrauenswürdigen Empfängern eingesetzt werden.

Geldautomat: Ja - Abhebungen mit internationalen Kreditkarten sind möglich. An einigen Geldautomaten kann auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) Geld abgehoben werden. Gebühren und Höchstbeträge variieren je nach Betreiber. Es sollte auf eventuelle Spuren von Manipulation am Automaten geachtet und ggf. die Geldkarte sofort gesperrt werden, falls diese vom Automaten eingezogen werden sollte. Gelegentlich versuchen Betrüger, durch Montage eines Aufsatzes auf den Kartenschlitz oder die Tastatur die Kontodaten abzufangen.

Auskunftstellen

Botschaft der Ukraine
mit Konsularabteilung
Albrechtstraße 26
10117
Berlin
Botschaft (0 30) 28 88 71 63
(0 30) 28 88 72 16
www.botschaft-ukraine.de
konsulat@ukrainische-botschaft.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-18 Uhr
Visa-Abteilung Mo, Mi und Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer
ul. Puschkinska 34
01004
Kiew /Ukraine
(00380 44) 235 42 34, 234 59 77
(00380 44) 377 52 00
www.ahk.net/de/ua
info@ukraine.ahk.de
Mo bis Do 8-12, 13-17 Uhr; Fr 8-16 Uhr

Ukraine Chamber of Commerce
Reytarska, 19-b
01030
Kiew /Ukraine
(00380 44) 270 68 29
(00380 44) 234 42 73
www.ahk.net/de/ua
office@iccua.org

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Ukraine
mit Konsularabteilung
Albrechtstraße 26
10117
Berlin
Botschaft (0 30) 28 88 71 63
(0 30) 28 88 72 16
www.botschaft-ukraine.de
konsulat@ukrainische-botschaft.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-18 Uhr
Visa-Abteilung Mo, Mi und Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine

Immermannstraße 50
40210
Düsseldorf
(02 11) 93 65 42 29
(02 11) 93 65 42 11
www.botschaft-ukraine.de
emb_de2@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine
Vilbeler Straße 29
60313
Frankfurt/Main
(0 69) 29 72 09 29
(0 69) 29 72 09 20 (15-17 Uhr)
www.botschaft-ukraine.de
gc_def@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine
Mundsburger Damm 1
22087
Hamburg
(0 40) 22 94 98 13
(0 40) 22 94 98 10
gc_deg@mfa.gov.ua
Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Di 15-18 Uhr

Honorarkonsulat der Ukraine
Schillerplatz 7 (IHK für Rheinhessen)
55116
Mainz
(0 61 31) 213 03 60
(0 61 31) 213 03 50
info@hansjuergen-doss.de
Mo 15-17 Uhr, Mi 9-12 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Ukraine
Lessingstraße 14
80336
München
(0 89) 55 27 37 55
(0 89) 55 27 37 12
gc_dem@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Bohdana Chmelnythzkoho 25
(Visa-Abteilung Businesszentrum "101 Tower", 22. Etage, Wul. Lwa Tolstogo 57)
01901
Kiew /Ukraine
(00380 44) 281 13 81
(00380 44) 281 11 00
www.deutsche-botschaft.kiew.ua
Amtsbezirk: Ukraine

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
wul. Skrypnyka 14a
61057
Charkiw /Ukraine
(00380 57) 752 56 50
(00380 57) 728 41 18
charkiw@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Verwaltungsgebiet Charkiw
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Donezk

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
wul. Ruska 1A
58002
Czernowitz /Ukraine
(0038 05) 05 62 62 86
czernowitz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Verwaltungsgebiete Chmelnyzky, Iwano-Frankiwsk, Ternopil, Czernowitz und Winnyzja
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Wynnytschenka 6
79008
Lwiw /Ukraine
(00380 322) 75 71 02, 75 33 14, 75 33 24
(00380 322) 75 71 02, 75 33 14, 75 33 24
lemberg@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Wolyn (Luzk), Ivano-Frankiwsk, Chmelnizkyj, Tscherniwzi, Lemberg (Lwiw), Transkarpatien (Skarpatja), Riwne und Ternopil
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Donezk Prospekt Dmytra Yavornytskogo 1a
Büro 301
49005
Dnipro /Ukraine
(0038 056) 756 89 66
(0038 056) 756 89 60
Amtsbezirk: Gebiet Dnipropetrowsk, Gebiet Donezk, Gebiet Luhansk, Gebiet Saporishshja, Gebiet Charkiw
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Lanzheronovskaya Str. 9, office 17
65026
Odessa /Ukraine
(00380 48) 777 89 03
odessa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Odessa, Mykoljiw und Cherson sowie die Autonome Republik Krim
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Ärztliche Hilfe

KIEW: British European Medical Clinic (spricht Deutsch), Dr. Martin Hoppmann, Sichnevoho Povstannaya, 6,, Kiew, Tel. (044) 573 88 73, 290 73 17;

ODESSA:Dr. Konstantin D. Babov (spricht Englisch), Lermontovskiy Lane 6,, Odessa, Tel. (048) 22 29 23.

Sehenswertes

Kiew

Die Hauptstadt der Ukraine liegt am Dnjepr, wurde im sechsten Jahrhundert gegründet und ist heute nach Moskau und St.Petersburg die drittwichtigste Stadt innerhalb der GUS. Vor tausend Jahren wurde in Kiew die Kultur des alten Russland geboren.

Etliche berühmte Bauwerke in Kiew erinnern noch an jene große Zeit, darunter das Goldene Tor, das Höhlenkloster und die Kirche Dormitio Sanctae Mariae Virginis, die dann als Muster für alle künftigen Kirchen gelten sollte. Sie alle entstanden im elften Jahrhundert. Eine eigene Kiewer Architektur bildete sich aus, die den russischen Baustil der folgenden Jahrhunderte prägte.

Viel Interessantes darüber zeigt das "Museum der historischen Schätze der Ukraine", sehr schöne Funde - auch aus Gold und Silber - sieht man im "Museum der historischen Kostbarkeiten". Und in der Nähe von Kiew wurde ein großes Freilichtmuseum eingerichtet, in dem die bäuerliche Kultur der Ukraine beispielhaft gezeigt wird.

Lwow

Die Stadt, die auf deutsch "Lemberg" heißt, wurde im Jahre 1256 gegründet. Sie ist eine der wichtigsten in der Ukraine und liegt sehr malerisch in einem hübschen Hügelland. Heute gilt sie als ein unumstrittenes Kulturzentrum, in dem eine beträchtliche Zahl alter Bauwerke steht, wobei sich die Baustile sehr mischen. Da gibt es eine gotische und eine armenische Kathedrale (was schon das Zusammenklingen aus abendländischer und orientalischer Kultur zum Ausdruck bringt), am Marktplatz stehen die Benetiktinerkirche aus dem 16. Jahrhundert, die byzantinische und italienische Einflüsse verbindet und - aus dem gleichen Jahrhundert - die griechisch-katholische Kirche. Man sieht alte Bürgerhäuser, die eindeutig die österreichische Rokoko-Zeit dokumentieren. Die Stadt hat aber auch wegen ihrer Museen einen guten Ruf. Bedeutende Sammlungen, die einander ergänzen, sagen viel über das Leben in der Ukraine aus: das Museum der volkstümlichen Baukunst und des Alltagslebens, das Museum für Ethnographie und Kunstgewerbe sowie das Museum der ukrainischen Kunst.

Odessa

Odessa liegt malerisch am Schwarzen Meer. Zu allen Zeiten galt Odessa als eine freigeistige Stadt, die ganz dem europäischen Westen offenstand. Die Menschen von Odessa, die russisch mit einem südlichen Akzent sprechen, waren immer kritisch und spöttisch. Es ist eine Stadt der Sonne und der Lebensfreude - mit Sandstränden, Parkanlagen und hübschen Gassen.

Jalta

Es ist der bekannteste Erholungsort auf der Halbinsel Krim - mit subtropischer Vegetation, ansehnlichen modernen Bauten und einer Wein-Probier-Halle, die eine der weltweit größten Weinsammlungen beherbergt: Hier lagern 45.000 Flaschen. In der Nähe von Jalta liegt das Naturschutzgebiet der Krim mit reicher Vegetation und vielfältiger Tierwelt. Der Stolz der dortigen Wildhüter ist der mächtige Krimhirsch, der bis zu zwei Meter lang wird.

Luzk

Die Stadt im Westen der Ukraine hat sich ein historisch-architektonisches Schutzgebiet eingerichtet. Dort stehen eine Reihe wertvoller historischer Bauten, zu denen das Luzker Schloss (13.-14. Jahrhundert), die Pokrowski-Kirche (15. Jahrhundert) und die Krestowosdwishensskaja-Kirche gehören. Das Heimatkundemuseum hat hier eine Kunstabteilung eingerichtet, in der man gute Bilder einheimischer und ausländischer Künstler sehen kann.

Uman

Die Stadt zwischen Kiew und Odessa beherbergt das "Sofiewka", ein Prachtstück ukrainischer Garten- und Parkarchitektur des 18. Jahrhunderts mit künstlichen Seen, Springbrunnen, Wasserfällen und Skulpturen. Man kann dort über 700 Pflanzenarten sehen.

Reisehinweise

Wegen der erhöhten Spannungen zwischen Russland und der Ukraine seit November 2018 und der Möglichkeit einer Zuspitzung der Lage empfiehlt das Auswärtige Amt die Berichterstattung in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden.

Teilreisewarnung:

Seit dem Frühjahr 2014 finden in den östlichen Verwaltungsbezirken der Ukraine (Oblaste Donezk und Luhansk) bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen ukrainischen Streitkräften und Separatisten statt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in viele der dort befindlichen Orte und Landkreise ab. Vor Reisen in einige Orte dieser Verwaltungsbezirke wird ausdrücklich gewarnt.

Von Reisen auf die Halbinsel Krim rät das Auswärtige Amt dringend ab.

Die Krim wird faktisch von Russland kontrolliert. Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der derzeitigen sehr angespannten Situation nicht gewährt werden.

Für Reisen auf die Halbinsel Krim und in die strittigen Gebiete um Donezk und Luhansk gelten aktuell die Einreisebestimmungen der Russischen Föderation. Bei Reisen auf die Halbinsel Krim auf dem Landweg ist eine Sondergenehmigung der ukrainischen Behörden erforderlich.

Des weiteren sind Einreisen in die strittigen Gebiete um Donezk und Luhansk sowie auf die Halbinsel Krim ohne das vorherige Passieren eines regulären ukrainischen Grenzübergangs aus ukrainischer Sicht illegal und können zu einem Einreiseverbot führen.

Reisende, die in die oben nicht genannten Landesteile reisen, sollten sich weiterhin unbedingt umsichtig verhalten und sich außerdem rechtzeitig und fortlaufend über die Medienberichterstattung informieren. Von Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Menschenansammlungen sollte man sich fernhalten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

SICHERHEIT: Nächtliche Autofahrten über Landstraßen sollten soweit wie möglich vermieden werden. Wegen schlechter Straßenverhältnisse, fehlender Straßenmarkierungen und häufig unvorhersehbaren Hindernissen auf der Fahrbahn besteht ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Aus diesem Grund und zur Vermeidung der Verhängung von hohen Geldbußen sollten - auch während des Tages - Geschwindigkeitsbegrenzungen beachtet werden.

Polizeiliche Ausweiskontrollen, insbesondere bei Ausländern, sind in der Ukraine an der Tagesordnung. Nur der Original-Reisepass wird als gültiges Ausweisdokument akzeptiert. Kann man sich nicht ausweisen, muss bis zur Klärung der Identität und des Aufenthaltsstatus mit einer Inhaftierung gerechnet werden.

KRIMINALITÄT: Reisende sollten sich grundsätzlich sehr umsichtig verhalten. Durch die Krise in der Ukraine ist in letzter Zeit ein gewisser Anstieg der Kriminalität festgestellt worden, besonders an unübersichtlichen Orten, wie z.B. in Metrostationen.

Flugpassagieren wird dringend empfohlen, bei Reisen in und aus der Ukraine Wertgegenstände und Dokumente nur im Handgepäck zu befördern und Koffer stets abzuschließen.

Bei eventuell notwendigem Reifenwechsel sollten Fahrzeugtüren sicherheitshalber verschlossen werden, um Diebstähle zu vermeiden. Zur eigenen Sicherheit sollte bei vermeintlichen Pannen anderer Verkehrsteilnehmer am Straßenrand - insbesondere auf einsamen Landstraßen - nicht angehalten werden.

In der Ukraine ist es üblich, private Pkw's anzuhalten und sich gegen Entgelt transportieren zu lassen. Aus Sicherheitsgründen wird hiervon abgeraten.

Trickdiebe sind häufig anzutreffen. Grundsätzlich wird empfohlen, Kreditkarten, Bankkarten, Bargeld und Ausweispapiere an mehreren Stellen direkt am Körper zu verwahren, um verhindern zu können, bei eventuellen Taschendiebstählen alles auf einmal zu verlieren.

SICHERHEITSBEHÖRDEN: Die in der Ukraine geltenden Gesetze sind einzuhalten. Reisende berichten gelegentlich davon, von Polizei-, Grenzschutz- und Zollbeamten oder anderen Staatsbediensteten zur Zahlung von Gebühren und Bußgeldern aufgefordert worden zu sein, deren Rechtsgrundlage nicht erkennbar ist. Es wird empfohlen, bei Missbrauchsverdacht auf der Ausstellung einer Quittung für geleistete Zahlungen und der Darlegung der Rechtsgrundlage zu bestehen sowie einen vorgesetzten Mitarbeiter hinzuzuziehen. Im Notfall sollte darauf bestanden werden, zur nächstgelegenen Polizeidienststelle zu fahren, um dort ein formelles Protokoll aufzunehmen. Ferner wird empfohlen, in jedem Fall den Namen und die Dienstnummer des Beamten zu notieren, damit eine spätere Identifizierung möglich ist.

ALKOHOL: Der Konsum von Alkohol, auch von Bier und anderen leichtalkoholischen Getränken, ist an den meisten öffentlichen Stellen verboten. Dazu gehören auch Unterführungen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, medizinische Einrichtungen, Schulen, Kultureinrichtungen, Spielplätze, Sportplätze, Parks etc.

FOTOGRAFIEREN: Beim Fotografieren technischer Einrichtungen ist Vorsicht geboten. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden. Es könnte u.U. aufgrund derartiger Fotos Anklage wegen Spionage erhoben werden. Bei einer darauf begründeten Verurteilung droht in der Ukraine eine Strafe von mindestens acht Jahren Haft.

DROGEN: Drogenbesitz und -handel sind in der Ukraine verboten, bei Verstößen drohen zum Teil hohe Freiheitsstsrafen.

TRINKWASSER: Kein Leitungswasser trinken (höchstens dann, wenn es mindestens zehn Minuten abgekocht wurde); Mineralwasser ist fast überall erhältlich.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Rumänien

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind ein für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend)

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Landesdaten

Lage

Rumänien liegt in Südosteuropa. Das Land grenzt im Norden an die Ukraine, im Osten an die Republik Moldau, im Süden an Bulgarien, im Südwesten an Serbien und im Westen an Ungarn. Im Südosten bildet das Schwarze Meer die natürliche Grenze. Die Küstenlänge beträgt 245 km.

Fläche: 237.500 km².

Verwaltungsstruktur: 41 Bezirke (Judete) und der Hauptstadtbezirk Bukarest.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 19 Millionen

Städte:

Bukarest (Bucuresti - Hauptstadt) ca. 1,68 Millionen

Cluj-Napoca (Klausenburg) ca. 309.100

Timisoara (Temeschwar, Temeschburg) ca. 304.500

Iasi (Jassy) ca. 263.400

Constanta (Konstanza) ca. 254.700

Craiova (Kragau) ca. 243.800

Galati (Galatz) ca. 231.200

Brasov (Kronstadt) ca. 228.000

Ploiesti ca. 197.500

Oradea (Großwardein) ca. 183.100

Braila ca. 168.400

Sibiu (Hermannstadt) ca. 137.000

Bacau ca. 133.500

Baia Mare (Frauenbach) ca. 114.900

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Rumänisch. In den Grenzgebieten wird zum Teil Ungarisch, Serbisch, Ukrainisch, Armenisch oder Jiddisch gesprochen. Französisch ist weit verbreitet. In Transsilvanien wird häufig Deutsch gesprochen, in den Touristengebieten oft auch Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde (= Osteuropäische Zeit).

Da auch in Rumänien die Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

220/230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es können zweipolige Stecker verwendet werden.

Telefon/Post

Post

Luftpostsendungen im innereuropäischen Postverkehr sind etwa 1 Woche unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Rumänien ist 0040, die Vorwahl von Rumänien nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. In Rumänien gibt es Telefonkarten (beim Postamt oder Zeitungskiosk). Ferngespräche mit Telefonkarten sind erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMER: Europaweite Notrufnummer 112 oder Unfallrettung 961, Feuerwehr 981, Polizei 955.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Rumänien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ro

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. und 2. Januar (Neujahr)

24. Januar (Vereinigung der rumänischen Fürstentümer)

1. Mai (Tag der Arbeit)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

30. November (Heiliger Apostel Andreas)

1. Dezember (Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

9. April (Ostermontag)

28. Mai (Pfingstmontag)

------------------------------------

Im Jahr 2019:

1. und 2. Januar (Neujahr)

24. Januar (Vereinigung der rumänischen Fürstentümer)

1. Mai (Tag der Arbeit)

1. Juni (Weltkindertag)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

30. November (Heiliger Apostel Andreas)

1. Dezember (Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

26. April (Karfreitag)

29. April (Ostermontag)

17. Juni (Pfingstmontag)

Die Hauptferienzeit ist im Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 13-15 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa von 8-18 Uhr, teilweise auch bis 21 Uhr; So etwa 8-12 Uhr. Es gibt saisonbedingte Unterschiede;

Büros: Mo bis Fr 7-15.30 Uhr, Sa 7-12.30 Uhr;

Post: Mo bis Fr 7.30-19 Uhr, Sa 9-14 Uhr.

Kleidung

Während der Hauptreisezeit von Mai bis September sollte man Übergangskleidung bzw. Sommerkleidung mitnehmen. Im Winter ist unbedingt warme, wetterfeste Kleidung erforderlich.

Geschichte/Politik

Ab dem fünften Jahrhundert gehörten die Rumänen zu Ostrom und übernahmen die orientalisch-byzantinische Kultur. In der Folgezeit fielen die Hunnen ein, dann die Magyaren. Ab dem 13. Jahrhundert kamen deutsche Siedler ins Land. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert herrschten die Türken, die ab dem 18. Jahrhundert den Russen weichen mussten. 1859 wurden die zwei Fürstentümer "Moldau" und "Walachei", die sich inzwischen gebildet hatten, zu Rumänien vereinigt. Rumänien wurde 1881 ein Königreich. Nach Landstreitigkeiten zwischen Rumänien und Russland trat Rumänien gegen Russland 1941 in den Krieg ein. 10 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde Rumänien 1955 Mitglied der UNO.

1999 wurde erstmalig über den Beitritt Rumäniens in die EU verhandelt, seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien ein Mitgliedstaat der EU.

Wirtschaft

Früher war Rumänien fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt, obwohl die Erträge aufgrund der mangelhaften Qualität der Böden nicht sehr hoch waren. Deshalb wurde in den letzten Jahren die Grundstoff- und Schwerindustrie (es gibt eine Reihe von Eisen- und Stahlhütten) sowie die Erdölförderung ausgebaut.

Der Tourismus wird (vor allem an der Schwarzmeerküste) nach Möglichkeit gefördert; eine große Rolle spielt er jedoch noch nicht.

Religion

Etwa 87 Prozent der Bevölkerung gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an, 5,1 Prozent sind Katholiken und 3,5 Prozent Anhänger der Reformierten Kirche. Die religiösen Minderheiten wie Griechisch-Orthodoxe, Pfingstchristen, Baptisten, Juden und Muslime machen zusammen etwa 5 Prozent der Bevölkerung aus.

Vegetation

Die Karpatengebirge sind auf Wanderer eingerichtet - mit Wanderwegen und Hinweisschildern. Wanderungen führen in alle Himmelsrichtungen - auch nach oben bis zur 2.507 Meter hohen Omul-Spitze. Unterwegs begegnet man allen einschlägigen Gebirgsblumen, auch Edelweiß und Enzian sowie der Nelke Piatra Craiolui, die nur dort wächst.

Tierwelt

Es gibt neben Greifvögeln wie Steinadler und Habicht auch Rot- und Schwarzwild. Gelegentlich sieht man den mächtigen Karpatenhirsch, Fuchs und Luchs, hier und da auch Wölfe und Bären. Gegen hohe Gebühren darf in den Karpaten gejagt werden. Es gibt touristische Jagdprogramme. Angeln in den vielen Bergflüssen und Bergseen ist beliebt (Forellen und Äschen, Karpfen und Huchen, Weißfische und Störe).

Kulinarisches

Die rumänische Küche ist recht schlicht, wirkt jedoch durch die vielen Elemente fremder Völker, die in die Küche integriert wurden, zuweilen geradezu raffiniert. Man würzt gut, nicht allzu scharf, sondern sehr ausgewogen. Es gibt viele Eintöpfe mit Fleisch, Bohnen und Kohl. Auch Speisen mit Eiern, Milch und Käse sind häufig. Oft kann man Maisbrei bekommen - als Beilage oder als Hauptgericht. Den isst man, wie er aus dem Topf kommt, oder gebraten. Auch Hackfleischröllchen sind üblich, die am Holzkohlenfeuer gebraten werden. Aber auch Steaks und Schnitzel sind traditionelle Bestandteile der Speisekarte.

Fische werden sehr gern gegessen, und die Rumänen kennen viele Arten, sie zuzubereiten - besonders die Karpfen, die preiswert sind.

Der rumänische Wein ist hervorragend, meist von Natur eher süß. Viele Rumänen trinken ihn mit Wasser gemischt. Das Nationalgetränk ist ein Zwetschgenschnaps, der "Tuika", den man aus langhalsigen Fläschchen trinkt.

Sitten und Gebräuche

Volkskunst und Brauchtum sind sehr verbreitet. Es gibt schöne, bunte, oft reich bestickte Trachten. Auch winzige Orte haben volkskundliche Museen, in denen die Tradition gepflegt wird. Alle christlichen Festtage werden temperamentvoll gefeiert und jede Dorfhochzeit ist ein großes Schauspiel. Überall gibt es Volksmusik- und Theater-Gruppen.

Souvenirs

Seit undenklichen Zeiten wird in Rumänien Kunsthandwerkliches hergestellt: bunt bestickte Blusen und Hemden, Teppiche und Wandbehänge, auch viel Holzgeschnitztes. Kostbar sind Hinterglas-Malereien, die nach wie vor angefertigt werden - meist mit religiösen Motiven.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg und Flüssen oder 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 175 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

VERBOTEN ist die Einfuhr:

- von tierischen Produkten (Fleisch, Milch und Molkereierzeugnissen), wenn sie nicht in verschlossenen Konservendosen verpackt sind;

- von Rauschgift;

- pornografischen Materialien u.Ä.

Gegenstände von höherem rumänischen Marktwert (z.B. Computer, Laptop, Drucker etc.), Schmuck und Kunstgegenstände müssen schriftlich DEKLARIERT werden.

AUSFUHR: KUNSTGEGENSTÄNDE von musealem Wert, alte Bücher u.Ä. dürfen nur mit Genehmigung der Zentralen Staatskommission für das Nationale Kulturgut, Bukarest, ausgeführt werden.

AUSFUHRVERBOT besteht für Nahrungsmittel aller Art sowie für Waren, die ursprünglich von Rumänien importiert worden sind.

Klimainformationen

Das Klima lässt sich als gemäßigtes Kontinentalklima bezeichnen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in etwa zwischen 5°C in den Karpaten und 11°C an der Küste. Die Temperaturen im Sommer betragen durchschnittlich 25°C. Die Winter sind sehr kalt. Im Januar und Februar sind Temperaturen von -20°C keine Seltenheit.

Beste Reisezeit

Mai bis September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Rumänien ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

BUKAREST: Dr. Wargha Enayati, B-dul. Unirii, Bloc 15,, Bukarest, Tel. (021) 336 16 96.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Leu ( l)

1 Leu = 100 Bani.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,65 l

1 US-$ = ca. 4,10 l

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - Schriftliche Deklaration bei Einreise in Rumänien aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Rumänien in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Dies ist nur bei den autorisierten Stellen gestattet. Umtauschquittungen sind gut aufbewahren (für Rücktausch oder bei Devisenkontrollen bei Ausreise).

Internationale Kreditkarten: Ja (EuroCard/MasterCard, American Express, Diners Club, Visa) - Kreditkarten werden in den meisten Hotels, Mietwagenfirmen und in einigen Restaurants zunehmend als Zahlungsmittel akzeptiert. In ländlichen Regionen empfiehlt sich nach wie vor die Mitnahme von Bargeld.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebungen sind mit Kreditkarten und mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) möglich.

Reiseschecks: Ja - Sie spielen aber nur eine geringe Rolle. Reiseschecks in Euro oder US-$ werden in einigen Banken in Lei getauscht.

Rücktausch: Dies ist nur gegen Vorlage der Umtauschquittungen möglich.

Auskunftstellen

Rumänisches Touristenamt
Reinhardtstraße 47
10117
Berlin
(0 30) 40 05 59 06
(0 30) 40 05 59 04
www.romaniatour.de oder www.mtromania.ro
info@rumaenien-tourismus.de

Romanian Tourist Authority
Bd. Dinicu Golescu, nr. 38
Bukarest 1/Rumänien
(0040 21) 314 99 60
(0040 21) 314 99 57
www.mtromania.ro
promovare@mturism.ro

Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer
Camera de Comert si Industrie Romana-Germana
Str. Clucerului 35, et. 2
011363
Bukarest /Rumänien
(0040 21) 223 15 38, 223 10 50
(0040 21) 223 15 31/35
drahk@ahkrumaenien.ro

Chamber of Commerce and Industry of Romania
and Bucharest
Bd. Octavian Goga nr. 2,
Sector 3
Bukarest /030982/Rumänien
(0040 21) 319 01 14/15/16/18
www.mtromania.ro
drc@ccir.ro

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

HERMANNSTADT siehe Sibiu

Consulatul al Germaniei
Str. Lucian Blaga nr.15-17
550169
Sibiu
Consulatul al Germaniei
C.P. 117
550450 Sibiu/Romania
(0040 269) 20 62 97
(0040 269) 20 62 11
info@hermannstadt.diplo.de
Amtsbezirk: Kreise Alba, Bistrita-Nasaud (Bistritz), Brasov (Kronstadt), Cluj (Klausenburg), Covasna, Harghita, Hunedoara, Maramures, Mures, Sibiu (Hermannstadt)

Von Deutschland

TEMESVAR siehe Timisoara

Consulatul al Germaniei
Splaiul Tudor Vladimirescu, nr. 10
300195
Timisoara
Consulatul al Germaniei
Oficiul Postal Nr. 5, C.P. 666
300860 Timisoara/Romania
(0040 256) 49 04 87, 30 98 03
(0040 256) 30 98 00
www.GermanConsulTimisoara.ro
Amtsbezirk: Arad, Bihor (Bihar), Caras Severin (Karasch Severin), Mehedinti, Satu Mare (Sathmar), Timis (Temesch)

Botschaft von Rumänien
(mit Konsularabteilung)
Dorotheenstraße 62-66
10117
Berlin
(0 30) 21 23 93 99
(0 30) 21 23 92 02
berlin@mae.ro; berlin.cons@mae.ro
Botschaft: Mo, Di, Mi, Do und Fr 8-14 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 8-14 Uhr

Generalkonsulat von Rumänien
Legionsweg 14
53117
Bonn
(02 28) 68 02 47
(02 28) 683 81 19
bonn@mae.ro
Mo, Mi, Do, Fr 8-14 Uhr, Di 13-19 Uhr

Honararkonsulat von Rumänien
Borselstraße 20
22765
Hamburg
(0 40) 60 91 86 94
(0 40) 60 91 86 91
info@honorarkonsul-hamburg.de
Mi 10-14 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honararkonsulat von Rumänien
Petersstraße 50 (Eingang in der Markgrafenstraße 2)
04109
Leipzig
(03 41) 35 58 17 88
(03 41) 35 58 17 90
info@honorarkonsul-rumaenien.eu
Mi 10-14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Rumänien
Richard-Strauss-Straße 149
81679
München
(0 89) 55 33 48
(0 89) 55 33 07/08
muenchen@mae.ro
Mo bis Fr 8.30-14.30 Uhr

Honararkonsulat von Rumänien
Le Quartier Hornbach 19
67433
Neustadt an der Weinstraße
(0 63 21) 678 93 00
(0 63 21) 678 93 93
honorarkonsul@hornbach.com
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Rumänien
Hauptstätter Straße 68-70
70178
Stuttgart
(01 60) 90 86 61 36, (01 71) 681 34 50
consulatromania.stuttgart@gmail.com
nach telefonischer Vereinbarung

Ambasada Germaniei
Strada Cpt. Av. Gheorghe Demetriade 6-8
011849
Bukarest /Romania
(0040 21) 202 98 31
(0040 21) 202 98 30
www.bukarest.diplo.de
Amtsbezirk: Rumänien
Konsularischer Amtsbezirk: Rumänien mit Ausnahme der Amtsbezirke der Konsulate in Hermannstadt (Sibiu) und Temesvar (Timisoara)

Ärztliche Hilfe

BUKAREST: Dr. Wargha Enayati, B-dul. Unirii, Bloc 15,, Bukarest, Tel. (021) 336 16 96.

Sehenswertes

Bukarest

Rumäniens Hauptstadt konnte sich sehen lassen - mit repräsentativen Bauten, breiten Boulevards und großzügigen Grünanlagen. Leider hat man vor Jahren vieles umgebaut, um der Stadt ein "neues sozialistisches Gesicht" zu geben. Doch der schönen Altstadt ist nicht viel geschehen, auch nicht den vielen Museen. Im Dorfmuseum sind fast 70 historische Bauernhöfe aus allen Teilen des Landes aufgestellt, dazu Wind- und Wassermühlen, auch eine Holzkirche von 1727. Die Häuser sind vollständig eingerichtet.

Zwei Gebäude sind besonders sehenswert: die kleine griechisch-orthodoxe Stavropoleos-Kirche von 1730, deren fein gemeißelte Säulen, Wandmalereien und Schnitzarbeiten sowie ihr hübscher Arkadenhof eine Augenweide sind, und die ehemalige Karawanserei Hanul lui Manuc. Diese einstige Herberge für Kaufleute und Lasttiere wurde im frühen 19. Jahrhundert gebaut. Heute ist sie ein Hotel mit Gartenrestaurant und Weinstuben.

Cluj-Napoca (Klausenburg)

Das alte Zentrum Siebenbürgens ist trotz vieler moderner Wohn- und Industrieviertel im Kern vornehm geblieben. Über betagten Dächern erheben sich die Türme zahlreicher Kirchen aus der Zeit von Gotik und Barock. Auch die orthodoxe Kathedrale im neobyzantinischen Stil kann sich sehen lassen. Elegante Palais (die heute meist Museen beherbergen), die Universitätsgebäude, gepflegte Parks, zwei Opernhäuser und zwei Theater tragen zu jener Mischung aus Tradition, Kultur und moderner Geschäftigkeit bei, die Cluj-Napoca attraktiv macht.

Sibiu

Die einstige Hauptstadt Siebenbürgens, unmittelbar am Fuß der Karpaten, wird von den Siebenbürger Sachsen (die vor Jahrhunderten aus Deutschland einwanderten und noch heute ein Achtel der Stadtbevölkerung ausmachen) "Hermannstadt" genannt. Turmbewehrte Mauern und winkelige Gassen sehen sehr mittelalterlich aus. Den besten Blick hat man vom Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche, die im 14. Jahrhundert von deutschen Baumeistern errichtet wurde und noch heute Treffpunkt der deutschsprachigen Volksgruppe ist.

Der Dumbrava-Park im Süden der Stadt ist ein weitläufiges, schattiges Naherholungsgebiet mit einem Zoo und dem Museum für Dorftechnik. Hier zeigt man bäuerliche Werkstätten von einst: Mühlen, Pochwerke, Öl- und Weinpressen. Historisch verkleidete Menschen bedienen die Gerätschaften.

Brasov (Kronstadt)

Das alte siebenbürgische Kulturzentrum ist heute eine der größten Städte Rumäniens. Die Lage im bewaldeten Bergland ist wunderschön und das alte Stadtviertel Schei bietet viel Betrachtenswertes. Das beginnt mit dem originellen Rathaus aus Gotik und Barockzeit, das sich mit seiner hübschen Loggia und dem mächtigen Turm mitten auf dem Hauptplatz breitmacht. Unweit davon erhebt sich der östlichste gotische Dom Europas, die mächtige "Schwarze Kirche" (ein Stadtbrand schwärzte 1689 ihre Mauern). Sie enthält eine prächtige Orgel, wertvolle Orientteppiche und feine Kunstwerke.

Iasi

Die alte Hauptstadt des Fürstentums Moldau zeigt noch manches Historische, vor allem Kirchen und Klöster aus dem 17. Jahrhundert. Die Biserica Trei Ierarhi (die Drei-Hierarchen-Kirche) hat besonders kunstvoll verzierte Außenwände. Unter ihren Steinfliesen liegen mehrere Moldau-Fürsten begraben. Die Kirche des Goila-Klosters ist eine Stilmischung aus Moldauischem und Russischem, hat viele Kuppeln und teilweise restaurierte Fresken aus der Zeit um 1670. Die Aussicht vom Torturm über die hohen Klostermauern ist großartig.

Constanta

Die Hafenstadt wurde um 600 v.Chr. von den Griechen gegründet. Aus römischer Zeit ist ein riesiges, farbenfrohes Fußbodenmosaik erhalten sowie die Gewölbe eines Lagerhauses. Teile der römischen Wehrmauern, Türme, Tore und Säulen stehen noch bei der Strandpromenade.

Die schön ausgestattete orthodoxe Kathedrale und die große Moschee mit dem 50 Meter hohen Minarett sehen gut aus, entstanden allerdings erst um 1900. Außerdem gibt es ein gut bestücktes Meeresaquarium sowie ein Museum mit wichtigen Werken rumänischer Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts.

Bistrita

Siebenbürger Sachsen gründeten die Stadt im zwölften Jahrhundert. Noch heute präsentiert sich ein Teil sehr mittelalterlich. Am Hauptplatz und in der Kornzeile sind alte Laubenhäuser aufgereiht. Sowohl die orthodoxe als auch die evangelische Kirche stammen aus dem Mittelalter - ebenso der Fassbinderturm, der als Rest der Wehranlagen erhalten blieb.

Moldauklöster

Stefan der Große (er regierte von 1457 bis 1504) und seine Nachfolger auf dem Thron des Fürstentums Moldau ließen für jeden Sieg über die Türken ein Kloster oder mindestens eine kleine Kirche bauen. Es müssen viele Siege gewesen sein, denn die Bukowina, diese sanfthügelige Wald- und Wiesengegend, ist voll von ihnen. Allein 44 Kirchen sollen auf Stefans Konto gehen.

Fast alle diese Klöster sind oder waren von Wehrmauern umgeben. Was sie weltberühmt gemacht hat, sind ihre Fresken. Zunächst waren die Kirchen nur innen ausgemalt. Weil die Gemeinden zu groß wurden und sich das Volk bei Gottesdiensten vor der Tür scharte, wurden im 16. Jahrhundert einige der Klosterkirchen auch außen bemalt. So bedeckt biblisches Geschehen im Stil jener Zeit die Außenwände der Moldauklöster Sucevita , Moldovita, Humor und Voronet sowie die Kirche Arbore. Andere Klöster - wie Slatina, Dragomira oder Putna - sind auch ohne äußeren Bilderschmuck sehenswert.

Snagov-See

Der 18 Kilometer lange See ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bukarester. Mitsamt dem umgebenden Wald steht er unter Naturschutz. Das Gewässer ist ungewöhnlich fischreich und hat schöne Badestrände. Man kann Boote mieten oder mit dem Dampfer zu einer kleinen Insel übersetzen - zum Snagov-Kloster. Das Kloster besitzt eine Kirche aus dem frühen 16. Jahrhundert mit Fresken aus jener Zeit.

Donaudelta

Durch ein riesiges Netz von Haupt- und Nebenarmen sucht die Donau ihren Weg ins offene Meer und schafft dabei Schwemmboden heran. So schiebt sich das Donaudelta immer weiter ins Schwarze Meer. Gegenwärtig misst der rumänische Teil des Deltas achtzig mal siebzig Kilometer. Jenseits der Grenze, in der Ukraine, setzt sich die schwammige Ebene fort.

Große Teile dieser Wasserläufe, Seen und Sümpfe mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt stehen unter Naturschutz. Von Tulcea im Westen des Deltas fahren Ausflugsschiffe regelmäßig durch diese Welt aus Wasser, Weiden und dichten Wäldern. Mehr erlebt man bei Bootsausflügen mit Ortskundigen, die Fischer sind auf Touristen eingerichtet. Liebenswürdig zeigen sie die Pelikan-Kolonien und die Brutplätze anderer Wasservögel, verzauberte Wälder auf hochgelegenen Inselchen und verschwiegene, verschilfte Buchten. Sie kochen die berühmte saure Fischsuppe und braten Karpfen am Spieß.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Am internationalen Flughafen in Bukarest drängen nicht-legale Taxianbieter gelegentlich Reisenden ihre Fahrdienste auf. Reisende sollten sich auf solche Angebote nicht einlassen und stattdessen registrierte Taxis benutzen.

* Gewarnt wird in Rumänien vor Taschendieben und Trickbetrügern, die sich manchmal als Polizeibeamte in Zivil ausgeben.

* In letzter Zeit kam es durch Manipulation von Bankautomaten verstärkt auch zu Kreditkartenbetrug.

* In Rumänien - auch in Bukarest - gibt es einige herrenlose Hunde, die in der Gegend herumstreunen. Manche verhalten sich auch aggressiv gegenüber Menschen. Hunderudeln sollte man generell fern bleiben.

* Drogenbesitz und -verteilung kann mit Haftstrafen von 3 bis 25 Jahren geahndet werden.

* Wird gegen einen Ausländer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, so kann ein Ausreiseverbot verhängt werden, das erst aufgehoben wird, wenn der Sachverhalt geklärt ist.

* Besondere Vorsicht im Straßenverkehr wird empfohlen. Rumänien nimmt im Vergleich der EU-Länder einen vorderen Platz ein, wenn es um die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle geht. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten vermieden werden.

* Auch kleinere Verkehrsverstöße können schnell zum Entzug des Führerscheins und zur Verhängung eines Fahrverbotes (dies gilt nur in Rumänien) führen.

* Sexueller Kontakt mit Minderjährigen (bis 18 Jahre) ist verboten.

* Es gilt die 0,0 Promillegrenze. Wer einen Fahrzeugunfall unter Alkoholeinfluss mit fahrlässiger Tötung verursacht hat, muss mit Haftstrafen von 5 bis zu 15 Jahren rechnen.

* Das Fotografieren militärisch wichtiger Anlagen (Häfen, Bahnanlagen, Brücken, Flugplätze, bewachte Gebäude, Grenzposten) ist verboten.

* Von "wildem" Camping oder Zelten wird abgeraten, es sollten nur die ausgewiesenen Plätze benutzt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Monaco

Einreise für Deutsche

Visumfrei. Notwendig ist: Gültiger Reisepass oder Personalausweis.

Landesdaten

Lage

Monaco ist ein selbstständiges Fürstentum unter der Schutzherrschaft Frankreichs. Es liegt als Enklave im französischen Departement See-Alpen (Alpes Maritime) und grenzt mit seiner ganzen Längsausdehnung im Süden an das Mittelmeer. Im Westen sind es 18 km bis nach Nizza und im Osten 9 km bis Menton und 12 km bis zur italienischen Grenze.

Fläche: 1,95 km².

Verwaltungsstruktur: 4 Quartiers (Fontvieille, La Condamine, Monaco-Ville, Monte-Carlo).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 36.400.

Stadtbezirke:

Monaco-Ville (Altstadt) ca. 900

Monte Carlo ca. 16.600

La Condamine ca. 12.000

Fontvieille ca. 4.800

Larvotto (Strand)

Sprache

In Monaco ist Französisch die Amtssprache, ein kleiner Teil der Bevölkerung spricht Monegassisch, ein dem Ligurischen und Provenzalischen verwandter Dialekt. Daneben spricht man auch Italienisch und Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz;

Es empfiehlt sich, Zwischenstecker mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Monaco ist 00377, die Rufnummern sind unmittelbar danach zu wählen. Die Vorwahl von Monaco nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Mit Telefonkarten, die man auf der Post und in Geschäften bekommt, telefoniert man erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 17 sowie Unfallrettung und Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Monaco von E-Plus, O2 und Telekom Deutschland.

Internet

Länderkürzel: .mc

Es gibt ein Internetcafé in Monte Carlo.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

27. Januar (Fest der Schutzheiligen Sainte Dévote)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

31. Mai (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

19. November (Nationalfeiertag)

8. Dezember (Fest der unbefleckten Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

------------------------

Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahr)

27. Januar (Fest der Schutzheiligen Sainte Dévote)

22. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

30. Mai (Christi Himmelfahrt)

10. Juni (Pfingstmontag)

20. Juni (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

19. November (Nationalfeiertag)

8. Dezember (Fest der unbefleckten Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

Hauptferienmonat ist der August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 14-16.30 Uhr;

Geschäfte: Große Geschäfte sind im Allgemeinen werktags von etwa 9-19 Uhr durchgehend geöffnet (einmal wöchentlich auch länger). Kleine Geschäfte öffnen oft schon um 7 Uhr und sind abends oft über 19 Uhr hinaus geöffnet, schließen aber dafür in der Mittagszeit für 2 Stunden und an 1 bis 2 Tagen pro Woche. Kleine Lebensmittelgeschäfte haben auch häufig am Sonntagvormittag geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-12 Uhr.

Kleidung

Kleidung wie in Westeuropa, der Jahreszeit entsprechend. Es ist untersagt, außerhalb der Strände und Badeanstalten mit freiem Oberkörper oder barfuß durch die Stadt zu gehen.

Geschichte/Politik

Im sechsten vorchristlichen Jahrhundert wurde der große Fels von Monaco von einem Volksstamm bewohnt, der "Monoikus" hieß. Daraus ist vermutlich der Name Monaco entstanden. 122 v. Chr. eroberten die Römer die Provinz, und 1162 sprach Kaiser Barbarossa das Gebiet der Republik Genua zu. Die Gibelinen - eine genuesische Partei - bauten eine Burg auf den Fels, auf dem heute der Fürstenpalast steht.

1489 wurde Monaco als unabhängiger Staat anerkannt, aber 1525 unter spanischen Schutz gestellt. 1641 wurden die Spanier vertrieben, und die Allianz mit Frankreich begann. 1861 erhielt das Fürstentum Monaco seine vollständige Souveränität und Unabhängigkeit - in einer grenzfreien Zollunion mit Frankreich. 1918 wurde der Kontakt noch enger: Frankreich garantierte den Schutz von Monaco. Monaco dagegen sicherte zu, politisch nicht gegen Frankreich zu operieren.

1962 wurde in einer Konstitution festgelegt, wie in der Regierung von Monaco die Rollen des Fürsten und mehrerer Ratsgruppen verteilt sind. 1993 wurde Monaco ein unabhängiger und souveräner Staat und Mitglied der Vereinten Nationen.

Wirtschaft

Das Monaco von den Einnahmen seines Spielkasinos lebt, ist ein Gerücht. Sie machen nur etwas über 4 Prozent des Staatshaushalts aus - nicht einmal doppelt so viel, wie die Einnahmen aus den öffentlichen Parkhäusern. Mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen kommt aus der Mehrwertsteuer. Monaco hat rund 100 Industriebetriebe (Chemie, Kosmetik, Papier- und Plastikverarbeitung), vor allem aber befinden sich hier zahlreiche Bankfilialen aus aller Welt. Sehr wichtig für das Wirtschaftsleben sind Freizeit- und Geschäftstourismus.

Religion

90 Prozent der Monegassen sind Katholiken, 6 Prozent Protestanten, daneben gibt es orthodoxe und jüdische Minderheiten.

Vegetation

Monaco hat eine Reihe sehenswerter Garten- und Parkanlagen. Dazu gehören die Gärten Saint-Martin (hoch über dem Meer mit Föhren, Agaven, Aloen und Wasserspielen), der Japanische Garten, der sich 7.000 m² weit am Meer entlang hinzieht, und der Exotische Garten mit seinen subtropischen Gewächsen.

Tierwelt

Monaco besitzt ein berühmtes Ozeanografisches Museum, in dem Fische und andere Wassertiere gezeigt werden. Außerdem werden regelmäßig Unterwasser-Ausflüge mit dem Groß-Katamaran "Acquavision" veranstaltet, der Platz für 145 Passagiere und Räume unter dem Wasserspiegel hat, aus denen die Unterwasserwelt betrachtet werden kann.

Kulinarisches

Die monegassische Küche ist eine mediterrane Küche. Oliven, Öl, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Knoblauch werden viel verwendet. Pasta-Gerichte sind genauso auf der Speisekarte zu finden wie Fischspezialitäten (z.B. Stocafi) und Fleischgerichte.

Zum monegassischen Weihnachtsfest blieben einige alte Bräuche erhalten. "Pain de Noel" ist ein Weihnachtsbrot, auf dem Walnüsse in Form eines Kreuzes um einen Olivenzweig angeordnet sind. Dann gibt es die "Fougazes" (das sind mit roten wie weißen Aniskörnern und Orangenblüten bestäubte Biskuits) sowie "Barbagiuan", gefüllte Krapfen, die überall verkauft werden.

Sitten und Gebräuche

Jedes Jahr am 27. Januar wird eine Statue der Heiligen Dévote in einer Prozession von der Kathedrale zur Kirche Sainte Dévote getragen. Dabei wird das Meer gesegnet und auf dem Wasser eine Barke verbrannt. Dévote, eine Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert, ist die Schutzpatronin des Fürstentums Monaco.

An Karfreitag zieht die "Prozession des Toten Christus" durch die Gassen der Altstadt.

"Les Feux de la Saint Jean" besteht aus einem Freudenfeuer am 23. Juni auf dem Platz des Palastes - verbunden mit folkloristischen Gesängen und Tänzen, die am darauffolgenden Tag auf dem Place des Moulins fortgesetzt werden.

Das "Fest des Saint Roman" am 8. August ist eine fröhliche Veranstaltung, die aus dem 16. Jahrhundert stammt: Ein Ball in den Gärten von Saint Martin.

Souvenirs

Es gibt keine speziellen monegassischen Andenken. Doch kann man mit etwas Glück in den Gässchen der Altstadt die eine oder andere kleine Antiquität kaufen.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

16 Liter Bier;

4 Liter nicht schäumende Weine;

1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

10 Liter Kraftstoff je Motorfahrzeug im Reservekanister;

andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegenbis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT:

Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Monaco hat angenehmes Mittelmeerklima. So sind die Winter üblicherweise mild und die Sommer warm, aber nie zu heiß. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar und Februar bei 8°C. In den Hochsommermonaten Juli und August steigt das Thermometer im Durchschnitt auf Temperaturen um die 25°C.

Beste Reisezeit

Das ganze Jahr über.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Monaco ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Ein- und Ausreise ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, vielen Geschäften und zahlreichen Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Geldautomaten, an denen mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten Bargeld abgehoben werden kann, sind weit verbreitet.

Auskunftstellen

Direction du Tourisme et des Congrès
de la Principauté de Monaco
2a, Boulevard des Moulins
Monte-Carlo
98030
Monaco
(00377) 92 16 60 00
(00377) 92 16 61 16
www.monaco-congres.com
dtc@gouv.mc

Chambre de Développement Economique
de Monaco
Athos Palace
2, rue de la Lüjerneta
98013
Monaco
Chambre de Développement Economique de Monaco
B.P. 653
98013 Monaco/Monaco
(00377) 97 98 68 69
(00377) 97 98 68 68
www.monaco-congres.com
info@cde.mc

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

zuständig Paris/Frankreich:

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne
24 rue Marbeau
75116
Paris
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
BP 30 221
75364 Paris CEDEX 08 /Frankreich
(0033 1) 53 83 45 02
(0033 1) 53 83 45 00
www.amb-allemagne.fr
Amtsbezirk: Frankreich
Konsularischer Amtsbezirk: Départements Aisne, Calvados, Cher, Côtes-d'Armor, Essonne, Eure, Eure-et-Loir, Finistère, Hauts-de-Seine, Ille-et-Vilaine, Indre, Indre-et-Loire, Loire-Atlantique, Loiret, Loir-et-Cher, Maine-et-Loire, Manche, Mayenne, Morbihan, Nord, Oise, Orne, Paris (Ville de), Pas-de-Calais, Sarthe, Seine-et-Marne, Seine-Maritime, Seine-Saint-Denis, Somme, Val-de-Marne, Val-d'Oise, Vendée, Yvelines;
außerdem die Übersee-Départements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Réunion;
die Übersee-Territorien Französisch-Polynesien, Neukaledonien, St. Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna.
(Zuständige Visabehörde für St. Pierre und Miquelon ist das Generalkonsulat in Montreal/Kanada, für die französischen Hoheitsgebiete im Südpazifik die Botschaft Wellington/Neuseeland.)
Der Leiter der Vertretung ist zugleich als Botschafter in Monaco mit Sitz in Paris akkreditiert.

Von Deutschland

außerdem in Monaco:

Consul Honoraire de la République fédérale d'Allemagne
Le Bristol, 25 bis, Bd. Albert 1er
98000
Monte Carlo /Monaco
(00377) 97 97 49 65
monaco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Fürstentum Monaco
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft in Paris/Frankreich

Botschaft des Fürstentums Monaco
Klingelhöferstraße 7
10785
Berlin
(0 30) 26 39 03 44
(0 30) 263 90 33
berlin@ambassade-monaco.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumangelegenheiten)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Stockumer Kirchstraße 61
c/o Messe Düsseldorf
40474
Düsseldorf
(02 11) 45 60 85 06
(02 11) 456 02 10
consul.honoraire.monaco@messe-duesseldorf.de
Mo bis Fr 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Frauenlobstraße 86
60487
Frankfurt am Main
(0 69) 97 06 00 25
(0 69) 97 06 00 40
frankfurt@honorarkonsulat-monaco.de
Mo bis Do 10-12 und Mi 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Glashüttenstraße 79
20357
Hamburg
(0 40) 43 21 21 21
(0 40) 43 21 12 31
monaco-consulate@jvm.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Brienner Straße 28
80333
München
(0 89) 28 62 81 10
(0 89) 28 62 82 66
consulatmonaco-muenchen@noerr.com
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Puschkinallee 17

14469
Potsdam
(03 31) 20 14 77 10
(03 31) 201 47 70
potsdam@zumbaum.de
Mo, Di und Mi 9-13 und 15-17 Uhr

(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Bopserwaldstraße 58
10184
Stuttgart
(07 11) 248 39 29 20
(07 11) 24 83 92 90
guenther.fleig@web.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Französische Botschaft
mit Konsularabteilung
Pariser Platz 5
10117
Berlin
(0 30) 590 03 91 10
(0 30) 590 03 90 00
www.botschaft-frankreich.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)
(für Visa-Angelegenheiten siehe Frankfurt/M.)

Französisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 35
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 79 50 96 46
(0 69) 795 09 60
www.consulatfrance.de/francfort
info@consulfrance-francfort.org
Mo bis Fr 8.45-12 Uhr, außerdem Do 14-15.30 Uhr
(für Visa-Angelegenheiten Bundesrepublik Deutschland)

Sehenswertes

Fürstlicher Palais

Wo einst eine mächtige Festung der Fürsten von Genua stand, auf dem ins Meer vorspringenden Felsen von Monaco, wurde schon im 13. Jahrhundert begonnen, den Palast der monegassischen Fürsten ("Palais du Prince") zu bauen. Hier kann man (wenn die Fürstlichkeiten den Palast nicht gerade bewohnen) viel Geschichte und Tradition nacherleben. Es gibt eine italienische Galerie mit prachtvollen Fresken genuesischer Künstler, einen sehr schönen Salon im Stil Ludwig XIV. und den Thronsaal, in dem seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig Feste und historische Zeremonien stattfinden.

Im Museum werden viele Gegenstände und Dokumente aus dem ersten französischen Kaiserreich aufbewahrt, darunter vieles, das Napoleon gehörte. In einer Etage kann der Besucher sich einen Überblick über den historischen Werdegang Monaco verschaffen; es werden dort Uniformen, Orden und eine komplette monegassische Briefmarkensammlung gezeigt.

Der Platz vor dem Palais bietet einen schönen Blick auf den Hafen der Stadt Monte Carlo. Um 11.55 Uhr kann man die klangvolle und sehr prächtige Wachablösung vor dem Haupteingang des Palastes mit verfolgen. Das militärische Zeremoniell ist seit über einem Jahrhundert streng festgelegt. Die Garde ist Ehrenwache und Eskorte, soll aber notfalls auch für die Sicherheit des Fürsten sorgen.

Gleich nebenan liegt die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, die zum Teil noch ganz mittelalterlich anmuten.

Spielsäle

Monaco bietet im Stadtteil Monte Carlo mehrere Spielmöglichkeiten an. Berühmt ist das Kasino, ein Bau von 1878. Durch das mit Marmor ausgelegte Atrium kommt man in den Opernsaal, der ganz in Rot und Gold gehalten ist und in dem regelmäßig Opern, Konzerte und Ballettaufführungen stattfinden.

Angeschlossen sind mehrere ineinander übergehende Spielsäle für Roulette, Trente et Quarante, Chemin de fer und ähnliches.

Es gibt in Monte Carlo aber noch mehr Spielmöglichkeiten - teils mit den herkömmlichen Glücksspielen, teils mit Spielautomaten -, beispielsweise im "Café de Paris" am Kasino-Platz, im "Sun Casino" im Gran Hotel oder in "Le Sporting d´Eté" an der Av. Grace.

Ozeanografisches Museum

Das weltbekannte Museum ist der breiten Palette der Meereswissenschaften gewidmet. Architektonisch gilt es als ein monumentales Kunstwerk. In den imposanten Sälen findet man bemerkenswerte Sammlungen der Meeresfauna sowie zahlreiche ausgestopfte Meerestiere und Skelette. Im Untergeschoss bietet das Aquarium dem Besucher das einmalige Schauspiel einer üppigen Unterwasserflora und -fauna. Seltene Fischarten aus allen Meeren des Erdballs tummeln sich dort in 90 Becken. Das neue Mega-Auqarium, einmalig in der Welt, bietet die Möglichkeit, die Evolution von Hammerhaien und Rochen zu bewundern. Das Filmtheater zeigt Filme zum Thema Meer, hauptsächlich von Jacques Cousteau, der bis 1988 Direktor des Museums war. Schließlich bietet die Publikumsterrasse ein herrliches Panorama auf die italienische Riviera und das Esterel-Massiv.

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum steht im Stadtteil Monte Carlo und bietet eine faszinierende Welt von historischen Automaten und alten Puppen in zeitgenössischen Kostümen. Die Automaten werden mehrmals täglich in Bewegung gesetzt. Die sehr attraktive Sammlung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert; sie lebt ganz in der Atmosphäre jener Zeit. Prachtstück der Sammlung ist eine neapolitanische Krippe.

Wachsfiguren-Kabinett

Auf dem Fels von Monaco steht in dem romantischen, malerischen Gässchen "Rue Basse" das Wachsfiguren-Kabinett. Hier wird die Geschichte der monegassischen Dynastie ab dem 13. Jahrhundert in historischen Szenen aufgezeigt. Die Figuren sind lebensgroß und tragen echte historische Kostüme.

Exotischer Garten

Die außergewöhnliche Anlage mit mehreren tausend Pflanzenarten liegt an den Flanken eines Felsens. Hier gedeiht im sanften Klima der Küste eine subtropische Flora. Besonders sehenswert sind die hundertjährigen mexikanischen und südamerikanischen Kakteen, die Euphorbien und die afrikanischen Kandelaber, die teilweise zehn Meter aufragen. Zum Garten gehören das Prähistorische Museum für Anthropologie, das die Entwicklungsgeschichte der Menschen aufzeigt, sowie - 60 m tief im Fels - eine "Prähistorische Grotte" mit schönen Tropfsteinen.

Japanischer Garten

Der japapanische Garten ist mehr als Kunstwerk denn als botanischer Park gedacht und wurde von einem berühmten Japaner entworfen und von einem hohen Shintu-Priester geweiht. Die Pinien- und Olivenbäume sind nach japanischer Tradition geschnitten. Man kommt zu Wasserfällen und idyllischen Inseln, zu Bambuszäunen und einem Teehaus.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausführliche Einreisebestimmungen

Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie hier.

Hinweis zu den Ausflügen:

Alle Ausflüge und Führungen finden in deutscher Sprache statt, soweit nichts anderes angegeben ist. Bitte beachten Sie, dass sich die angegebene Reihenfolge der Ausflüge ändern kann. 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (Reisedokumente / Visum / Impfung):

Deutsche Staatsangehörige benötigen für diese Reise gültige Ausweisdokumente. Die Reise kann sonst nicht angetreten werden!
Je nach Reiseland kann es sein, dass ein Visum erforderlich ist. In einigen Ländern sind ggf. auch Impfvorschriften zu beachten. Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie online bei der jeweiligen Reise unter der Rubrik „Länder“. Außerdem erhalten Sie diese Infos auch in Ihren zugesandten Reise-Vertragsunterlagen.
Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten sowie über notwendige Impfungen.
Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsangehörige (Reisedokumente / Visum / Impfung):

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können. Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline 0800 250 00 00 (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Hinweis für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

sz-Reisen sind nicht geeignet für Gäste mit eingeschränkter Mobilität. sz-Reisen sind meistens Reisen in Bewegung: Um alle Besichtigungen, Rundgänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung nicht geeignet (auch Gehörlosigkeit oder allg. Reisebehinderung).
Im Zweifel können wir vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist. Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline 0800 250 00 00 (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Absagefrist durch den Reiseveranstalter sz-Reisen:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-Reisen vor, bis spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7.

Zahlung & Reiserücktritt bei sz-Reisen:

Ausführliche Informationen zu Zahlung und zum Reiserücktritt finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen SZ-Reisen GmbH unter § 2. + 5. + 7. + 8.

Einreise Russland:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Russland einen gültigen Reisepass und ein Visum. Das Visum wird durch die zuständigen russischen Konsulate in Deutschland in den Originalreisepass der Gäste eingeklebt. Die Visabesorgung via sz-Reisen ist auf Wunsch möglich (Zusatzkosten: pro Person 120 €). Folgende Unterlagen sind dafür rechtzeitig für jeden Reisenden einzusenden (wir werden Sie dafür ca. 10 Wochen vor der Abreise kontaktieren und Ihnen die entsprechenden Formulare zuschicken): 
- Persönlich unterschriebener Visaantrag 
- Passbild im Format 3,5 x 4,5 cm (entsprechend der Vorgaben für den biometrischen Reisepass)
- Original-Reisepass, der nach Reiseende noch mindestens 6 Monate gültig sein muss (mindestens eine Doppelseite muss frei sein)
- Bestätigung der bestehenden Auslandskrankenversicherung in Kopie (Ausstellungsdatum/Datum der Bestätigung darf nicht älter als 3 Monate sein) Unserem Kundenservice liegt eine Liste der von der Botschaft akzeptierten Versicherungsunternehmen vor.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
MS ALBATROS: Mediterrane Spitzenziele & Schwarzes Meer
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
25
  • auf/zu

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • Termin für Bus An- und Abreise mit Zwischenübernachtung und HP!
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    • Transferregionen
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Reiseversicherung

Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung (Reiserücktritt und Reiseabbruch), sowie bei Auslandsreisen eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung.

Wir helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz für Sie zu finden. Lesen Sie das Produktinformationsblatt und wählen Sie die gewünschte Versicherung aus.
Wir werden Sie vor der Buchung zu den Konditionen beraten.
Hier finden Sie vorab eine aktuelle Tarifübersicht.

Die Versicherungskosten sind abhängig vom Reisepreis pro Person. Bei Versicherungskosten über 200 € pro Person müssen Reisekunden seit Februar 2018 den gewünschten Reiseschutz direkt bei der ERV buchen. Nach Abschluss der Reisebuchung können Sie hier Ihre Versicherung hinzubuchen.

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